21. Mai 2016
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Sascha Zverev unterliegt Dominic Thiem in drei Sätzen!

Internationale Fachleute sagen Alexander Zverev eine große internationale Zukunft  auf der ATP Tour voraus.  Der 19-jährige Hamburger hat bei den mit 520 000 Euro Preisgeld  dotierten Open de Nice Cote d’Azur zum ersten Mal in seiner Karriere das Finale eines großen Turniers erreicht. Dominic Thiem, sein Endspielgegner am Sonnabend in Nizza, ist wohl sein bester Freund bei den Profis.

Freundschaft kannte dann das German Wunderkind nicht auf dem Platz. Sascha startete entschlossen und führte schnell mit 3:1. Doch gleich seinen ersten Breakball nutzte der Österreicher und glich zum 4:4 aus. Kurz darauf bekam Zverev Nasenbluten und musste beim Stand von 4:5 und 15:15 eine medizinische Auszeit nehmen. Anschließend gab er gleich die ersten drei Punkte ab und Dominic Thiem konnte nach dem vierten Doppelfehler Zverevs den 1.Satz mit 6:4 gewinnen.

Im zweiten Durchgang war Alexander Zverev aber sofort wieder da, spielte konstanter und sicherte sich den 2.Satz mit 6:4.

alexander-zverev

Im entscheidenden Durchgang kassierte das deutsche Ausnahmetalent gleich zwei Breaks in Folge. Als wenn der Stecker gezogen worden wäre, gelang ihm nichts mehr. Sein österreichischer Freund kannte keine Gnade und fegte seinen Finalgegner mit 6:0 vom Platz. Nur fünf Punkte konnte der Hamburger im 3.Satz gewinnen.

TENNIS - ATP, Rio Open 2016

Nach dem Spiel fand der Sieger Dominic Thiem tröstende Worte für seinen unterlegenen Kontrahenten: „Sascha, du wirst deinen ersten Titel schon sehr bald gewinnen, davon bin ich überzeugt. Du bist ein toller Spieler”.

Wenn das Nasenbluten im 1.Satz und die Müdigkeit im 3.Satz nicht Anzeichen einer sich entwickelnden gesundheitlichen Beeinträchtigung sind, werden wir mit Alexander Zverev in Paris viel Freude haben.

Das parallel zu Nizza stattfindende Turnier in Genf  gewann Stan Wawrinka. Der Schweizer besiegte im Endspiel den Kroaten Marin Cilic mit 6:3 und 7:6(11).

wawrinka

Das Finale des WTA-Turniers in Nürnberg gewann im Duell der Qualifikantinnen die Niederländerin Kiki Bertens gegen die Kolumbianerin Mariana Duque-Marino souverän mit 6:2 und 6:2.

Bertens wird die Gegnerin von Angelique Kerber in der ersten Runde der French Open sein.

20. Mai 2016
von admin
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Sascha Zverev sorgt für Furore – deutsche Damen verpassen ihre Chancen!

Julia Görges (WTA Nr.80) hatte ohne großen Energieaufwand das Halbfinale des Nürnberger Versicherungscups  erreicht. Die Bad Oldesloerin profitierte von der Absage  der an 4-gesetzten Lesia Zurenko aus der Ukraine, die sich am linken Oberschenkel verletzt hatte. „Das war irgendwie ein außerplanmäßiger Tag. Ich hätte auch gerne gespielt, weil vor den French Open jedes Match wichtig ist. Aber so habe ich zumindest Kräfte gespart”, sagte Görges mit Blick auf das am Sonntag in Paris beginnende Sandplatz-Grand-Slam-Turnier.

Julia+Goerges

Etwas mehr Mühen kostete der an 3-gesetzten Annika Beck der Einzug in das Semifinale: Die Gießenerin setzte sich im deutschen Duell gegen die an 7-gesetzte Anna-Lena Friedsam in einer umkämpften Partie mit 7:6 (6), 2:6, 6:2 durch. „Es war ein hartes Match, und es gab nicht viele Unterschiede. Ich habe einfach versucht, meine Chancen zu nutzen”, äußerte sich Beck nach dem Match.

