17. August 2015
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Belinda Bencic auf den Spuren von Martina Hingis!

Auf dem Weg zu den US Open haben sich in Montreal bei den Herren die üblichen Verdächtigen profiliert. Das Finale des Coupe Rogers gewann Andy Murray gegen Novak Djokovic mit 6:4, 4:6 und 6:3.

Von den Damen bei dem Rogers Cup ist Sensationelles zu berichten: Die 18-jährige Schweizerin Belinda Bencic hat im Finale des Rogers Cup die Weltranglistendritte Simona Halep mit 7:6, 6:7 und 3:0 niedergerungen. Die Rumänin musste mit einer Oberschenkelverletzung aufgeben.

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Nach ihrem zweiten Turniersieg der Karriere (nach Eastbourne im Juni auf Rasen) wird sich Belinda Bencic am Montag auf Platz 12 der Weltrangliste verbessern. Sie beeindruckte in Toronto mit sechs Siegen in sechs Tagen gegen Serena Williams (Nr.1 WTA),  Simona Halep (Nr.3 WTA)), Caroline Wozniacki (Nr. 5 WTA), Ana Ivanovic (Nr.6 WTA), Sabine Lisicki (Nr.24 WTA) und Eugenie Bouchard (Nr.25 WTA). Alle diese Spielerinnen haben in ihrer Karriere schon Grand-Slam-Endspiele erreicht.

Die 21-fache Grand-Slam-Gewinnerin Williams war voll des Lobes: “Belinda hat eine große Zukunft vor sich. Sie ist eine Kämpferin, gibt niemals auf und kann eine ganz Grosse werden», prophezeit Williams der Schweizerin, die nun als neue Nummer 12 der Welt die zweite Schweizerin in der Weltspitze, Timea Bacsinzsky (WTA 14) überholt hat, eine glorreiche Zukunft.

Auch Caroline Wozniacki  ist voll des Lobes:  „Sie ist anders als die anderen. Sie hat nicht die größte Power, aber sie spielt mit Köpfchen – ich denke das ist ihre größte Stärke.»

Diese Eigenschaften erinnern stark an ihre Mentorin Martina Hingis, die am Sonntag beim Finale in der Players Box den Triumph der 18-Jährigen miterlebte.

ben und hin

Melanie Molitor, die Mutter Martinas, trainiert  „Pretty Belinda“ seit den ersten Tagen ihrer Tenniskarriere. Bei der Siegesrede dankte Bencic ihrer Trainerin dann auch herzlich.

In Toronto konnte man die Geburtsstunde eines zukünftigen Topstars der WTA-Tour miterleben. Sie hat die Stärke,  in den nächsten Jahren die Nr. 1 der Welt zu werden.

16. August 2015
von admin
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Sensationeller Siegeszug von Belinda Bencic!

Im Vorfeld der US Open ist es den deutschen Tennisprofis trotz eines generellen Leistungsaufschwungs noch nicht gelungen, nachhaltig aufsehenerregende zu erringen.

Während unsere nationalen Repräsentanten sich nach ihren Ausscheiden auf das mit 4,5 Millionen Dollar dotierte Mega-Turnier in Cincinatti vorbereiten, spielte die internationale Spitze weiter in Toronto und Montreal. Die Ergebnisse gegen schon  erste Aufschlüsse, wer bei dem Grand Slam in New York eine besondere Rolle spielen wird.

Mit sensationellen Ergebnissen hat die Schweizerin Belinda Bencic (WTA Nr.20)  in Toronto bei dem Rogers Cup auf sich aufmerksam gemacht. Die erst 18-Jährige gewann gegen Wozniacki in der 2.Runde, besiegte Lisicki im Achtelfinale und ließ sich im Viertelfinale auch nicht von Ana Ivanovic aufhalten. Im Semifinale gelang ihr die Sensation: Sie schlug die Weltranglistenerste Serena Williams mit 3:6, 7:5 und 6:4.

Bencic

Im Finale wird sie am Sonntag auf  die Weltranglistendritte Simona Halep treffen. Die Rumänin hatte sich im Halbfinale gegen Sara Errani  klar mit 6:4 und 6:4 durchgesetzt.

Die Weltranglistenzweite Maria Sharapova hatte in Kanada noch nicht in das Turniergeschehen eingegriffen. Die Weltranglistenvierte Petra Kvitova war in ihrem Auftaktmatch in zwei Sätzen an Viktoria Azarenka gescheitert. Man befürchtet, dass die Tschechin unter dem Pfeifferschen Drüsenfieber leidet.

Während bei den Damen immer wieder neue Gesichter in den Vordergrund drängen, ist bei den Herren „business as usual“ festzustellen. In Montreal bei dem Coupe Rogers steht der Weltranglistenerste Novak Djokovic gegen den Weltranglistendritten Andy Murray im Finale. Der Serbe hatte im Semifinale den Franzosen Chardy klar in zwei Sätzen besiegt, der Brite hatte mit Kei Nishikori (ATP Nr.4) bei seinem 6:3, 6:0-Sieg kurzen Prozess gemacht.

