6. Mai 2016
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Die Favoriten erreichen bei den Herren das Semifinale in Madrid!

Die mit 5,6 Millonen Dollar Preisgeld dotierten Mutua Open in Madrid sind das erste europäische Masters 1000 auf Sand in der ATP-Saison 2016. Das hochkarätige Turnier kann wichtige Hinweise für die French Open liefern. Im Gegensatz zu der Damenkonkurrenz, die unter kurzfristigen Absagen litt, ist bei den Herren außer Roger Federer die gesamte Elite am Start.

Madrid

Novak Djokovic hat nach seinem Ausrutscher auf dem Sand von Monte Carlo bei den Madrid Open seine Matches bis in das Viertelfinale wieder souverän ohne Satzverlust gewonnen. Im Achtelfinale war der Spanier Bautista-Agut bei dem 1:6, 2:6 gegen den Serben chancenlos. Im Viertelfinale traf der Djoker auf Milos Raonic, der in der Runde zuvor Jo Wilfried Tsonga überraschend klar mit 6:4 und 6:4 bezwungen hatte. Nole nutzte den einzigen(!) Breakball im 1.Satz und gewann 6:3. Im 2.Satz langte ihm ein Break, um den Satz 6:4 zu gewinnen und in das Semifinale einzuziehen.

Der 20-jährige Nick Kyrgios zeigt auch auf Sand, dass er das Zeug hat, in naher Zukunft in die Top Ten der Weltrangliste vorzustoßen. Er schlug den an 4-gesetzten Stan Wawrinka in der 2.Runde und erreichte das Viertelfinale mit einem 7:6,4.6, 6:3-Erfolg über den Kohlschreiber-Bezwinger Pablo Cuevas aus Uruguay. In der Runde der letzten Acht traf der Australier auf Kei Nishikori, der in seinem Auftaktmatch gegen Fabio Fognini schon am Rande einer Niederlage stand, sich doch noch 6:2, 3:6, 7:5 durchsetzen konnte und im Achtelfinale Richard Gasquet 6:4, 7:5 bezwungen hatte. Im Duell des Australiers mit dem Japaner wurde großartiges Tennis in einem Kampf ebenbürtiger Gegner geboten. Am Ende zog Kei Nishikori mit 6:7(6), 7:6, 6:3 in das Semifinale von Madrid ein und wird sich dort mit Novak Djokovic messen. Übrigens: Im gesamten Match gab es nur ein einziges Break!

Nishikori-Kei-01

Rafael Nadal zeigt auch in der Hauptstadt seines Landes seine wiedergewonnene Stärke. Ohne Satzverlust hatte er das Viertelfinale erreicht. Mit einem 6:0, 4:6, 6:3-Sieg gegen den Portugiesen Joao Sousa zog der Mallorquiner dann erwartungsgemäß in das Semifinale von Madrid ein.

Andy Murray hatte mit Radek Stepanek in seinem Auftaktmatch große Mühe, steigerte sich aber von Runde zu Runde und setzte sich souverän im Achtelfinale gegen Gilles Simon 6:4, 6:2 durch. Der Brite gab auch Tomas Berdych, der vorher David Ferrer 7:6, 7:5 bezwungen hatte, in der Viertelfinalpartie keine Chance, siegte 6:3 und 6:2 und wird sich im Semifinale der Mutua Madrid Open mit Rafael Nadal um den Einzug in das Endspiel auseinandersetzen.

 andy_murray

Bei den Damen ist Dominica Cibulkova in Madrid ein grandioser Siegeszug gelungen. Der Duracell-Hase aus der Slowakei kämpfte nacheinander Radwanska, Garcia, Pavlyuchenkova und Cirstea in drei Sätzen nieder. An ihrem 27. Geburtstag setzte sich die aktuelle  Nummer 38 der Weltrangliste am Freitag gegen die acht Jahre jüngere US-Qualifikantin Louisa Chirico (WTA Nr.130) im Semifinale klar mit 6:1, 6:1 durch.

cibulkova

Im Endspiel wird Cibulkova auf die an 4-gesetzte Simona Halep treffen. Die Rumänin fegte in ihrem Semifinale die Australierin Samantha Stosur (WTA Nr.23) mit  6:2, 6:0 vom Platz.

