25. April 2017
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Siegemund, Sascha Zverev sowie Struff siegen!

Angelique Kerber steht in dieser Woche auf Position 2 der WTA-Weltrangliste mit 6925 Punkten. Serena Williams, die schwanger ist und in absehbarer Zeit keine Turniere spielen wird, hat die Kielerin mit 7010 Punkten auf der Spitzenposition abgelöst, ohne in den letzten Wochen einen Wettkampf bestritten zu haben. Wenn die Kielerin in dieser Woche das Semifinale des „Porsche Tennis Grand Prix“ in Stuttgart erreicht, wird sie wieder die Position 1 der Weltrangliste  zurückerobern. Gefahr in dem Kampf um die Weltspitze droht unserer Ausnahmespielerin von Karolina Pliskova, die aktuell 6028 Punkte aufweist. Die Tschechin führt auf der „Road to Singapore“ zum WTA Masters 2017 mit großem Vorsprung die Wertung an. In Stuttgart ist sie an Position 2 gesetzt.

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Die an 1-gesetzte Angie Kerber hat wie  Pliskova ein Freilos in der ersten Runde des „Porsche Tennis Grand Prix“ und wird erst am  Donnerstag in das Turniergeschehen in Stuttgart eingreifen.

Die Stuttgarterin Laura Siegemund (WTA 49) hat vom Veranstalter eine Wildcard erhalten.  In der ersten Runde traf sie auf die Chinesin Shuai Zhang (WTA 32). Die Schwäbin startete bei ihrem Heimspiel beherzt in das Match. Ihr entschlossener Einsatz führte zum souveränen 6:2-Gewinn des 1.Satzes. Im nächsten Durchgang kämpfte sich die Chinesin in die Begegnung, eine total ausgeglichene Partie entwickelte sich, die im Tiebreak entschieden wurde. Hier setzte sich die Stuttgarterin mit 7:4 durch und erreichte mit ihren 6:2, 7:6-Sieg das Achtelfinale des Porsche Tennis Grand Prix in ihrer Heimatstadt.

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Bei dem WTA-Turnier in Istanbul sind jetzt die beiden deutschen Teilnehmerinnen in der ersten Runde ausgeschieden. Nach der überraschenden Niederlage von Andrea Petkovic am Montag, verlor am Dienstag Tatjana Maria (WTA 103) nach tapferem Kampf gegen die Rumänin Irina Begu (WTA 33) 6:1, 1:6, 5:7.

Vier deutsche Herren gingen bei den „Barcelona Open“ am Dienstag an den Start. Philipp Kohlschreiber ist an 11-gesetzt und wird erst am Mittwoch zu seinem Zweitrundenmatch antreten.

Der an 8-gesetzte Alexander Zverev (ATP 21)  trat in der zweiten Runde gegen den Spanier Nicolas Almagro (ATP 31) an. Dem 20-jährigen Hamburger gelang im dritten Spiel ein Break und er baute die Führung anschließend auf 3:1 aus. In den langen Grundlinienduellen ergriff der Deutsche öfter als sein Gegner die Initiative, ihm unterliefen aber mehr und mehr zu viele eigene Fehler. Almagro breakte den Deutschen zum 4:4. Bis zum Tiebreak gewannen beide Kontrahenten ihre Aufschlagspiele. Im Shoot-Out des 1.Satzes konnte Sascha Zverev sich dann 7:4 durchsetzen.  Im 2.Satz fehlte unserem Ausnahmetalent zu Beginn Intensität und Konzentration. Er verlor früh sein Aufschlagspiel und lief dem Rückstand bis zum 4:6-Satzverlust vergeblich hinterher. Auch am Anfang  des entscheidenden Durchgangs ließ Zverev Dynamik und Intensität vermissen. Er verlor gleich sein erstes Aufschlagspiel. Mit viel Glück gelang ihm dann ein Rebreak zum 1:1, um darauf wieder ein Break zum 1:2 zu kassieren. Der Sandplatzexperte aus Murcia erhöhte auf 3:1. Wieder lief Sascha dem Rückstand hinterher. Bei 3:4 gelang ihm mit einem Break der Ausgleich zum 4:4. Der kaltschnäuzige Hamburger wirkte jetzt entschlossen und siegesgewillt. Nach Abwehr eines Breakballes ging er 5:4 in Führung. Almagro hatte bei 40:0 und eigenem Service drei Spielbälle in Folge, die er alle vergab. Sascha konnte einen weiteren Spielball des Spaniers abwehren und verwandelte seinen zweiten Matchball zum 6:4-Gewinn des 3.Satzes. Mit 7:6, 4:6 und 6:4 zog der 20-jährige Zverev nach einem Tennisdrama in das Achtelfinale der „Barcelona Open“ ein.

zverev

Dustin Brown (ATP 75) traf in seinem Auftaktmatch auf  Bernard Tomic (ATP 41). Denkbar knapp verlor der Rastaman aus Winsen den 1.Satz gegen den  etwas überheblichen Aussie 5:7. Anschließend steigerte sich Brown noch einmal und konnte den 2.Satz 6:4 für sich entscheiden. Im 3.Satz riss der Faden im Spiel des Deutschen und er schied mit 2:6 im entscheidenden Durchgang in der ersten Runde des  Turniers in Barcelona aus.

