Roger Federer, Alexander Zverev und Julia Görges überzeugen!

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Sonne, Sand und Strand waren auf den Balearen am Freitag für Julia Görges (WTA 54) und Sabine Lisicki (WTA 144) abgesagt: Die beiden trafen auf dem Rasen in Santa Ponsa im Viertelfinale der Mallorca Open aufeinander. Die beiden Repräsentantinnen – mit Angie Kerber und Andrea Petkovic – des Erfolgsweges der deutschen Frauenpower hatten bei dem WTA-Turnier mit großartigen Leistungen überzeugt. Schade, dass eine der beiden in der Runde der letzten Acht ausscheiden musste. Die 28-jährige Bad Oldesloerin, die seit einiger Zeit ihr Trainingszelt in Regensburg aufgeschlagen hat, startete offensiv und siegesgewillt in das Match. Sie setzte sich im 1.Satz überlegen mit 6:2 durch.

jule

Anfang des 2.Satzes kam Lisicki besser in das Match, gewann mit Mühen ihr erstes Aufschlagspiel, breakte Görges dann zur 2:0-Führung, baute den Vorsprung auf 3:0 aus. Jule kämpfte sich zurück, breakte die Aufschlagweltrekordlerin bei 2:4-Rückstand, glich bei eigenem Aufschlag aus. Bum Bum Bine spielte angespannt, verlor auch die nächsten beiden Spiele zum 4:6-Verlust des  zweiten Durchgangs.

Im Semifinale der Mallorca Open wird Julia Görges am Sonnabend auf das US-Wondergirl Catherine Bellis treffen.

Bei den Gerry Weber Open in Halle standen auch zwei Deutsche am Freitag im Viertelfinale.

Vorjahressieger Florian Mayer (ATP 134) musste sich gegen den topgesetzten Roger Federer (ATP 5) zur Wehr setzen. Der 35-jährige Schweizer Champion hatte am Vortag gegen Mischa Zverev seinen Sieg Nummer 1100 auf der Tour errungen und wies eine Bilanz von sieben Siegen ohne Niederlage gegen den 33-jährigen Bayreuther auf. Der Maestro aus Basel startete fokussiert, breakte seinen Widersacher früh und ging 4:1 in Führung. Beide setzten sich in den nächsten Aufschlagspielen durch und Federer gewann den 1.Satz 6:3. Auch im nächsten Durchgang bestimmte der siebenfache Wimbledonsieger souverän die Partie. Ein Break beim Stand von 2:2 genügte ihm, den 2.Satz mit 6:4 unter Dach und Fach zu bringen und in das Semifinale von Halle einzuziehen.

Tennis Gerry Weber Open  2012

Schritt für Schritt nähert sich Roger Federer seiner Bestform auf Rasen.

Der Vorjahresfinalist Alexander Zverev (aktuell ATP 12) wurde im anschließenden Match auf dem Center Court als leichter Favorit gegen Roberto Bautista Agut (ATP 19) gehandelt. Sascha wirkte etwas unruhiger als bei den vorangegangenen Partien, konnte den Spanier nicht breaken, verlor aber bis 5:5 auch kein eigenes Aufschlagspiel. Bei Aufschlag Bautista Aguts erspielte er sich den ersten Breakball, konnte ihn aber nicht verwerten und lag wieder zurück.  Er glich dann souverän auf 6:6 aus. Im Tiebreak wurde absolutes Weltklassetennis mit atemberaubenden Ballwechseln geboten. Sascha erspielte sich eine 4:1-Führung und hatte danach wieder Aufschlag. Mit dem Rücken zur Wand hielt der Spanier dagegen, holte Punkt für Punkt auf und gewann die Satzentscheidung noch mit 8:6. Im nächsten Durchgang setzte sich der Kampf auf Augenhöhe fort. Beide gewannen ihre Servicegames. Sascha ohne Probleme, der Spanier musste Breakbälle abwehren. Wieder entschied der Tiebreak: Der 20-jährige Hamburger ging 5:0 in Führung, gewann 7:1. Sascha ließ sich mit selbstbewussten Gesten und der Siegesfaust vom Publikum feiern. Sein älterer Bruder Mischa in der Playersbox lachte verschmitzt – voller Anerkennung gegenüber der  Kaltschnäuzigkeit und der Wettkampfhärte des „German Wunderkinds“.

Tennis Gerry Weber Open 2016

Im entscheidenden Durchgang wurde der Tenniskrimi mit vollem Einsatz der beiden Spieler fortgesetzt. Alexander Zverev gelang ein frühes Break. Er baute den Vorsprung bei eigenem Aufschlag auf 3:1 aus, breakte seinen Gegner wieder zum 4:1. Bautista Agut hatte in Halle schon zwei harte Dreisatz-Matches bestritten, Zverev war ohne große Mühen in das Viertelfinale eingezogen. Der  Spanier gab energielos auch die nächsten beiden Spiele und den 3.Satz mit 1:6 an Sascha Zverev ab.

Der Hamburger Schlacks begeisterte durch unbedingten Siegeswillen, Mut zur Offensive in entscheidenden Situationen und überragenden Aufschlägen. Das war wohl die beste Leistung auf Rasen in seiner schon so erfolgreichen Karriere.

Im Semifinale trifft Alexander Zverev auf den Franzosen Richard Gasquet

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