22. September 2013
von admin
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“Heute ist Wahl – wir haben natürlich schon gewählt!”

Unser Fotowettbewerb anlässlich der US Open ist beendet und hat uns – und hoffentlich auch euch – viel Freude bereitet. Alle Einsender haben das gezeigt, was das deutsche Tennis zukünftig benötigt: Kreativität und Sinn für Humor.

Ihr habt euch mit deutlicher Mehrheit  für ein Siegerbild entschieden. Der  Kampf um die Plätze hingegen war sehr eng und die Entscheidung fiel anhand einer Stimme!!!

(Das zeigt mal wieder: wirklich jede Stimme kann zählen. Diese Tatsache solltet ihr für die heutige Tagesplanung berücksichtigen…)

Den Sieger werden wir in drei Tagen präsentieren – ein wenig Spannung soll noch erhalten bleiben.

Die Übergabe des Preises für den zweiten Platz konnten wir schon vornehmen und möchten euch einen sichtlich stolzen Joschka zeigen, der es kaum erwarten kann, endlich auf einem Paddle-Platz sein neues Racket zu schwingen.

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Wenn da mal nicht ein neuer Star der kommenden Trendsportart die Bühne betritt. Auch wir werden alles dafür tun, dass schon bald im Raum Hamburg Padel-Tennis-Courts zur Verfügung stehen werden und Joschka viel Spaß mit seinem Preis erleben kann.

Bleibt kreativ, auf und neben dem Platz!

Und vergesst das Lächeln nicht.

Auch nicht, wenn die Ergebnisse der heutigen Bundeswahl veröffentlicht werden.

20. September 2013
von admin
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“Friede, Freude, Eierkuchen”

Vor drei Monaten haben wir uns in das Abenteuer gestürzt und einen Tennisblog in das Internet gestellt. In der Zwischenzeit haben wir doch eine ständig wachsende Zahl von Lesern erreicht, haben sehr positive Resonanz von Protagonisten des Tennis erhalten.

In der relativ kurzen Zeit ist das mehr, als wir uns vor dem Start erhofft hatten.

Friede, Freude, Eierkuchen!

Zum Frieden: Ja, das läuft alles ganz friedlich ab. Wenn wir kritische Texte posteten, gab es keine Reaktion der Getadelten, geschweige denn einen Shitstorm vom anders denkenden Publikum.

Da wird freundlich „angeklickt“, gelassen „abgenickt“ und in das Vergessen „weggeschickt“.

Zur Freude: Ja, wir haben Spaß beim Bloggen!

Zum Eierkuchen: Wir haben nicht den Eindruck, dass wir unsere Leser wachgerüttelt haben, dass wir sie zu eigenem Engagement motivieren konnten.

Dabei sind wir gerade deshalb als Blogger angetreten, um Bewegung im deutschen  Tennis zu  entfachen. Es ist unser primäres Ziel, eine Tennis-Community zu schaffen, die Verantwortung übernimmt. Damit wir uns aus dem nicht zu verleugnenden Niedergang zu neuen Höhen aufschwingen – „wie Phönix aus der roten Asche“.

Ist es wirklich wahr, dass eine kritisch-problematisierende Berichterstattung heutzutage kein Interesse mehr weckt? „Only sex sells?“

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Wir wollen „das deutsche Tennisland ein wenig stören“, um es positiv zu „verändern“. Dabei ist uns klar, dass unsere bescheidenen Kräfte dafür allein nicht ausreichen. Dieser angestrebte Aufschwung bedarf der geschlossenen Kraft vieler Tennisfreunde, denen ihr Lieblingssport am Herzen liegt.

Die problematischen Fragen im gegenwärtigen Leben unserer Tennisnation liegen unverhüllt auf der Straße, aber die Tennisgesellschaft geht daran vorbei, als wenn sie sich damit schmutzig machen könnte.

Wenn wir die Finger provokativ in die Wunden legen, erwarteten wir Zustimmung, Entrüstung, Unterstützung oder Ablehnung. Abgesehen von wenigen Ausnahmen geschah  gar nichts. Ist die deutsche Öffentlichkeit wirklich so lau und opportunistisch, wie „Pannenolli Steinbrück“ das „Merkel-Land“ beschrieben hat?                  

„Wenn da einer einen Finger hebt, ist das nicht, um eine Richtung anzuzeigen, sondern nur um den Wind zu messen – um zu wissen, woher er weht.“ …

Wir wollen den Finger heben, um die Richtung  zu erkennen, wohin der Wind aktuell weht. Um dann bei Fehlentwicklungen in aller Bescheidenheit auch auf die richtige Richtung zu verweisen.

Dieses (anmaßende?) Projekt ist bisher noch nicht so richtig angelaufen.  Wir geben trotzdem nicht auf.

Wir suchen weiter nach Partnern, die mit uns zusammen die Karre aus dem Dreck ziehen.

Sisyphus lässt grüßen.

Alle, die eine eigene Meinung haben, sollten sie frei äußern. Wir geben gern den Raum dafür. Alle, die eine Vision haben, sollten hier und jetzt auch tätig werden. Wir helfen mit. Versprochen.

Einen „alten Partner“ möchten wir euch in diesem Post vorstellen: 

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Der TennisFan  ist eine regionale Tenniszeitschrift. Das Journal versucht seit sieben Jahren, das Tennisleben mit witziger  und kritischer Berichterstattung zu bereichern und am Leben zuhalten. Eine vorbildliche Aufgabe.

