24. April 2016
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Angie Kerber stoppt den Siegeszug von Laura Siegemund!

Stuttgart erlebte am Sonnabend Sternstunden des deutschen Damentennis. Wie unsere Australian Open-Titelträgerin Kerber die ehemalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova im ersten Semifinale des „Porsche Tennis Grand Prix“ niederrang, war schon beeindruckend. Aufgrund ihrer Leistungen in diesem Jahr – nein, seit vielen Jahren – konnte man das von unserer Tennis-Angie aber realistisch erwarten. Fast surreal war der Siegeszug der Qualifikantin Laura Siegemund, die mit ihrem Triumph im Halbfinale über Agniezka Radwanska gestern noch ein weiteres Mal über sich hinauswuchs.

Die deutsche Frauenpower im Tennis macht richtig Spaß im Jahr 2016.

Traurig ist, dass diese Höchstleistungen nicht im öffentlichen Fernsehen, sondern nur in einem Livestream übertragen wurden.

So what – am Finaltag konnte in Stuttgart das deutsche Tennis mit Sicherheit einen Sieger aus unserer Tennisnation präsentieren.

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Die Frage, ob die Stuttgarterin Siegemund ihren „Atomlauf“  im Finale gegen die Grand Slam-Siegerin aus Kiel vor heimischem Publikum fortsetzen könnte, brachte zusätzliche Spannung in das Traumfinale.

„Everybody`s darling“ Kerber gegen „Local Hero“ Siegemund  – dieses Duell konnte aus einem Drehbuch für einen Hitchcock-Thriller stammen.

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Der Vorhang öffnete sich für diesen Krimi am Sonntag  um 13.30 Uhr in der „Porsche Arena“  im Tatort Stuttgart. Laura Friedsam knüpfte zu Beginn sofort an die dynamischen Auftritte der Vorrunden an – Angelique Kerber war noch sehr angespannt. Die Stuttgarterin ging 3:0 in Führung. Dann stabilisierte die Kielerin sich, holte Punkt für Punkt bis zum 4:4-Ausgleich auf. Der Weltranglistendritten gelang ein Break und bei eigenem Aufschlag sicherte sie sich  den 1.Satz doch noch mit 6:4.

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Der 2.Satz ist schnell dargestellt. Bei Laura Siegmund war die Luft raus, sie konnte keinen erfolgversprechenden Widerstand mehr leisten und Angie gab kein Spiel mehr ab. Mit 6:0 gewann die Kielerin den 2.Satz und verteidigte erfolgreich ihren Titel aus dem Vorjahr.

Nach dem Match beschrieb die Verliererin das Finale aus ihrer Sicht: „Es ist genau das passiert, was ich befürchtet hatte: Dass der liebe Gott den Stecker zieht”.

TENNIS - WTA, Nuernberger Gastein Ladies

 

„Ich habe etwas gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden. Daher bin ich froh, dass ich sie stoppen konnte”, kommentierte die Siegerin Kerber das deutsche Duell im Endspiel des Porsche Tennis Grand Prix 2016.

 

23. April 2016
von admin
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Das Traumfinale in Stuttgart ist perfekt!

Turnierdirektor, Zuschauer und Sponsor in Stuttgart freuen sich: Zwei deutsche Spielerinnen standen im Semifinale des Porsche Tennis Grand Prix!

Titelverteidigerin Angelique Kerber betrat am frühen Nachmittag im Duell der Linkshänderinnen gegen Petra Kvitova (WTA Nr. 9) den Platz, um wieder in das Finale vorzustoßen. Die Kielerin begann konzentriert, ihr gelang bei 1:1 ein frühes Break. Im nächsten Spiel hatte sie bei eigenem Aufschlag 40:0, aber die Tschechin wehrte die drei Spielbälle mit krachenden „Winnern“ ab. Mit Mühe konnte sich unsere Nr.1 das Spiel noch sichern, behielt auch weiter die Oberhand und konnte sich mit 6:4 im ersten Satz durchsetzen.

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Im Verlaufe des  zweiten Durchgangs schüttelte die 28-Jährige immer wieder ihre Beine aus. War das ein erstes Anzeichen von Ermüdung?  Kvitova erhöhte den Druck, sie drängte Kerber immer mehr in die Defensive und gewann den 2.Satz 6:4. Im 3.Satz ergriff die Weltranglistendritte aus Deutschland wieder mehr die Initiative, erkämpfte sich unter dem Jubel des Publikums die Oberhand und erreichte mit 6:2 im entscheidenden Durchgang das Finale von Stuttgart. Ein Kampfsieg.

