31. Mai 2016
von admin
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In Roland Garros braucht man ein sonniges Gemüt!

Während die deutschen Tennisprofis im Einzel bei den French Open zum Zuschauen verurteilt sind, haben unsere Nachbarn einige richtig heiße Eisen im Feuer: Bei den Niederländern präsentiert sich Kiki Bertens seit Wochen in phantastischer Form, die Belgier freuen sich schon längere Zeit über den unaufhaltsamen Aufstieg David Goffins. Frankreich präsentiert in diesem Jahr einen überragenden Richard Gasquet bei den French Open. Von den Erfolgen der Schweizer können wir eh nur träumen: Wenn Federer und Bencic ausfallen, springen eben Wawrinka und Bacsinszky in die Bresche. Die Österreicher können zu Recht stolz auf Dominic Thiem sein. Die Tschechen haben mit Berdych und die Polen mit Radwanska Repräsentanten, die sehr zuverlässig in den letzten Runden bei den Grand Slams auftreten.

Am Dienstag kamen diese Spielerinnen und Spieler in Roland Garros zum Einsatz. Vorher hatte aber noch Novak Djokovic seinen Auftritt auf dem Court Philippe Chartrier. Der Serbe hatte anfangs Probleme mit dem kalten Wetter und dem tiefen Platz,  wurde vom Spanier bei 3:4 gebreakt und gab den 1.Satz 3:6 ab. Nole hatte wohl nichts gegen die Unterbrechung der Partie wegen Regens einzuwenden. Nach der Regenpause blieb Bautista-Agut zwar ein ebenbürtiger Gegner, aber der Djoker haderte nicht mehr mit den Umständen und gewann den 2.Satz nach einem Breakfestival 6:4. Im 3.Satz musste der Serbe einige Breakbälle abwehren, konnte aber souverän mit 4:1 in Führung gehen, bevor der Regen wieder dem Spiel Einhalt gebot.

Roland-Garros

Auf dem Suzanne-Lenglen Court setzte die an 2-gesetzte Agniezka Radwanska ihre bei 6:2, 2:0 unterbrochene Partie gegen Tsvetlana Pironkova (WTA Nr.102) fort. Die Bulgarin nutzte ihre neue Chance, ging 4:3 in Führung und gewann dann den 2.Satz 6:3. Der Regen zwang die Spielerinnen dann in die Kabine.  Bei der zweiten Fortsetzung der Partie kam Radwanska wieder schwer in das Match, lag früh 0:4 im entscheidenden Durchgang zurück. Kurz vor dem Abgrund widerstand die Polin mit großem Einsatz der Niederlage, gewann zwei Spiele in Folge. Die  18-jährige aus Plovdiv blieb entschlossen, ging 5:2 in Führung.  Radwanska gewann noch ihr Aufschlagspiel, aber Pironkova brachte ihren Aufschlag durch, stürzte die Favoritin und zog in das Viertelfinale des Grand Slams mit 2:6, 6:3 und 6:3 ein.

Danach kam es auf dem Platz zum ewigen Duell „der besonders Zuverlässigen“ zwischen dem an 7-gesetzten Tomas Berdych und dem an 11-gesetzten David Ferrer. Bei 2.1-Führung des Spaniers fiel auch dieses Match in das Wasser.

regen

Auf Platz 1 wurde die unterbrochene Begegnung der an 6-gesetzten Simona Halep und der an 23-gesetzten Samantha Stosur bei 5:3 für die Rumänin wieder aufgenommen. Die Australierin erwischte den besseren Start und konnte den 1.Satz mit 7:0 (!) im Tiebreak für sich entscheiden. Bei 3:2-Führung Stosurs  im zweiten Durchgang musste das Match wieder wegen Regens unterbrochen werden. Nach der Pause musste Halep schnell einen 5:2-Vorsprung Stosurs in Kauf nehmen. Die Australierin kassierte dann zwar ein Break, ihr gelang aber gleich ein Rebreak und erreichte doch überraschend mit 7:6 und 6:3 die Runde der letzten Acht in Roland Garros.

