27. Mai 2016
von admin
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Auch Beck ist weg!

Nach dem fünften Spieltag der French Open sind bis auf Annika Beck und Alexander Zverev alle anderen 9 Damen und 6 Herren aus Deutschland ausgeschieden. Eine verheerende Bilanz.

Am Freitag kämpfte Annika Beck(WTA Nr.39) mit der an Position 25 gesetzten Irina- Camelia Begu (WTA Nr.28) um den Einzug in das Achtelfinale von Roland Garros. Die Rumänin hatte auf den Sand-Turnieren vor Paris immerhin Muguruza und Azarenka geschlagen. Die Deutsche startete dynamisch in das Match und ging 2:0 in Führung. Dann gelangen Begu immer mehr Gewinnschläge und sie glich auf 2:2 aus. Beck zeigte eine vorbildliche kämpferische Einstellung, sie vergab aber zu viele Chancen und musste den 1.Satz 4:6 abgeben.

Die Gießenerin fightete auch im 2.Satz, auch wenn man den Eindruck hatte, dass beiden Spielerinnen die körperliche und geistige Frische zu fehlen schien. Die Rumänin bewegte sich bei einigen Bällen gar nicht mehr, Annika Beck überwand  und motivierte sich besser und konnte den zweiten Durchgang mit 6:2 für sich entscheiden.

beck

Die Frage vor dem entscheidenden Durchgang war, ob Begu wieder neue Kraftreserven mobilisieren könnte. Nach der Satzpause schlich die Rumänin über den Platz, versuchte die Ballwechsel zu verkürzen, spielte nur Hopp oder Top und schlug einen Gewinnschlag nach dem anderen. Beck spielte zu defensiv und zu kurz, verlor den Satz 1:6 und schied als letzte deutsche Teilnehmerin aus dem Turnier in Paris aus.

begu

Unsere Frauenpower schwächelt seit Monaten. Psychische Empfindlichkeiten  verhindern die Mobilisierung der Widerstandskraft in schwierigen Situationen.

Schauen wir über die Nasenspitze hinaus und werfen einen Blick auf die internationale Konkurrenz. Die Spanierin Garbine Muguruza spielt in Paris selbstbewusst und beeindruckend auf und zog ohne Satzverlust in das Achtelfinale der French Open. Simona Halep hatte schon mehr Probleme, um die Runde der letzten 16 zu erreichen. Sehr stark zeigt sich die Australierin Stosur, die am Freitag die Favoritin Safarova bezwang. Auch Ana Ivanovic macht bisher in Paris einen guten Eindruck. Die topgesetzten Serena Williams und Agniezka Radwanska haben sich bisher keine Blöße gegeben.

Beiden Herren gibt Djokovic keine Sätze ab, Murray trainiert Fünfsatzmatches, Nishikori spielt fehlerlos, Nadal wirkt fokussiert und stark. Auffällig ist der Australier Kyrgios. Der muss sich aber am Freitag noch gegen Richard Gasquet und das fanatische Publikum durchsetzen.  Auch der Österreicher Thiem spielt sich mehr und mehr in die Rolle eines Geheimfavoriten.

TENNIS - ATP, Rio Open 2016

Am Sonnabend trifft er auf Alexander Zverev. Sollte der gegen seinen Freund verlieren, finden die French Open in der zweiten Woche im Einzel ohne deutsche Beteiligung statt.

 

26. Mai 2016
von admin
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Zverev erreicht dritte Runde – Petkovic, Maria und Görges scheiden aus!

Nur drei deutsche Tennisprofis waren in diesem Jahr bei den French Open gesetzt. Zwei von ihnen -  Kerber und Kohlschreiber – schieden schon der ersten Runde aus. Am Donnerstag versuchte die an Position 28 gesetzte Andrea Petkovic in die dritte Runde von Roland Garros vorzustoßen. Drei andere deutsche Repräsentanten – unter ihnen auch Alexander Zverev, der einzig übrig gebliebene Hoffnungsträger der Herren -­  traten am fünften Spieltag in Paris an, um die bisher ernüchternde Bilanz der French Open zu verbessern.