Wenn ihr hier den  TennisFan  anklickt, könnt ihr schon jetzt erfahren, welche Themen die im Oktober erscheinende Ausgabe beinhaltet. Es lohnt sich.

Mit der Präsentation dieser sympathischen Nischenzeitschrift des ehemaligen Tennis-Bundesligaspielers Thies Röpcke stehen wir einem Gleichgesinnten zur Seite.

Auch weil wir von diesem Partner in unserer langjährigen Zusammenarbeit öfters unterstützt worden sind.

Gemeinsam voran.

18. September 2013
von admin
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“Eine Tragikomödie auf der Profitour”

Aus Tradition wird im „weißen Sport“ wert auf Fairness gelegt. Newcomer auf der Profitour mussten oft lehrreich erfahren, dass man diese positive Einstellung nicht überall erwarten kann. Die folgende Geschichte kann das verdeutlichen.

Ein deutsches Tennistalent – er bat darum, seinen Namen nicht zu nennen – trat zu der ersten Qualifikationsrunde eines „Future-Turniers“ im tiefsten Afrika an, um erste Weltranglistenpunkte zu erringen.

Die Tennisanlage war extrem weitläufig und um zum Court seines ersten Matches zu gelangen, brauchte er mit einigen Verirrungen fast zehn Minuten. Endlich auf dem Spielplatz angekommen, erwartete ihn dort schon sein freundlich lächelnder einheimischer Gegner. Schon beim Einschlagen entdeckte der junge Deutsche, dass sein Kontrahent leicht zu bezwingen sei. Die weite Anreise zu dem Turnierort, die hohen finanziellen Investitionen, schienen sich zu lohnen.

Er gewann dann auch 6:1, 6:1.

Nachdem er den Glückwunsch seines Gegners am Netz entgegen genommen hatte, setzte er sich glücklich auf die Bank. Nach kurzem Genuss des Sieges entschloss er sich – gut erzogen, wie er war – den Platz für die folgenden Konkurrenten abzuziehen. Danach machte er sich auf den Weg zur Turnierleitung, um frohgemut seinen Sieg zu melden und um sich nach seiner Ansetzung für die nächste Runde zu erkundigen.

Dort wurde ihm mitgeteilt, dass er doch ausgeschieden sei. Der Turnierleiter zeigte ihm das schon in das „Turniertableau“ eingetragene Ergebnis:

Schwarz auf weiß war seine Niederlage hier verzeichnet!

Sauber und ordentlich: 6:1, 6:1.

Nach verzweifelten Rückfragen erhielt er die Erklärung für dieses Rätsel: Während er den Platz abzog, griff sich sein Gegner die Spielbälle, eilte damit im Eilschritt und zielbewusst zur Turnierleitung und gab dort die Filzkugeln ordnungsgemäß ab.

Nicht ohne dem vom Ort des Geschehens weit entfernten Turnierdirektor von seinem Sieg zu berichten!

Unser deutscher Profifrischling hatte nicht die Regel beachtet, dass – bei Spielen ohne Schiedsrichter – der Sieger mit den Spielbällen das Ergebnis bei der Turnierleitung meldet!

Eine kleine Unachtsamkeit mit gravierenden Folgen.

Trotz aller berechtigten Entrüstung, trotz allen Protestes: die Niederlage war besiegelt. Nichts war zu ändern. Die Mühen der Reise waren umsonst.

Eine ziemlich kalte Dusche, die nicht unbedingt dazu beitrug, den jungen Deutschen abzukühlen.

Er biss die Zähne zusammen, packte seine Tennisklamotten, fuhr in das Hotel, von dort zum Flughafen und verließ den schwarzen Kontinent auf Nimmerwiedersehen.

Seinem weiteren Leben hat diese Erfahrung nicht geschadet. Heute ist der ehemals junge Mann Manager bei einer weltweit bekannten Sportfirma und berät dort junge Talente bei der Planung ihrer Karriere.

Nach seinem Abenteuer in Afrika hatte er noch einige regionale Tennisturniere gespielt und sich bald entschieden, seine Ambitionen zum Tennisprofi „an den Nagel zu hängen“.

Ganz ehrlich: seine Tenniskünste hätten auch nicht für internationale Spitzenplätze gereicht. Mit seinem Erfahrungsschatz kann er jetzt sicherlich viel besser anderen Sportlern dienen.

Die erste Lektion, die Einsteiger in den internationalen Tennis-Zirkus aus diesem Abenteuer lernen können, lautet folgendermaßen:

Seid achtsam – achtet auch auf die Kleinigkeiten!

Sie können unerwartete Folgen hervorrufen!

Eine zweite Lektion lässt sich auch aus dieser Erfahrung ableiten:

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!

Das ist ein Zitat von Lenin. Der alte Bolschewik hatte absolut nichts mit dem kapitalistischen Tennis am Hut, sein Ausspruch gilt aber trotzdem – wie eine in Erz gehauenen Mahnung – für jeden jungen Menschen, der eine erfolgreiche Profikarriere plant.

Wir wollen jetzt keine weiteren pädagogischen Zeigefinger heben. Die Story spricht für sich selbst.

Sie ist komisch für die Außenstehenden und sie ist traurig für das Opfer dieses Betruges.

So spielt eben das Leben im Profizirkus.