6. April 2016
von admin
Keine Kommentare

Kerber zittert sich in das Achtelfinale von Charleston!

Bei der WTA und der ATP hat die Sandplatzsaison  - mit dem Höhepunkt der „French Open“ in Paris – begonnen. Auf dem amerikanischen Kontinent, in Texas und South Carolina, sind auch deutsche Profis angereist, um den Sand aufzuwühlen.

Unser Hoffnungsträger Sascha Zverev ist im texanischen Houston unglücklich schon in seinem Auftaktmatch ausgeschieden. In einem Marathonmatch unterlag er dem 23-jährigen US-Boy Denis Kudla (ATP Nr.59) 6:3, 6:7, 6:7. In den beiden Tiebreaks war der 18-jährige Hamburger chancenlos und konnte jeweils nur zwei Punkte erringen.

Die beiden anderen deutschen Teilnehmer, der 34-jährige Benjamin Becker (ATP Nr.92) und der 35-jährige Michael Berrer (ATP Nr.109) trafen gleich in der 1.Runde aufeinander. Das „Battle oft the Oldies“ war im 1.Satz hart umkämpft. Becker setzte sich im Tiebreak durch. Damit war die Messe gelesen. „Benni“ gab kein Spiel mehr ab und zog mit einem 7:6, 6:0-Sieg in die zweite Runde der „Houston American Clay-Court Championships“ ein.

 benni

Die mit 688000 Dollar dotierten Volvo Car Open in Charleston sind ein gutes Pflaster für die deutschen Spielerinnen. Andrea Petkovic gewann 2014, Angie Kerber holte sich den Titel 2015.

Die Titelverteidigerin und Weltranglistenzweite aus Kiel war in diesem Jahr an Position 1 gesetzt und spielte in der zweiten Runde gegen die 24-jährige Lara Arruabarrena (WTA Nr.80). Der Turniersieg in Charleston im letzten Jahr sei ihre Wende zum Guten gewesen, erklärte die Kielerin den Medien. Danach hätte sie das Vertrauen gewonnen, auch die Grand Slams gewinnen zu können. Im Achtelfinale des Turniers in South Carolina im Vorjahr hatte die Deutsche die Spanierin mit 6:3 und 6:0 vom Platz gefegt.

Angie spielte dann auch anfangs so auf, als wenn sie sich wieder zu Hause fühlte. Sie gewann den 1.Satz souverän 6:2. Im 2.Satz schlichen sich mehr Fehler in ihr Spiel ein. Die 24-jährige Spanierin gewann 7:5. Der 3.Satz war dann eine Zitterpartie, die am Ende die Weltranglistenzweite mit Hängen und Würgen im Tiebreak mit 7:3 für sich entscheiden konnte.

angie-kerber

„Die ersten Runden sind immer hart, und Lara hat ein unglaublich gutes Match gezeigt”, kommentierte Angie ihr  erstes Spiel auf Sand in diesem Jahr: „Ab und zu war ich zu passiv, habe zu lange auf die Bälle gewartet.“

Auch Andrea Petkovic (WTA Nr.28) ist in Texas vorgesetzt, tritt in ihrem Auftaktspiel gegen Monica Puig aus Puerto Rico aber erst am Mittwoch an.

Laura Siegemund (WTA Nr.75)  bezwang in ihrem Erstrundenmatch die Rumänin Patricia Maria Tig (WTA Nr.131) mit 4:6, 6:3, 6:3.

TENNIS - WTA, Nuernberger Gastein Ladies

Auch Sabine Lisicki (WTA Nr.51) konnte in Charleston wieder einen Erfolg verbuchen. Sie besiegte in der 1.Runde die US-Amerikanerin Irina Falconi (WTA Nr.91) 6:4, 6:3.

Tatjana Maria, die in Florida wohnt und trainiert, war in der ersten Runde an der Französin Kristina Mladenovic (WTA Nr.29) 4:6, 3:6 gescheitert.