In der ersten Spielrunde am Dienstagvormittag ging Andrea Petkovic auf Platz 14, um ihr Zweitrundenmatch auf Platz 14 gegen Yulia Putintseva (WTA Nr. 60) zu bestreiten. Von Anfang an war jeder Punkt umkämpft. Der  Darmstädterin fehlte etwas die Ruhe und Selbstverständlichkeit, sie vergab zu viele Chancen. Das Energiebündel aus Kasachstan ging 4:1 in Führung und sicherte sich dann den 1.Satz mit 6:3. Im 2.Satz blieb Petko in der Offensive, variierte mit hohen Bällen. Das erste Aufschlagspiel der Deutschen dauerte 7 Minuten – sie verlor es. Die veränderte Taktik half Petkovic nicht, die fehlerlos agierende Putintseva  ging 3:0, dann sogar 5:0 in Führung. Petko fand bis dahin  weder Selbstvertrauen noch Entschlossenheit. Als es zu spät schien, steigerte sie sich kurz, wehrte bei 1:5 einen Matchball ab, schied aber  mit 2:6 im zweiten Durchgang aus. Roland Garros präsentiert sich in diesem Jahr bisher als der Friedhof der deutschen Tennisträume.

Das konnte Alexander Zverev ändern. Im Match gegen Stephane Robert(ATP Nr.90) spielte unser Ausnahmetalent zielstrebig und entschlossen auf und gab dem 36-jährigen Franzosen bis zur 5:0-Führung nicht den Hauch einer Chance. Robert gewann dann sein erstes Spiel und Zverev servierte anschließend zum 6:1-Satzgewinn durch. Im 2.Satz unterliefen Robert weniger Fehler und er servierte plötzlich hervorragend. Bei 3:2-Führung breakte er den Deutschen, erhöhte auf 5:2 und gewann dann den Durchgang mit 6:3. Bei 2:1-Führung im 3.Satz gelang Sascha ein Break zum 3:1, er baute die Führung auf 4:1 aus und brachte den Satz souverän 6:1 nach Hause. Im nächsten Durchgang schlugen beide Kontrahenten schlechter auf, der Hamburger schaffte ein Break mehr als der Franzose und zog mit 6:4 im 4.Satz in die dritte Runde der French Open ein. Dort trifft er auf Dominic Thiem, seinen Freund und Finalgegner von Nizza in der vergangenen Woche.

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Tatjana Maria (WTA 115) hatte bisher in Paris überzeugt Das Match gegen die 26-jährige Alize  Cornet (WTA Nr.50) auf Court 2 war von Beginn an ein Kampf auf Augenhöhe. Die Französin konnte den 1.Satz mit 6:3 für sich entscheiden. Ende des 2.Satzes wurde Cornet von Schmerzen in den Oberschenkeln geplagt, nahm ihre erste medizinische Auszeit, musste aber den Verlust des zweiten Durchganges mit 5:7 im Tiebreak hinnehmen.  Im entscheidenden  Satz musste sie sogar weinend von zwei Helfern vom Platz geführt werden, weil sie nicht mehr alleine gehen konnte. Doch Tatjana Maria, die in Roland Garros zuvor noch nie über die Auftaktrunde hinausgekommen war, konnte ihren Vorteil nicht nutzen. Angefeuert von den französischen Fans auf Court 2 kämpfte sich Cornet immer wieder zurück, gewann den 3.Satz nach fast drei Stunden Spielzeit 6:4 und wurde nach ihrem Sieg stürmisch vom entfesselten Pariser Publikum gefeiert.

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Als letzte deutsche Teilnehmerin musste Julia Görges (WTA Nr.55) sich am späten Abend mit Monica Puig (WTA Nr.53) auf Court 6 auseinandersetzen. „Jule“  begann offensiv und entschlossen,  musste sich aber im ersten Satz der 22-Jährigen aus Puerto Rico knapp mit 5:7 beugen. Im 2.Satz dreht die Bad Oldesloerin den Spieß um und gewann im Tiebreak 7:4. Im entscheidenden Durchgang wurde „der Kampf auf des Messers Schneide“ fortgeführt. Die Deutsche konnte bis 4:5 keinen ihrer 6 Breakbälle nutzen. Bei eigenem Aufschlag und 15:40 wehrte sie zwei Matchbälle in Folge ab und glich auf 5:5 aus. Kein Spiel für schwache Nerven! Bei Aufschlag Puigs vergab Görges den siebten und achten Breakball im Satz, musste den 5:6-Rückstand in Kauf nehmen. Julia unterlaufen jetzt vermeidbare Fehler, sie wehrte weitere drei Matchbälle tapfer ab, musste sich mit einem verschlagenen Vorhandball dann am Ende aber mit 5:7 geschlagen geben. Ein weiterer tragischer Auftritt der deutschen Tennisprofis bei den French Open 2016!

