17. Juli 2016
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Deutsche Tennisprofis machen keine Zicken wegen Zika!

Mehr als 150 Gesundheitsexperten aus aller Welt haben vor Monaten in einem offenen Brief die zeitliche oder räumliche Verlegung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, der Hauptstadt Brasiliens, wegen der „Zika-Epidimie” empfohlen. In einem Schreiben an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf warnen die Experten vor globalen Gesundheitsrisiken. Eine halbe Million Besucher der Spiele könnten in Rio de Janeiro angesteckt werden und die Krankheit mit in ihre Heimatländer bringen.

Die Mücken der Gattung Aedes übertragen Zika. Das geschieht zurzeit am häufigsten durch die Gelbfiebermücke. Diese ist in den Tropen und in den Subtropen  - und damit in Brasilien – verbreitet.

zika

Inzwischen haben aufgrund dieser Informationen und Warnungen schon viele Sportler ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen abgesagt.

In diesen Tagen hat der Deutsche Tennis Bund sein Aufgebot für Olympia, das im August 2016 stattfindet,  bekannt gegeben: Insgesamt zehn Spielerinnen und Spieler des DTB reisen zu den Olympischen Sommerspielen nach Rio, das gab der Deutsche Olympische Sportbund in Frankfurt am Main bekannt.

rio

Im Einzel werden bei den Damen neben Australian Open-Siegerin und  Wimbledon-Finalistin Angelique Kerber auch Andrea Petkovic, Annika Beck und Laura Siegemund am Start sein. Für das Doppel wurde Anna-Lena Grönefeld nominiert. Bei den Herren vertreten Philipp Kohlschreiber, Alexander Zverev und Dustin Brown die deutschen Farben im Einzel. Als Nachrücker ist jetzt auch Jan-Lennard Struff  in das Teilnehmerfeld gelangt. Der ehemalige Wimbledon- Doppelsieger Philipp Petzschner hat seinen Startplatz in der Doppelkonkurrenz sicher.

Einige  der aufgebotenen deutschen Tennisspieler und –Spielerinnen wollen „aus der Mücke keinen Elefanten machen“ – sie freuen sich einfach nur auf das sportliche Großereignis.

Laura Siegemund:Ich freue mich am meisten darauf, Teil der deutschen Olympiamannschaft zu sein und auf dieses Gemeinschaftsgefühl, das entsteht, wenn man zusammen für sein Land antritt. Ich durfte diesen Teamspirit schon bei der Universiade in Kasan 2013 schnuppern und das war etwas ganz Besonderes und ist mir lange in Erinnerung geblieben.”

Dustin Brown: „Ich bin sehr happy, für Deutschland in Rio dabei zu sein. Ich hoffe natürlich, dass ich gut spiele. Aber, und das macht den besonderen Reiz aus: Ich hoffe, auch mal einen Usain Bolt live sprinten zu sehen. Ich kann es kaum erwarten.”

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Anna-Lena Grönefeld: „Meine ersten Olympischen Spiele in London waren ein unvergessliches Erlebnis. Jetzt freue ich mich sehr, auch in Rio an den Start gehen zu dürfen! Olympia ist ein Traum für jeden Athleten.”

In diesen Tagen haben Simona Halep, Milos Raonic und Tomas Berdych ihre Teilnahme an Olympia 2016 wegen der Gefahren der Zika-Mücke abgesagt.

Wir sind gespannt, wer aus dem deutschen Tennisaufgebot vielleicht doch noch „Zicken wegen Zika“ machen wird.

16. Juli 2016
von admin
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Niederschläge in Hamburg, Niederlagen in Gstaad und Bukarest.

