Pfizenmaier springt als Marathon-Woman in die Bresche!

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Wir können uns über die Besucherzahlen unseres Tennisblogs keinesfalls beschweren. Etwas mehr hatten wir von der Diskussion und Kommentierung unserer Posts erhofft.

Jetzt erhalten wir via E-Mail einen Kommentar, der uns vorwirft, „echt blind“ gewesen zu sein. Anlass dieser Beurteilung war der Bericht über die Niederlagenserie der deutschen Tennisprofis am Anfang dieser Woche. Darüber hinaus wird kritisiert, dass der Text „totale Resignation“ äußert. Es wird vermutet, dass wir beim Verfassen unseres Textes wohl das Bundeligaspiel Bayern gegen HSV (8:0) im TV verfolgt hätten.

Nein, wir sind nicht „echt blind“ gewesen. Wir haben die Ergebnisse sorgfältig recherchiert und die Tatsachen mit offenen Augen realistisch widergegeben. Wenn der Eindruck entstand, dass wir enttäuscht von den Ergebnissen waren, ist das richtig. Geht das nicht allen Tennisfans so, wenn eine Niederlagenserie unserer Profis vermeldet werden muss? Es kennzeichnet Blogger – im Gegensatz zu Printjournalisten – dass Gefühle ausgedrückt werden können. Wenn uns Resignation vorgeworfen wird, müssen wir gestehen, dass aktuell – bei sachlicher Betrachtung – wir keine realistischen Hoffnungen auf überragende deutsche Erfolge in nächster Zeit haben.

Dabei versuchen wir fair zu bleiben. Wir vermeiden unangemessene Erwartungen, wir haben Verständnis für individuelle Voraussetzungen bei unerwarteten Niederlagen unserer Tennisprofis.

Das Spiel unseres heimatlichen Fußballvereins in München hat keineswegs unsere Tennisberichterstattung beeinflusst: Wir haben seit Jahren gelernt, die Auftritte des HSVs mit Galgenhumor aufzunehmen und freuen uns über jeden Punkt, der dazu beitragen kann, dass der Dino auch in diesem Jahr  nicht aus der höchsten Spielklasse absteigen wird. Wenn wir einen Punktgewinn bei den Bayern erwartet hätten, wäre das „echt blind“!

Unsere pessimistische, vielleicht resignative, aber keinesfalls unrealistische Einstellung zu den künftigen Erfolgen der deutschen Tennisprofis wird leider ein wenig bestätigt, wenn wir die neuesten Ergebnisse unserer deutschen Repräsentanten auf den internationalen Turnieren vermelden:

Die in Dubai an 7-gesetzte Angelique Kerber hat in ihrem zweiten Match heute gegen die 32-jährige Italienerin Flavia Pennetta (aktuelle Nr. 14 der WTA)mit 2:6, 6:3 und 1:6 verloren. Dass eine Aufschlagschwäche der Kielerin zur Niederlage beigetragen hat, beweist eine Statistik: Pennetta hatte 18 Breakbälle im Verlauf des Matches!

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Auch Jan-Lennard Struff ist jetzt in Marseille ausgeschieden. Er unterlag dem Ukrainer Sergej Stakhovsky 4:6, 6:4 und 3:6.

In Rio de Janeiro scheint für das deutsche Tennis die Sonne: Dinah Pfizenmaier hatte gegen die 24-jährige Madison Brengle aus den USA den 1.Satz mit 7:5 gewonnen. Den zweiten Satz entschied die  favorisierte Nr.45 der WTA aus den USA mit 6:0 für sich. Im entscheidenden Durchgang  drehte Dinah den Spieß wieder um, gewann das Match mit 7:5 im dritten Satz. Pfizenmaier wandelt auf den Spuren von Andrea Petkovic. Auch in ihrem Auftaktmatch hatte sie nach fast dreistündiger Spielzeit noch gewonnen! Deutschland präsentiert seine zweite „Marathon-Woman“!

Pfizenmaier

Im Viertelfinale des Turniers an der Copacabana trifft die Bielefelderin jetzt auf die Schwedin Johanna Larsson.

 

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