Angies Kommentar zu ihrem Auftritt war ironisch:  „Ich habe hier so viele Sachen um die Ohren, da hatte ich nicht einmal Zeit für eine Wette mit meinem Trainer.“ Torben Beltz wird dafür sorgen, dass sie vor dem Finale am Sonntag in aller Ruhe wieder neue Energien auftanken wird.

Laura Siegemund schreibt in diesem Jahr bei dem „Porsche Tennis Grand Prix“ an einem Tennismärchen: Aus der Qualifikation hat die gebürtige Filderstädterin, die seit langem in Stuttgart wohnt, sich bis in das Semifinale des Turniers gespielt. Gegen die topgesetzte Agniezka Radwanska konnte sie ein weiteres Kapitel  ihrer Erfolgsstory gestalten. So wie sie sich in ihrer Heimatstadt bisher in einem „Spiel- und Siegesrausch“ präsentiert hatte, war ihr auch gegen die hochfavorisierte Polin alles zuzutrauen. Sie begann auch entschlossen bis in die Fuß- und Fingerspitzen, zwang die Weltranglistenzweite zu einigen Doppelfehlern und ging 5:3 in Führung. Die Polin verkürzte bei eigenem Aufschlag auf 4:5. Siegemund, die 95 Prozent ihrer 1.Services in das Feld platzierte, trotzdem selbst ein Break kassiert hatte, schlug zum Satzgewinn auf. Sie blieb eiskalt, nutzte weiter jede Gelegenheit zur Offensive und konnte sich 6:4 durchsetzen.

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Man konnte nur hoffen, dass sie vor dem Ende der Partie nicht aus ihrem Traum aufwachen würde… Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging der Rausch erst einmal weiter: die Stuttgarterin breakte ihre Gegnerin sofort, gewann ihr Aufschlagspiel zum 2:0. Dann brachte Radwanska zwar  ihren Aufschlag zum 1:2 durch, aber das Powergirl aus Stuttgart erhöhte unbeirrt auf 3:1, dann sogar auf 4:1. Zu diesem Zeitpunkt standen 29 Gewinnschläge von Siegemund 7 Gewinnschlägen  von Radwanska gegenüber! Die Topgesetzte stemmte sich gegen die Niederlage. Jetzt unterliefen der Deutschen einige leichtere Fehler, sie verlor ihr Aufschlagspiel. Sie setzte aber sofort nach und breakte ihre Kontrahentin zum 5:2. Die Halle tobte. Bei eigenem Aufschlag verlor Siegemund keinen Punkt, gewann den zweiten Satz 6:2 und das Match. Der blanke Wahnsinn! Eine Sternstunde im Leben der Laura Siegemund! Das deutsche Traumfinale in Stuttgart ist perfekt.

Phillip Kohlschreiber hatte bei den „Barcelona Open“ das Semifinale gegen den spanischen Sandplatzkönig Rafael Nadal erreicht. Das Match war von Beginn an geprägt von langen und harten Ballwechseln, bei denen die Kontrahenten weit hinter der Grundlinie agierten. Der Spanier rückte bei Gelegenheit öfters in das Feld, ihm  gelangen dadurch mehr Gewinnschläge und er konnte mit 6:3 den 1.Satz für sich entscheiden. Auch im zweiten Durchgang hielt der Augsburger das Match fast ausgeglichen, aber der Mallorquiner war dann doch um entscheidende Nuancen besser und zog mit 6:3 im 2.Satz in das Finale von Barcelona ein. „Kohli“ hat trotzdem in der katalanischen Hauptstadt überzeugt – er ist gut vorbereitet auf das Turnier in München, das in der kommenden Woche beginnt.

 

22. April 2016
von admin
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Großartige Erfolge unserer Tennisprofis!

Mit Porsche, dem „Premiumpartner“ des DTBs,  fährt das deutsche Damentennis seit Jahren sehr gut. Bei dem „Porsche Tennis Grand Prix“ in Stuttgart haben unsere Damen bisher mit ihren erfolgreichen Auftritten viele positive Imagepunkte für den Sponsor gesammelt.

