7. Juni 2016
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Die deutschen Herren starten erfolgreich in die Rasensaison!

Die Leistungen der deutschen Tennisprofis entsprachen bei den French Open nicht den hohen Erwartungen, die die großartigen Erfolge unserer Tennisasse – hier insbesondere Angelique Kerber – bei den Australian Open hervorgerufen haben.

Vor Wimbledon, dem Rasen-Grand Slam in London, tingeln einige deutsche Spielerinnen und Spieler durch Europa, um Weltranglistenpunkte zu sammeln und sich auf Gras vorzubereiten.

Die meisten deutschen Profis nutzten die Gelegenheit, sich auf deutschem Boden mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Bei dem Mercedes Cup in Stuttgart traten fünf deutsche Herren im Hauptfeld an.

mercedes

Unser Oldtimer Michael Berrer (ATP 121) sorgte dann für den ersten nationalen Erfolg bei den Herren: Der 35-jährige Stuttgarter, der vom Veranstalter eine Wildcard erhalten hatte, nutzte die Chance und bezwang den Tunesier Malek Jaziri (ATP Nr.63) nach hartem Kampf mit 6:7,6:2 und 6:4.

„Je  oller, desto doller“: Auch der 32-jährige Florian Mayer bezwang einen höher positionierten Spieler in seinem Auftaktmatch bei dem Rasenturnier in der schwäbischen Landeshauptstadt:  Der Bayreuther (ATP Nr.121) setzte sich gegen den Favoriten aus Serbien, Viktor Troicki (ATP Nr.21),  überraschend mit 6:4 und 7:6(4) durch.

mayer

 

Der  nächste Ü-30 Profi, unsere Nr.1 Philipp Kohlschreiber (ATP Nr.26), musste sein Match gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert bei 0:1 und 15:30 unterbrechen, weil ein Platzregen das Spielen unmöglich machte.  Bei der Fortsetzung des Matches spielte der 32-jährige Augsburger konzentriert auf, konnte des 1.Satz 6:4 gewinnen, setzte sich im 2.Satz souverän mit 6:1 durch und zog als dritter deutscher Spieler in das Achtelfinale.

Jan-Lennard Struff (ATP Nr.89) war dann der vierte deutsche Repräsentant, der sein Auftaktmatch gewinnen konnte. Der 26-jährige Warsteiner fightete Marcos Baghdatis (ATP Nr.30) aus Zypern 4:6, 6:1 und 6:4 nieder.

struff

Der 19-jährige Jan Choinski (ATP Nr.426) schied am Dienstag als einziger deutscher Spieler aus. Nach 3:6-Verlust des 1.Satzes, musste Choinski, der mit einer Wildcard in das Hauptfeld der Mercedes Open rückte, gegen Sergej Stakhovsky aus der Ukraine wegen einer Verletzung aufgeben.

Benjamin Becker (ATP Nr.121)  versuchte sein Glück bei dem Rasenturnier im niederländischen s’Hertogenbosch. Bei den „Ricoh Open“ schied er denkbar knapp mit 6:7 und 6:7 gegen den US-Aufschlagtitanen Sam Querrey (ATP Nr.37) aus.

In unserem Nachbarland Holland starteten auch zwei deutsche Damen in die Rasensaison.

Nach den Mühsalen des Aufstiegs warten auf Laura Siegemund (WTA Nr.39) die Mühsalen der Ebenen: In ihrem Erstrundenmatch schied die an 5-gesetzte Stuttgarterin gegen die 26-jährige US-Amerikanerin Madison Brengle (WTA Nr.68) unglücklich mit 3:6, 6:3, 2:6 in s’Hertogenbosch aus.

Auch Anna-Lena Friedsam (WTA Nr.52) musste gegen die 23-jährige Schweizerin Viktoria Golubic (WTA Nr.113) erfahren, dass die Luft oben immer dünner wird. Die 22-jährige aus Neuwied scheiterte mit 3:6 und 5:7 gleich an der Auftakthürde bei den „Ricoh Open“.

Eine deutsche Spielerin schnuppert schon britische Luft, um die Form für Wimbledon zu testen – mit bisher mäßigem Erfolg: Bei den Aegon Open in Nottingham scheiterte  die  an 7-gesetzte Mona Barthel bereits in der ersten Runde. Beim 2:6, 1:6 hatte die Weltranglisten-66. dem US-Girl Alison Riske (WTA Nr. 89) nichts entgegenzusetzen. Das Match war bereits nach 49 Minuten beendet.

Die „deutsche Frauenpower“ schwächelt: In den drei Auftritten zum Wochenbeginn wurden drei Niederlagen kassiert.

5. Juni 2016
von admin
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Djokovic gewinnt die French Open 2016!

Am Sonnabend konnte Serena Williams Steffi Grafs historischen Rekord von 23 Grand Slam- Siegen nicht egalisieren – sie unterlag dem Rising Star Garbine Muguruza.  Am Sonntag hatte Novak Djokovic die Chance, den „Karriere Slam“ – Siege in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York – mit dem Titel in Roland Garros zu verwirklichen. Er hatte zwar das Finale der French Open schon erreicht, aber für den Titel hat es bisher nicht gelangt.

Sein Finalgegner Andy Murray ist Olympia- und Davis Cup-Sieger, hat  Wimbledon und die US-Open gewonnen, ist aber zum ersten Mal in seiner Karriere im Endspiel des Sandplatz-Grand Slams in Paris.

