17. April 2016
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Überragende Angie und kampfstarke Andrea sorgen für Klassenerhalt!

Nach dem ersten Tag des Fed Cup-Relegationsmatches zwischen Rumänien und Deutschland  in Cluj stand es – wie erwartet  – Unentschieden. Am Sonntag kam dem ersten Einzel zwischen den beiden Spitzenspielerinnen Angelique Kerber  und Simona Halep eine vorentscheidende Bedeutung zu. Den deutschen Optimismus dämpfte die Tatsache, dass die Kielerin in den bisherigen drei Auseinandersetzungen noch kein Match gegen die Rumänin gewinnen konnte.

Das rumänische Publikum wusste um die Bedeutung der Partie. Jeder Punkt ihrer Nationalheldin wurde von Anfang an frenetisch bejubelt. Die Taktik der Deutschen nr.1 ist darauf ausgerichtet, die Initiative zu ergreifen. Dabei unterlaufen ihr zwar zu Beginn einige Fehler, aber sie steigerte sich und erkämpfte sich eine beruhigende 3:1- Führung. Halep warf frustriert ihren Schläger auf den Boden. Sie war aber sofort wieder im Match, breakte die Kielerin im nächsten Spiel. Angie blieb entschlossen, ihr gelang sofort ein Rebreak und sie erhöhte nach ihrem hart umkämpften Aufschlagspiel auf 5:2. Auch bei Aufschlag der Rumänin gelangen ihr einige überragende Punkte und sie sicherte sich den 1.Satz mit 6:2. Bisher sahen wir eine Weltklasseleistung unserer Australian Open-Gewinnerin.

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Halep wirkte im Anfangssatz sehr angespannt und unzufrieden, machte die Schiedsrichterin zur Marathonläuferin, weil sie Entscheidungen gegen sich permanent anzweifelte und die Unparteiische vom Stuhl holte, um die Ball-Abdrücke zu kontrollieren.

Im 2.Satz unterlief  der Deutschen ein Fehlstart – sie wurde sofort gebreakt. Kerber schlug gleich zurück. Bevor ihre Gegnerin neues Selbstvertrauen tanken konnte, nahm sie ihr das Aufschlagspiel ohne Punktverlust ab und brachte ihr eigenes Aufschlagspiel mit unermüdlichem Einsatz und tollen Gewinnschlägen durch. Halep gab sich nicht geschlagen – jeder Punkt war jetzt in diesem Match auf höchstem Niveau umkämpft. Angie ist ein Phänomen an Ausgeglichenheit und Entschlossenheit: sie war immer die entscheidende Nuance besser und ging 5:2 in Führung. Der Siegeswillen Angies ist unbeugsam: Sie gewinnt auch das nächste Spiel, den 2.Satz mit 6:2 und das gesamte Match. Mit einer Weltklasse- Vorstellung bringt die Kielerin Deutschland 2:1 in Führung. Das Abstiegsgespenst schien verscheucht.

Im heutigen Match zeigte Angie Kerber einen weiteren Fortschritt in ihrem Leistungsvermögen auf:  Sie war seit Jahren die vielleicht beste Konterspielerin auf der WTA-Tour – gegen die Weltranglistesechste bewies die deutsche Nr.1, dass sie inzwischen auch ein Match auf höchstem Niveau dominieren und im entscheidenden Moment auch unerreichbare Gewinnschläge erfolgreich spielen kann. Schade, dass die deutsche Öffentlichkeit diese grandiose Spitzenleistung nicht am Fernseher mit verfolgen konnte…

Angies Freundin Andrea Petkovic konnte im anschließenden Einzel gegen Monica Nicolescu (WTA Nr.31), die kurzfristig als zweite rumänische Einzelspielerin nominiert worden war, mit einem Sieg dafür sorgen, dass das Abstiegsgespenst endgültig in die dunklen Wälder Transsilvanien verbannt werden würde. Andrea wusste um die Bedeutung ihres Matches – trat am Anfang sehr angespannt auf,  kassierte sofort ein Break und lag nach knapp verschlagen Gewinnschlägen schnell 0:3 zurück. Die 28-Jährige aus Bukarest war total „under fire“, nach jedem erfolgreichen Punkt peitsche sie das ohnehin schon fanatische Publikum auf und baute den Vorsprung auf 5:0 aus.“Petko“ hatte unser Mitleid: Sie wusste, dass sie ihre Gegnerin unter Druck setzen musste, wurde dabei hektisch und ihr unterliefen ungewöhnlich viele leichte Fehler. Sie verlor den 1.Satz 0:6. Gutes Coaching war in der Satzpause gefragt.

