4. Oktober 2015
von admin
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Deutsche Frauenpower jetzt bei den China Open!

Das Race to Singapore nimmt Fahrt auf. Am Samstag gewann Venus Williams im Finale gegen Garbine Muguruza in Wuhan ihren 47.Titel auf der WTA Tour und am gleichen Tag startete in Peking schon das nächste mit 4.75 Millionen Dollar dotierte Turnier.

Am Sonnabend schied die Hamburger Hoffnung Carina Witthöft bei den China Open in der 1.Runde gegen die Russin Svetlana Kuznetsova (WTA Nr.31) mit 4:6 und 4:6 aus.

Am Sonntag stiegen zwei weitere Deutsche in den Wettbewerb ein. Mona Barthel ist in die zweite Runde eingezogen. Die 25-Jährige aus Neumünster hatte zum Auftakt keine Probleme mit der Chinesin Zhang Shuai (WTA Nr.191) und siegte mit 6:3, 6:2. In der 2.Runde trifft sie nun auf die an 4-gesetzte  Agnieszka Radwanska aus Polen.

 barthel

Ausgeschieden ist dagegen Julia Görges. Die 26-Jährige aus Bad Oldesloe verlor gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkova (WTA Nr.32) mit 2:6, 4:6. Dabei vergab die Weltranglisten-56. im zweiten Satz eine 3:0-Führung.

Die an 7-gesetzte Angelique Kerber hat zum Auftakt ein Freilos und wird wie ihre Freundin Andrea Petkovic erst am Montag an den Start gehen. Die Kielerin trifft auf den Sieger der Partie Cibulkova gegen Jankovic,  die Darmstädterin hat  mit der Kanadierin Eugenie Bouchard auch eine schwere Aufgabe vor sich.

kerber

Bei dem spannenden Kampf um eine Teilnahme bei den WTA Tour Finals in Singapur Ende dieses Monats kann es in Peking schon zu Vorentscheidungen kommen. Das Feld ist nach den Wuhan Open noch enger zusammengerückt.

Wir werden die offiziell aktualisierte Liste im Verlaufe der nächsten Woche veröffentlichen. Auch weil mit der möglichen Qualifikation von Angie Kerber für das deutsche Tennis viel auf dem Spiel steht.

 

3. Oktober 2015
von admin
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Benni Becker scheidet im Semifinale aus!

Bei den nicht unbedingt aufsehenerregenden Leistungen der deutschen Herren in diesem Jahr,  standen drei Spieler im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit: Philipp Kohlschreiber (ATP Nr.33) aufgrund einiger starker Matches und Turniererfolge, Dustin Brown (ATP Nr.88) dank seiner spektakulären Auftritte und Alexander Zverev (ATP Nr.79), weil die Fans und die Wirtschaft sich nach einem nationalen Tennis-Messias sehnen.

Im Schatten dieser Protagonisten hat sich ein deutscher Spieler Schritt für Schritt in der Weltrangliste etabliert: Benjamin Becker. Der 34-jährige ist aktuell mit Position 74 der ATP-Weltrangliste hinter „Kohli“  der ranghöchste deutsche Spieler. Mit seinem Einzug in das Semifinale der Malaysian Open wird er sich weiter verbessern.

 benni

In Kuala Lumpur trat der Deutsche mit Wohnsitz in Texas am Samstag zu seinem Halbfinalmatch gegen David Ferrer an. Der Spanier ging hoch motiviert in die Partie, weil er sich noch für eine Teilnahme an dem ATP-World Tour Final 2015 in London sichern muss.

Benni begann stark gegen den Weltranglisten-Siebten. Er erspielte sich bis zum Stand von 3:3 vier Breakbälle, konnte aber keinen erfolgreich nutzen. Im siebten Spiel gelang es ihm endlich, Ferrer das Aufschlagspiel abzunehmen. Der Spanier geriet unter Druck. Entschlossen und unbeirrt gewann „Benni“ auch die nächsten beiden Spiele und den 1.Satz mit 6:3.

David Ferrer ist bekannt als unermüdlicher Kämpfer. Im 2. Satz stemmte er sich mit allen Mitteln gegen eine drohende Niederlage und setzte sich mit 6:2 durch.

becker

Im 3.Satz entwickelte sich wieder ein Match auf Augenhöhe, in dem am Ende aber der topgesetzte Spanier sich mit 6:4 durchsetzen konnte. Im Finale trifft Ferrer jetzt auf seinen Landsmann Feliciano Lopez, der den Aussie Nick Kyrgios mit 7:6 und 7:6 im Zaum halten konnte.

