23. Februar 2016
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Die Erfolgswelle der deutschen Damen ebbt ab!

Die Erfolgswelle des deutschen Damentennis ebbt ab. Mehrere Spielerinnen sind bei dem mit 2,8 Millionen Dollar dotierten „Quatar Total Open“ schon an den Auftakthürden gescheitert.

Obwohl sie sich in einen Wellenreiter frisch verliebt hat, ist die Weltranglisten-32. Sabine Lisicki in Katar untergegangen. Die Berlinerin  unterlag der Rumänin Monica Niculescu nach nur 61 Minuten sang- und klanglos 2:6, 2:6.

Vorher war schon Annika Beck, die sich in den letzten Wochen in so guter Form präsentierte, überraschend  an der Ukrainerin Kataryna Bondarenko (WTA Nr. 75) 4:6, 4:6 gescheitert.

Annika

Auch Julia Görges (WTA Nr.53) konnte auf der arabischen Halbinsel eine Niederlage nicht verhindern. Die Bad Oldesloerin schied in ihrem Auftaktspiel gegen Svetlana Kusnetsova (WTA Nr.21) 3:6, 3:6 aus. Eine Woche zuvor hatte Görges die ehemalige US-Open-Siegerin aus Russland in Dubai noch klar in zwei Sätzen bezwingen können.

Obenauf schwimmt aktuell wieder Andrea Petkovic. Mit ihrem klaren 6:3, 6:2-Sieg gegen die Russin Ekaterina Makarova (WTA Nr.32) bewies sie neu gewonnenes Selbstvertrauen. In der zweiten Runde trifft die Darmstädterin auf Magarita Gasparyan (WTA Nr. 41).

petko

Auch unser Garant für Erfolge kann in Katar noch für positive Meldungen sorgen und die deutschen Damen aus dem Wellental heben:  Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber hatte in der ersten Runde ein Freilos und wird in der zweiten Runde  am Dienstag gegen die  Chinesin Sasai Zheng antreten. Für die 28-jährige Kielerin ist es die erste Partie auf der WTA-Tour seit ihrem Triumph von Melbourne vor gut drei Wochen.

 

20. Februar 2016
von admin
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Sascha Zverev spielt im Davis Cup gegen Tschechien!

Der 34-jährige Benjamin Becker aus Orscholz hatte in Florida noch einmal richtig aufgespielt und das Viertelfinale in Delray Beach erreicht. Am Freitag verlor er gegen  Rajeev Ram aus den USA 6:3, 4:6, 3:6. Becker hatte im zweiten Satz Breakbälle zum 5:4, vergab jedoch den möglichen Sieg.

Für die nächste große Herausforderung im deutschen Tennis, dem Davis Cup-Erstrundenspiel gegen Tschechien,  ist „Benni“ nicht nominiert worden. Dafür steht das 18-jährige Ausnahmetalent Alexander Zverev vor seinem Debüt im deutschen Team.

sascha

Der 18-Jährige aus Hamburg gehört zum Aufgebot, das Teamkapitän Michael Kohlmann am Freitag für die Partie vom 4. bis 6. März in Hannover nominierte. Neben Sascha ist die deutsche Nr.1 Philipp Kohlschreiber aus Augsburg berufen worden. Dustin Brown (Winsen/Aller) und Doppel-Spezialist Philipp Petzschner (Pulheim) komplettieren das Team.

Trotz zahlreicher Gerüchte steht Altmeister Tommy Haas nicht im Kader. Dabei hatte es im Deutschen Tennis Bund (DTB) offenbar die Überlegung gegeben, dem 37-jährigen Haas in Hannover eine Bühne für seinen Abschied von den deutschen Fans zu bieten. Kohlmann hatte auch diesbezügliche Gespräche mit dem derzeit wegen einer Schulter-Verletzung pausierenden Haas bestätigt. Die Verhandlungen haben sich zerschlagen.

haas

Sportlich gesehen gab es keine Alternative für die Berufung des „deutschen Wunderkindes” Zverev. „Es war immer mein großes Ziel, im Davis Cup für Deutschland zu spielen. Jetzt bin ich sehr glücklich über meine Nominierung und werde alles daran setzen, um gemeinsam mit unserem Team erfolgreich zu sein”, gab Zverev höflich und professionell anlässlich seiner Nominierung bekannt. In der Weltrangliste wird Sascha als zweitbester deutscher Profi hinter Kohlschreiber (29.) an Position 56 geführt. In der nächsten Woche wird er nach seinem Achtelfinaleinzug in Marseille sogar noch einige Positionen steigen.

