13. Juli 2016
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Kohlschreiber bringt Achtelfinalsieg unter Dach und Fach!

Bei den ATP-Turnieren im Mai, Juni und Juli 2016 war der Regen ein ständiger und unliebsamer Begleiter. Dass die Spieler ihn auch in Hamburg nicht los werden würden, war sehr wahrscheinlich. Am Mittwoch prasselte dann auch ein Gewitterregen auf die Anlage am Rothenbaum. Zum Glück hat der Center Court ein Dach – die auf diesem Platz angesetzten Achtelfinal-Spiele konnten deshalb auch durchgeführt werden.

Regen HH

Nach dem frühen Ausscheiden des an 2-gesetzten Benoit Paire (ATP Nr. 23),  des an 4-gesetzten Alexander Zverev (ATP Nr.27)und des an 5-gesetzten Jeremy Chardy (ATP Nr.34),  galt Pablo Cuevas (ATP Nr.23)  neben Philipp Kohlschreiber (ATP Nr.22) als Turnierfavorit. Der an 3-gesetzte Uruguayer setzte sich auch klar gegen den Brasilianer Thiago Monteiro mit 6:2, 6:3 durch und erreichte das Viertelfinale der German Tennis Championships.

Im Anschluss an diese Begegnung trat Philipp Kohlschreiber gegen Nicolas Kicker (ATP  Nr.144)  auf dem vom Dach geschützten Platz. Der in letzter Zeit von Knöchelproblemen geplagte Augsburger fasste schwer Tritt in dieser Partie: Er vergab 5 Breakbälle, während der Argentinier beide seiner zwei Breakchancen nutzte. Der 4:6-Satzverlust unserer deutschen Nr.1 trieb Sorgenfalten auf die Stirn des Turnierdirektors Michael Stich. Das Gesicht des „Hamburger Tennis-Michels“ hellte sich – wie in der Zwischenzeit auch der Himmel über Hamburg – auf, als Kohli sich steigerte und den 2.Satz deutlich mit 6:1 gewann. In dem entscheidenden Durchgang dominierte Kohlschreiber von Anfang an, erspielte sich schnell eine 4:0-Führung. Nach weniger als zwei  Stunden Spielzeit hatte er den Matchgewinn mit 4:6, 6:1 und 6:2 und den Einzug in das Viertelfinale „unter Dach und Fach“.

kohli

Hamburg atmet auf.

Am Donnerstag wird der 17-jährige Louis Wessels zu seinem Achtelfinalmatch gegen den an 7-gesetzten Slowaken Martin Klizan antreten.

12. Juli 2016
von admin
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Publikumsliebling enttäuscht am Rothenbaum!

Drei deutsche Profis schieden am Montag gleich in der ersten Runde der German Tennis Championships am Rothenbaum aus. Das konnte am Dienstag bei dem „ATP 500- Event“ nur besser werden.

Tennis-Stadion am Rothenbaum / Hamburg

Dachte man. Der erste Auftritt des 19-jährigen Publikumslieblings Alexander Zverev, der in Hamburg an Position 4 gesetzt war,  desillusionierte dann Turnierleitung,  Zuschauer und Tennisexperten. In seinem Match gegen Inigo Cervantes (ATP Nr.75)  verschlief der Hamburger den 1.Satz und unterlag dem Spanier mit 5:7. Im zweiten Satz reichte seine Leistung  auch nicht für die erwartete Wende aus. Er schied mit 6:7 in der ersten Runde aus dem Turnier aus.

„Es hat alles nicht gepasst. Ich konnte nach der Rasensaison nur dreimal auf Sand trainieren, das war zu wenig”, erklärte Zverev seinen schwachen Auftritt.

Der Regen hatte bei den Grand Slam-Turnieren in Paris und London den Ablaufplan durcheinandergebracht – da konnte die „Schmuddelwetter-Stadt“ Hamburg natürlich nicht hinten anstehen: Ein Wolkenbruch machte eine kurze Stippvisite und die Plätze erst einmal für eine kurze Zeit unbespielbar.

Der topgesetzte  Philipp Kohlschreiber (ATP Nr22) ging gegen Carlos Berloq (ATP Nr.87) an den Start. Der Augsburger setzte sich im 1.Satz mit zwei Breaks souverän 6:3 durch. Kohli gewann alle (!) Punkte nach seinem ersten Aufschlag und ließ keinen einzigen Breakball zu. Im zweiten Durchgang verspielte der Deutsche sieben Breakbälle und wie aus heiterem Himmel konnte sich der Argentinier im 2.Satz mit 7:6 behaupten. Im entscheidenden Durchgang drehte Kohlschreiber wieder auf, erlaubte seinem Gegner mit seinem unangenehmen Kickaufschlag wieder keine einzige Break-Chance und zog mit 6:3, 6:7 und 6:3 in das Achtelfinale des Hamburger Turniers ein. Dort spielt er gegen den Argentinier Nicolas Kicker.

philipp-kohl

Für eine positive Überraschung sorgte dann Juniorenspieler Louis Wessels. Der 17-Jährige aus Detmold besiegte bei seinem Debüt auf der ATP-Tour den kanadischen Qualifikanten Steven Diez (ATP Nr.200)  mit 5:7, 6:2 und 6:1 und trifft nun auf Martin Klizan aus der Slowakei.

