20. August 2015
von admin
Keine Kommentare

Nur Petko ist noch im Rennen!

Die „Western & Southern Open“ in Cincinatti, das mit knapp 2,7 Millionen Dollar dotierte Hartplatzturnier,  gelten als aufschlussreicher Gradmesser für die US Open in New York vom 31. August bis 13. September 2015.

Andrea Petkovic hat bei dem  WTA-Turnier in Cincinnati eine vielversprechende Leistung vollbracht. Sie hat als einzige Deutsche das Achtelfinale erreicht. Die an Nummer 15 gesetzte Darmstädterin setzte sich in der zweiten Runde gegen die Italienerin Camila Giorgi nach hartem Kampf mit 5:7, 6:3, 6:3 durch. „Petko“ trifft im nun auf die Rumänin Simona Halep, die Nummer 3 der Setzliste.

petko

Dagegen war für Mona Barthel die zweite Runde Endstation. Die 25-Jährige aus Neumünster  verlor gegen Sloane Stephens aus den USA mit 6:3, 6:7 (1:7), 2:6. Bis zum Tiebreak des 2.Satzes spielte Mona überlegen auf, dann verlor sie die Nerven.

Bereits in der ersten Runde waren Angelique Kerber (Kiel) und Sabine Lisicki (Berlin) ausgeschieden.

Von den Favoriten für das Grand Slam-Turnier in New York haben sich Serena Williams, Ana Ivanovic und Belinda Bencic bisher souverän durchgesetzt.

Die Weltranglistenvierte Kvitova unterlag der Französin Caroline Garcia, Caroline Wozniacki wurde von Azarenka besiegt, Garbine Muguruza schied früh gegen Shvedova aus. Das hochgelobte Talent Eugene Bouchard strauchelte auch in Cincy und verlor gegen Elina Svitolina.

Die Weltranglistenzweite Maria Sharapova sagte in letzter Sekunde wegen einer Verletzung ab.

Während bei den Damen viele Topkandidaten für die Endrunden bei den US Open noch Formschwankungen unterliegen, präsentieren sich bei den Herren die Favoriten auch bei der Generalprobe souverän. Djokovic, Federer, Murray, Wawrinka, Nishikori, Nadal, Berdych und Cilic  haben sich ohne große Mühen in das Achtelfinale gespielt.

fed

Von den Anwärtern auf einen Durchbruch in die Top Ten haben sich Goffin, Anderson und Gasquet  – auch  Dolgopolov und Dimitrov – mit ihren Auftritten in den Vordergrund gedrängt.

19. August 2015
von admin
Keine Kommentare

Nick ist down under

Japaner sind behutsame Menschen, die niemanden auf die Füße treten wollen, ein klares Verständnis von höflichem Benehmen haben und Wert darauf legen, nicht negativ in der Öffentlichkeit aufzufallen.

Der Schlägerhersteller Yonex hat die Tennisstars Stan Wawrinka, Nick Kyrgios und Donna Vekic unter Vertrag.

nick

Das japanische Unternehmen hat seit dem Turnier in Montreal ein Problem. Ihr vielversprechender australischer Jungstar hat im Match gegen Wawrinka den Schweizer provoziert, indem er ihm nach einem verlorenen Punkt über die Richtmikrofone mitteilte, dass Stans Freundin Donna Vekic sich mit einem Freund von Kyrgios bestens im Bett amüsiert hatte.

donna-vekic

Das kann Stan the Man überhaupt nicht gefallen. Er gab das Match nach 0:4-Rückstand dann auf – wer hier Zusammenhänge mit dem groben Text vom „Wild Boy“ aus Canberra vermutet, liegt nach Aussagen des Schweizers falsch.  Stan gab nämlich an, die Unverfrorenheit überhaupt nicht gehört zu haben.

wawrinka

Das ist sicherlich besser so: Für ihn – und für Donna Vekic, die sich den Ruf einer heiligen Madonna in Zukunft nur schwer erarbeiten wird.

Kyrgios spielt bewundernswert  unbekümmertes Tennis und hat damit Erfolg. In den letzten Monaten ist der Rising Star von Down Under öfters damit aufgefallen, dass er im Verhalten auf dem Platz etwas überdreht. Seine verbale Attacke gegen den Konkurrenten in Kanada stellt alle vorhergegangenen Rüpeleien in den Schatten – darunter ist kein Niveau mehr möglich.

teschläger

Die pöbelhafte Beleidigung spricht sicherlich von seiner Unbekümmertheit – sie spricht aber auch von mangelnder Sensibilität, unzulänglichem Denkvermögen,  nicht vorhandener Empathie und absoluter Primitivität. Derartige Provokationen kennt man von Fußballbegegnungen in der Kreisklasse auf dem Dorf.

Da sollten sie auch bleiben.

Im internationalen Tennis haben sie nichts zu suchen.

Das meinen auch die etablierten Tennisprofis: „Er ist bestraft worden, und das hat er wirklich verdient”, sagte der Weltranglistenerste Novak Djokovic: „Er muss wohl seine Lektion auf die harte Tour lernen. Ich verstehe ja, dass jeder Spieler emotionale Höhen und Tiefen durchmacht, aber dass man seine Wut am Gegner auslässt, dafür gibt es keine Entschuldigung”.

