9. April 2016
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Angie Kerber erreicht das Semifinale in Charleston!

Angelique Kerber war trotz des klaren Sieges nicht vollkommen mit ihrer Leistung im Achtelfinalmatch in Charleston zufrieden: „Das war ein schwieriges Match. Es war sehr windig und sehr warm. Außerdem ist die Umstellung vom Hartplatz auf Sandplatz schwieriger als umgekehrt.“

Ihre Viertelfinalpartie gegen Irina Camilia Begu (WTA Nr.34) war ein Test für das Relegationsspiel,  dass das deutsche Fed Cup-Team am nächsten Wochenende gegen Rumänien austragen wird. Die Weltranglistenzweite begann konzentriert und sicher. Sie erspielte sich früh einen 3:1-Vorsprung, gab das Heft bis zum Ende des 1.Satzes, den sie souverän 6:2 gewann, nicht mehr aus der Hand.

Im zweiten Durchgang erhöhte die 25-jährige  Rumänin das Risiko, ihr gelangen einige spektakuläre Gewinnerschläge. Angie hielt dagegen, setzte sich im 2.Satz mit 6:3 durch. Nach dem gewonnenen Matchball ballte sie die Siegerfaust, strahlte stolz ihren Coach Torben Beltz an und hatte das Semifinale der „Volvo Car Open“ erreicht.

angelique

Das war ein stark verbesserter und vielversprechender Auftritt der Titelverteidigerin in Charleston!

Nach dem Match in der Pressekonferenz äußerte Angie ihre Zufriedenheit: „Ich fühle mich besser und besser auf Sand. Ich glaube, ich habe mich jetzt an alles gewöhnt und es ist einfach großartig, wieder im Semifinale zu stehen. Ich liebe Charleston, habe hier bisher eine sehr gute Woche gehabt und hoffe, dass ich noch zwei weitere Matches haben werde.“

Da haben wir absolut nichts dagegen.

Im Halbfinale wird sie am Sonnabend gegen die an 7-gestzte Sloane Stephens aus den USA spielen.

Laura Siegemund, die sich in South Carolina in außergewöhnlicher Form präsentiert, konnte der positiven Entwicklung im Viertelfinale gegen Elina Vesnina (WTA Nr.85) die Krone aufsetzen: das Erreichen des Halbfinales in Charleston wäre der größte internationale Erfolg in ihrer bisherigen Karriere.

laura.s.

Von Beginn an lief die temperamentvolle Stuttgarterin einem Rückstand hinter her. Ihr gelang der Ausgleich bei 5:5. Dann unterliefen ihr zu viele Fehler und die druckvoll spielende Russin, die auch hervorragende Volleys spielte, konnte den 1.Satz mit 7:5 für sich entscheiden.

Im 2.Satz drehte die Deutsche zu Beginn auf, ging auch 2:0 in Führung. Dann konterte die Russin, gewann  wieder die Oberhand und vier Spiele in Folge. Die routinierte Vesnina ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Laura Siegemund schied mit 5:7 und 4:6 im Viertelfinale aus. Sie hat ein hochmotiviertes Spiel abgeliefert – vielleicht war sie sogar ein wenig übermotiviert…

7. April 2016
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Zwei deutsche Damen im Viertelfinale von Charleston!

Zwei deutsche Spielerinnen stehen im Achtelfinale der „Volvo Car Open“ in Charleston. Es hätten mehr sein können. Die Niederlagen von Lisicki, Witthöft und Petkovic wären zu vermeiden gewesen. Die Achtelfinalistinnen Kerber und Siegemund standen hingegen in ihren Matches schon knapp vor dem Ausscheiden. Sieg oder Niederlage trennen auf der WTA-Tour oft nur Nuancen.

Am Donnerstag ging die topgesetzte Angelique Kerber in der ersten Spielrunde auf dem Center Court an den Start. Ihre Gegnerin Kristina Kucova (WTA Nr. 142)) hatte mit ihren Siegen über Madison Brengle und Katharina Bondarenko und dem Einzug in das Achtelfinale des Turniers in South-Carolina ihren  bisher größten Erfolg auf der WTA-Tour errungen.

Die Australian Open-Siegerin startete schwer in das Match gegen die unorthodox auf beiden Seiten beidhändig schlagende Slowakin, zeigte öfters ihre Unzufriedenheit mit den vielen leichten Fehlern, die ihr unterliefen. Der Aufschlag war ihr größtes Problem. Bis zur 3:2-Führung der Kielerin hatte noch keine Spielerin ein Aufschlagspiel gewonnen. Nach ihrem ersten Ass baute Angie den Vorsprung auf 4:2 aus. Im weiteren Verlauf wurde sie stabiler und brachte den 1.Satz mit 6:2 unter Dach und Fach.