wessels

Jan-Lennard Struff (ATP Nr.86) konnte sich am Abend gute Chancen ausrechnen, gegen den Qualifikanten Danil Medvedev (ATP Nr.215) als dritter deutscher Spieler in das Achtelfinale vorzustoßen. In seinen Aufschlagspielen hatte der Warsteiner anfangs  Probleme mit seinem ersten Service – er brachte in den ersten Spielen weniger als 40 Prozent in das Feld, verbesserte aber dann die Quote. Der Russe schlug sehr gut auf, erlaubte dem Deutschen keine Breakmöglichkeit. Ein einziger verwandelter Breakball reichte Medvedev, um den 1.Satz mit 6:4 zu gewinnen. Im 2.Satz gaben beide Spieler ihrem Gegner bis zur 6:5-Führung von Struff keine einzige Breakchance. Dieses Mal nutzte Jan-Lennard dann seinen ersten Breakball und sorgte mit 7:5 für den Satzausgleich. Das Spielgeschehen änderte sich auch nicht im entscheidenden Satz: Beide Spieler brachten ihre Aufschlagspiele bis 4:4 sicher durch. Dann „patzte“ Struff und der Russe nahm dem Deutschen den Aufschlag ab. Souverän servierte Medvedev durch, schlug Struff 7:5 im 3.Satz und sorgte mit dem frühen Ausscheiden des Warsteiners für die nächste Enttäuschung aus deutscher Sicht.

Die Spötter, die vor dem Turnier am Rothenbaum von den besten nationalen Meisterschaften seit Jahrzehnten gesprochen hatten, sind längst widerlegt: In der zweiten Rundes des Events sind nur noch zwei Deutsche vertreten: Der topgesetzte Kohlschreiber und der Youngster Wessels, der mit einer Wildcard in das Hauptfeld „gerutscht“ war.

11. Juli 2016
von admin
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Deutsche Niederlagenserie am ersten Tag der German Tennis Championships!

Die traditionsreichen German Open am Rothenbaum, die am Montag dieser Woche unter dem neuen Titel German Tennis Championships gestartet wurden,haben in diesem Jahr mit großen Problemen zu kämpfen. Das 32er-Feld des Sandplatzturniers  kann 2016 nicht die Qualität der Vorjahre erreichen. Der Termin direkt nach Wimbledon und drei Wochen vor dem Start des Olympischen Turniers, das in Rio de Janeiro auf Hartplatz ausgetragen wird, ist ein Grund dafür. Noch härter traf die Veranstalter allerdings das parallel angesetzte Viertelfinale im Daviscup. Gemeldete Spieler wie der Italiener Fabio Fognini, Juan Monaco aus Argentinien, der Franzose Lucas Pouille und die Tschechen Lukas Rosol und Jiri Vesely zogen deshalb kurzfristig zurück. Turnierdirektor Michael Stich, der schon vor Wochen die  ATP auf das Problem aufmerksam gemacht hatte, aber immer vertröstet wurde, will deshalb nach dem Turnier in Verhandlungen über eine Kompensationszahlung einsteigen.

Tennis-Stadion am Rothenbaum / Hamburg

Die Laune des Hamburger „Tennis-Michels“ wurde ganz bestimmt nicht fröhlicher, als er vor wenigen Tagen die kurzfristige Absage von Dominic Thiem, der als Publikumsattraktion fest eingeplant war, erhielt.

Spötter bezeichnen das ATP 500er-Turnier als die qualitativ beste deutsche Meisterschaft, die seit Jahrzehnten zustande gekommen ist. Mit Kohlschreiber, Zverev, Struff und Mayer gehen die aktuell besten deutschen Tennisprofis am Rothenbaum an den Start. Der Augsburger führt  die Setzliste an, der 19-jährige Hamburger ist an Position 4 gesetzt.

Florian Mayer (ATP Nr.76) ging als erster nationaler Repräsentant gegen den an 3-gesetzten Pablo Cuevas am Montagnachmittag auf den Center Court  des Turniers in der Hansestadt. Der Bayreuther schien nicht im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein und unterlag dem Sandplatzexperten aus Uruguay, unter dem Bedauern des doch etwas spärlichen Publikums, mit 4:6, 3:6.

cuevas

Der 16-jährige Hamburger Marvin Möller erhielt während des Jugendturniers in Wimbledon die Nachricht, dass er vom Veranstalter eine Wildcard für das Rothenbaum-Turnier erhalten habe. Das Nachwuchstalent verlor bei seinem ersten Auftritt auf einem großen ATP-Turnier dann gegen den Slowenen Grega Zemlja (ATP Nr.151) 1:6, 2:6.

Am späten Nachmittag trat  Mischa Zverev (ATP Nr.141)gegen den Brasilianer Thiago Monteiro (ATP Nr.123) an – und musste sich als dritter Deutscher in der 1.Runde der German Championships geschlagen geben. Der ältere Bruder unseres Ausnahmetalents Sascha verlor in einem Match auf Augenhöhe den 1.Satz denkbar knapp 6:7 (5) und den 2.Satz 4:6.

Am Dienstag werden unsere Topstars Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev in das Turniergeschehen eingreifen. Da werden wir mit großer Sicherheit den ersten Sieg eines deutschen Spielers bei den German Tennis Championships 2016  “feiern” können.