28. März 2015
von admin
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Lisicki siegt in der Schlacht von Miami gegen Görges!

Im sonnigen Florida steigt bei den Miami Open die Erfolgsquote der deutschen Tennisprofis. Julia Görges setzt ihren Aufschwung fort, Alexander Zverev beweist sein Ausnahmetalent auch bei großen Turnieren, Andrea Petkovic zeigt Stabilität auf hohem Niveau, Tatjana Maria überraschte positiv, Jan-Lennard Struff bewies Durchsetzungsvermögen und selbst bei den Niederlagen von Michael Berrer, Benjamin Becker oder Annika Beck wurde vielversprechendes Tennis geboten. Hoffnung keimte auf.

Am Freitag kam es in der zweiten Runde zu dem Duell von Julia Görges und der seit Indian Wells wiedererstarkten Sabine Lisicki. Von Beginn an agierten die beiden Deutschen kompromisslos aggressiv. Ein fast dreistündiges Feuerwerk mit knallharten Auf- und Grundschlägen wurde den Zuschauern auf Court 8 geboten. Schon im ersten Satz wurde in einem Match auf Augenhöhe um jeden Punkt erbittert gekämpft. Erst im Tiebreak konnte Bine sich mit 7:1 absetzen. Den 2.Satz gewann dann Jule denkbar knapp mit 7:5 im Tiebreak. Am Ende gab das Quäntchen Glück für die Berlinerin den Ausschlag: Sabine Lisicki zog mit einem 7:6, 6:7, 6:4 Sieg in die dritte Runde ein. Beide Spielerinnen bewiesen auch in diesem Match, dass sie aktuell auf dem richtigen Weg sind.

sl

Der tragische Davis-Cup-Held Jan-Lennard Struff ist am Freitag in der zweiten Runde des ATP-Masters 1000 in Miami ausgeschieden. Der 24 Jahre alte Warsteiner, der sich zum Auftakt im deutschen Duell gegen Benjamin Becker (Orscholz) durchgesetzt hatte, musste sich dem an Nummer 23 gesetzten Spanier Guillermo Garcia-Lopez mit 4:6 und 4:6 geschlagen geben. Garcia-Lopez verwandelte nach 1:27 Stunden seinen sechsten Matchball gegen Struff, der im ersten Satz eine 4:2-Führung verspielte.

Damit ist von einem deutschen Männer-Quartett in Miami nur noch Nachwuchshoffnung Alexander Zverev im Rennen.

zverev

Der 17 Jahre alte Hamburger trifft bei seiner ersten Teilnahme an einem Masters-Turnier in der zweiten Runde auf den Tschechen Lukas Rosol (ATP Nr. 26). Neben Becker und Struff war auch noch der Stuttgarter Qualifikant Michael Berrer ausgeschieden.

Tommy Haas (Los Angeles/USA) und Philipp Kohlschreiber (Augsburg) hatten ihre geplanten Starts abgesagt, Dustin Brown (Winsen/Aller) scheiterte im Finale der Qualifikation.

Bei den Damen greift die Gesetzte Angelique Kerber erst am Samstag in das Geschehen ein. Die Kielerin trifft auf die Britin Heather Watson, die sich im Jahr 2015 als Angstgegnerin der deutschen Spitzenspielerinnen erwiesen hatte.

Die Qualifikantin Tatjana Maria (ehemals Malek!) spielt nach ihrem Erstrundensieg gegen Eugenie Bouchard. Von ihrer kanadischen Gegnerin  erwarten die Fachleute in nächster Zeit den Durchbruch zur absoluten Weltspitze.

Auch Andrea Petkovic wird am Samstag in ihrem Drittrundenmatch gegen die Französin Kristina Mladenovic (WTA Nr.62) im Grandstand auf den Platz gehen.

Wir werden von dem weiteren Abschneiden unserer deutschen Repräsentanten in Florida zeitnah berichten.

 

 

26. März 2015
von admin
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Wenig Deutsche gingen in Miami baden

Im letzten Jahr hatten die Jungs des Tennisteams der University of Tampa in unserem Blog ihre Eindrücke von dem ATP 1000 Masters-Turnier in Miami geschildert. In diesem Jahr müssen wir mit unseren eigenen Fingern die Tastatur bemühen, um von den ersten Matches unserer deutschen Teilnehmer zu berichten – die Tampa-Boys haben kurz vor dem Examen von ihren Professoren keine Erlaubnis für Exkursionen bekommen.

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Die Damen- und Herrenhauptfelder haben erst gestern mit den ersten Matches begonnen. Mehrere deutsche Profis haben vorher versucht, sich zu qualifizieren. Bei den Herren sind Tobi Kamke, Mischa Zverev, Yannick Hanfmann und Philipp Petzschner vorzeitig ausgeschieden. Oldie Michael Berrer und Youngster Alexander Zverev haben mit 3 Siegen das Hauptfeld erreicht.

Bei den Damen ist das Tatjana Maria gelungen. Die 27-Jährige hat sich dann auch in der ersten Runde des Hauptfelds erfolgreich durchgesetzt. Sie schlug die Italienerin Roberta Vinci mit 7:6 und 6:3.

Auch Annika Beck startete in Miami mit einem Sieg. Mit 6:4, 4:6 und 6:4 behauptete sie sich gegen die Chinesin Shuai Zhang.

Für den dritten deutschen Erfolg im Damen-Hauptfeld sorgte Julia Görges. Mit einen klaren 6:0, 6:1-Sieg gegen Cepelova bestätigte Julia auch in Miami ihren Aufschwung der letzten Monate.