Auch in der ersten Runde trat Jan-Lennard Struff gegen  Pierre Hugues Herbert (ATP 86) an. In einem Kampf auf Augenhöhe hatte der 26-jährige Warsteiner am Ende des 1.Satzes die besseren Nerven und gewann 7:5. Im nächsten Durchgang behielt Struffi die Oberhand und zog mit 6:3 im 2.Satz in die zweite Runde der „Barcelona Open“ ein.

struff

Der an 14-gesetzte Mischa Zverev (ATP 35) spielte am Dienstagabend in der zweiten Runde gegen den Briten Daniel Evans (ATP 43). Dem 29-jährigen Hamburger fehlt auf dem langsamen Sandbelag noch die Selbstverständlichkeit im Spiel. Er verlor den 1.Satz 4:6. Auch im 2.Satz hielt der ältere Zverev-Bruder ebenbürtig mit, er wurde aber ein Mal zu viel gebreakt, musste sich wieder 4:6 geschlagen geben und schied als zweiter Deutscher  nach Dustin Brown aus dem ATP-Turnier in der katalanischen Metropole aus.

 

25. April 2017
von admin
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Nadal ist der beste Sandplatzspieler aller Zeiten!

Rafael Nadal hat das  ATP-Turnier in Monte Carlo  zum 10.Mal gewonnen! Im Finale schlug der Spanier am vergangenen Sonntag seinen Landsmann Albert Ramos Vinolas deutlich mit 6:1, 6:3.

Mit diesem Turniersieg hat Rafa seinen 50. Titel auf Sand geholt und ist jetzt der erfolgreichste Spieler aller Zeiten auf dem Clay-Court.

rafael-nadal

Gefolgt wird er von  der Tennis-Legende Guillermo Vilas. Der Argentinier hat 49 Turniererfolge auf der roten Asche zu Buche stehen.

An dritter Stelle rangiert der Österreicher Thomas Muster mit 40 Erfolgen.

Für Tennishistoriker: Der Schwede Björn Bog steht in dieser „Weltrangliste“ mit 30 Titeln zusammen mit dem Spanier Manuel Orantes auf  dem 4.Platz.

Schon in dieser Woche, bei den mit 2.604.340 € dotierten Barcelona Open, kann der Champion aus Mallorca seinen 51. Titel auf Sand gewinnen.

Von solchen Rekorden können die deutschen Teilnehmer in Barcelona nur träumen. Alexander Zverev (ATP 21), Philipp Kohlschreiber(ATP 31) und Mischa Zverev (ATP 35) sind in der katalanischen Hafenstadt gesetzt und spielen am Dienstag ihre Zweitrundenmatches.

Dustin Brown (ATP 75) trifft in der ersten Runde auf „Bad Boy“ Bernard Tomic (ATP 41), Jan- Lennard Struff (ATP 52) wird sich mit dem Franzosen Pierre Hugues Herbert (ATP 86) auseinandersetzen.

Für die deutschen Damen geht es nach dem erfolgreichen Fed Cup- Relegations-Match gegen die Ukraine auch gleich wieder um Weltranglistenpunkte.

Bei dem mit 710.900 Dollar dotierten „Porsche Tennis Grand Prix“ sind die topgesetzte Angelique Kerber und Laura Siegemund (WTA 49) im Hauptfeld. Zu den beiden Etablierten gesellte sich Tamara Korpatsch (WTA 140). Die 21-jährige Hamburgerin schlug in der letzten Runde der Qualifikation die favorisierte Russin Evgenya Rodina (WTA 75) im dritten Satz.

korpatsch

Annika Beck (1.Runde Quali), Dinah Pfizenmaier (2.Runde), Antonia Lottner (2.Runde) und Katharina Hobgarski (3.Runde) schieden leider in der Qualifikation aus.

Bei dem mit 227.500 Dollar dotierten WTA-Turnier in Istanbul treten Andrea Petkovic und Tatjana Maria an.

Petkovic (WTA 78) war von Barbara Rittner nicht für den Fed Cup  nominiert worden. Die Entscheidung begründete die Team-Chefin mit folgenden Worten: „Sie verzweifelt gerade an sich selbst, aber alle, die ihr helfen wollen, verzweifeln auch an der Situation. Ich bin da mit meinem Latein im Moment am Ende.” Das hatte Petko nicht amused – sie kritisierte öffentlich, dass diese Aussagen sowohl „unangebracht“, als auch nicht besonders hilfreich in ihrer gegenwärtigen Situation seien und dass sie es vorgezogen hätte, wenn Rittner sie direkt kontaktiert  und ihr die Begründung der Absage persönlich geliefert hätte.

petko

Diese Argumentation kann man nachvollziehen.

