Kein Regen in Roland Garros!

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Der Regen in Paris hat auch den Turnierorganisatoren der French Open einige Probleme bereitet. Am Mittwoch war ein Mammutprogramm geplant, um die Veranstaltung noch termingerecht unter Dach und Fach zu bringen. Der Wetterbericht hatte einen Tag ohne Regen angekündigt.

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Serena Williams startete gegen Elina Svitolina (WTA Nr.20) um 11 Uhr auf dem Court Philippe Chartrier. Ihr Coach Patrick Mouratoglu hatte vor dem Achtelfinale  sehr deutlich von der Favoritenrolle seines Schützlings bei den French Open 2016 gesprochen: „Eines vorweg: Serena muss nicht ihr bestes Tennis spielen, um die French Open dieses Jahr zu gewinnen. Letztes Jahr war sie weit weg vom höchsten Niveau, das sie spielen kann. Sie hat aber das Turnier trotzdem gewonnen. 2016 kann Serena nur gegen sich selbst verlieren.“ Das klingt nach einer absoluten Übermachtstellung der Amerikanerin bei den Damen. Es gibt viele Fachleute, die ihm in dieser Einschätzung zustimmen. Auf jeden Fall spielte die Weltranglistenerste so beeindruckend gegen die Ukrainerin auf, dass kein Zweifel an ihrer Ausnahmestellung auf der WTA-Tour bestehen dürfte. Mit 6:1 und 6:1 schoss sie die 20-jährige Svitolina vom Platz und zog ungefährdet in das Viertelfinale ein.

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 Nach der Queen der WTA ging der King der ATP auf den Court Philippe Chartrier: Novak Djokovic setzte seine bei 3:6, 6:4 und 4:1 unterbrochene Partie gegen Roberto Bautista-Agut fort. Wenige Minuten nach Spielbeginn hatte der Serbe den dritten Satz mit 6:1 gewonnen. Im 4.Satz ließ seine Konzentration etwas nach, der Spanier ging 4:2 in Führung. Dann zog der Djoker wieder an, entschied den vierten Durchgang mit 7:5 für sich und hatte das Viertelfinale der French Open erreicht.

Dort wird es zum Duell mit Tomas Berdych kommen. Der Tscheche setzte sich gegen den alten Konkurrenten David Ferrer souverän mit 6:3, 7:5 und 6:3 durch.

Auf dem Suzanne-Lenglen Court konnte Venus, die ältere der beiden Williams- Schwestern, der Erfolgspur Serenas nicht folgen. Die an 20-gesetzte Amerikanerin schied im Achtelfinale gegen die an 8-gesetzte Schweizerin Timea Bacsinszky mit 2:6 und 4:6 aus.

Auf Court 1 setzte Kiki Bertens ihren unaufhaltsamen Siegeszug fort. Die Niederländerin bezwang das an 15-gesetzte US Girl Madison Keys mit 7:6 (6) und 6:4  und erreichte als Ungesetzte das Viertelfinale in Roland Garros.

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Ein ähnliches Husarenstück gelang Yulia Putintseva (WTA Nr. 60). Die 21-jährige behauptete sich gegen die an 12-gesetzte Spanierin Carla Suarez-Navarro mit 7:5 und 7:5 und zog auch als Ungesetzte in die Runde der letzten Acht ein.

Mit Pironkova und Rogers hatten sich vorher schon zwei weitere Ungesetzte in das Viertelfinale der French Open gespielt. Bei den Damen zeichnet sich eine Wachablösung langsam ab.

Dominic Thiem hatte bei der Fortsetzung des bei 6:2 und 6:7 unterbrochenen Matches gegen den Spanier Marcel Granollers keine großen Probleme: Der Österreicher gewann die nächsten beiden Sätze souverän mit 6:1 und 6:4.

Im Viertelfinale kommt es für Thiem zur Begegnung mit David Goffin. Der Belgier konnte sich bei der Wiederaufnahme seines Matches gegen den Letten Ernest Gulbis (ATP Nr.80) am Ende ungefährdet mit 4:6, 6:2, 6:2 und 6:3 durchsetzen.

Am späten Nachmittag fanden dann die ersten Viertelfinalspiele der Herrenkonkurrenz statt. Titelverteidiger Stan Wawrinka ließ gegen den Überraschungs-Viertelfinalisten Alberto Ramos-Vinolas (ATP Nr.55) in den ersten beiden Sätzen nichts anbrennen. Er verpasste dem Spanier eine 6:1 und 6:2 Packung. Im 3.Satz war er auch schon mit einem Break vorn, spielte unkonzentriert bei 4:3, kassierte ein Break und anschließend einen 4:5-Rückstand. Im Tiebreak setzte er sich dann wieder durch und zog als erster Spieler in das Semifinale ein.

Der Höhepunkt des Tages war die Partie des an 2-gesetzten Andy Murray gegen den Publikumsliebling und an 9-gesetzten Richard Gasquet. Der Schotte spielte großartig auf, ging 5:3 und Führung, verlor vier Spiele in Folge und gab den 1.Satz noch mit 5:7 ab. Das Szenario schien sich im zweiten Durchgang zu wiederholen: Murray führte 5:3, kassierte dann ein Break und danach glich der Franzose auf 5:5 aus. Der Weltranglistenzweite steigerte sich diesmal wieder, ein phantastisches Duell entwickelte sich, bei dem Murray dieses Mal den Satz im Tiebreak für sich entschied. Im 3.Satz schien der Widerstand Gasquets zum Entsetzen des Publikums gebrochen. Murray erspielte sich schnell einen 4:0-Vorsprung, und schloss den Durchgang mit 6:0 ab. Auch im 4.Satz konnte der Franzose keinen ernsthaften Widerstand mehr leisten. Murray siegte 6:2 und wird im Semifinale auf den an 3-gesetzten Wawrinka treffen.

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Am Abend fanden auch die ersten Viertelfinalmatches der Damen statt. Garbine Muguruza entwickelt sich immer mehr zur vielversprechendsten Konkurrentin von Queen Serena. Die Spanierin  überzeugte auch in der Runde der letzten Acht gegen Shelby Rogers und siegte souverän mit 7:5 und 6:3.

Ihre Gegnerin im Halbfinale wird Samantha Stosur sein, die in Paris ihren zweiten Frühling erlebt. Die Australierin setzte sich in ihrer Viertelfinalpartie in einem Match auf Augenhöhe mit 6:4 und 7:6 gegen Tsvetana Pironkova durch.

Turnierdirektor Guy Forget strahlte am Ende des Tages. Das Mammutprogramm konnte durchgezogen werden und die French Open sind wieder im normalen Ablaufplan.

 

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