Auf Platz 2 wurde der Tag mit der Achtelfinal- Begegnung zwischen Dominic Thiem (ATP Nr.159 und Marcel Granollers (ATP Nr.56) gestartet. Dominic  dominierte im 1.Satz. Bei 5:2 für den Österreicher und Einstand wurde die Partie dann unterbrochen. Kurz nachdem das Match wieder aufgenommen wurde, machte Thiem die entscheidenden Punkte zum 6:2-Gewinn des 1.Satzes. Im weiteren Verlauf vergab der Wiener zu viele Chancen und musste den 2.Satz völlig unnötig mit 6:7(2) abgeben. Der Platz war inzwischen zu rutschig geworden, das Match musste wieder einmal unterbrochen werden.

rain

 

Auf Court 1 hatten David Goffin und Ernest Gulbis für kurze Zeit ihr Match aufgenommen, da wurden sie bei 3:0-Führung des Letten gleich wieder vom Platz geholt, weil das Spielen den Offiziellen zu gefährlich schien.

Mit Spannung wurde der Clash zwischen den an 2-gesetzten Andy Murray und dem an 9-gesetzten Richard Gasquet erwartet. Auch diesem Highlight machte das Pariser „Schietwetter“ einen Strich durch die Rechnung.

paris

Als Hamburger haben wir uns an dunkle Wolken, Regen, kalten Wind und Unwetter gewöhnt,  der Spätfrühling in der französischen Metropole löst aber selbst bei uns resignative Melancholie aus. Paris im Mai 2016 ist keine Reise wert – auch weil die Leistungen unserer nationalen Tennisstars, denen das Wasser in Paris auf den Kopf fiel,  dafür sorgten, dass das Wasser bei uns in Sturzbächen aus den Augen floss.

30. Mai 2016
von admin
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Regen regiert Roland Garros!

Die erste Woche der French Open ist vorüber und für die deutschen Tennisprofis ist schon alles vorbei. Paris zeigt sich in diesem Jahr aber allgemein nicht von seiner sonnigsten Seite: Regen, Gewitter, nasskalte Winde führten zu Unterbrechungen und Verschiebungen.

regen

Das kann die Weltspitze der ATP nicht aufhalten: Murray und Titelverteidiger Wawrinka haben wie vorhergesehen in der unteren Tableauhälfte das Viertelfinale erreicht. Kei Nishikori stolperte gegen Richard Gasquet, der sich in seiner Heimat in Topform präsentiert und in der Runde der letzten Acht gegen den an 2-gesetzten Murray für die nächste Überraschung sorgen kann. Der Spanier Alberto Ramos- Vinolas sorgte für Furore, als er Milos Raonic aus dem Turnier schoss. Stan the Man sollte ihn in der Viertelfinal-Begegnung nicht unterschätzen.

stan

 

Die obere Tableauhälfte der Herren hinkt noch hinterher: Bis zum Achtelfinale hat sich Novak Djokovic als Turnierfavorit präsentiert. Bautista-Agut wird seinen Einzug in das Viertelfinale wohl nicht verhindern können. Die üblichen Verdächtigen David Ferrer und Tomas Berdych spielen den Gegner vom Serben im Viertelfinale aus. Die „Next Generation“ präsentiert sich in Paris mit Dominic Thiem und David Goffin von ihrer besten Seite. Der Österreicher und der Belgier könnten im Viertelfinale den Gegner von Djokovic im Halbfinale untereinander ausmachen.

Bei den Damen hat Garbine Muguruza mit überzeugenden Auftritten das Viertelfinale erreicht.

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Hier trifft sie auf die 23-jährige Shelby Rogers (WTA Nr.108) aus South Carolina, die für einige überraschende Paukenschläge in der französischen Hauptstadt gesorgt hatte. Simona Haleps Partie gegen Samantha Stosur musste bei 5:3-Führung der Rumänin unterbrochen werden. Auch Agniezka Radwanskas Match gegen Tsvetana Pironkova fiel bei 6:2 und 2:0 für die Polin dem Regen zum Opfer.

