3. Juni 2016
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Bei den Semifinal-Matches ist das besondere Flair von Paris wieder zurückgekehrt!

Kühle Temperaturen herrschten auch am Freitag in Paris, als die Semifinal- Matches der Damen und Herren ausgetragen wurden.

Serena Williams begann ihre Partie gegen Kiki Berten auf dem Court Philippe Chartrier sehr unterkühlt.  Sie schlich mit gesenktem Kopf über den Platz und nahm den schnellen 3:5-Rückstand temperamentlos hin. Bei eigenem Aufschlag wehrte sie einen Satzball ab und rettete sich in den Tiebreak. Hier verschlug die Holländerin einen weiteren Satzball und die Weltranglistenerste setzte sich am Ende mit 9:7 im Tiebreak des 1.Satzes durch. Auch im zweiten Durchgang sah man bis 3:3 ein Match auf Augenhöhe von zwei kompromisslosen Spielerinnen. Dann gelang der US-Amerikanerin ein Break zur 4:3-Führung. Mit einem Ass beim zweiten Aufschlag erhöhte sie den Vorsprung auf 5:3. Bertens stemmte sich gegen die Niederlage, wehrte Matchbälle ab und verkürzte auf 4:5. Serena war jetzt aber bis in die Fingerspitzen motiviert und entschied das Match mit 6:4 im 2.Satz für sich. Sie hat das Finale in Roland Garros erreicht und sich die Möglichkeit bewahrt, den Rekord von 23 Grand Slam-Titeln zu egalisieren.

serena-williams

Auf dem Court Suzanne-Lenglen startete Garbine Muguruza furios gegen Samantha Stosur. Mit offensivem Spiel dominierte sie das Geschehen und gewann den 1.Satz souverän mit  6:2. Obwohl sie ein frühes Break kassierte, fightete sich die Australierin im zweiten Durchgang in das Match zurück. Bei 4:4 wurde ihr erneut von der Spanierin der Aufschlag abgenommen und Muguruza servierte zum Matchgewinn. Sie gab das Heft nicht mehr aus der Hand und gewann den 2.Satz und das Match mit 6:4. Nachdem sie in ihrem Auftaktmatch den 1.Satz gegen Schmiedlova verloren hatte, stieß die Spanierin, ohne einen einzigen weiteren Satz zu verlieren, in das Finale der French Open 2016  vor.

Muguruza

Novak Djokovic kommt seinem Ziel, endlich die French Open zu gewinnen, immer näher. Einige Fachleute trauten Dominic Thiem zu, ihm im Semifinale einen Strich durch die Rechnung zu machen. Großartige Ballwechsel begeisterten von Anfang an das Publikum. Der Serbe war öfters eine Nuance besser als der Österreicher und gewann den 1.Satz mit 6:2. Im 2.Satz wurde die Überlegenheit des Djokers deutlicher und er setzte sich 6:1 durch. Bis 3:3 im dritten Durchgang hielt Thiem mit, kassierte aber dann ein Break zum 3:4. Der Weltranglistenerste blieb zielstrebig und fokussiert,  gab Thiem mit 6:2, 6:1 und 6:4 eine überraschende „ Packung“ und zog ungefährdet in das Finale der French Open 2016  ein.

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Beim zweiten Semifinale der Herren stand Titelverteidiger Stan Wawrinka dem Weltranglistenzweiten Andy Murray gegenüber. Das erste Aufschlagspiel des Briten dauerte gleich länger als 11 Minuten. Nachdem der Schotte dieses Spiel gewonnen hatte, genügte ihm im weiteren Verlauf ein Break, um sich relativ zügig den 1.Satz mit 6:4 zu sichern. Das war übrigens seit vier Jahren der erste Satz, den Murray mal wieder gegen Wawrinka gewinnen konnte! Auch im zweiten Durchgang dominierte Murray, ging 4:1 in Führung und brachte den 2.Satz mit 6:2 unter Dach und Fach.

murray

Im dritten Durchgang steigerte sich der an 3-gesetzte Schweizer. Murray auf der anderen Seite jammerte heute nicht, er beleidigte auch nicht seine Coaches und blieb hoch konzentriert – ein hochklassiges Match entwickelte sich. Bei 4:5 und Aufschlag Murray führte der Schotte 40:15, verschlug zwei leichte Bälle und verlor aus heiterem Himmel den 3.Satz mit 4:6. Der Brite blieb hoch konzentriert, gewann gleich wieder die Oberhand und zog mit 6:2 im 4.Satz in das Finale von Roland Garros.

Trotz der ungewohnten Kälte verfolgten die Zuschauer mit großem Enthusiasmus besonders die Semifinalfinal-Matches der Herren.

Das besondere Flair von Paris ist zurück gekehrt.