fed cup bank

Im 2.Satz änderte die Darmstädterin auch ihre Taktik: Sie zog das Spiel jetzt konzentriert und ruhig über die Vorhand ihrer Kontrahentin, die ausnahmslos nur Slicebälle im ersten Durchgang auf dieser Seite spielte, auf. Das verhalf erst einmal zum ersten Spielgewinn und zur 1:0-Führung der Deutschen. Die Rumänin setzte jetzt vermehrt gefühlvolle Stopps ein, glich aus. Andrea variierte jetzt, griff öfters auf die langsame Vorhand ihrer Gegnerin an und ging 2:1 in Führung. Das Geschehen erforderte eine große Herausforderung an die Geduld und gleichzeitig an die Entschlossenheit der deutschen Nr.2. Das meisterte sie  bis zur 4:1- Führung. Dann verkürzte die Rumänin auf 3:4 – eine Zitterpartie! Das berühmt-berüchtigte Momentum schien sich zu drehen. Nicolescu glich auf 4:4 aus. Andrea widersetzte sich dem Trend, ging 5:4 in Führung. Dann produzierte sie wieder mehr unnötige Fehler, geriet 5:6 in Rückstand. Sie wehrte bei Aufschlag Nicolescus und 40:15 zwei Matchbälle ab, gewann das Spiel noch. Im Tiebreak drehte Petko auf, setzte sich deutlich mit 7:2 durch.

Nach 2 Sätzen waren knapp zwei Stunden gespielt – am Vortag hatte Petkovic fast drei Stunden gegen Halep gekämpft. Würden ihre Kräfte im 3.Satz reichen?

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Das nervenaufreibende Geschehen setzt sich im entscheidenden Satz fort. Obwohl Nicolescu sich immer wieder die Tränen der Enttäuschung vom Gesicht wischen muss, gibt sie nie auf. Obwohl die Deutsche das Match bestimmt, kann die Rumänin die Partie ausgeglichen halten. Bis zur 4:3-Führung der Deutschen konnte keine Spielerin im 3.Satz ein Aufschlagspiel durchbringen. Petko gelang  dann bei eigenem Aufschlag die Serie zu brechen und ging 5:3 in Führung. Nach 2 Stunden und 37 Minuten verwandelte Andrea Petkovic ihren ersten Matchball. Sie siegte 0:6, 7:6 und 6:3, holte den dritten Punkt und sorgte dafür, dass Deutschland in der Weltgruppe bleibt.

Ein hartes Stück Arbeit, aber ein verdienter Erfolg unserer willensstarken Damen!

16. April 2016
von admin
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Kerber gewinnt souverän, Petkovic verliert nach großem Kampf!

Das Auftakteinzel in der Fed Cup-Relegation im rumänischen Cluj zwischen unserer Nr.1 Angelique Kerber und der Rumänin Irina- Camelia Begu konnte ein strategischer Vorteil für das deutsche Team sein: Kerber ging als Favorit in das Match, sie hatte Begu deutlich in der letzten Woche in Charleston besiegt und die Kielerin konnte neues Selbstbewusstsein für die Begegnung mit Simona Halep aufbauen. Noch relevanter: Eine deutsche Führung würde mehr Sicherheit und größere Hoffnung auf Erfolg im gesamten Team bewirken.

Eine Frage relativierte den deutschen Optimismus: Würde die Australian Open-Siegerin körperlich und mental fit antreten können?

Die ersten Eindrücke waren vielversprechend: Angie nahm der Rumänin gleich das Aufschlagspiel ab, spielte konzentriert und entschlossen auf und erhöhte bei eigenem Service auf 2:0. Die Kielerin blieb fokussiert, war sehr beweglich und baute die Führung auf 5:1 aus und gewann den 1.Satz, den sie symbolischer Weise mit einem Ass beendete, 6:2.

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Der Rumänin gelangen zwar einige Gewinnschläge, sie verschlug aber auch viele leichte Bälle und in ihre Mimik und Gestik waren geprägt von Zweifeln.