In der oberen Tableauhälfte konnte die Power von Serena Williams bisher noch nicht gezähmt werden. Ob das Elina Svitolina in der Achtelfinal-Begegnung gelingt, ist eher zweifelhaft. Carla Suarez-Navarro könnte mit einem Sieg über Yulia Putintseva die Viertelfinalgegnerin der jüngeren Williams-Schwester werden. Venus Williams hat mit Timea Bacsinzsky im Achtelfinale eine schwere Aufgabe vor sich. Für die Holländerin Kiki Bertens, die auf der WTA Tour in den letzten Wochen für Furore sorgte, kommt es in der vierten Runde zu einem Duell der Powergirls mit Madison Keys aus den USA.

Der Regen nahm auch zu Beginn der zweiten Turnierwoche keine Rücksicht auf Aktive und Zuschauer. Bis zum späten Nachmittag konnte kein Match ausgetragen werden.

28. Mai 2016
von admin
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Les jeux sont faits!

Von schlechten Nachrichten aus Paris ist das deutsche Tennis in diesem Jahr wahrlich nicht verschont worden. Jetzt erreichte  uns eine Meldung, die weltweit für Bestürzung sorgt: Nach den Absagen von Weltstar Roger Federer und von Publikumsliebling Gael Monfils hat mitten im Turnier jetzt auch Rafael Nadal seine weitere Teilnahme zurück ziehen müssen. Eine Sehnenscheiden-Entzündung am linken Handgelenk zwang den Spanier, der in Roland Garros angetreten war, um den zehnten Titel zu holen, zur Aufgabe. Die French Open sind um eine Attraktion ärmer.

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Alexander Zverev, die einzige deutsche Zugnummer, die in Paris noch im Rennen ist, stand um 11 Uhr Ortszeit auf dem Suzanne-Lenglen Court gegen Dominic Thiem, seinem engsten Freund auf der ATP-Tour, vor einer schweren Aufgabe. Der 19-jährige Hamburger hatte in der vergangenen Woche gegen den Rising Star und Geheimfavoriten aus Wien im Finale von Nizza noch in drei Sätzen verloren.

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Die ersten Ballwechsel im deutsch-österreichischen Duell wurden von kontrolliertem Tennis bestimmt. Bis zum 5:5 gewinnen beide Kontrahenten ihre Aufschlagspiele meist ungefährdet. Das nächste Spiel dauerte 12 Minuten. Sascha wehrte bei 0:40 drei Breakbälle in Folge ab, konnte sich auch bei den nächsten drei erfolgreich zur Wehr setzen und ging glücklich 6:5 in Führung. Thiem glich zwar noch aus, geriet aber im Tiebreak in das Hintertreffen und unterlag 4:7.

zverev

Im zweiten Durchgang fehlten Spannung und Konzentration bei dem 19-jährigen deutschen Ausnahmetalent. Der Wiener war überlegen und setzte sich mit 6:3 im 2.Satz durch.

Im dritten Durchgang nahm das Match wieder Fahrt auf. Lange und druckvolle Grundlinienduelle prägten das Geschehen. Thiem gelang ein frühes Break, Zverev konnte keinen seiner 6 Breakbälle nutzen. Der Österreicher entschied den 3.Satz mit 6:3 für sich.

thiem

Je länger die Partie dauerte, desto nachlässiger wurde die Beinarbeit des Hamburgers. Der Wiener gab das Heft nicht mehr aus der Hand und zog mit 6:3 im 4.Satz in das Achtelfinale der French Open ein.

Der letzte deutsche Teilnehmer war bei den French Open ausgeschieden.

Am Nachmittag zogen in Paris dunkle Wolken auf, ein Gewitter entlud sich über Roland Garros. Das entsprach der Stimmung im deutschen Team.