Teamchef Kohlmann hat zu Recht großen Respekt vor dem Gegner:  ”Wir alle wissen, dass sie mit Tomas Berdych an der Spitze ein wirklich starker Gegner sind. Ich hoffe aber, dass wir mit der Unterstützung unserer Fans und unserem Teamspirit nach dem letzten Ballwechsel allen Grund zum Feiern haben”, schätzte Kohlmann die Situation richtig ein.

 

18. Februar 2016
von admin
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Petko und Sascha scheiden aus!

Schon in den vergangenen Jahren hagelte es bei den großen Turnieren auf der WTA-Tour Favoritenstürze. In Dubai wurde diese Entwicklung jetzt gekrönt: Am dritten Tag – vor dem Viertelfinale  – waren alle Gesetzten ausgeschieden! Das ist sogar  in der turbulenten Geschichte der WTA ein einmaliges Ereignis. Das könnte mit dem Aufwind der jungen Generation im Damentennis zusammenhängen. Es spricht aber auch einiges dafür, dass der straffe Turnier-Plan der WTA dafür sorgt, dass einige Topspielerinnen nicht ganz fit zu den Turnieren antreten können. Dass Serena Williams, Angelique Kerber, Agniezka Radwanska und Caroline Wozniacki kurzfristig für Dubai absagten, kann als Indiz für diese Überbelastung der Weltspitze verstanden werden. Die Verantwortlichen der WTA sollten sich Gedanken machen…

azarenka

Andrea Petkovic hatte sich mit Siegen über Giorgi und Jankovic bei den „Dubai Duty Free Tennis Championships“ als eine der Ungesetzten in die Runde der letzten Acht gespielt. Am Donnerstag kämpfte die Darmstädterin gegen Caroline Garcia (WTA Nr.38) um den Einzug in das Semifinale des mit 1.8 Millionen Dollar dotierten Turniers. In der Begegnung mit der Französin haderte „Petko“ von Beginn an mit dem Aufschlag. Nach Ende des Matches standen 10 Doppelfehler zu Buche. Diese Schwäche war der Hauptgrund der 3:6, 4:6-Niederlage gegen die Französin.

Caroline-Garcia

Schade. Unsere deutsche Nr.2 hatte damit die große Chance verpasst, nach 10 Monaten wieder einmal das Semifinale eines WTA-Turniers zu erreichen.

In Marseille trat spätabends „das deutsche Wunderkind“ Alexander Zverev zu seiner Achtelfinal-Partie gegen den an 2-gesetzten Tomas Berdych an. Der 18-jährige Hamburger fing ohne Respekt vor großen Namen an, breakte den Tschechen früh und ging 2:1 in Führung. Berdych gelang ein Rebreak, errang im weiteren Verlauf die Oberhand und gewann den 1.Satz 6:3. Auch zu Beginn des 2.Satzes dominierte der Weltranglisten-8., aber Sascha hielt seine Aufschlag-Spiele bis zur 3:2-Führung. Der junge Deutsche erspielte sich jetzt mehr Chancen bei Aufschlag Berdychs, gewann mehr und mehr Dominanz. Im achten Spiel des zweiten Durchgangs breakte er seinen Gegner zum 5:3 und gewann den Satz – ohne einen Punkt bei eigenem Aufschlag abzugeben – mit 6:3.Im entscheidenden Durchgang wurde auf Augenhöhe gekämpft. Der Tscheche wirkte beeindruckt, musste bei 1:2 Breakbälle abwehren. Er nutzt das Momentum und den ersten Breakball im fünften Spiel und geht 4:2, dann 5:2 in Führung. Der junge Hamburger trauert kurz den vergebenen Möglichkeiten nach, wehrt 2 Matchbälle bei eigenem Service ab, breakt Berdych kurz vor dem Abgrund zum 4:5 und bringt sein Aufschlagspiel ohne Punktverlust zum 5:5-Ausgleich durch. Ungläubig nimmt man die Kaltschnäuzigkeit dieses „Hamburger Jungs“ in einem derartigen Tennis-Thriller wahr! Das Drama setzt sich fort: Berdych wehrt einen Breakball ab, serviert sein 10. Ass zur 6:5-Führung. Jetzt ist der Tscheche nicht mehr aufzuhalten. Er breakt Sascha und erreicht mit 7:5 im 3.Satz das Viertelfinale von Marseille.

Tomas

Alexander Zverev ist zu Beginn des Jahres 2016 ganz dicht an die Weltspitze herangerückt.

Ein Ass haben wir noch in der Hinterhand. Benjamin Becker spielt am Freitag in Delray Beach sein Viertelfinalmatch gegen Rajeev Ram, der den an 2-gesetzten Bernard Tomic ausgeschaltet hatte.