Michael Stich, der Turnierdirektor der German Tennischampionships am Rothenbaum, ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Die von der ATP parallel angesetzten Davis Cup-Matches haben ihm attraktive internationale Stars genommen. Da die Olympischen Spiele auf Hartplatz ausgetragen werden, passt vielen Topprofis das Sandplatzturnier nicht in ihre Vorbereitung auf den Mega-Event. Die deutschen Spitzenspieler haben in der Turnierwoche mit ihren Leistungen auch nicht zur besseren Laune beigetragen. Das Wetter hat Stich darüber hinaus übel mitgespielt: So viel Regen und so kalte Temperaturen sind selbst in Hamburg im Juli nicht zu erwarten gewesen.

michael-stich

Am Sonnabend fanden die Semifinalspiele in der Hansestadt statt. Im ersten Match auf dem Center Court standen sich in einem südamerikanischen Duell der Uruguayer Pablo Cuevas (ATP Nr.24) und der Argentinier Renzo Olivo (ATP Nr.153) auf dem Center Court gegenüber. Der an 3-gesetzte Cuevas hatte anfangs Probleme mit Olivo, konnte sich aber im 1.Satz mit 7:5 durchsetzen und zog mit 6:3 im 2.Satz in das Finale der German Tennis Championships ein.

Im zweiten Halbfinale trat dann der Slowake Martin Klizan (ATP Nr.47) gegen den Franzosen Stephane Robert (ATP Nr.83) an. Klizan setzte sich souverän mit 6:3 und 6:4 gegen den 36-jährigen Franzosen durch und wird am Sonntag das Endspiel von Hamburg gegen Pablo Cuevas bestreiten.

Eine 20-jährige Hamburgerin hat in der Schweiz nach kurzer Durststrecke ihr Ausnahmetalent wieder unter Beweis gestellt: Carina Witthöft hat sich in Gstaad zusammen mit Annika Beck aus Bonn in das Viertelfinale der „Ladies Championships“ gespielt. Die beiden Deutschen traten in der Runde der letzten Acht auf zwei junge einheimische Spielerinnen, die in der Turnierwoche für Aufsehen gesorgt hatten.

Carina Witthöft spielte gegen die 23-jährige Viktorija Golubic (WTA Nr.105), die vorher Mona Barthel eliminiert hatte. Denkbar knapp schied am Sonnabend auch Witthöft mit 6:7(4) und 6:7(4) gegen Golubic aus.

Die an 5-gesetzte Annika Beck traf in ihrem Viertelfinalmatch auf das neue Schweizer Wunderkind, die 16-jährige Rebeka Masarova (WTA Nr.797).Masarova hat in diesem Jahr die French Open der Juniorinnen – wie ihr Vorbild Roger Federer vor Jahren – gewonnen.

France Tennis French Open

Das Tennisküken aus Basel hatte in der ersten Runde des Turniers bei seiner WTA-Premiere  gleich die an 2-gesetzte Jelena Jankovic besiegt. Auch gegen Beck spielte die Schweizerin unbekümmert auf und zog sensationell bei ihrem ersten WTA-Turnier mit einem 7:5, 6:3-Sieg gleich in das Semifinale der Ladies Championships von Gstaad ein.

In Bukarest hat die an 4-gesetzte Laura Siegmund ihren zweiten Finaleinzug auf der WTA-Tour verpasst. Die 28-Jährige Stuttgarterin musste sich in dem Semifinale des Turniers in der rumänischen Hauptstadt  der Lettin Anastasija Sevastova (WTA Nr.66)  mit 3:6, 2:6 geschlagen geben. Die zwei Jahre jüngere Lettin verwandelte nach 1:17 Stunden ihren ersten Matchball.

Am Sonntag können wir nicht über deutsche Niederlagen auf der ATP- oder WTA-Tour berichten. Alle unsere Profis sind schon ausgeschieden.

15. Juli 2016
von admin
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Kohlschreiber ließ Turnierdirektor und Publikum im Stich!

Den German Tennis Championships fehlen in diesem Jahr die großen internationalen Stars. Die Besucher der Anlage am Rothenbaum hatten erwartungsvoll den deutschen Teilnehmern entgegengesehen. Vier von sechs deutschen Profis schieden dann in der 1. Runde aus – darunter das an 4-gesetzte „German Wunderkind“ Alexander Zverev. Der gebürtige Hamburger galt als absolute  Publikumsattraktion,  enttäuschte aber sowohl mit seiner Leistung auf dem Platz als auch mit seinen lapidar-unwirschen  Aussagen nach dem Match. Kein Wort des Bedauerns richtete Sascha seinem Heimpublikum aus.

Tennis-Stadion am Rothenbaum / Hamburg

Der dunkle Wolkenhimmel mit den üblichen Regenfällen über der Hansestadt trug auch nicht zu einer besonders freudigen Stimmung bei.