2. Juni 2016
von admin
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Williams und Djokovic weiter auf Rekordjagd!

In Paris bei den French Open kann in diesen Tagen Tennisgeschichte geschrieben werden. Serena Williams, die Weltranglistenerste der Damen kann in Roland Garros ihren 22. Grand Slam-Titel gewinnen und damit mit Steffi Graf gleichziehen. Novak Djokovic, der Weltranglistenerste bei den Herren, hat das Ziel vor Augen, den sogenannten „Karriere-Slam“ zu realisieren. Der Serbe hat die Australian Open, Wimbledon und die US Open mehrfach gewonnen – der Titel bei den French Open ist ihm bisher versagt geblieben.

Am Donnerstag konnten die beiden ihren Zielen einen Schritt näher kommen. Um 13 Uhr Ortszeit betrat Novak Djokovic  den Court Philippe Chartrier für sein Viertelfinalmatch gegen den alten Kampfgefährten Tomas Berdych, der in Paris an Position 7 gesetzt war. Derr Regen wurde in Roland Garros von einer gefühlt eisigen Kälte vertrieben. Das behagte dem Djoker anfangs nicht so richtig. Je länger die Partie dauerte, je wärmer die Muskulatur des Serben wurde, desto stärker dominierte Djokovic die Begegnung. Mit 6:3, 7:5 und 6:3 zog Nole ungefährdet in das Semifinale von Roland Garros ein.

Novak

Serena Williams ging als hohe Favoritin in ihre Viertelfinalpartie gegen die ungesetzte Yulia Putintseva (WTA Nr.60). Die 21-jährige Kasachin kam zu Beginn mit der ungewohnten Kälte besser zurecht und konnte den 1.Satz sensationell mit 7:5 für sich entscheiden. Es dauerte auch im 2.Satz eine Zeit, bis der Motor bei der Amerikanerin auf vollen Touren lief. Die Kasachin hatte gute Möglichkeiten, die hohe Favoritin zu stürzen, aber Serena rettete den Durchgang noch mit 6:4. Im 3.Satz war Putintseva dann chancenlos und die Weltranglistenerste erreichte mit 6:1 das Semifinale der French Open.

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Auf dem Court Suzanne-Lenglen kämpften die aktuell besten europäischen Nachwuchshoffnungen Dominic Thiem und David Goffin um den Einzug in das Semifinale der French Open. Der Belgier gewann den 1.Satz mit 6:4, aber im weiteren Verlauf erspielte sich der Österreicher mehr und mehr die Oberhand. Mit 7:6, 6:4 und 6:1 kämpfte sich Dominic Thiem in das Halbfinale, wo er in seiner aktuellen Form auch Djokovic das Leben schwer machen kann.

Seit dem ersten Spiel in der Qualifikation des Nürnberger Versicherungscups hat Kiki Bertens kein Match mehr verloren. Gegen die an 8-gesetzte Timea Bacsinszky wollte sie ihren sensationellen Siegeszug fortsetzen. Im 1.Satz konnte sich die Holländerin knapp mit 7:5 durchsetzen. Mit einem 6:2-Sieg im 2.Satz konnte sie den 12. Erfolg nacheinander unter Dach und Fach bringen. Nach 46 Jahren haben die Niederlande wieder eine Halbfinalistin bei den French Open.

Schade, dass sich nur eine Handvoll Zuschauer in das Tennisstadion verirrt hatten, um den Auftritt von Kiki Bertens zu würdigen.

1. Juni 2016
von admin
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Kein Regen in Roland Garros!

Der Regen in Paris hat auch den Turnierorganisatoren der French Open einige Probleme bereitet. Am Mittwoch war ein Mammutprogramm geplant, um die Veranstaltung noch termingerecht unter Dach und Fach zu bringen. Der Wetterbericht hatte einen Tag ohne Regen angekündigt.

sonne

Serena Williams startete gegen Elina Svitolina (WTA Nr.20) um 11 Uhr auf dem Court Philippe Chartrier. Ihr Coach Patrick Mouratoglu hatte vor dem Achtelfinale  sehr deutlich von der Favoritenrolle seines Schützlings bei den French Open 2016 gesprochen: „Eines vorweg: Serena muss nicht ihr bestes Tennis spielen, um die French Open dieses Jahr zu gewinnen. Letztes Jahr war sie weit weg vom höchsten Niveau, das sie spielen kann. Sie hat aber das Turnier trotzdem gewonnen. 2016 kann Serena nur gegen sich selbst verlieren.“ Das klingt nach einer absoluten Übermachtstellung der Amerikanerin bei den Damen. Es gibt viele Fachleute, die ihm in dieser Einschätzung zustimmen. Auf jeden Fall spielte die Weltranglistenerste so beeindruckend gegen die Ukrainerin auf, dass kein Zweifel an ihrer Ausnahmestellung auf der WTA-Tour bestehen dürfte. Mit 6:1 und 6:1 schoss sie die 20-jährige Svitolina vom Platz und zog ungefährdet in das Viertelfinale ein.

