21. Februar 2017
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Angie Kerber tritt in dieser Woche in Dubai an!

Wir müssen uns wohl keine Sorgen um die Gesundheit von Angelique Kerber machen. Bei den mit über  2,37 Millionen Dollar (!) dotierten „Dubai Tennis Championships“ tritt die Weltranglistenzweite in dieser Woche als Topgesetzte an.

Die Kielerin ist vorgesetzt und wird in der zweiten Runde auf Mona Barthel (WTA 109) treffen. Die Neumünsteranerin setzte sich auf der arabischen Halbinsel in der 1.Runde souverän mit 6:1, 6:3 gegen die Serbin Jelena Jankovic (WTA 51), die in Dubai wohnt, durch.

Auch Laura Siegemund (WTA41), die dritte Deutsche, die im Wüstenstaat in das Rennen ging, konnte einen Auftaktsieg in Dubai feiern. Die Stuttgarterin bezwang in einem Marathon-Match die Spanierin Soler-Espinosa (WTA 127) 6:7. 6:4 und 7:6.

laura

Vier deutsche Damen treten in Europa, bei dem mit bescheideneren 226.750 Dollar dotierten Turnier in Budapest an.

Die 21-jährige Tamara Korpatsch (WTA 162) aus Hamburg hatte sich in Ungarn erfolgreich durch die Qualifikation geschlagen und wird in der ersten Runde des Hauptfelds gegen die Russin Evgenia Rodina (WTA 82) antreten.

Annika Beck (WTA 66) war schon am Montag im Hauptfeld erfolgreich. Sie bezwang in ihren Auftaktmatch die Slowakin Jana Cepelova (WTA 98) souverän mit 6:2, 6:2.

beck

Julia Görges (WTA 56) wird in Budapest in der ersten Runde auf die Slowakin Jana Cepelova (98) treffen.

Carina Witthöft (WTA 83) spielt zum Auftakt gegen die Rumänin Sorana Cristea in der ungarischen Hauptstadt.

Auf der ATP-Tour finden in dieser Woche große Turniere in Frankreich, in den USA und in Brasilien statt.

In Marseille werden am Dienstag zwei deutsche Spieler ihre Erstrundenpartien spielen.

Alexander Zverev (ATP 18) ist an Position 5 gesetzt und wird sich mit dem Franzosen Nicolas Mahut (ATP 54) auseinandersetzen.

Auch Jan-Lennard Struff (ATP 62) trifft mit Jeremy Chardy (ATP 77)  auf einen  Franzosen.

Dustin Brown (ATP  84) kommt in dieser Woche seinen familiären Wurzeln immer näher und spielt in Florida, bei dem ATP-Turnier von Delray  Beach, in der ersten Runde gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez (ATP 98).

Tommy Haas (ATP 1024), der seit langem an der Westküste Floridas wohnt, hat einen kürzeren Anfahrtsweg als sein Kollege aus Winsen gewählt. Dank eines „Protected Rankings“ ist er auch im Hauptfeld des Turniers an der Ostküste Floridas und tritt in der ersten Runde auf den Georgier Nicoloz Basilashvili (ATP 53).

Die Reise zum Turnier nach Rio de Janeiro hat kein deutscher Spieler auf sich genommen.

18. Februar 2017
von admin
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Müssen wir uns Sorgen um die Gesundheit Angie Kerbers machen?

Takamitsu Hamaura kennt Angelique Kerber seit sie als 13-Jährige bei den Landesmeisterschaften von Schleswig-Holstein die Bälle über das Netz geschlagen hat.  Der Japaner ist  seit Jahren der internationale Chef-Scout der japanischen Firma, die die Schläger für die Kielerin herstellt. Als Angie 15 Jahre alt war, hat er mit ihr einen Schlägervertrag ausgehandelt, der bis heute Bestand hat.

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Seine Zusammenarbeit mit ihr ist mit der Zeit noch enger geworden: Mindestens fünf Mal im Jahr weilt er im Refugium Kerbers, dem polnischen Provinzort Puszcykowo. Bei den großen WTA-Turnieren ist Taka im Fernsehen immer in der Player‘s Box, meist hinter ihrem Coach Torben Beltz zu sehen.

Taka lebt seit mehr als zehn Jahren in der näheren Umgebung Hamburgs. Bei einem Treffen in einem Eiskaffee seines Wohnsitzes gab er uns Einblicke in die Lebens- und Gefühlswelt der deutschen Ausnahmespielerin.

