17. Mai 2016
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Deutsche Tennis-Powergirls glänzen in Nürnberg!

Am Dienstag gingen die letzten vier deutschen Spielerinnen bei dem „Nürnberger Versicherungscup“ in ihre Auftaktmatches, Friedsam und Beck trugen schon ihre Achtelfinalpartien aus.

In letzter Sekunde war die 19-jährige Antonia Lottner (WTA Nr. 222) als Lucky Looser in das Hauptfeld gerückt. Die junge Deutsche schlug sich großartig gegen die an 6-gesetzte Japanerin Misaki Doi (WTA Nr. 38), unterlag aber knapp 3:6 und 6:7(8!).

Julia Görges  hatte einen starken Auftritt gegen Christina Dinu (WTA Nr.217) und fegte die Rumänin mit 6:1, 6:2 vom Platz.

julia-goerges

Sabine Lisicki (WTA Nr.50) hatte im vergangenen Jahr in Nürnberg in der 1.Runde gegen ihre heutige Gegnerin  Lara Arruabarrena (WTA Nr.78) in einem Marathonmatch verloren. Bine startete am Dienstag gegen die Spanierin mit druckvollen Aufschlägen, verwandelte aber erst ihren sechsten (!) Breakpoint zur 4:2-Führung. Prompt verlor sie ihr eigenes Servicegame, gewann aber die nächsten beiden Spiele und den 1.Satz 6:3. Im zweiten Durchgang wurde der Spanierin kein einziger Breakball gewährt und Lisicki zog mit 6:4 im 2.Satz in das Achtelfinale ein.

Hong Kong Tennis Open

Hoffentlich gibt dieser Sieg der Berlinerin zukünftig mehr Stabilität.

Anschließend ging die an 2-gesetzte Laura Siegemund (WTA Nr.39) zu ihrem Auftaktmatch auf den Center Court in Nürnberg. Die 28-jährige Stuttgarterin hat sich in den letzten Monaten mit großen Schritten in der Weltrangliste vorgearbeitet und neues Selbstvertrauen gewonnen. Das bekam auch ihre Gegnerin Marina Melnikova (WTA Nr.247) zu spüren. Die Russin war chancenlos gegen die immer stärker werdende Deutsche und unterlag nach weniger als einer Stunde Spielzeit 1:6 und 0:6. Im Achtelfinale trifft die diplomierte Psychologin und sportliche Spätstarterin jetzt auf die Carina Witthöft-Bezwingerin Duque- Marino.

laura

Am Abend trat die an 3-gesetzte Annika Beck zu ihrer Achtelfinalpartie gegen das US-Girl Nicole Gibbs (WTA Nr.72) an. Bisher waren in Nürnberg drei deutsche Spielerinnen an ihren Gegnerinnen aus den USA gescheitert. Auch die 22-jährige Gießenerin kam schwer in die Partie: In den ersten beiden Aufschlagspielen musste sie 6 Breakbälle abwehren. Nach dem 2:2 startete sie eine Erfolgsserie, gewann 4 Spiele in Folge zum 6:2-Satzgewinn. Im zweiten Durchgang setzte sie ihre Serie bis zum 3:0 fort, bis der Kalifornierin wieder ein Spielgewinn gelang. Annika blieb unbeirrt und erreichte souverän mit 6:1 im 2.Satz das Viertelfinale in Nürnberg.

annika

Auch Anna-Lena Friedsam spielte schon am Dienstag ihr Achtelfinalmatch gegen Christina McHale (WTA Nr.65) aus den USA. Der 1.Satz war stark umkämpft. Keine der beiden Kontrahentinnen konnte sich bis zur 5:4-Führung der an 7-gesetzten Deutschen einen entscheidenden Vorsprung herausarbeiten. Dann gelang Anna-Lena ein Break und sie sicherte sich den 1.Satz mit 6:4. Das Match auf Augenhöhe setzte sich im zweiten Durchgang fort. Die 22-Jährige aus Neuwied gewann nach dem 3:3-Spielstand drei Spiele in Folge und qualifizierte sich mit 6:3 im 2.Satz als zweite Deutsche für das Viertelfinale des „Nürnberger Versicherungscups 2016“.

friedsam

Fünf deutsche Spielerinnen haben in der traditionsreichen fränkischen Stadt das Achtelfinale erreicht, zwei davon sind sogar schon in das Viertelfinale vorgestoßen – eine vielversprechende Bilanz.

Bei dem ATP-Turnier in Genf ist jetzt als letzter Deutscher auch Florian Mayer ausgeschieden. Der Bayreuther unterlag dem Usbeken Denis Istomin in der 1.Runde der „Geneva Open“ 2:6, 3:6.