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Der Weltranglistenfünfte Stan Wawrinka war früh in dem Skandalspiel gegen Nick Kyrgios ausgeschieden. Sein Landsmann Roger Federer fliegt erst in diesen Tagen aus der Schweiz über den Ozean nach Nordamerika.

14. August 2015
von admin
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Niederlagenserie in Toronto!

Dass im Achtelfinale eines der großen internationalen WTA-Turniere vier deutschen Spielerinnen noch im Feld sind  – wann hat es das zuletzt gegeben? In Kanada, bei den mit knapp 2,7 Millionen Dollar Preisgeld dotierten Rogers Cup, traten am Donnerstag vier deutsche Repräsentanten in der Runde der letzten 16 an – keine allerdings als Favoritin. Der Traum vom großen Aufschwung konnte an diesem Tag wie eine Seifenblase zerplatzen.

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Als erste wurde die Jüngste in die Schlacht geworfen. Die 19-jährige Carina Witthöft traf um 11 Uhr Ortszeit auf Lesia Tsurenko, die zuvor in Toronto immerhin die Geheimfavoritin Garbine Muguruza ausschaltete  und vor Wochen überraschend das Turnier in Istanbul gewonnen hatte. Die Ukrainerin spielt zu Beginn etwas solider, ging 3:2 in Führung. Das darauf folgende Aufschlagspiel Tsurenkos dauerte fast 10 Minuten, mit zahlreichen Spielbällen auf beiden Seiten. Die Spielerin aus Kiew baute die Führung auf 4:2 und 5:3 aus. Auch weil Carina zu viele Chancen vergab. Ohne Punktverlust nahm Tsurenko der Deutschen das Aufschlagspiel ab und gewann den ersten Durchgang mit 6:3.Im zweiten Satz erhöhte die Hamburgerin noch das Tempo und setzte erfolgreich ihren Paradeschlag, die Vorhand, ein. Sie ging 2:0 in Führung. Die Ukrainerin setzte dagegen, erkämpfte sich eine 4:3-Führung und bekam eine medizinische Behandlung, weil ihr Fuß an einer Werbebande umgeknickt war. Tsurenko biss sich durch, gewann auch den zweiten Durchgang mit 6:4 und die erste Deutsche war ausgeschieden.

Nach dem Match der jungen Hamburgerin betrat Sabine Lisicki den Court des Grandstands, um gegen das Riesentalent Belinda Bencic anzutreten. Die 18-jährige Schweizerin (WTA Nr. 20) hatte in der Vorrunde -  im Stil ihrer Förderin Martina Hingis – die an 4-gesetzte Caroline Wozniacki aus dem Turnier geworfen. Im 1.Satz war die Berlinerin gegen die Solidität des Ausnahmetalents chancenlos: sie verlor 1:6. Im 2.Satz lief Bine zu Hochform auf: sie drehte den Spieß um und fegte ihre Gegnerin mit 6:1 vom Platz. Im 3.Satz entwickelte sich ein Tennis-Thriller. Die Deutsche servierte 8 Asse – und 9 Doppelfehler. Der entscheidende Durchgang wurde im Tiebreak entschieden. Hier setzte sich Bencic mit 7:3 durch und zog in das Viertelfinale ein. Bad Luck, Bine!

tennis-ball-hitting-net

Die Auslosung hatte dafür gesorgt, dass es zwischen Angelique Kerber und der an 2-gesetzten Simona Halep schon in der 3.Runde zu einem sportlichen Gipfeltreffen kam. Die Rumänin kam im 1.Satz besser in das Spiel und setzte sich mit 6:3 durch. Angie gibt nie auf – mit bekannter Widerstandsfähigkeit und unbedingten Siegeswillen fightete sie sich in den 2.Satz und konnte sich knapp mit 7:5 durchsetzen. Im 3.Satz kämpften zwei Kontrahenten auf Augenhöhe miteinander. Nuancen würden über Sieg und Niederlage entscheiden. Am Mittwoch, den 13., stand den deutschen Spitzenspielerinnen das Glück nicht zur Seite: die Kielerin verlor den 3.Satz, den Halep mit einem Ass beendete, mit 4:6.

Eine vermeintlich  noch schwerere Gegnerin als Halep wartete auf Andrea Petkovic im Achtelfinale: die topgesetzte Serena Williams. Andrea hatte alle Begegnungen mit Serena bisher verloren. Das änderte sich auch am Donnerstag in Toronto nicht. Die Amerikanerin bestimmte das Tempo, schickte die Deutsche von einer Ecke in die andere. Beim 6:2, 6:3-Sieg der mehrfachen Turniersiegerin Williams war „Petko“ eigentlich ohne Chance.