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Einen interessanten Inhalt des Gesprächs wollen wir aus aktuellen Gründen hier hervorheben: Auf die Frage, wie er die Leistung der Weltranglistenzweiten bei den „Australian Open“ im Januar 2017 beurteilt, antwortete der YONEX- Chefscout:

„Angelique hatte sich Ende 2016 in aller Ruhe bei ihren Großeltern im eigenen Tenniszentrum in Polen vorbereitet. Hatte besonderen Wert auf das Konditionstraining gelegt – sehr intensiv gearbeitet. Aber schon bei dem ersten Vorbereitungsturnier auf dem fünften Kontinent  fehlte ihr die „Leichtfüßigkeit“. Sie war selbst darüber erstaunt. Das hat sie noch in Melbourne verunsichert. Immer wieder äußerte sie im Betreuer-Kreis ihr Erstaunen und ihre Verunsicherung. Sie fühlte sich langsam, ungewohnt schwerfällig. Die Athletik und Fitness ist die Grundlage ihres Tennis. Durch die sie überraschenden Probleme in diesem Bereich hatte sie Selbstvertrauen verloren. Das war keine besonders gute Voraussetzung für eine Grand Slam-Titelverteidigung.“

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Das Gespräch fand unmittelbar nach den Australian Open statt. Zwei Wochen später verlor Angelique Kerber in Katar ihr Auftaktmach gegen  Daria Kasatkina.

„Spiegel online“ berichtete:

„Bei der 4:6, 6:0, 4:6-Niederlage klagte Kerber über Krankheitssymptome und Atemprobleme, konnte deshalb ihre läuferischen Qualitäten nicht wie gewohnt einsetzen und produzierte viele leichte Fehler. Selbst der Gewinn des zweitens Satzes brachte der zweifachen Grand-Slam-Turniersiegerin nicht die nötige Sicherheit.“

Müssen wir uns Sorgen um die Gesundheit von Angelique Kerber machen?

16. Februar 2017
von admin
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Der enorme Druck auf Angelique Kerber wächst!

Die deutschen Profis präsentieren den Tennisinteressierten in dieser Woche ein „Deja Vu“: Vor den entscheidenden Runden der Turniere waren alle unsere Spitzenspieler schon ausgeschieden – bis auf Angelique Kerber.

Die topgesetzte deutsche Weltranglistenzweite hatte bei den „Qatar Total Open“  allerdings auch noch nicht gewonnen, weil ihr Auftaktmatch am Mittwoch gegen Daria Kasatkina (WTA 33) im Achtelfinale des Turniers wegen starker Regenfälle auf Donnerstag verschoben werden musste.

Im Januar hatte die deutsche Nr.1 in Sidney überraschend gegen die Russin verloren. Diese Niederlage hatte das Selbstbewusstsein der Titelverteidigerin bei den Australian Open in diesem Jahr nicht unbedingt gestärkt…

Das Match war von Anfang an dann auch von hoher nervlicher Anspannung beider Spielerinnen geprägt. Kerber gewann ihr erstes Aufschlagspiel, vergab aber anschließend drei Breakbälle, musste den Ausgleich hinnehmen und kassierte dann ein Break. Die Begegnung „ging hin und her“. Wieder vergab Angie zwei Breakbälle und lag nach 26(!) Minuten Spielzeit 1:3 zurück. Die 19-jährige Russin ließ sich auch im weiteren Verlauf trotz weiterer Breakbälle Angies nicht den Aufschlag abnehmen und entschied den 1.Satz nach 54 Minuten mit 6:4 für sich.

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Der deutschen Weltranglistenzweiten fehlte noch das letzte Quäntchen Selbstvertrauen und die damit verbundene Entschlossenheit, um die Big Points zu gewinnen.

Der Kampf auf Augenhöhe setzte sich im nächsten Durchgang fort. Die Linkshänderin aus Kiel brachte mit Mühen ihr erstes Aufschlagspiel durch. Sie konnte endlich einen Breakball verwandeln, ging 2:0 in Führung und baute den Vorsprung auf 3:0 aus. Sie dominierte dann souverän, gab kein Spiel mehr ab und gewann den 2.Satz 6:0.

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Im entscheidenden Satz war dem russischen Ausnahmetalent angesichts dieser Deklassierung keine Resignation anzumerken. Sie nahm ihrer Gegnerin gleich das erste Aufschlagspiel ab, gewann auch die nächsten drei Spiele und ging gegen eine entnervte und verzweifelte Angelique Kerber 4:0 in Führung. Mit Mühe und Glück konnte die Norddeutsche bei eigenem Aufschlag ihr erstes Spiel im entscheidenden Durchgang gewinnen. Anschließend zeigte sie Resilienz, die entscheidende einzigartige  Eigenschaft,  die sie im vergangenen Jahr an die Weltspitze gebracht hatte. Sie breakte Kasatkina, brachte ihr Aufschlagspiel souverän durch, verkürzte auf 3:4. Die junge Russin hielt dagegen, baute den Vorsprung auf 5:3 aus.

Eine atemberaubende Nervenschlacht!

Angie hielt stand, setzte sich bei eigenem Aufschlag zum 4:5 durch. Entschlossen von der Stirn bis zu den Zehenspitzen kämpften die beiden Spielerinnen im nächsten Spiel. Daria Kasatkina setzte sich durch, gewann das Spiel, den 3.Satz 6:4 und das Match.

Bleiben wir objektiv: Das war eine beeindruckende und vielversprechende Vorstellung des russischen Ausnahmetalents!

Leider wächst mit dieser Niederlage der enorme Druck, der auf Angelique Kerber lastet.