Im zweiten Durchgang startete Begu entschlossener, forderte das Publikum immer wieder zu noch stärkerer Unterstützung auf und ging bei eigenem Aufschlag zum ersten Mal in Führung. Das Match wurde umkämpfter, aber unsere Nr.1 hielt dagegen, gewann bald wieder die Oberhand. Bei 3:1 für die Deutsche, war das Aufschlagspiel der Rumänin 15(!) Minuten lang umkämpft, Begu gewann. Angelique blieb unbeirrt, erhöhte auf 4:2. In dieser Phase wurde sie zu Höchstleistungen herausgefordert. Sie agierte auf tollem Niveau, schlug atemberaubende Konterschläge und versuchte erfolgreich, immer auch selbst aggressiv die Initiative zu ergreifen. Mit 6:3 im 2.Satz brachte unsere „Angie“ das deutsche Team in dem Relegationsmatch 1:0 in Führung.

Die rumänische Tennislegende Ion Tiriac hatte vor der Fed Cup-Partie weise Worte gesprochen: „Angelique Kerber ist ein Glücksfall für das deutsche Tennis. Ihr Erfolg in Melbourne war ganz wichtig.“

Wir sollten diesen Schatz sorgsam pflegen. Sie fernhalten von zu viel Hype und Glamour, um ihre Ruhe und Bodenständigkeit nicht zu gefährden.

Im Anschluss an das erste Einzel ging Andrea Petkovic für Deutschland in ihr Match, um gegen die Weltranglisten-Sechste Simona Halep das „Unmögliche möglich zu machen“ und eine 2:0–Führung am ersten Tag herzustellen.

In dem Moment, in dem sein Star Simona Halep den Platz betrat, wurde das Publikum in Cluj fanatischer. Bei jedem gewonnen Punkt schallten „Simona, Simona“-Anfeuerungsrufe von den Tribünen, begleitet von musikalischen Fanfaren. Die absolute Weltklassespielerin aus Constanta  dankte es dem Publikum mit einem großartigen Auftritt. „Petko“ ließ sich nicht beeindrucken, spielte gut mit, musste aber im 3.Spiel schon ein Break kassieren. Halep dominierte weiter. Bei 3:1 und Einstand, in einem Spiel, das mehr als 11 Minuten dauerte,  stürzte die Rumänin bei einem Rückhandschlag, überdehnte sich die Bänder. Petkovic verkürzte auf 2:3, Halep ließ  sich beim Seitenwechsel medizinisch behandeln. Ganz unbeeinträchtigt spielte sie dann nicht weiter, die Darmstädterin glich aus. Halep erhöhte das Tempo, Petkovic unterliefen plötzlich leichte Fehler und die Rumänin ging 5:3 in Führung. Als Andrea auf 4:5 herankam, knallte Halep ihren Schläger wütend auf den Boden. Sie steigerte sich aber wieder, gewann den 1.Satz 6:4 und jubelte mit geballter Faust.

Die ersten Spiele des zweiten Durchganges waren gleich wieder umkämpft. Nach 14 Minuten Spielzeit stand es 1:1. Bei 2:1-Führung nahm die Rumänin wieder medizinische Betreuung in Anspruch. Sie bewegte sich danach wieder schnell und gewandt, musste aber wegen der starken kämpferischen Leistung und der Steigerung von Petkovic, die immer wieder versuchte, Initiative zu ergreifen, den 3:3-Ausgleich, dann den 3:4-Rückstand hinnehmen. In einem Match auf Augenhöhe konnte die Rumänin ausgleichen. Unter dem tosenden Jubel der Zuschauer ging sie 5:4 in Führung. Petko stemmte sich bravourös gegen die Niederlage, glich auf 5:5 aus, gewann sogar das Spiel zum 6:5, konnte aber das nächste Spiel trotz Führung nicht gewinnen. Im Tiebreak setzte sich die Darmstädterin mit mutigem Spiel dann 7:4 durch. Die deutsche Bank jubelte, die rumänischen Zuschauer waren still vor Entsetzen.