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Zu Beginn des zweiten Durchgangs verlor Angelique wieder Spannung. Ihr unterliefen viele haarsträubende Fehler, die sie mit ironisch-resignierendem Kopfschütteln kommentierte. Schnell lag sie 0:2 zurück. Dann konzentrierte sie  sich stärker, gewann vier Spiele nacheinander, ohne konstant ihr höchstes Niveau zu erreichen. Mit einem 6:3-Sieg im 2.Satz zog die Titelverteidigerin in das Viertelfinale der „Volvo Car Open“ ein.

Ein sonderbares Match, in dem das klare Ergebnis die eigentliche Überlegenheit der deutschen Nr.1 widerspiegelte. Angie wirkte aber selbst unzufrieden mit ihrer Leistung. Ihr Spielstil verlangt wohl nach größeren Herausforderungen.

Vielleicht litt das Match auch an der Atmosphäre im Stadion, die eher an eine Baseball-Partie erinnerte. Da blätterten die Zuschauer in Zeitungen, da wurde  wie im Coffee-Shop miteinander geplaudert, da wurde das Smartphone ausgiebig für Telekommunikation genutzt. Einige Besucher wurden bei guten Schlägen von dem Applaus des sportlich interessierten Teils des Publikums aus dem Mittagsschlaf geweckt.

Laura Siegemund (WTA Nr.75) hatte bisher in Charleston mit großartigen Leistungen überzeugt. Gegen die 34-jährige Kroatin Mirjana Lucic-Baroni (WTA Nr.74) hatte sie gute Chancen, auch in das Viertelfinale des Turniers in Charleston einzuziehen. Vom ersten Ball an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Jeder Punkt war umkämpft. Die Stuttgarterin verschaffte sich dann einen Vorsprung, die Kroatin gleicht gegen Ende des Satzes auf 5:5 aus. Siegemund  blieb entschlossen und sicherte sich den 1.Satz mit 7:5.

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Im zweiten Durchgang setzt die Deutsche ihr entschlossenes Spiel fort. Sie gewinnt die Oberhand, ging 5:2 in Führung und servierte zum Matchgewinn. Einen Matchball vergab sie mit einem Doppelfehler. Laura blieb unbeirrt, verwandelte den nächsten Matchball und hatte mit 7:5, 6:2 das Viertelfinale in Charleston als zweite Deutsche erreicht.

Der unbedingte Siegeswille von Laura Siegemund war beeindruckend.

7. April 2016
von admin
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Heiße Tänze unserer Damen in Charleston!

In Charleston ging am Mittwoch der Tanz um WTA-Weltranglistenpunkte bei den  hochdotierten „Volvo Car Open“ weiter. Drei deutsche Teilnehmerinnen traten zu ihren Matches an, um das Achtelfinale wie Angie Kerber zu erreichen.

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Als erste ging Laura Siegemund auf den Platz. Ihre Gegnerin war die an 8-gesetzte Madison Keys, die im Viertelfinale von Miami an Angie Kerber gescheitert war. Die Stuttgarterin begann entschlossen gegen das hochgelobte 21-jährige US-Girl. Mit einem Break erspielte sie sich die 3:2-Führung und servierte bei 5:4 zum Satzgewinn. Sie wehrte zwar drei Breakbälle in Folge ab, verlor dann aber doch ihr Aufschlagspiel und musste den 5:5-Ausgleich hinnehmen. Sie verlor dann den 1.Satz im Tiebreak mit 3:7. Die 28-jährige Deutsche bliebt unbeirrt im zweiten Durchgang, behielt dieses Mal die Nerven gegen die „Hopp oder Top“-Spielerin aus Florida und gewann den 2.Satz 6:4. Im entscheidenden Durchgang erkämpfte sie sich früh einen 3:1-Vorsprung. Madison Keys gewann dann drei Spiele in Folge. Laura glich aus, ging dann sogar 5:4 in Führung. Im nächsten Spiel vergab sie 5 Matchbälle, verwandelte den sechsten zum Sieg und zog mit 6:7, 6:4 und 6:4 nach fast drei Stunden Spielzeit in das Achtelfinale von Charleston ein.