Man kann von Benjamin Becker nicht erwarten, dass er sich in seinem Alter noch erfolgreich – in der Nachfolge von Becker, Stich und Haas – in die absolute Weltspitze vorspielt. Seine soliden Leistungen und sein kämpferischer Einsatz sollten aber mehr gewürdigt werden.

Auch deshalb, weil wir uns wohl von dem Hoffnungen verabschieden müssen, dass in naher Zeit ein deutscher Tennisspieler für internationales Aufsehen in den finalen Runden bei den großen Events sorgen wird.

2. Oktober 2015
von admin
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Kerber verliert nach bravourösem Kampf – B.B. der II. gewinnt!

Immer wieder haben einzelne deutsche Tennisprofis in diesem Jahr hervorragende Erfolge bei hoch dotierten Turnieren erzielt. Die Ergebnisse bei den Grand Slams waren allerdings desillusionierend.

Angelique Kerber lieferte teils großartige Matches bei den Grand Slams, verlor aber auch  immer vor dem Viertelfinale. Ihre beständig guten Leistungen mit mehreren Turniersiegen haben es ihr aber ermöglicht, sich vor dem Saisonende noch für das letzte Highlight, die WTA-Tour Finals in Singapur, zu qualifizieren. Seit Jahren ist die Kielerin – in und außerhalb des Platzes, ob in Einzelturnieren oder im Teamwettbewerb  –  die herausragende Repräsentantin des deutschen Tennis in der Welt.

angie

Bei den Wuhan Open hätte Angie einen vorentscheidenden Schritt in Richtung einer Teilnahme bei dem WTA-Finale 2015 machen können. Sie traf im Semifinale des Turniers in China auf eine direkte Konkurrentin: Garbine Muguruza aus Spanien.

Von den ersten Ballwechseln an kämpften beide Konkurrentinnen wie die Löwen. Bis 3:3 im ersten Durchgang war jeder Punkte hart umstritten. Dann gelang der Wimbledonfinalistin eine 5:3-Führung und sie gewann anschließend den 1.Satz mit 6:4. Im 2.Satz setzte sich das erbitterte Duell fort. Die Deutsche servierte einige Doppelfehler zu viel, konnte aber 4 von 5 Breakbällen abwehren. Nach 1,5 Stunden Spielzeit stand es 4:4 im zweiten Durchgang – ein Ausdruck für die Ausgeglichenheit dieser Partie. Im nächsten Aufschlagspiel nutzte die Spanierin den ersten Breakball und ging 5:4 in Führung. So leicht gibt sich Angie nicht geschlagen: mit dem Rücken zur Wand gelang ihr ein Rebreak  und sie glich auf 5:5 aus. Dann kassierte sie aber gleich wieder ein Break. Das nächste Spiel war an Dramatik nicht zu übertreffen. Die Deutsche vergab einen Spielball, wehrte dann einen Matchball ab und nutze den zweiten Breakball um auf 6:6 auszugleichen – obwohl die Spanierin allein in diesem Spiel drei Asse servierte! Der Nervenkitzel setzte sich im Tiebreak fort. Nach einer Unterbrechung bei 3:3 gewann Kerber die nächsten beiden Punkte. Muguruza setzte sich aber bei den nächsten vier Punkten in Folge durch, siegte im  Tiebreak und erreichte das Finale nach über 2 Stunden Spielzeit.

mugu

Die Kielerin war in diesem Jahr schon bei den Grand Slams in Paris und Wimbledon gegen Garbine Muguruza ausgeschieden. Die Weltranglisten-Siebte wird langsam zu ihrer Angstgegnerin. So what – in Singapur trifft man sich wahrscheinlich wieder.

Finalgegnerin der Spanierin wird Venus Williams sein, die im anderen Semifinale Roberta Vinci in drei Sätzen besiegte.

Dieser Text hat trotz der Niederlage ein Loblied auf Angelique Kerber gesungen. Dabei wäre fast eine herausragende Leistung der deutschen Herren in den Hintergrund getreten: Bei den Malaysian Open in Kuala Lumpur hat Benjamin Becker mit seinem 7:6(4), 6:4-Sieg über den an 4-gesetzten Grigor Dimitov das Semifinale erreicht!

benni

Dort trift er am Samstag auf den topgesetzten David Ferrer.