4. Mai 2016
von admin
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Laura Siegemunds Siegeszug wurde in Madrid gestoppt!

Die drei topgesetzten Damen Radwanska, Kerber und Muguruza sind bei den „Mutua Madrid Open“ überraschend früh aus dem Turnier ausgeschieden. Die deutsche Fahne wird in der spanischen Hauptstadt allein von Laura Siegemund hochgehalten. Die Stuttgarterin befindet sich seit Wochen im Aufwind und hatte am Mittwoch gute Chancen gegen Sorana Cirstea (WTA Nr. 127) das Achtelfinale des hochkarätigen Turniers zu erreichen. Die 26-jährige Rumänin hatte in den Runden zuvor mit der Serbin Jankovic (WTA Nr.24 und der Montenegrinerin Kovinic (WTA Nr.52) zwei im Vorweg höher eingeschätzte gestoppt.

Für die 28-jährige Qualifikantin aus Stuttgart, die in der Weltrangliste inzwischen schon auf Platz 44 geführt wird, war es in der spanischen Hauptstadt das fünfte Spiel in ebenso vielen Tagen. Bereits in der Vorwoche in Stuttgart war sie über die Quali ins Hauptfeld vorgestoßen und hatte am Ende an neun Tagen acht Matches bestritten.

laura-siegemund

Gegen die 26-jährige Rumänin, die vom Veranstalter eine Wildcard erhalten hatte, begann die 28-jährige wie in den Spielen zuvor entschlossen und zielstrebig. Früh gelang ihr ein Break. Dann riss plötzlich der Faden bei Siegemund.  Cirstea breakte zurück und holte sich mit einem neuerlichen Break zum 6:4 den 1.Satz.

Cirstea_Sorana

 

Der Aufwind Siegemunds schien im zweiten Durchgang endgültig gestoppt. Mit vielen leichten Fehlern lag sie schnell 0:3 zurück. Dann stemmte sie sich doch gegen die Niederlage holte auf 3:3 auf. Das Match wogte im weiteren Verlauf hin und her, der Tiebreak entschied den Satz.  Obwohl die Deutsche sich in der Satzverlängerung sogar drei Satzbälle erspielte, verlor sie unglücklich 9:11. Nach mehr als 2 Stunden Spielzeit verwandelte  Cirstea ihren zweiten Matchball. Laura Siegemund schied mit 4:6 und 6:7 im Achtelfinale aus. Man kann von einer verpassten Chance sprechen, sollte aber berücksichtigen, welchen Belastungen die „Marathonfrau“ aus Stuttgart in den letzten 14 Tagen ausgesetzt war. Ihr großartiger  Aufstieg in der Weltrangliste sollte ihr Trost geben.

Bei den Herren haben sich bisher die Favoriten mit einer Ausnahme durchgesetzt. Im Achtelfinale stehen mit Djokovic, Murray, Nadal, Nishikori, Tsonga, Berdych, Ferrer, Gasquet und Raonic  9 der 10 topgesetzten Spieler. Nur der an 4-gesetzte Stan Wawrinka schied aus. Ausgerechnet Nick Kyrgios fügte dem Schweizer eine schmerzende 6:7, 6:7-Niederlage zu.

3. Mai 2016
von admin
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Nur noch für Laura Siegemund ist Madrid eine Fiesta!