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Zu Beginn des 3.Satzes konnte keine der beiden Konkurrentinnen sich bis zum 2:2 einen vorentscheidenden Vorsprung verschaffen. Das Publikum sah jetzt ein hochklassiges Match. Dann gewann die Rumänin  zwei Spiele in Folge, Petko wehrte sich mit großartigen Aktionen, verkürzte auf 3:4. Nach erbarmungslosem Kampf konnte Halep das nächste Spiel für sich entscheiden, ging 5:3 in Führung, servierte zum Matchgewinn. Der unermüdlichen Deutschen gelang ein Break. Die Rumänin behielt die Nerven, „rebreakte“ die Darmstädterin, entschied den 3.Satz und das Match nach mehr als 2 Stunden und 50 Minuten Spielzeit mit 6:3 für sich und glich auf 1:1 im Zwischenstand des Relegationsspiels aus.

Die großartige, aber tragische Leistung von Andrea Petkovic dient am Ende vielleicht doch ihrer Freundin Angie Kerber. Der aufopferungsvolle Fight hat Halep Nerven und Energien gekostet.

Kommen wir zum Schluss dieses Posts noch kurz unserer Chronistenpflicht nach: Bei dem „Monte-Carlo Rolex Masters“ hat Rafael Nadal mit einem 2:6, 6:4, 6:2-Sieg über Andy Murray das Finale erreicht.

Im Duell der französischen Stars setzte sich Gael Monfils gegen Jo Wilfried Tsonga doch überraschen klar mit 6:1 und 6:3 durch und wird Rafael Nadal im Endspiel von Monte Carlo herausfordern.

15. April 2016
von admin
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Deutsche Damen im Abstiegskampf – in Monte Carlo ist nach Djokovic auch Federer ausgeschieden!

Das deutsche Damenteam steht vor der realen Möglichkeit des Abstiegs im Relegationsmatch der Fed Cup-Weltgruppe 1 gegen die starken Rumäninnen. Die Sorgen wurden noch größer, als unsere Grand Slam-Siegerin Angie Kerber bei ihrem letzten Turnier im Halbfinale ermüdet aufgeben musste. Die Kielerin versuchte dann, sich in Polen bei den Großeltern zu erholen und reiste zwei Tage später an als ihr Team.

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„Die innere Ruhe, die ich in Australien gezeigt habe, ist wieder da. Und den Willen habe ich sowieso”, erklärte die Weltranglistendritte nach ihrer Ankunft in der rumänischen Stadt Cluj.

Kerber absolvierte an ihrem ersten Tag eine einstündige Einheit auf dem Sandplatz in der Sala-Polivalenta-Arena.  „Ich freue mich, endlich beim Team zu sein. So richtig Zeit zum Entspannen hatte ich nicht, aber nach der langen Amerika-Reise taten mir die zwei Tage zu Hause gut”, sagte die 28-Jährige nach dem Training. Auf Nachfrage schätzte sie die Siegchancen ihres Teams auf 50 Prozent ein.

Ihre Teamkolleginnen bereiteten sich im Zentrum Transsilvaniens gut vor. Mit Horror-Szenarien beschäftigt sich das deutsche Team in dem Land des Grafen Dracula in diesen Tagen nicht.  Das Abstiegsgespenst wird so weit wie möglich verdrängt. „Ich versuche mir positive Gedanken zu machen und mir nicht irgendwelche Schreckensszenarien auszumalen”, sagte Andrea Petkovic.

Die deutsche Nummer 2  will den Druck vielmehr als  Motivation nutzen. „Es treibt mich eher an, noch härter zu arbeiten, damit wir am Wochenende gewinnen”, meinte “Petko”, die sich in Siebenbürgen auf dem „geliebten Sand” bisher in guter Form präsentierte.

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Am Freitag entschied sich Barbara Rittner für einen Einsatz der Darmstädterin als zweite Einzelspielerin. Julia Görges und Annika Beck werden wohl ihre Chance im Doppel erhalten. Angie Kerber trifft am Samstag in Cluj zunächst auf  Irina-Camelia Begu. Anschließend stehen sich Andrea Petkovic und Simona Halep gegenüber. Am Sonntag kommt es zum Duell der Spitzenspielerinnen zwischen Kerber und Halep. Danach treten Petkovic und Begu gegeneinander an.

Während bei den Damen wegen der Fed Cup-Partien keine großen Turniere angesetzt sind, spielt die komplette Weltelite der Herren auf Sand bei den „Monte-Carlo Rolex Masters“.

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Nach dem Ausscheiden von Novak Djokovic witterten die anderen Topfavoriten ihre Chance auf einen Titelgewinn und setzten sich fast ausnahmslos zumindest bis zum Viertelfinale durch.