In der nächsten Runde trifft die Bad Oldesloerin auf Sabine Lisicki, die in der Woche zuvor in Indian Wells das Semifinale erreicht hatte.

Leider schied Mona Barthel in ihrem Auftaktmatch gegen die Serbin Bojana Jovanovski mit 6:3, 2:6 und 3:6 aus.

Bei den Herren kam es in der 1.Runde des Hauptfelds zu einem rein deutschen Duell zwischen Jan-Lennard Struff und Benjamin Becker. „Struffi“ setzte sich nach gnadenlosem Kampf mit 3:6, 7:6 und 6:4 durch. Im zweiten Satz, den er mit 12:10(!) im Tiebreak gewann, hatte er einige Matchbälle abzuwehren.

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Michael Berrer musste sich nach den Mühsalen der Qualifikation in der Maindraw-Auftaktrunde gegen den Kolumbianer Alejandro Falla über drei Sätze quälen, um sich am Ende, nach fast dreistündiger Gegenwehr, mit 7:6, 4:6,4:6 geschlagen geben zu müssen.

Annika Beck spielte in ihrem Zweitrundenmatch gegen die Tschechin Karolina Pliskova, den Shooting Star der WTA, großartig auf, gewann sogar den ersten Satz mit 6:2, verlor dann in einem Match auf Augenhöhe die nächsten Sätze doch mit 3:6 und 4:6.

Andrea Petkovic gab dem US-Girl McHale beim 6:2 und 6:2 keine Chance und hat die dritte Runde erreicht.

Qualifikant Alexander Zverev konnte den 1.Satz gegen den Australier Sam Groth in seinem Erstrundenmatch mit 7:5 gewinnen. Den  2.Satz musste der “Hamburger Jung” denkbar knapp im Tiebreak abgeben. Nervenstark setzte sich das deutsche Ausnahmetalent im entscheidenden Satz wieder mit 6:4 durch. Ein großartiger Erfolg!

23. März 2015
von admin
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Djokovic ist der “King of the Desert”!

Im Herreneinzel in Indian Wells kam es zum mit Spannung erwarteten Showdown der absoluten Champions der ATP-Tour. Novak Djokovic und Roger Federer stehen im Finale der BNP Paribas Open und kämpfen um den Titel des „Kings of the Desert“.

Der Serbe setzte sich im Halbfinale mühelos gegen Andy Murray mit 6:2, 6:3 durch, der Schweizer zog mit einem 7:5, 6:4 gegen Milos Raonic in das Endspiel.

Schon im Vorjahr standen beide Spieler im Endspiel von Indian Wells. Djokovic konnte sich  in einem dramatischen Kampf mit 3:6, 6:3 und 7:6 durchsetzen. Vor dem Finale gab der sozial engagierte Nole, der in letzter Zeit sehr bemüht ist, sein Image als Clown, Imitator und manchmal ein wenig arrogant daherkommender Profi zu korrigieren, höflich seinen Respekt gegenüber der Schweizer Tennislegende kund: „ Roger ist der Spieler auf der Tour, der aktuell in absoluter Bestform ist. In den letzten 12 Monaten hat er wohl das beste Tennis in seiner bewunderungswürdigen Karriere gespielt. Wenn ich dieses Jahr den Titel in Indian Wells gewinnen will, muss ich definitiv mein allerbestes Tennis spielen.“

nole

Um 13Uhr  Ortszeit begann im ausverkauften Stadium One des Tennis Gardens in Indian Wells die nächste Etappe auf dem Kampf um die  Nr.1 der Herren-Weltrangliste 2015. Federer spielt von Beginn an aggressiv. Ihm unterlaufen viel mehr unforced errors als seinem Gegner. Bis 2:3 bringt der Schweizer seine Aufschlagspiele noch mit Mühen durch, dann breakt ihn der „Djoker“. Mit fast fehlerlosem Spiel  und gut platziertem Schlägen gewinnt der Serbe dann den ersten Satz mit 6:3.

Großartige Ballwechsel werden dem Publikum im zweiten Satz geboten. Im dritten Spiel gelingt dem Titelverteidiger wieder ein Break. Bei 3:4-Rückstand spielt der Champ aus Basel unglaubliche Punkte – er breakt und gleicht wieder aus. Beide Spieler gewinnen die nächsten Aufschlagspiele – der Tiebreak muss entscheiden. Bei 5:4-Führung serviert Nole zwei Doppelfehler hintereinander. Roger nutzt die Chance und gewinnt den zweiten Satz mit 7:5 im Tiebreak.

fed

Im dritten Satz geht Djokovic schnell 2:0 in Führung. Das dritte Spiel dauert mehr als 13 Minuten – Federer gelingt das Rebreak, unterstützt von einem weiteren Doppelfehler des Serben. Bei 3:2-Führung gelingt dem Serben, nach einem Doppelfehler Federers das nächste Break. Souverän bringt Nole sein Aufschlagspiel durch, geht 5:2 in Führung. Den Sieg lässt er sich nicht mehr nehmen, er gewinnt auch das nächste Spiel und den entscheidenden Satz mit 6:2.

Djokovic hat  – wie Federer – in einem hochklassigen Match zum vierten Mal das Turnier von Indian Wells gewonnen. Er hat definitiv sein allerbestes Tennis gespielt.

Gehen wir ‘mal davon aus, dass wir die Begegnung der beiden aktuell Weltbesten im Finale eines großen Turniers in diesem Jahr noch öfter erleben werden.