Carina Witthöft, in der Weltrangliste auf Rang 82 zurückgefallen, spielt noch weiter auf Hartplatz und in der Halle. Bei den mit 226000 Dollar dotierten Katowice Open hatten kurzfristig Radwanska, Pliskova, Azarenka und Kvitova abgesagt. Damit stiegen die Chancen auf ein Weiterkommen für Witthöft.  In der 1.Runde traf die 21-jährige Hamburgerin allerdings gleich auf die an 8-gesetzte  Dominika Cibulkova (WTA Nr.52). In einem von vielen leichten Fehlern geprägten 1.Satz, konnte sich Witthöft mit 8:6 im Tiebreak durchsetzten. Mit Mühe und Not gewann dann die verunsichert auftretende Slowakin den 2.Satz 6:4. Zu Beginn des entscheidenden Satzes gewann die Hamburgerin die Oberhand und ging 4:1 in Führung. Dann vergab sie zu viele Chancen, die unermüdlich kämpfende Slowakin konnte ausgleichen. Bis zum 6:6 brachten dann beide Spielerinnen ihre Aufschlagspiele durch. Cibulkova,  die im 3.Satz nie geführt hatte, übernimmt die Initiative und gewinnt den Tiebreak souverän 7:2. Nach mehr als 3 Stunden Spielzeit war Carina Witthöft in der Auftaktrunde der „Katowice Open“ mit 7:6, 4:6, 6:7 ausgeschieden. Eine verpasste Chance.

5. April 2016
von admin
Keine Kommentare

ATP- und WTA-Profis liegen im Clinch!

Im Jahr 2016 hat der Tennissport – gerade den deutschen Fans – viel Freude bereitet. Er hat aber auch schon für einige Skandale gesorgt. Das begann mit der Pressekonferenz der Tennis-Diva Maria Sharapova, in der sie der Öffentlichkeit mitteilte, dass seit diesem Jahr auf der Dopingliste stehende Mittel Meldonium  eingenommen zu haben.

maria

Die WTA sperrte sie für die nächsten Turniere bis zur Klärung dieser Affäre und gab keine weiteren Auskünfte. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Weil mit dem Verschweigen von skandalösen Vorgängen das positive Image erhalten bleiben soll und „der Rubel weiter rollen“ kann.

Dann schlug folgende Aussage des Turnierdirektors von Indian Wells hohe Wellen:  „Wenn ich eine Spielerin wäre, würde ich jeden Abend auf die Knie gehen und Gott dafür danken, dass Roger Federer und Rafael Nadal geboren wurden, weil sie diesen Sport getragen haben”, hatte Raymond Moore vor versammelter Presse erklärt.

Diesen Satz verstand Serena Williams als sexistischen Kommentar und legte los: „Ich bin natürlich der Meinung, dass keine Frau irgendwem auf den Knien danken sollte. Wenn ich ihnen jeden Tag sagen würde, wie viele Menschen sagen, dass sie nur Tennis schauen, wenn meine Schwester oder ich spielen, könnte ich die Zahl nicht mal nennen. Moores Äußerungen sind schlichtweg beleidigend, sehr unangebracht und sehr, sehr, sehr unrichtig.“

serena-williams

So sehr unberechtigt nun doch nicht:  Es ist unbestritten, dass der Kampf von Djokovic, Murray, Federer und Nadal um die Krone des ATP-Tennis seit einiger Zeit  attraktiven und spektakulären Sport bietet, der auf diesem Niveau seltener auf den WTA-Turnieren erreicht wird.

Amelie Mauresmo, die auf der WTA-Tour zur Weltspitze gehörte und auf der ATP-Tour Andy Murray betreute  -  es also wissen sollte – gestand ein: „Ich muss    einräumen, dass die Herren-Tour momentan attraktiver ist als die der Damen. Drei der besten Spieler aller Zeiten duellieren sich innerhalb einer Ära. Vor etwa zehn Jahren hatte die Damen-Tour eine ähnliche Hochphase.“

mauresmo

Spielerinnen und Spieler beteiligten sich heftig an dieser Diskussion und plötzlich forderten die Herren, an der Spitze Novak Djokovic, dass es fair wäre, das Preisgeld bei den Herren im Vergleich zu den Damen zu erhöhen.

männergesellschaft

Das rief weitere Entrüstung bei den Spielerinnen hervor. Unter anderem meldete sich auch Laura Siegmund zu Wort. Generell verstehe sie nicht, warum „für gleiche Arbeit nicht gleiches Geld gezahlt werden soll.“ Nicht nur bei den Grand-Slam-Turnieren, sondern auch bei den „Combined Events“ der ATP-/WTA-Tour sollten ihrer Meinung nach keine Preisgeld-Unterschiede gemacht werden: „Wir Frauen arbeiten genauso hart und haben den gleichen Aufwand wie die Männer. Dass die Herren mehr verdienen, ist ein falsches Zeichen für die Gesellschaft.“

Laura-Siegemund

Unsere Laura argumentiert  brav emanzipiert, spricht über die Quantität, vergisst aber die Qualität der Arbeit. In der Geschäftswelt – und Profitennis ist ein Geschäft – wird bei der Bezahlung die höhere Qualität der Arbeit und die besseren Fähigkeiten des Arbeitenden berücksichtigt. Sowohl bei den Frauen, wie bei den Männern.