Der neunmalige French-Open-Sieger Rafael Nadal nahm sich Kyrgios ebenfalls zur Brust und gab einen Hinweis auf die Regeln des Zusammenlebens auf der Tour:  „Als Profi bist du jede Woche mit deinen Kollegen in der Umkleide. Das Leben ist dann viel leichter und fröhlicher, wenn du zu ihnen eine gute Beziehung hast”.

Auch Andy Murray, Sieger des Turniers in Montreal,  hob den Zeigefinger. „Es gibt im Tennis Dinge, die sich einfach nicht gehören. Das war eines davon”, sagte der Schotte und ordnete dann die Affäre ein: „Das Wichtigste ist jetzt, dass er aus der Geschichte lernt.”

murray

Wir schließen uns der Auffassung des Briten an: Im Übermut können junge Menschen unbedachte Äußerungen tätigen. Das kann man verzeihen. Man sollte  ihnen die Chance geben, dazu zu lernen.

Kyrgios hat sich längst entschuldigt. Er wird in Zukunft unter kritischer Beobachtung stehen. Es wäre schön, wenn er mit hervorragendem Tennis ohne lästige Begleiterscheinungen überzeugen könnte.

Seine Vertragspartner aus Nippon könnten endlich wieder lächeln.

 

 

18. August 2015
von admin
Keine Kommentare

Nur Petko und Barhel gewinnen in Cincy!

In Cincinatti findet in dieser Woche die Generalprobe für die US Open statt.

Bei dem mit 2.7 Millionenen Dollar dotierten Western&Southern Open sind im Damenfeld die Top Ten der Weltrangliste komplett vertreten. Maria Sharapova ist jetzt zu Williams, Halep, Kvitova und Company dazu gestoßen.

Cincinnati

Andrea Petkovic hat das deutsche Duell mit Julia Görges zum Auftakt des  WTA-Turniers klar für sich entschieden. Die Darmstädterin  setzte sich nach nur 67 Minuten Spielzeit mit 6:4, 6:2 durch und trifft nun entweder auf die Qualifikantin Christina McHale aus den USA oder die Italienerin Camila Giorgi.

Die an 11-gesetzte Angie Kerber hatte das zweifelhafte Vergnügen in ihrem Erstrundenmatch auf die aufsehenerregende Siegerin von Toronto, Belinda Bencic, zu treffen. Die Schweizerin hat den Schwung ihrer Siegesserie von Toronto mit über die Grenze in die USA gebracht: Sie geht im 1.Satz 5:2 in Führung. Die Kielerin hält dagegen, gewinnt 3 Spiele in Folge und gleicht aus. Das Selbstvertrauen von Bencic ist ungebrochen. Pretty Belinda gewinnt den Durchgang mit 7:5. Trotz ihres unermüdlichen Einsatzwillens muss sich Angie auch im 2.Satz dem souveränen Leistungsvermögen des Schweizer Teenagers beugen. Die Kielerin verliert 3:6 und scheidet in der Auftaktrunde aus.

Im Duell der Qualifikantinnen setzte sich Mona Barthel (WTA Nr.58) mit Casey Dellaqua(WTA Nr.60) auseinander. Überraschend deutlich verlor die Deutsche den 1.Satz mit 2:6. Im 2.Satz drehte die Neumünsteranerin auf, ging 4:0 in Führung und setzte sich mit 6:3 durch. Vom Anfang an wurde die Partie im 3.Satz  bis 5:5 auf ausgeglichenem Niveau gespielt. Dann breakte Mona die Australierin, servierte zum Matchgewinn, fing aber kurz vor dem Sieg ein Rebreak. Im Tiebreak zeigte Mona Nervenstärke, setzte sich deutlich durch und erreichte als zweite Deutsche die nächste Runde.

barthel

Sabine Lisicki spielte in der 1.Runde gegen Caroline Garcia (WTA Nr.39). Im 1.Satz trumpfte Bine auf. Mit einem Break setzte sie sich souverän mit 6:3 durch. Im 2.Satz häufen sich bei der Berlinerin die Fehler, sie unterliegt der Französin 3:6.  Auch Garcia reichte ein Break zum Satzsieg. Im 3.Satz wird bis 3:3 auf Augenhöhe gekämpft. Dann gelingt der Französin das erste Break, sie gewinnt dann ihre Servicegames und schlägt unsere Aufschlagweltrekordlerin mit 6:4.

Zwischenfazit bei unseren Damen: Es hat schon bessere Zeiten gegeben. Trotz respektabler Leistungen fehlt gegenwärtig das Quäntchen Selbstvertrauen und Mut, das zu überragenden Erfolgen führt.

Auch bei den Herren ist in Cincinatti die gesamte Weltspitze vertreten. Roger Federer hat seine Trainingsphase in der Schweiz beendet und will Wettkampf-Erfahrungen in Ohio für den Grand Slam in New York sammeln.

Die deutsche Hoffnung Alexander Zverev hatte sich – unter anderem mit einem Zweisatzsieg über Benjamin Becker – qualifiziert, musste sich aber im Hauptfeld denkbar knapp dem Kroaten Borna Cilic (ATP Nr.38) mit 5:7, 6:3 und 6:7(5) geschlagen geben.

Auch Philipp Kohlschreiber traf bei seinem Erstauftritt auf dem amerikanischen Kontinent das Los des Ausscheidens in der Auftaktrunde: Er unterlag dem Portugiesen Joao Sousa (ATP Nr.44) mit 2:6, 7:6 und 2:6.

Fazit der deutschen Herren: Außer Spesen noch nichts gewesen…