beck

Die 27-jährige Julia Görges  traf  am Freitag in ihrer Halbfinal-Begegnung auf  die Qualifikantin Kiki Bertens (WTA Nr.89), deren Gegnerin Irina Falconi aus den USA in der Runde der letzten Acht wegen einer Verletzung auch nicht antreten konnte. Im Duell der beiden gnadenlosen Offensivspielerinnen gelang    Jule ein überzeugender Start. Sie agierte in der Defensive stark verbessert, erspielte sich eine 4:1-Führung. Trotz harter Gegenwehr der Niederländerin setzte sich die Deutsche mit 6:3 im 1.Satz durch. Im zweiten Durchgang wurde die Widerstand Bertens noch stärker. In einem hochklassigen Match auf Augenhöhe ging sie 5:4 in Führung, breakte dann ihre deutsche Gegnerin und gewann den 2.Satz 6:4. Im entscheidenden Durchgang setzte sich die vollkommen ausgeglichene Partie fort. Der Tiebreak entschied über Sieg oder unglückliche Niederlage. Jule lag 2:6 zurück, wehrte zwei Matchbälle ab, musste sich aber am Ende mit 4:7 geschlagen geben.

Trotzdem hat  Görges vielversprechenden Tennis geboten. Jules neues Team mit Coach Michael Geserer und Fitnesstrainer und Freund Florian Zitzelsberger hat seit November 2015 hervorragende Arbeit geleistet.

Annika Beck spielte im zweiten Semifinale am Freitag gegen Mariana Duque-Marino (WTA Nr.98), die sich auch durch die Qualifikation in die Vorschlussrunde gespielt hatte. Die Kolumbianerin hatte in den ersten Runden   mit Witthöft und Siegemund zwei deutsche Spielerinnen aus dem Turnier geworfen. Am Vormittag musste sie noch ihre Viertelfinalpartie gegen Varvara Lepchenko beenden, die wegen des starken Regens am Donnerstag nicht ausgespielt werden konnte. Ihr Viertelfinalmatch dauerte dann fast drei Stunden… Die Südamerikanerin schien sich aber von den Strapazen der Partie  gut erholt zu haben: Sie setzte sich im 1.Satz 7:5 durch. Die Gießenerin hatte auch zu Beginn des zweiten Durchganges Schwächen bei den Returns, wirkte weiter etwas verkrampft und lag schnell 0:3 zurück. Das Unheil nahm seinen Lauf. Annika Beck konnte keinen einzigen Punkt bei den 13 ersten Aufschlägen Duque-Marinos gewinnen und schied mit 1:6 im 2.Satz aus dem Turnier in Nürnberg aus.

Eine verpasste Chance! Zwei Qualifikantinnen beatreiten jetzt das Finale des Nürnberger Versicherungscups.

Bei den „Open de Nice Cote d’Azur“ sorgte Alexander Zverev am Donnerstag  für Furore.

alexander-zverev

Im Viertelfinale besiegte der kaltschnäuzige 19-jährige Hamburger den an 2-gesetzten Gilles Simon (ATP Nr.18) in einem Tenniskrimi nach Abwehr von drei  Matchbällen 6:3, 6:7(6),7:6(1). Im Semifinale von Nizza traf unser   „German Wunderkind“ am Freitag auf den an 5-gesetzten Portugiesen Joao Sousa (ATP Nr.28). Im 1.Satz dieser Partie konnte Sascha einen von vier Breakbällen nutzen. Das reichte zum 6:4-Gewinn. Im zweiten Durchgang „wackelte“ der Aufschlag von Zverev. Vier Doppelfehler waren die Folge. Mit dem dritten gelungenen Break konnte der Portugiese den Spieß umdrehen und gewann den 2.Satz 6:4. Im dritten Spiel des entscheidenden Durchganges wurde Sousa von Sascha vorentscheidend gebreakt. Das deutsche Ausnahmetalent zog anschließend mit 6:2 im 3.Satz in das Finale von Nizza ein. Ein weiteres Highlight in der noch jungen ATP-Karriere von Alexander Zverev!

 

18. Mai 2016
von admin
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Julia Görges erreicht als dritte Deutsche das Viertelfinale in Nürnberg!

Anna-Lena Friedsam und Annika Beck hatten am Dienstag schon das Viertelfinale des Nürnberger Versicherungscups erreicht. Am Mittwoch kämpften drei weitere deutsche Spielerinnen um den Einzug in die Runde der letzten Acht.

Bevor die erste deutsche Spielerin am Mittwoch in das Rennen ging, hatte der im WTA-Tennis übliche Favoritensturz schon stattgefunden: Die topgesetzte Roberta Vinci (WTA Nr.7) aus Italien war gegen die Qualifikantin Kiki Bertens (WTA Nr.89) aus den Niederlanden im Achtelfinale  3:6, 6:7 ausgeschieden.