Das erste große Sandplatzturnier findet in dieser Woche in Spanien statt. Die Elite der WTA und ATP hat sich bei den Mutua Madrid Open zur ersten Generalprobe für die French Open eingefunden. Nur Serena Williams und Roger Federer hatten ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Unsere Spitzenspielerinnen Kerber und Petkovic hatten in der spanischen Hauptstadt – wie berichtet – ihre Auftaktmatches verloren. Am Dienstag trat Sabine Lisicki in ihrem Zweitrundenmatch gegen die an 8-gesetzte Carla Suarez-Navarro an und schied gegen die Spanierin klar mit 3:6 und 2:6 aus. Unsere Aufschlag-Weltrekordlerin hatte Probleme mit ihrer besten Waffe: Sie schlug kein Ass, servierte 4 Doppelfehler und kassierte 5 Breaks.

CarlaSuarezNavarro

Laura Friedsam befindet sich in diesen Wochen auf dem Erfolgsweg. In der Abendvorstellung trat sie als letzte verbliebene deutsche Spielerin gegen Mirjana Lucic-Baroni (WTA Nr.74) zu ihrem Zweitrundenspiel an. Wie immer in den letzten Tagen und Wochen legte die Stuttgarterin los wie der Teufel, ging schnell 4:1 in Führung. Sie erlaubte der Kroatin dann noch einen Spielgewinn und gewann den 1.Satz mit 6:2. Ihr Elan ließ dann im nächsten Durchgang etwas nach, die Gegnerin kam immer besser in das Match und  die 34-jährige Kroatin konnte den 2.Satz mit 6:3 für sich entscheiden. Trotz eines Breakballes brachte die Deutsche ihr erstes Aufschlagspiel durch. Lucic-Baroni servierte im nächsten Spiel zwei Doppelfehler. Siegemund nutzte die Chance und baute die Führung auf 2:0 aus. Bisher hatte Laura Siegemund 81 Prozent ihrer 1.Aufschläge erfolgreich in das Feld platziert. Sie behielt im nächsten Spiel diese gute Quote bei, verlor aber ihr Aufschlagspiel zum 2:1. Trotzdem behielt sie das Heft in der Hand, setzte sich mit 6:3 im 3.Satz durch und erreichte die dritte Runde der „Mutua Madrid Open“.

Laura-Siegemund

Im Herren-Hauptfeld tritt in Madrid als einziger deutscher Teilnehmer Philipp Kohlschreiber an. Matthias Bachinger scheiterte in der ersten Runde der Qualifikation an Denis Kudla, Benjamin Becker schied in der zweiten Quali-Runde gegen den US-Boy aus.

In seinem Auftaktmatch gegen Pablo Cuevas (ATP Nr. 27) litt der Augsburger Kohlschreiber, der aus der Kälte von München kam, an dem starken  Klimawechsel im warmen Madrid. Kohli gab den 1.Satz 3:6 ab. Im 2.Satz steigerte sich unsere Nr.1, drehte den Spieß um und setzte sich 6:3 durch. Dann entwickelte sich im entscheidenden Durchgang ein Kampf auf Augenhöhe. Beide Kontrahenten gewannen ihre Aufschlagspiele, die spannende Partie musste im  Tiebreak entschieden werden. Auch in der Satzentscheidung wurde um jeden Punkt gekämpft, ohne dass einer der Spieler einen entscheidenden Vorsprung bis 3:3 erspielen konnte. Dem Uruguayer gelang jetzt ein Mini-Break und er setze sich anschließend mit 7:4 im Tiebreak durch.

Kohlschreiber kann sich trösten. Sein Finalgegner bei den BMW Open, der Österreicher Dominic Thiem, schied auch in seinem Auftaktmatch aus. Er unterlag überraschend dem Argentinier Del Potro mit 6:7(5) und 3:6.

Bis auf Laura Siegemund sind alle deutschen Teilnehmer bei den Madrid Open früh ausgeschieden. Das ist ein leichter Rückschlag für das deutsche Profitennis, den wir noch mit Gelassenheit hinnehmen sollten.