16. Mai 2016
von admin
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Generalproben für Paris in Nürnberg, Nizza und Genf!

Eine Woche vor den French Open bereiten sich Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Philipp Kohlschreiber im Training auf das Grand Slam-Turnier vor. Andere deutsche Profis testen ihre Form auf Turnieren in Nürnberg, Genf oder Nizza.

In Nürnberg traten 9 deutschen Damen im Hauptfeld des mit 226.750 € Preisgeld dotierten WTA-Turniers an.

NUERNBERG

Das Küken Katharina Gerlach (WTA Nr.702) wurde als erste in das Rennen geworfen. Die 18-Jährige war gegen das US-Girl Irina Falconi (WTA Nr. 64) bei ihrem ersten Auftritt auf großer Bühne noch etwas überfordert und schied 0:6, 3:6 aus.

Die andere Wildcard, die 18-jährige Katharina Hopgarski (WTA Nr.518), traf das gleiche Schicksal:  Sie unterlag Varvara Lepchenko (WTA Nr. 69) aus den USA ebenfalls mit 0:6, 3:6.

Als erste deutsche Spielerin hatte die an 7-gesetzte Anna-Lena Friedsam beim WTA-Turnier in Nürnberg das Achtelfinale erreicht. Die 22-Jährige aus Neuwied gewann ihr Auftaktmatch gegen die Schwedin Johanna Larsson (WTA Nr.59) mit 6:3, 6:4 und trifft in der nächsten Runde auf Christina McHale aus den USA.

friedsam

Die Qualifikantin Tatjana Maria (WTA Nr. 112) verlor den 1.Satz gegen die Niederländerin Kiki Bertens (WTA Nr.89) sang- und klanglos 1:6, steigerte sich aber im 2.Satz. Im Tiebreak des zweiten Durchganges war sie wieder chancenlos, konnte keinen Punkt mehr gewinnen und schied mit 1:6, 6:7(0) als dritte deutsche Repräsentantin aus.

Die an 3-gesetzte Annika Beck (WTA Nr.42) erwischte gegen Teliana Perreira (WTA Nr. 81), gegen die sie in der 1.Runde von Rom noch in 2 Sätzen ausgeschieden war,  einen grandiosen Start und konnte den 1.Satz souverän 6:0 gewinnen. Vor dem zweiten Durchgang wurde das Match wegen starken Regens unterbrochen. Nach der Unterbrechung kam die Brasilianerin viel besser in das Spiel, aber die Gießenerin konnte sich doch mit 6:4 durchsetzen. Im Achtelfinale spielt Beck gegen die Kalifornierin Gibbs.

Annika

Als letzte deutsche Teilnehmerin ging am Montagabend Carina Witthöft (WTA Nr.97) gegen Mariana Duque-Marino (WTA Nr.98) aus Kolumbien auf den Platz. Der 21-jährigen Hamburgerin gelang ein frühes Break und sie ging gleich 3:0 in Führung. Dann riss der Faden im Spiel Carinas, die Kolumbianerin ging 5:4 in Führung und gewann den 1.Satz 6:4. Im zweiten Durchgang lag Witthöft gleich 0:2 zurück, kämpfte sich aber wieder in das Match, ging sogar 5:4 in Führung. Sie vergab bei Aufschlag der Kolumbianerin einen Satzball, verwandelte dann den zweiten und setzte sich 6:4 im 2.Satz durch. Die Zitterpartie setzte sich im entscheidenden Durchgang fort. Die Hamburgerin vergab zu viele Chancen und schied mit 4:6 im 3.Satz aus.

Auf dem Weg von den Australian Open 2015 bis zu den Sandplatzturnieren 2016 ist Carina Witthöft das Selbstvertrauen und die Unbekümmertheit verloren gegangen.

Am Dienstag treten Julia Görges, Sabine Lisicki und die an 2-gesetzte Laura Siegemund zu ihren Auftaktmatches in Nürnberg an.

An dem mit 226750 € dotierten WTA-Turnier in Straßburg nimmt keine deutsche Spielerin teil.