Am Donnerstag schied dann der 17-jährige Überraschungssieger der ersten Runde, Louis Wessels, beim Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum als vorletzter Deutscher aus. Der Zwei-Meter-Mann aus Bielefeld unterlag im Achtelfinale dem an 7-gesetzten Slowaken Martin Klizan kurz und schmerzlos mit 1:6, 1:6.

Unsere deutsche Nr.1, Philipp Kohlschreiber, musste am Freitag die Kohlen für seine Kollegen aus dem Feuer holen. Gegen den Argentinier Renzo Olivo (ATP Nr.154) erwarteten Publikum und Medien den Einzug des topgesetzten Augsburgers in das Viertelfinale des traditionsreichen Hamburger Turniers. Kohli fegte dann auch den Südamerikaner im 1.Satz 6:1 vom Platz.

 

kohli

Dann kam ein unerwarteter Einbruch im Spiel des Deutschen: Er verlor den 2.Satz sang und klanglos 0:6. Im 3.Satz fing sich der Augsburger wieder, ging 4:2 und 40:0 in Führung, vergab drei Breakbälle in Folge und Olivo konnte auf 3:4 verkürzen. Bei 5:4 und eigenem Aufschlag vergab der Topgesetzte einen Matchball, kassierte den 5:5-Ausgleich. Er geriet anschließend 5:6 in Rückstand, verlor auch das vierte Spiel in Folge und schied mit 6:1, 0:6 und 5:7 auch aus dem Turnier aus.

Der Uruguay Pablo Cuevas, nach dem Ausscheiden Kohlschreiber der Favorit auf den Turniersieg , setzte sich in seinem Achtelfinalmatch mit 7:6, 6:1 gegen den Franzosen Matthieu (ATP Nr.66) durch.

Einige unserer Damen schlagen beim WTA-Turnier in Gstaad auf: Carina Witthöft (Hamburg) war dort in das Achtelfinale eingezogen. Nachdem ihr Erstrundenmatch gegen die Schweizerin Stefanie Vögele (WTA Nr.103) aufgrund schwerer Regenfälle am Vortag abgebrochen worden war, setzte sich Witthöft in der Fortsetzung am Donnerstag mit 6:4, 4:6, 6:1 durch. Am Freitag  schoss sie im 1.Satz Lara Arruabarrena (WTA Nr.85) 6:1 ab. Die Spanierin widersetzte sich der Niederlage im 2.Satz, der Durchgang wurde im Tiebreak entschieden. Carina vergab Matchbälle, wehrte Satzbälle ab und setzte sich am Ende mit 9:7 durch. Mit 6:1, 7:6 erreichte die Hamburger Deern das Viertelfinale der „Ladies Championship Gstaad.“

carina

Früh ausgeschieden ist dagegen Mona Barthel (WTA Nr.57).  Die Neumünsteranerin unterlag in der ersten Runde der Schweizerin Viktorija Golubic (WTA Nr.105) mit 6:2, 1:6, 5:7.

Fed-Cup-Spielerin Julia Görges hatte beim Turnier in der Schweiz auch das Achtelfinale erreicht. Die 27-Jährige aus Bad Oldesloe setzte sich gegen die Slowakin Jana Cepelova (WTA Nr.112) mit 6:0, 6:3 durch. Am gleichen Tag schied sie am Nachmittag dann gegen die 21-jährige Russin Irina Khromacheva (WTA Nr.118) 5:7, 3:6 aus.

Große Mühe hatte Fed-Cup-Kollegin Annika Beck (WTA Nr.38) in ihrem Erstrundenmatch. Die 21-Jährige aus Bonn bezwang am Ende mit 3:6, 6:2, 7:5 doch noch die Neuseeländerin Marina Erakovic (WTA Nr.115).  Die Begegnung war am Mittwoch beim Stand von 3:4 (0:40) wegen des starken Regens unterbrochen worden. Auch Beck musste am Freitag noch einmal spielen: Gegen Katerina Siniakova (WTA Nr.93) aus Tschechien zog sie dann souverän mit 6:1 und 6:2 als zweite Deutsche in das Viertelfinale von Gstaad ein.