Struffi schlägt sensationell Stan!!

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Bei dem BNP Paribas Masters in Paris fallen wichtige Entscheidungen: Nach langer Zeit kann Djokovic von der Weltspitze durch Murray verdrängt werden und  es wird um die letzten beiden freien Plätze für das Saisonabschluss-Finale der ATP in London gestritten.

Djokovic, Murray, Wawrinka, Raonic, Nishikori und Monfils haben sich endgültig für die Barclays ATP World Tour Finals in London, die vom 13.November bis 20.November in der O2-Arena an der Themse stattfinden, qualifiziert.

atp finals

Bei den Herren findet nach dem Pariser Turnier, in der Woche vor den Finals, kein bedeutungsvolles Turnier mehr statt. Die Profis sollen sich in Ruhe auf den letzten Saisonhöhepunkt vorbereiten können. Die ATP ist in Sachen verantwortungsvoller Planung einen Schritt weiter als die WTA…

Nadal (ATP Nr.7) und Federer (ATP Nr.9) treten in diesem Jahr nicht mehr an. Nach Monfils folgen auf der Liste der potentiellen London-Teilnehmer der Österreicher Dominik Thiem (ATP Nr.8) und der Kroate Marin Cilic (ATP Nr.10). Mit einem Einzug in das Finale hätten sie sich einen Platz in der O2-Arena gesichert. Tomas Berdych (ATP Nr.11) braucht einen Sieg in Paris, um dabei zu sein. David Goffin (ATP Nr.12), Jo-Wilfried Tsonga (ATP Nr.13) und Roberto Bautista-Agut (ATP Nr.15) haben zwar noch rechnerischen Chancen, aber die realen Aussichten sind sehr gering.

Die Chancen des Wieners Thiem haben sich jetzt verschlechtert: Er unterlag in der zweiten Runde von Paris dem Kohlschreiber-Bezwinger Jack Sock 2:6, 4:6. Marin Cilic  kam in zwei Sätzen gegen Karlovic weiter, David Goffin bezwang den Franzosen Mahut souverän und Jo Wilfried Tsonga wahrte die letzte Hoffnung auf London mit einem 2-Satz-Sieg über den Spanier Ramos-Vinolas. Roberto Bautista-Agut wird nicht nach London fliegen. Er flog in der zweiten Runde gegen den Franzosen Gilles Simon unglücklich mit 6:2, 1:6 und 6(6):7 aus dem Turnier.

Sorgen um eine Teilnahme bei den ATP-Finals brauchte sich der letzte deutsche Teilnehmer, Jan-Lennard Struff (ATP Nr. 92), nicht zu machen. Der ist so weit weg von London, wie die spanische Armada nach dem Untergang vor der englischen Küste. Der Warsteiner kämpft allein um eine Verbesserung seiner Weltranglistenposition.

Struff

Sein Gegner in der zweiten Runde des ATP-Turniers in Paris, Stan Wawrinka (ATP Nr.3), war am Mittwochabend eine echte Hürde auf diesem Weg. Trotz 6(!) Breakbällen beim Service von Stan the Man lag der Warsteiner zu Beginn auch gleich 0:3 zurück, verlor den 1.Satz dann 3:6. Im nächsten Durchgang steigerte sich der Deutsche. Bis 6:6 brachten die beiden Kontrahenten ihre Aufschlagspiele sicher durch – Struffi hatte bis dahin 7 Asse serviert. Sensationell gewann er dann den Tiebreak 8:6 gegen den hohen Favoriten. Im entscheidenden Satz setzten sich beide Spieler bis 3:3 weiter in ihren Aufschlagspielen durch. Dann breakte der 26-Jährige Struff den 31-Jährigen Schweizer, wehrte anschließend einen Breakball ab und baute den Vorsprung auf 5:3 aus. Stan the Man verkürzte auf 4:5, breakte nervenstark seinen Gegner zum 5:5. Beide gewannen ihre Aufschlagspiele – der Tiebreak musste wieder entscheiden. Struffi attackierte entschlossen seinen Kontrahenten und setzte sich klar mit 7:1 durch. Mit 3:6, 7:6 und 7:6 hatte Jan Lennard Struff den Weltranglistendritten aus Lausanne besiegt. Super, Struffi!

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