Dass die Darmstädterin ihr Auftaktmatch in der türkischen Hauptstadt mit 6:3, 0:6, 3:6 gegen die 16-jährige Ukrainerin Dayana Yastremka, die auf Rang 420 (!) der Weltrangliste positioniert ist, verlor, weist allerdings darauf hin, dass die Entscheidung Rittners sportlich gesehen wohl richtig war.

Tatjana Maria (WTA 103) wird zu ihrem Auftaktmatch gegen die Rumänin Irina Begu (WTA33) erst am Dienstag antreten.

 

23. April 2017
von admin
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Das deutsche Damentennis bleibt erstklassig!

Deutschland hat sich am Sonnabend gute Chancen auf den Verbleib in der höchsten Weltgruppe im Fed Cup erkämpft. Julia Görges und Angelique Kerber hatten in der Porsche Arena von Stuttgart für eine 2:0-Führung nach den ersten beiden Einzeln im Relegationsmatch gegen die Ukraine gesorgt.

Das erste Einzel am Sonntag zwischen den beiden Spitzenspielerinnen Angelique Kerber und Elina Svitolina konnte schon darüber entscheiden, ob das deutsche Frauenteam auch in der nächsten Saison zu den acht besten Teams der Welt gehören wird.

Svitolina gehört allerdings nicht zu den Lieblingsgegnerinnen unserer Weltranglistenersten: Die letzten drei Begegnungen der beiden hatte allesamt die Ukrainerin gewonnen.

Schon zu Beginn dieses Einzels war jeder Ballwechsel auf dem Sandplatz in der Porsche Arena hart umkämpft. Die Kielerin konnte ihre ersten Breakchancen nicht nutzen, verlor dann ihr Aufschlagspiel zum 1:3-Rückstand. Die Ukrainerin kassierte dann das Rebreak von Angie und bei eigenem Service glich die Deutsche zum 3.3 aus.

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Die beiden Kontrahentinnen lieferten sich gnadenlose Grundlinienduelle auf höchstem Niveau. Die 22-jährige aus Odessa wuchs wieder gegen Angie über sich hinaus, die Kielerin widersetzte sich beeindruckend. Den 1.Satz dieser hochklassigen Partie entschied dann die entschlossen-selbstbewusste Svitolina mit 6:4 für sich.

Angie blieb unbeeindruckt von dem Satzverlust, gewann gleich die ersten beiden Spiele im nächsten Durchgang. Svitolina setzte mit ihrer aggressiven Spielweise die Deutsche wieder unter Druck, gewann die nächsten fünf  Spiele in Folge zur 5:2-Führung. In einem Kampf auf Messers Schneide waren der deutschen Nr.1 zu viele leichte Fehler in vorteilhaften Spielsituationen unterlaufen. Im Aufschlagspiel Kerbers war die Ukrainerin bis in die Zehenspitzen motiviert und  breakte ihre jetzt doch hadernde Gegnerin zum 6:2-Gewinn des 2.Satzes.  Svitolina, die Angstgegnerin Kerbers, hatte für die Ukraine auf 1:2 verkürzt.

svitolina

Der Ausgang der Fed Cup-Begegnung war wieder offen.

Julia Görges (WTA 46), die in einem großartigen ersten Einzel die ukrainische Weltklasse-Spielerin in drei Sätzen besiegt hatte, stand jetzt im letzten Einzel des Fed Cup- Relegationsmatches in Stuttgart gegen Lesia Tsurenko (WTA 43) unter besonderem Druck. Die Bad Oldesloerin, die seitdem sie ihr Trainingsdomizil in Regensburg aufgeschlagen hat, neue Inspirationen gewann, begann etwas zu hektisch und lag schnell 1:4 zurück. Ihr unterliefen bis dahin zu viele leichte Fehler. Die Spätstarterin kam dann aber immer besser in das Match, startete eine Aufholjagd, konnte unter dem Applaus von Team-Chefin Barbara Rittner vier Spiele in Folge gewinnen und 5:4 in Führung gehen. Bei eigenem Aufschlag spielte sie entschlossen auf und sicherte sich unter dem Jubel des Publikums den 1.Satz mit 6:4.

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Im nächsten Durchgang spielte die Schleswig-Holsteinerin weiter offensiv, punktete mit ihrer starken Vorhand, aber ihre Gegnerin aus Kiew hielt bis zum 3:3 dagegen. Mit einem Break übernahm Julia Görges die Führung zum 4:3, erhöhte bei eigenem Aufschlag auf 5:3. Tsurenko verkürzte auf 4:5. Bei eigenem Service gab die Norddeutsche das Heft nicht mehr aus der Hand, vergab zwar den ersten Matchball mit einem Doppelfehler, verwandelte aber ihren zweiten Matchball und entschied auch den 2.Satz mit 6:4 für sich. Überglücklich und erleichtert hielt sie nach dem Sieg beide Hände vor das Gesicht. Sie hatte Deutschland den 3:1-Sieg in dem Relegationsmatch gesichert.

Team-Kapitän Barbara Rittner atmete erleichtert auf: Das deutsche Damentennis bleibt erstklassig!