13. April 2016
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Die deutschen Herren spielen in Monte-Carlo nur noch im Casino!

Die ATP-Herren starten an der Cote d’Azur ihre europäische Turnierserie auf Sand. Djokovic, Murray, Federer, Wawrinka und Nadal werden bei den „Monte Carlo Rolex Masters“, die mit 3.5 Millionen Dollar Preisgeld dotiert sind, die rote Asche aufwühlen. Drei deutsche Teilnehmer waren im Hauptfeld vertreten.

Der Qualifikant Jan-Lennard Struff (ATP Nr.115) hat ein großartiges Spiel in der ersten Runde des Turniers geliefert, unterlag aber dem Österreicher Dominik Thiem (WTA Nr.14) mit 6:1, 3:6 und 4:6.

Philipp Kohlschreiber (ATP Nr.28) startete gut in die Sandplatzsaison und bezwang in seinem Auftaktmatch das 19-jährige kroatische Ausnahmetalent Borna Coric (ATP Nr.42) 6:4 und 6:4.

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In der 2.Runde traf er gleich auf den an 4-gesetzten Stan Wawrinka (ATP Nr.4), der so ganz nebenbei auch noch Titelverteidiger im Fürstenstaat ist. Kohli war dem Schweizer im 1.Satz ein ebenbürtiger Gegner. Beiden Kontrahenten gelang bis zum 6:6 ein Break. Im Tiebreak dominierte Stan the man und setzte sich 7:2 durch. Im 2.Satz verlor der Augsburger gleich sein Aufschlagspiel. Bei 2:3 half Wawrinka der deutschen Nr.1 mit einem Doppelfehler zum Ausgleich. Bis 5:5 wurde auf Augenhöhe gekämpft. Am Ende hatte der Augsburger wieder das Nachsehen. Er verlor den zweiten Durchgang 5:7 und schied aus. Wenn Kohlschreiber nur die Hälfte aller denkbar knapp verlorenen Matches gegen die ATP-Weltspitze gewonnen hätte, wäre er längst unter den besten Zehn der Weltrangliste.

Alexander Zverev (ATP Nr.56) setzte sich in seinem Erstrundenmatch im Duell der Youngster mit dem 18-jährigen Russen Andrey Rublev (ATP Nr.148), der vom Veranstalter eine Wildcard erhalten hatte, souverän mit 6:1, 6:3 durch.

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In seinem nächsten Match hatte er es mit dem Spanier Marcel Granollers (ATP Nr.67), der als Lucky Looser noch in das Hauptfeld gerutscht war, zu tun. Sascha nutze die vorteilhafte Auslosung nicht. Im 1.Satz hatte er Probleme mit dem Service, konnte nur 29 Prozent seiner ersten Aufschläge in das Feld bringen und verlor 4:6. Im 2.Satz wurde der Aufschlag etwas besser, er gewann im Spiel die Oberhand und setzte sich mit 6:4 durch. Das unorthodoxe und variantenreiche Spiel des Spaniers verschaffte dem jungen Hamburger im 3.Satz wieder Probleme. Er verlor 3:6 und schied wie Struff und Kohlschreiber vor dem Achtelfinale von Monte Carlo aus,

Sensationell: Djokovic kann verlieren! In seinem Auftaktmatch verlor der Serbe gegen den Tschechen Jiri Vesely, der in Niedersachsen das Tennisspielen gelernt hatte, mit 4:6, 6:2 und 4:6.

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Murray, Federer, Nadal, Tsonga und Monfils erreichten ohne Probleme das Achtelfinale. Der Sieg des Bosniers Dzumhur über den Tschechen Berdych war nach dem Ausscheiden des Djokers die bisher größte Überraschung bei den  Monte-Carlo Rolex Masters.

 

12. April 2016
von admin
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Droht dem Fed Cup-Team der Abstieg?

Zu Beginn des Jahres 2016  hatte das deutsche Tennis großartige Erfolge gefeiert, insbesondere durch Angie Kerbers Grand Slam-Sieg einen kleinen Boom ausgelöst. In der Zwischenzeit hat es einige Rückschläge gegeben.

Unser Flaggschiff, das Fed Cup-Team, das seit Jahren von einem Sieg des Wettbewerbs träumt, ist in der ersten Runde der Weltgruppe an der Schweiz gescheitert. Am kommenden Wochenende tritt Deutschland in Rumänien zum Relegationsspiel an. Es steht viel auf dem Spiel: Verlieren Angelique Kerber & Co., steigt das DTB-Team in die zweite Liga ab.