 

 

25. Mai 2016
von admin
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Sascha Zverev und Annika Beck siegen bei den French Open!

Mit Dustin Brown, Annika Beck, Tatjana Maria, Andrea Petkovic, Julia Görges und Alexander Zverev hat sich die Teilnehmerzahl der deutschen Tennisprofis nach der ersten Runde der French Open drastisch reduziert. Das Ausscheiden unserer Spitzenkräfte Kerber und Kohlschreiber hat die Aussichten auf große Erfolge und einen Aufschwung des deutschen Tennis im Jahr 2016 zusätzlich verschlechtert.

Am Mittwoch traten mit Annika Beck und Dustin Brown nur zwei deutsche Repräsentanten zu ihren Zweitrunden-Matches an. Alexander Zverev musste seine unterbrochene Auftaktpartie gegen Herbert aus Frankreich am vierten Spieltag in Paris bei 5:7, 6:2 und 7:6(6) wieder aufnehmen.

Der 19-jährige Hamburger ergriff  bei der Fortsetzung seines Auftaktmatches auf Court 17 gegen Pierre-Hughues Herbert sofort die Initiative. Er gewann seine Aufschlagspiele ungefährdet, während der Franzose bei eigenem Aufschlag immer wieder unter Druck stand. Bis 5:6 rettete sich Herbert über die Runden. Dann gelang Sascha das erste Break und er zog mit 7:5 im 4.Satz in die zweite Runde der French Open ein.

Ein Lichtblick. Ein zarter Hoffnungsschimmer.

zverev

Dustin Brown hatte nach erfolgreicher Qualifikation auch die 1.Runde des Hauptfeldes überstanden und spielte am Mittwoch gegen den an 23-gesetzten Jack Sock um den Einzug in die dritte Runde. Die Partie war von Beginn an geprägt von kurzen Ballwechseln, in denen die Kontrahenten jede Gelegenheit nutzten, zu punkten. Der Amerikaner hatte sich in den letzten Monaten beeindruckend präsentiert. Auch gegen unseren Rastaman bestach der 23-jährige mit seiner druckvollen und präzisen Spielweise. Da dem Deutsch-Jamaikaner noch zu viele unnötige Fehler unterliefen, musste er den 1.Satz 3:6 abgeben. Dustin reduzierte zwar im 2.Satz die Fehlerquote, aber Sock konnte sich knapp mit 7:6(5) durchsetzen. Im 3.Satz dominierte der Mann aus Nebraska souverän und warf mit 6:2 eine weitere deutsche Hoffnung aus dem Turnier.

Am späten Abend war Annika Beck zu ihrer Zweitrunden-Begegnung mit Kateryna Bondarenko (WTA Nr.65) auf Platz 6 angesetzt. Die Gießenerin  startete konzentriert und führte nach einem Break mit 3:1. Doch Bondarenko übernahm in der Folge immer mehr die Initiative und breakte die Paris-Juniorensiegerin von 2012 gleich dreimal nacheinander.  Nach 29 Minuten holte sich die Ukrainerin mit einem direkten Gewinnschlag den 1.Satz mit 6:4. Im 2.Satz kämpfte Beck sich zurück in das Match, spielte sicherer und kontrollierter, verlor aber auch nicht die nötige Aggressivität. Nach einer halben Stunde hatte sie den Durchgang mit 6:3 für sich entschieden.

beck

Ein einziges Break reichte der 22-jährigen Deutschen bei 6:5 im 3.Satz, um 7:5 zu gewinnen und  als erste deutsche Teilnehmerin in die dritte Runde der French Open vorzustoßen.  Eine beeindruckende Energieleistung von Annika!