Zverev enttäuscht – Petkovic überzeugt!

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Während einige Topprofis der ATP und WTA, wie Djokovic, Wawrinka, Nishikori, Raonic, Berdych, Muguruza, Venus Williams und Radwanska, sich bei den Hartplatzturnieren in Toronto und Montreal  auf Olympia vorbereiten, haben viele unserer deutschen Rio-Teilnehmer sich entschieden, eine Turnierpause in dieser Woche einzulegen. Nur Angie Kerber, Sascha Zverev, Annika Beck und Andrea Petkovic sehen den Wettkampf als beste Einstimmung für Olympia an und treten in dieser Woche bei den „Rogers Cups“ in Kanada an.

Annika Beck (WTA Nr.39) hat den „Sprung über den großen Teich“ und den Wechsel von Sand auf Hardcourt noch nicht vollständig vollzogen. Die Bonnerin verlor am Montag ihr Erstrundenmatch in Montreal gegen Daria Gavrilova (WTA Nr.45) aus Australien 3:6, 4:6.

Andrea Petkovic (WTA Nr.41) trat am Dienstag zu ihrem ersten Match bei dem mit 2,7 Millionen Dollar Preisgeld versehenen Rogers Cup  in Montreal gegen Alize Cornet (WTA Nr.49) an. Die obligatorische Spätstarterin aus Darmstadt begann dieses Mal mit vollem Schwung, ging schnell 2:0 in Führung. Die Französin kämpfte sich wieder heran, der Tiebreak musste den 1.Satz entscheiden. Petko dominierte, setzte sich klar mit 7:1 durch.

 

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Am Anfang des zweiten Durchganges dominierte die hochmotivierte Deutsche weiter. Sie breakte die Französin im ersten Spiel und baute die Führung auf 2:0 aus. Cornet konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Andrea Petkovic gewann den 2.Satz 6:3 und zog mit einer überzeugenden Leistung in die zweite Runde des Roger Cups in Montreal ein.

Angie Kerber ist in Montreal an 2-gesetzt und greift erst am Mittwoch in das Turniergeschehen ein.

Am Dienstag spielte der 19-jährige Hamburger Alexander Zverev beim Rogers Cup in Toronto sein Auftaktmatch gegen Yen-Hsun Lu (ATP Nr.70) aus Taipeh. Sascha kam schwer in das Match, äußerste zu Beginn deutlich seine Unzufriedenheit. Er servierte ungewöhnlich viele Doppelfehler, konnte aber 4 von 5 Breakbällen abwehren. Nach einem erfolgreichen Break Zverevs bei 3:3, kassierte das „German Wunderkind“ sofort ein Rebreak zum 4:4. Bei 5:6-Rückstand verlor er ohne jeglichen Widerstand sein Aufschlagspiel und den 1.Satz mit 5:7. Im zweiten Durchgang war er anfangs mehr damit beschäftigt, mit seinen Leuten in der Coachbox zu lamentieren, als sich in das Match hinein zu kämpfen. Als der Chinese ihn zum 4:2 breakte, drückte sich auf  Zverevs Miene nur „Majestätsbeleidigung“ aus… Er verlor den 2.Satz ohne jegliche Gegenwehr mit 3:6 und schied aus dem Turnier aus.

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Alexander Zverev wandelt gegenwärtig auf dünnem Eis. Sein Management sollte schleunigst darauf achten, dass der junge Mann nicht „überdreht“ und auf den Boden der Tatsachen zurück kommt.  Seine Auftritte „on and off the court“ in Hamburg wurden von Presseleuten zu Recht als „blasierte Arroganz“ bezeichnet. Seine Vorstellung in Toronto kam dieser Charakterisierung gefährlich nah.

Ein anderer Youngster sorgte beim Rogers Cup für Furore: Dem 17-jährigen Kanadier Denis Shapalov gelang die bisher größte Sensation in Toronto. Der Wimbledon-Juniorensieger dieses Jahres schlug in der ersten Runde Australiens Hoffnung Nick Kyrgios 7:6(2), 3:6, 6:3. Von dem Kanadier werden wir noch hören.

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