siegemund

Sabine Lisicki, die sich in der ersten Runde gegen Falconi durchsetzen konnte, hatte auch gute Aussichten für ein Weiterkommen in der 2.Runde gegen Julia Putintseva (WTA Nr.61) aus der Ukraine. Die Berlinerin legte aber einen klassischen Fehlstart hin, lag früh 0:3 zurück, bis sie ihr erstes Aufschlagspiel gewann. Danach fand Bine etwas besser in das Spiel, kämpfte sich auf 4:5 heran, glich auf 5:5 aus, um dann doch 5:7 zu verlieren. Im zweiten Satz lief es dann von Anfang an besser für Lisicki, sie konnte sich auch mit 6:4 durchsetzen.  Zu Beginn des 3.Satzes gelang ihr zwar gleich ein Break, die Aufschlag-Weltrekordlerin kassierte aber umgehend das Rebreak. Vergeblich hofft man, dass sie endlich Ruhe, Ausgeglichenheit und Selbstvertrauen in ihrem Spiel findet. Ausdruck ihrer Unsicherheit waren auch die zahlreichen Doppelfehler. Ihre „Achterbahn der Gefühle“ setzt sie auch in dem entscheidenden Durchgang fort – auf gelungene Schläge folgen meist unnötige Fehler, besonders bei wichtigen Punkten. Bei 3:5-Rückstand steht sie mit dem Rücken zur Wand – sie wehrt tapfer mehrere Bälle ab, muss sich aber am Ende geschlagen geben und scheidet nach zweieinhalb Stunden Spielzeit mit 5:7, 6:4 und 3:6 aus dem Turnier aus. Ein Drama.

Andrea Petkovic hatte das Turnier in South Carolina 2014 gewonnen und unterlag ihrer besten Freundin Angie im letzten Jahr erst im Semifinale. In der Abendveranstaltung spielte sie gegen Monica Puig (WTA Nr. 62). In der bisherigen Matchbilanz hat Andrea 3 Siege und 2 Niederlagen gegen die  Puerto Ricanerin zu Buche stehen. Eine machbare, aber schwierige Partie stand der an 6-gesetzten Darmstädterin in ihrem Auftaktmatch bevor. Von Beginn an war auch jedes Spiel umkämpft. Ab 2:2  gewann die konstant und konzentriert aufspielende Petko die Big Points, gewann 3 Spiele in Folge zum 5:2. Jetzt punktete die aggressiv auftretende Puig besonders mit Rückhandwinnern und gewann 4 Spiele in Folge. Bei 5:6 zerschmetterte Petko wütend ihren Schläger auf dem Boden. Sie wehrte dann zwar zwei Satzbälle nacheinander ab, konnte   aber den 7:5-Satzgewinn ihrer Gegnerin schließlich nicht verhindern.

 

puig

Auch im 2.Satz überließ Andrea zu sehr der Puerto Ricanerin die Initiative. Als sich ab der Mitte des Satzes bei der Deutschen die leichteren Fehler häuften, konnte sie den 6:2-Satzverlust und das Ausscheiden – trotz tapferer Abwehr von mehreren Matchbällen, als sie selbst mehr die Initiative ergriff – nicht verhindern. Wir hatten den Eindruck, dass der Darmstädterin die Umstellung auf den grünen Sand von Charleston noch einige Probleme bereitete.

Business as usual bei der internationalen Damenkonkurrenz auch in Charleston: Vor dem Achtelfinale sind schon zahlreiche Favoriten gestürzt. Die an 2-gesetzte Belinda Bencic verlor sang- und klanglos 1:6, 1:6 gegen die Russin Elena Vesnina. Die an 4-gesetzte Lucie Safarova unterlag dem noch unbekannten US Girl Louisa Chirico mit 3:6, 3:6. Das ehemalige Wunderkind Eugenie Bouchard ist auch schon wieder auf dem Weg nach Hause. Die Kanadierin gab beim Stand von 4:6, 6:1 und 0:1 gegen die Spanierin Dominguez Lino auf.

Der einzige deutsche Spieler bei den Herren, der noch aktiv am Geschehen bei den großen Turnieren teilnimmt ist jetzt auch ausgeschieden: Benjamin Becker hat in Houston sein Zweitrundenmatch gegen Sam Querrey (ATP Nr. 35) verloren. Der an 5-gesetzte  28-jährige Kalifornier setzte sich souverän mit 6:3 und 6:3 gegen den 34-jährigen Deutschen durch.