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 Nach der Queen der WTA ging der King der ATP auf den Court Philippe Chartrier: Novak Djokovic setzte seine bei 3:6, 6:4 und 4:1 unterbrochene Partie gegen Roberto Bautista-Agut fort. Wenige Minuten nach Spielbeginn hatte der Serbe den dritten Satz mit 6:1 gewonnen. Im 4.Satz ließ seine Konzentration etwas nach, der Spanier ging 4:2 in Führung. Dann zog der Djoker wieder an, entschied den vierten Durchgang mit 7:5 für sich und hatte das Viertelfinale der French Open erreicht.

Dort wird es zum Duell mit Tomas Berdych kommen. Der Tscheche setzte sich gegen den alten Konkurrenten David Ferrer souverän mit 6:3, 7:5 und 6:3 durch.

Auf dem Suzanne-Lenglen Court konnte Venus, die ältere der beiden Williams- Schwestern, der Erfolgspur Serenas nicht folgen. Die an 20-gesetzte Amerikanerin schied im Achtelfinale gegen die an 8-gesetzte Schweizerin Timea Bacsinszky mit 2:6 und 4:6 aus.

Auf Court 1 setzte Kiki Bertens ihren unaufhaltsamen Siegeszug fort. Die Niederländerin bezwang das an 15-gesetzte US Girl Madison Keys mit 7:6 (6) und 6:4  und erreichte als Ungesetzte das Viertelfinale in Roland Garros.

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Ein ähnliches Husarenstück gelang Yulia Putintseva (WTA Nr. 60). Die 21-jährige behauptete sich gegen die an 12-gesetzte Spanierin Carla Suarez-Navarro mit 7:5 und 7:5 und zog auch als Ungesetzte in die Runde der letzten Acht ein.

Mit Pironkova und Rogers hatten sich vorher schon zwei weitere Ungesetzte in das Viertelfinale der French Open gespielt. Bei den Damen zeichnet sich eine Wachablösung langsam ab.

Dominic Thiem hatte bei der Fortsetzung des bei 6:2 und 6:7 unterbrochenen Matches gegen den Spanier Marcel Granollers keine großen Probleme: Der Österreicher gewann die nächsten beiden Sätze souverän mit 6:1 und 6:4.

Im Viertelfinale kommt es für Thiem zur Begegnung mit David Goffin. Der Belgier konnte sich bei der Wiederaufnahme seines Matches gegen den Letten Ernest Gulbis (ATP Nr.80) am Ende ungefährdet mit 4:6, 6:2, 6:2 und 6:3 durchsetzen.

Am späten Nachmittag fanden dann die ersten Viertelfinalspiele der Herrenkonkurrenz statt. Titelverteidiger Stan Wawrinka ließ gegen den Überraschungs-Viertelfinalisten Alberto Ramos-Vinolas (ATP Nr.55) in den ersten beiden Sätzen nichts anbrennen. Er verpasste dem Spanier eine 6:1 und 6:2 Packung. Im 3.Satz war er auch schon mit einem Break vorn, spielte unkonzentriert bei 4:3, kassierte ein Break und anschließend einen 4:5-Rückstand. Im Tiebreak setzte er sich dann wieder durch und zog als erster Spieler in das Semifinale ein.

Der Höhepunkt des Tages war die Partie des an 2-gesetzten Andy Murray gegen den Publikumsliebling und an 9-gesetzten Richard Gasquet. Der Schotte spielte großartig auf, ging 5:3 und Führung, verlor vier Spiele in Folge und gab den 1.Satz noch mit 5:7 ab. Das Szenario schien sich im zweiten Durchgang zu wiederholen: Murray führte 5:3, kassierte dann ein Break und danach glich der Franzose auf 5:5 aus. Der Weltranglistenzweite steigerte sich diesmal wieder, ein phantastisches Duell entwickelte sich, bei dem Murray dieses Mal den Satz im Tiebreak für sich entschied. Im 3.Satz schien der Widerstand Gasquets zum Entsetzen des Publikums gebrochen. Murray erspielte sich schnell einen 4:0-Vorsprung, und schloss den Durchgang mit 6:0 ab. Auch im 4.Satz konnte der Franzose keinen ernsthaften Widerstand mehr leisten. Murray siegte 6:2 und wird im Semifinale auf den an 3-gesetzten Wawrinka treffen.

Andy

Am Abend fanden auch die ersten Viertelfinalmatches der Damen statt. Garbine Muguruza entwickelt sich immer mehr zur vielversprechendsten Konkurrentin von Queen Serena. Die Spanierin  überzeugte auch in der Runde der letzten Acht gegen Shelby Rogers und siegte souverän mit 7:5 und 6:3.

Ihre Gegnerin im Halbfinale wird Samantha Stosur sein, die in Paris ihren zweiten Frühling erlebt. Die Australierin setzte sich in ihrer Viertelfinalpartie in einem Match auf Augenhöhe mit 6:4 und 7:6 gegen Tsvetana Pironkova durch.

Turnierdirektor Guy Forget strahlte am Ende des Tages. Das Mammutprogramm konnte durchgezogen werden und die French Open sind wieder im normalen Ablaufplan.