Der Weltranglistenzweite Andy Murray steigerte sich in Monaco von Spiel zu Spiel. Im Achtelfinale kämpfte er den Franzosen Benoit Paire (ATP Nr.18) 2:6, 7:5,7:5 nieder, fegte dann den Milos Raonic (ATP Nr.12) im Viertelfinale 6:2 und 6:0 vom Platz. Im Achtelfinale hatte der Kanadier bei seinem 6:3, 4:6, 7:6-Sieg schon große Mühe mit Damir Dzumhur (ATP Nr.94), der vorher Tomas Berdych (ATP Nr.6) ausgeschaltet hatte.

Schon bei den Turnieren auf dem amerikanischen Kontinent hatte der Weltranglistenfünfte  Rafael Nadal aufgezeigt, dass er auf Sand in diesem Jahr wieder an seine größten Erfolge anknüpfen könnte. Gegen den Aufsteiger aus Österreich, Dominik Thiem (ATP Nr.14), hatte sich der Spanier im Achtelfinale 7:5, 6:3 nach mehr als 2 Stunden Spielzeit durchgesetzt. Im Viertelfinale kam es zu der Begegnung mit dem Weltranglistenvierten Stan Wawrinka, der in der Runde zuvor den Franzosen Gilles Simon (ATP Nr. 15) bei dem 6.2, 6:1-Sieg keine Chance gegeben hatte. Der Spanier begann fehlerlos gegen den Sieger des Turniers im Jahr 2014 aus der Schweiz. Er gewann den 1.Satz souverän 6:1 und erreichte das Semifinale mit einem 6:4 im umkämpften 2.Satz.

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Im Halbfinale in Monte-Carlo kommt es am Sonnabend jetzt zur legendären Auseinandersetzung zwischen Rafael Nadal und Andy Murray.

Der Weltranglistendritte Roger Federer zeigte sich im Fürstenstaat nach der zehnwöchigen Verletzungspause bestens erholt. Der Schweizer konnte in seinem Auftaktmatch überzeugen und bezwang im Achtelfinale den Spanier Bautista-Agut (ATP Nr.17) souverän 6:2, 6:4. Im Viertelfinale kam es zum Clash mit Jo-Wilfried Tsonga (ATP Nr.9), der zuvor seinem aufstrebenden 21-jährigen Landsmann Lucas Pouille (ATP Nr. 87) mit 6:4 und 6:4 in seine Schranken verwiesen hatte. Im ersten Satz startete der FedExpress durch und Roger gewann nach 2 Breaks 6:3. Im 2.Satz verlor Federer gleich sein erstes Aufschlagspiel, lief dem Vorsprung des Franzosen vergeblich hinterher und verlor 2:6. Im 3.Satz steigerte sich das Niveau der Partie zu einem Kampf auf des Messers Schneide. Bei 5:5 gelang der französischen Nr.1 das erste Break zur vorentscheidenden 6:5-Führung. Tsonga servierte durch, entschied  den Satz 7:5 für sich und erreichte das Semifinale von Monte-Carlo. Gentleman Roger verlor die Contenance, knallte einen Ball frustriert und wütend auf die obersten Ränge der Tribüne.

Gael Monfils (ATP Nr. 16) gab bei seinem 6:1, 6:2-Sieg über den Djokovic-Bezwinger Jiri Vesely (ATP Nr.58) im Achtelfinale nicht den Hauch einer Chance. In der Runde der letzten Acht traf er auf Marcel Granollers (ATP Nr.67), der in der Qualifikation ausgeschieden war, dann aufgrund der Absage David Ferrers in das Hauptfeld als Lucky Looser rückte und seine unverhoffte Chance mit Erfolgen über  Sascha Zverev und David Goffin genutzt hatte. Der französische Paradiesvogel spielte von Beginn an fehlerlos, ihm gelangen auch krachende Gewinnerschläge und er gewann den1.Satz souverän 6:2. Im ersten Durchgang top, im zweiten zu Beginn ein Flop: Monfils streute die Bälle plötzlich kreuz und quer über den Platz, der Spanier ging schnell 3:0 in Führung. Dann fing sich der Franzose, gewann Spiel auf Spiel und auch den 2.Satz 6:4.

Mit Monfils und Tsonga stehen sich zwei Franzosen im Semifinale der oberen Tableauhälfte am Sonnabend gegenüber.