Angelique Kerber, Titelverteidigerin des mit knapp 700 000 Dollar Preisgeld dotierten Turniers  und Star des Porsche Teams, ging in der ersten Spielrunde am Freitag im Viertelfinale gegen Carla Suarez-Navarro (WTA Nr.11) auf den Indoor-Sandplatz im Porsche Stadium. Bei den bisherigen Begegnungen hatte die Kielerin 3 Mal, die 27-jährige von den Kanaren 2 Mal gewonnen. Bei der bisher einzigen Partie auf Sand hatte die Spanierin sich durchgesetzt.

Die aktuelle Weltranglistendritte ging entschlossen in die Partie, spielte fast fehlerlos und druckvoll auf. Sie dominierte den 1.Satz von Anfang an und gewann ihn überlegen mit 6:2. Im 2.Satz kam die Spanierin etwas besser in das Spiel, aber die Titelverteidigerin gab nie das Heft aus der Hand, setzte sich mit 6:4 durch und erreichte das Semifinale in Stuttgart.  Angelique Kerber hat sich von Partie zu Partie in Stuttgart auf hohem Niveau gesteigert – sie selbst war auch erfreut über ihre heutige Leistung: „ „Ich denke, es war ein großartiges Spiel heute”, sagte sie nach ihrem klaren Sieg in 72 Minuten. „Ich habe versucht, von Anfang an aggressiv zu spielen. Ich denke, das ist mir sehr gut gelungen. Ich genieße diese Woche hier in Stuttgart immer ganz besonders und werde bis zum Ende alles aus mir herausholen. Heute war es nah an 100 Prozent.”

angie

Bundestrainerin Barbara Rittner traut ihrer Spitzenspielerin in dieser Form viel zu: „Wenn sie gesund bleibt, ist sie für mich hier die absolute Titelfavoritin”, wagte Rittner eine mutige Prognose, die von viel Vertrauen in ihre Nr.1 spricht.

Im Semifinale am Sonnabend wird Petra Kvitova, die Garbine Muguraza in drei Sätzen bezwungen hatte, ihre Gegnerin sein.

Die Sensation des Stuttgarter Events war bisher Laura Siegemund (WTANr.71). Vor heimischer Kulisse hatte sich die in Filderstadt geborene Laura durch die Qualifikation gekämpft und sich dann auch im Hauptfeld großartig präsentiert. Ihr gestriger Sieg gegen Simona Halep im Achtelfinale war der bisher größte Erfolg in der Karriere der 28-Jährigen. Am Abend trat sie gegen die an 6-gesetzte Roberta Vinci an. Die Stuttgarterin setzte ihren „Lauf“ im 1.Satz fort und deklassierte die Italienerin mit aggressiver Matchführung 6:1. Im zweiten Durchgang setzte Vinci alle ihre Routine und Cleverness ein, um die Partie zu drehen. Siegemund hielt dagegen, ein Match auf Augenhöhe entwickelte sich. Mit bewundernswerten Siegeswillen und gestärktem Selbstvertrauen setzte die Stuttgarterin sich durch, gewann  den 2.Satz 6:4 und zog als zweite Deutsche in das Semifinale des „Porsche Tennis Grand Prix“ ein. Eine bravouröse Leistung!

 Tennis 2015 - Wimbledon Qualifying Tournament - Day 4

Halbfinalgegnerin am Sonnabend wird voraussichtlich Agniezka Radwanska sein.

Bei dem ATP-Turnier in Barcelona vertritt nur noch Philipp Kohlschreiber die deutschen Farben. Der Augsburger kämpfte am Abend in der katalanischen Hauptstadt gegen den Russen Andrey Kuznetsov (ATP Nr.47) um den Einzug in das Semifinale. „Kohli“ hatte sich in Ruhe auf die ATP-Sandplatzturniere vorbereitet. Das hat sich offensichtlich gelohnt. Der Augsburger war sofort präsent gegen den Russen und konnte den 1.Satz 6:3 für sich entscheiden.

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Im 2.Satz dominierte die deutsche Nr.1 noch stärker, ging schnell 4:0 in Führung, erhöhte auf 5:0, bevor Kuznetsov sein erstes Spiel gewann. Kohlschreiber blieb unbeirrt  und zog mit einem 6:1 im zweiten Durchgang in das Halbfinale der Barcelona Open ein. Hier wird er am Sonnabend gegen den großen Favoriten Rafael Nadal antreten.