Sabine Lisicki ging im Anschluss an diese Partie auf den Center Court der Tennisanlage des 1.FC Nürnberg, um gegen Varvara Lepchenko (WTA Nr.69)  mit einem zweiten Sieg in Nürnberg ihr Selbstvertrauen für Paris zu stärken. Die Linkshänderin aus den USA breakte unsere Aufschlagweltrekordlerin in ihrem zweiten Aufschlagspiel und die Berlinerin lief dem Rückstand bis 2:4 hinterher. Dann wurde sie ohne Punktgewinn ein zweites Mal zum 2:5 gebreakt. Das Coaching beim Seitenwechsel half auch nicht – Bine produzierte weiter viele unnötige Fehler und Lepchenko gewann den 1.Satz 6:2. Nach der Satzpause kam Lisicki mit neuem Outfit auf den Platz. Auch das führte zu keiner positiven Veränderung: sie verlor gleich ihr erstes Aufschlagspiel im zweiten Durchgang. Die ehemalige Wimbledonfinalistin kämpfte verzweifelt. Immer wenn sie zurück lag, gelangen ihr gute Schläge und man schöpfte Hoffnung. Bei Ausgleich oder Situationsvorteil unterliefen ihr unverständlich leichte Fehler. Ein Nervenspiel. Der Tiebreak musste die Zitterpartie im zweiten Durchgang entscheiden. Bei 5:6 in der Satzentscheidung verschlug Bine einen leichten Vorhand-Angriffsball und schied mit 2:6 und 6:7 aus. Ihrem Selbstvertrauen für das Grand Slam-Turnier in der kommenden Woche wird dieses Match kaum gedient haben.

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Nach dem Lisicki-Match spielte Julia Görges auf dem Center Court gegen Yulia Putintseva (WTA Nr. 56). Schon die ersten Spiele der Begegnung waren hart umkämpft. Die griffige Kasachin benötigte sechs Breakbälle, um der Bad Oldesloerin das Aufschlagspiel zur 2:1-Führung nach fast 20 Minuten Spielzeit abzunehmen. Jule spielte ihr gewohntes Hopp oder Top-Tennis, die flinke Putintseva agierte kontrolliert und variantenreich. Schon bei 2:3 rief die Deutsche ihren Coach zur Bank. Am Ende des 1.Satzes hatte sich die Power gegen die Kontrolle durchgesetzt: Die 28-jährige Deutsche gewann 6:4. Im 2.Satz gab Jule das Heft nicht mehr aus der Hand. Sie gewann den Durchgang souverän 6:2 und war damit schon die dritte deutsche Spielerin im Viertelfinale.

görges

Am Abend konnte Laura Siegemund gegen Mariana Duque-Marino (WTA Nr.98) Revanche für Carina Wiithöft nehmen. Die Hamburgerin war überraschend in der ersten Runde gegen die Kolumbianerin ausgeschieden. Die Favoritin aus Stuttgart kam schwer in das Match, lag bald 2:5 zurück, kämpfte sich aber wieder unermüdlich heran. Im Tiebreak des 1.Satzes setzte sich dann die Kolumbianerin knapp mit 8:6 durch. Laura  Siegemund blieb unbeeindruckt, drehte den Spieß im 2.Satz um und setzte sich mit 6:3 durch. Im entscheidenden Satz war dann die Luft bei der Stuttgarterin raus. Sie musste sich 1:6 im 3.Satz geschlagen geben und schied doch etwas überraschend aus.

Beim ATP-Turnier in Nizza bestritt Alexander Zverev sein Achtelfinalmatch gegen Marcel Granollers (ATP Nr.58), gegen den er in Monte Carlo in drei Sätzen verloren hatte. Der junge Hamburger hat aktuell Probleme mit seinem Service. Bis zum 4:4 im 1.Satz kassierte er schon zwei Breaks. Bei eigenem Aufschlag wehrte er einen Breakball erfolgreich ab, konnte 5:4 in Führung gehen und sicherte sich später den Satz mit 7:5.

zverev

Im 2.Satz setzte sich das Match auf Augenhöhe fort. Dieses Mal war der Spanier eine Nuance besser und konnte mit 7:3 im Tiebreak den zweiten Durchgang für sich entscheiden. Im 3.Satz stabilisierte Sascha seinen Aufschlag, gewann den Durchgang souverän und zog mit 7:5, 6:7 und 6:2 in das Viertelfinale der „Open de Nice Cote d’Azur“ ein.