Von unseren Herren hat sich Florian Mayer bei den „Genf Open“ qualifiziert und Andreas Beck ist auch noch als Lucky Looser in das Hauptfeld gerutscht. Gegen Inigo Cervantes (ATP Nr.61) schied der Stuttgarter Beck (ATP Nr. 338) im Hauptfeld am Montag gleich 3:6,1:6 aus. Der Bayreuther Mayer wird am Dienstag gegen Denis Istomin aus Usbekistan sein Auftaktmatch bestreiten.

zverev

In Nizza ging Alexander Zverev an den Start des mit 463 520 € dotierten Turniers. Im ersten Match traf er am Montag auf Kyle Edwards (ATP Nr. 84). Der 21-jährige Qualifikant aus England verschaffte dem 19-jährigen Hamburger im 1.Satz einige Probleme – auch weil der junge Deutsche zu Beginn ungewöhnlich viele Doppelfehler servierte. Bei 5:6-Rückstand wurde Sascha zum zweiten Mal gebreakt und verlor den 1.Satz 5:7. Bis 4:4 im 2.Satz gewannen beide ihre Aufschlagspiele, dann breakte Zverev den Briten und kassierte allerdings gleich das Rebreak. Er nahm aber anschließend dem Gegner gleich wieder das Aufschlagspiel zur 6:5-Führung ab, war dieses Mal entschlossen und gewann den zweiten Durchgang 7:5. Der Brite gab anschließend auf. Alexander Zverev hatte das Achtelfinale der Open de Nice mit einigen Mühen erreicht.

15. Mai 2016
von admin
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Williams und Murray triumphieren in Rom!

Sorry, dass wir uns eine kurze Auszeit genommen haben. Wir mussten uns von  der Niederlagenserie der deutschen Profis in Rom erst einmal in Ruhe erholen.

Die Welt dreht sich weiter. Deshalb werden wir einen Blick auf die internationale Konkurrenz bei dem Turnier in der „Ewigen Stadt“ werfen.

Nach der Auftaktniederlage von Djokovic in Monte Carlo haben alle begriffen, dass der Serbe nicht unschlagbar ist. Die Jagd auf den Weltranglistenersten wurde sofort eröffnet. Bei den BNL Internazionali d’Italia hatte der Serbe im Achtelfinale den 1.Satz 0:6 gegen den Brasilianer Bellucci verloren. Danach fand er erst zu seinem Spiel. Gegen den Erzkonkurrenten Nadal hatte Nole die Nase beim 7:5, 7:6 im Viertelfinale knapp vorn. Im Semifinale gegen den Japaner Nishikori rettete er sich bei seinem 2:6, 6:4, 7:6(5)-Sieg mit letzter Kraft und viel Willensstärke vor dem drohenden Abgrund. Im Finale wurde er dann von Andy Murray endgültig zur Strecke gebracht. Der entschlossene Brite fertigte den Weltranglistenersten 6:3 und 6:3 ab.

Andy

Nach den Resultaten der letzten Sandplatzturniere zählen jetzt zumindest drei Spieler zum engsten Favoritenkreis für das Grand Slam-Turnier in Paris: Der  Djoker hat die Klasse und ganz bestimmt auch den Ehrgeiz. Murray hat sich so sehr auf Sand verbessert, dass er auch in Frankreich triumphieren könnte. Nadal trauen wir in der französischen Hauptstadt alles zu.

Roger Federer leidet noch unter seiner Verletzung – ob er bis zu den French Open Fitness und Psyche in die nötige Höchstform bringen kann, ist fraglich. Stan Wawrinka hat aktuell wohl nicht das Selbstvertrauen, um den Titel zu verteidigen.

Nishikori, Thiem, Goffin, Kyrgios, Tsonga und Monfils sind für Überraschungssiege gut, es fehlen aber unseres Erachtens Nuancen, um den langen und harten Weg zum Grand Slam-Sieg bis zum Ende durchstehen zu können.

Bei den Damen hat die Weltranglistenerste Serena Williams aus den USA das WTA-Turnier in Rom gewonnen und damit ihren 70. Erfolg auf der Tour gefeiert.

TENNIS-AUS-OPEN

Die 21-malige Grand-Slam-Siegerin bezwang im Generationenduell im Endspiel ihre Landsfrau Madison Keys 7:6 (7:5), 6:3 und triumphierte zum vierten Mal beim Sandplatzturnier in der Ewigen Stadt.

Für die 34-Jährige war es in diesem Jahr beim vierten Turnierstart im dritten Endspiel der erste Sieg. Sie ist die sicherste Kandidatin für den Titel in Paris – wenn man bei den Damen überhaupt von Sicherheiten sprechen kann.  Serena wird auf dem Weg zum Erfolg allerdings alle ihre Gedanken über den historischen Grand Slam-Rekord aus dem Kopf vertreiben müssen.

Ihre Verfolgerinnen Radwanska,  Kerber,  Muguruza,  Halep oder Kvitova haben nach großartigen Leistungen immer wieder Schwächen gezeigt.

Viktoria Azarenka hatte zu Beginn des Jahres bewiesen, dass sie wieder einen Grand-Slam-Erfolg feiern könnte. In den letzten Wochen musste sie aber in letzter Minute ihre Teilnahme absagen oder im Turnier kampflos aufgeben.  Deshalb steht hinter ihren Siegeschancen in Roland Garros ein großes Fragezeichen.