Der Preis in der Wirtschaft regelt sich generell nach Angebot und Nachfrage. Unsere deutschen Fußballdamen spielen international außerordentlich erfolgreich, sie träumen aber von den Gehältern ihrer männlichen Nationalmannschafts-Kollegen.

Um nicht missverstanden zu werden: Wir plädieren nicht für unterschiedliche Preisgelder bei Damen und Herren im Tennis. Unsere Angelique Kerber zum Beispiel ist allemal ihr Geld wert und leistet viel für den deutschen Tennissport.

Die auf der Profitour entfachte polemische Diskussion ist unter Niveau und eher peinlich – viel Lärm um nichts.

Konkurrenz und Neid sollte zwischen WTA- und ATP-Profis keine Rolle spielen. Wer erfolgreich ist, verdient sehr gut. Das gilt für die ATP und auch für die WTA. Dabei sollte man es belassen.

Die Damen und Herren auf der Profitour starten natürlich unter unterschiedlichen Voraussetzungen. Es gibt ganz einfach körperliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Die Topspieler der Herren spielen deshalb kraftvoller und sind im Durchschnitt schneller und fitter als die besten Damen im Tennis. Es ist eine Tatsache, die immer wieder in Trainingsmatches international bestätigt wird, dass eine Top Twenty-Spielerin auf der WTA-Tour einem Top-1000- Spieler auf der ATP-Tour unterliegt. Trotzdem begeistern die Spitzenleistungen der Damen auf der WTA-Tour nicht nur die weiblichen, sondern auch viele männliche Fans.

Seien wir froh, dass es den „kleinen Unterschied“ gibt.

murray

Das letzte Wort soll der Schotte Andy Murray haben, der erklärte, dass er  nicht verstehe, warum eine Nummer 70 mit „einem Paar Eiern“  mehr verdienen sollte als Serena Williams, nur weil er im selben Jahr wie Djokovic, Nadal oder Federer geboren wurde.

3. April 2016
von admin
Keine Kommentare

Nole Djokovic siegt auch in Miami ungefährdet!

Der Finaltag in Miami am Sonntag konnte ein historischer Tag für das ATP-Tennis werden. Der aktuelle Weltranglistenerste Novak Djokovic hatte vor zwei Wochen mit seinem 27. Masters 1000-Titel mit Rafael Nadal im „All Time Record“  gleichgezogen. Mit einem Sieg im Endspiel der „Miami Open“ gegen Kei Nishikori konnte der Athlet aus Belgrad alleiniger Anführer dieser Wertung werden und damit in die Geschichtsbücher des internationalen Herrentennis eingehen.

nole body

Die Chancen standen gut für den „Djoker“ in Florida: Er hatte in den letzten beiden Jahren schon das Turnier gewonnen und in diesem Jahr in seinen Matches bis zum Finale noch keinen einzigen Satz abgegeben. Im Jahr 2016 hat er alle Turniere, an denen er teilnahm, auch gewonnen. Sein Endspielgegner aus Japan, aktuell auf Position 6 der Weltrangliste geführt, hatte im Viertelfinale gegen Gael Monfils schon vier Matchbälle abwehren müssen. In den bisherigen 8 Begegnungen der beiden Finalisten hatte Nishikori bisher nur zwei Partien für sich entscheiden können.

Der Japaner suchte seine Chance von Beginn an. Er spielte präzise und konstant auf und breakte deinen Konkurrenten im ersten Spiel. Der Djoker fühlte sich herausgefordert und breakte sogleich zurück. Bei 3:2-Führung nahm er Nishikori wieder das Aufschlagspiel ab und baute den Vorsprung aus, als er ihn im nächsten Spiel ein zweites Mal breakt. Souverän setzte er sich dann 6:3 im 1.Satz durch.

novak

Im zweiten Durchgang gelang dem Weltranglistenersten gleich wieder ein Break. Djokivic hatte jetzt das Heft in der Hand. Obwohl Nishikori  seine Aufschlagspiele durchbrachte, schien er machtlos. Novak Djokovic setzte sich bis  zum 5:3 bei seinem Service ungefährdet durch. Kompromisslos nahm er Nishikori das nächste Servicegame ab, gewann den 2.Satz 6:3, das Match und holte sich den Titel der „Miami Open“ zum dritten Mal in Folge.

nole

Der Serbe hatte sich damit in Miami seinen 28. „Masters 1000“- Titel geholt. Er ist jetzt alleiniger Rekordhalter.

Der in diesem Jahr ungeschlagene “Djoker” dominiert die ATP-Tour wie kein Spieler zuvor.