Nach dem hochklassigen Damen-Finale vom Vortag erwartete die Fachwelt am Sonntag eine zumindest ebenso niveauvolle und spannende Partie der beiden aktuell besten Spieler der Herren-Weltrangliste.

Court-Philippe-Chatrier

Andy Murray agierte dann vom ersten Ballwechsel an entschlossen und aggressiv, der Djoker kam schwer in das Spiel und musste den 1.Satz 3:6 abgeben.

Andy Murray

Ein vollkommen anderes Szenario im zweiten Durchgang: Jetzt übernahm der Serbe die Initiative, dem Briten unterliefen einige Flüchtigkeitsfehler und er musste den 2.Satz 1:6 abgeben.

Zu Beginn des nächsten Durchganges spielten die Finalisten kurz wieder auf Augenhöhe, dann gewann der Djoker wieder die Oberhand und setzte sich auch im 3.Satz deutlich mit 6:2 durch.

nole

Gleich im ersten Aufschlagspiel des 4.Satzes wurde Andy Murray gebreakt, Djokovic erhöhte  auf 2:0. Der Schotte, unterstützt vom Publikum, stemmte sich gegen die Niederlage, versuchte sich zurück in das Match zu kämpfen.Der Weltranglistenerste aus Belgrad war nicht gewillt, die Überlegenheit aus der Hand zu geben. Er blieb fokussiert und entschlossen, ging 5:2 in Führung und servierte zum Matchgewinn. Mit dem Rücken zur Wand gelangen dem Briten einige sensationelle Gewinnschläge, er breakte den Serben zum 3:5, brachte seinen Aufschlag durch und verkürzte auf 4:5. Bei 40:15 vergab Nole den ersten Matchball mit einem Doppelfehler. Beim zweiten verschlug er einen leichten Vorhandschlag. Als er seinen dritten Matchball endlich verwandelte, sank Novak Djokovic überglücklich auf den Boden. Er hatte die French Open mit 3:6, 6:1, 6:2 und 6:4 gegen Andy Murray gewonnen und damit auch den Karriere-Slam geschafft.

 

4. Juni 2016
von admin
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Garbine Muguruza gewinnt die French Open!

Am Sonnabend war die Aufmerksamkeit bei den French Open auf die WTA-Profis gerichtet. Das Endspiel der Damen fand in Roland Garros statt.

Serena Williams Coach Patrick Moratoglu hatte behauptet, dass sein Schützling nur sich selbst schlagen könnte.

serena

Im Semifinale konnte Kiki Bertens die Weltranglistenerste an den Rand einer Niederlage bringen. Der in kurzer Zeit sensationell aufgestiegenen Niederländerin fehlten in entscheidenden Situationen nur die nötige Frische und die Siegeszuversicht, die aus langjährigen positiven Erfahrungen im Umgang mit Big Points auf höchstem Niveau besteht.

Garbine Muguruza, die Finalgegnerin Serena Williams, hat in den nahen Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie über Fähigkeiten eines absoluten Topstars verfügt: Schnelle, aggressive Schläge, eine ausgeprägt gute Technik und eine beeindruckende Resilienz. In Paris hatte sie sich von Runde zu Runde gesteigert. Der Zeitpunkt könnte am Sonnabend  gekommen sein, dass sie ihre Fähigkeiten nutzen würde, um eine Wachablösung an der absoluten Weltspitze im Frauentennis in die Wege zu leiten.

 mugu

Auf jeden Fall war der Ausgang des Grand Slam-Finales der Damen offen.

Zu Beginn des Matches agierten beide Kontrahentinnen noch angespannt, brachten ihre Aufschlagspiele aber durch. Bei 2:2 gelang es der Spanierin Williams zu breaken. Sie baute die Führung auf 4:2 aus. Danach stieg das Niveau der Partie, die Weltranglistenerste glich auf 4:4 aus und gewann auch das dritte Spiel in Folge. Jeder Punkt war jetzt umkämpft, Muguruza war nervenstark, glich auf 5:5 aus und breakte Williams zum 6:5. Obwohl die Amerikanerin zwei Spielbälle hatte, gewann die Spanierin ihr Aufschlagspiel und den 1.Satz mit 7:5. Ein beeindruckender Start der Außenseiterin!

Serena wirkte beeindruckt, verlor im zweiten Durchgang zum Auftakt gleich ihr Aufschlagspiel. Ihre spanische Konkurrentin serviert drei Doppelfehler im nächsten Spiel und schenkt der Amerikanerin das 1:1. Muguruza kann aber zurück in das Match und breakte ihre Gegnerin wieder im nächsten Spiel und baute die Führung auf 3: 1, später auf 4:2 aus.Serena fightet zurück, verkürzte auf 3:4, musste aber den 3:5-Rückstand hinnehmen, weil Muguruza ein Ass gelang. Eine Serena Williams gibt so leicht ein Ziel nicht auf.  In einem hochdramatischen Aufschlagspiel wehrte die US-Powerfrau mehrere Matchbälle ab und kam noch einmal auf 4:5 heran. Die 22-jährige Spanierin, die in Venezuela zur Welt kam, blieb bei ihrem Aufschlagspiel zielstrebig, fokussiert und entschlossen und bringt den 2.Satz mit 6:4 unter Dach und Fach.

Muguruza

Garbine Muguruza ist die Siegerin der French Open 2016 und holt den ersten Grand-Slam-Titel in ihrer noch jungen Karriere!

Die Zuschauer in Roland Garros sahen ein hochklassiges und spannendes Finale!

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