Der Gegner ist eine echte Herausforderung: An der Spitze steht mit der aktuellen Weltranglistensechsten Simona Halep eine Spielerin, die gerade vor heimischem Publikum schwer zu schlagen ist. Die anderen Mitglieder des Teams sind alle gut in der Weltrangliste platziert und haben mit einzelnen Erfolgen auch in diesem Jahr schon ihre Klasse bewiesen.

Die deutschen Spielerinnen hinter Angelique Kerber laufen ihrer Form in den letzten Monaten hinterher. Sabine Lisicki hat ihre privaten Probleme und ihr Selbstvertrauen auf dem Platz noch nicht in den Griff bekommen. Barbara Rittner hat sie deshalb nicht nominiert und Andrea Petkovic (WTA Nr. 30),  Julia Görges (WTA Nr.59)  und Annika Beck (WTA Nr.41) für das zukunftweisende Match in Rumänien in den Kader berufen. Aber auch unsere Nr.2, Andrea Petkovic, hat trotz guter Ansätze noch nicht ihr altes Selbstbewusstsein wiedergefunden.

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Der Einsatz Angie Kerbers im wichtigen Fed-Cup-Abstiegsduell in Rumänien scheint nicht gefährdet. Die Australian-Open-Siegerin fehlte zwar bei der Abreise der deutschen Tennis-Damen von  München nach Cluj-Napoca, wird aber am Mittwoch nachkommen und mit dem Team trainieren. „Sie war einfach erschöpft“, sagte Rittner. „Ich habe gestern Abend mit Angelique telefoniert und es geht ihr wieder viel besser.“ Die Kielerin erhole sich jetzt zwei Tage in Polen. Angie hatte am Samstag beim WTA-Turnier in Charleston im Semifinale gegen die Amerikanerin Sloane Stephens beim Stand von 1:6, 0:3 entkräftet aufgeben.

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Die Bundestrainerin hat die Weltranglisten-Dritte Kerber fest als Einzelspielerin eingeplant. Sie soll gegen Simona Halep einen wichtigen Punkt für das deutsche Team gewinnen.

Für Rumänien sind Simona Halep, Monica Niculescu (WTA Nr.31), Irina Camelia-Begu (WTA Nr.35 )  und Alexandra Dulgheru (WTA Nr.91 )nominiert.

Auch die zweimalige Fed-Cup-Gewinnerin und 22-malige Grand-Slam-Turniersiegerin Steffi Graf warnte vor dem Gastgeber. „Das ist wirklich eine schwere Aufgabe. Ich hoffe sehr, dass sich die Mädchen durchsetzen werden“, sagte Graf in einem Interview auf der Internetseite des Deutschen Tennis Bundes.

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 Rittner habe aber  „die notwendige Erfahrung, um ihre Spielerinnen bei dem schwierigen Auswärtsspiel in den entscheidenden Situationen zu führen. Lasst uns positiv nach vorne schauen“, machte Steffi Graf der Tennisnation Deutschland Hoffnung.

 

9. April 2016
von admin
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Kerber muss in Charleston aufgeben!

Nach dem großartigen Erfolg in Australien ist Angelique Kerber auf dem amerikanischen Kontinent, in South Carolina, nach kurzer Atempause wieder auf Titelkurs.

 

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Im Semifinale der „Volvo Car Open“ stand ihr am Sonnabend auf dem Center Court in Charleston Sloane Stephens (WTA Nr.25) gegenüber.

Die Kielerin erwischte einen Fehlstart. Das US-Girl aus Florida begann entschlossen und aggressiv, schlug unbekümmert auf die Bälle ein und ging gleich 4:0 in Führung. Angie gewann dann ihr erstes Aufschlagspiel, die junge Amerikanerin setzte sich  ohne Punktverlust bei ihrem Aufschlag durch, nahm kompromisslos wieder der Deutschen das Service ab und gewann den 1.Satz nach nur 25 Minuten Spielzeit 6:1.

BNP Paribas Open - Day 8

Angie waren ungewöhnlich viele unnötige Fehler – 10 im ersten Satz, die aggressive Stephens machte nur 2 – unterlaufen. Das Geschehen änderte sich auch zu Beginn des zweiten Durchganges nicht. Als Stephens wieder die ersten beiden Spiele gewonnen hatte, unterbrach  Kerber das Match, schlug die Hände vor das Gesicht, schüttelte  enttäuscht den Kopf und rief Coach Beltz zur Bank. Nachdem sie den Court wieder betreten hatte, haute Stephens ihr gleich ein Ass um die Ohren. Als die Kielerin bei 0:3 im 2.Satz die Seiten wechselte. ging sie mit Tränen in den Augen zur Schiedsrichterin, gab ihre Aufgabe bekannt und beglückwünschte ihre Gegnerin zum Abbruchsieg.

Als Grund für die Aufgabe wurde eine Schwächung durch einen Infekt angegeben.