16. Januar 2016
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Schwere Aufgaben für die deutschen Herren bei den Australien Open!

Die Auslosungen für die Australian Open, das erste Highlight des Tennisjahres 2016, sind gemacht. Drei deutsche Profis konnten sich am Samstag noch in letzter Sekunde für das Teilnehmerfeld der Herrenkonkurrenz qualifizieren.

Peter Gojowczyk hat sich mit seinem 3:6, 7:6, 6:2-Sieg gegen den Russen Alex Kudryavtsev in der entscheidenden dritten Runde der Qualifikation noch in das Hauptfeld gekämpft. Das ist stark – und verdient.

Auch für Daniel Brands haben sich Kosten und Mühen gelohnt: Mit seinem 7.6, 6:4-Erfolg über James Mc Gee aus Irland hat er das Kontingent der deutschen Profis, die bei den Australian Open in der Herrenkonkurrenz antreten, auf fünf Spieler erhöht.

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Ausgerechnet unser Quali-Erfolgsgarant Mischa Zverev hat den Einzug in das Maindraw-Tableau in Melbourne unglücklich verpasst: Er unterlag Taylor Fritz, dem neuen 18-jährigen Rising Star aus den USA, 3:6, 7:6 und 4:6.

Auf die vorklassifizierten deutschen Herren warten in Melbourne schwere Aufgaben: Der deutschen Tennis-Hoffnung Alexander Zverev ist in der ersten Runde gleich ein „echter Brocken“ zugelost worden: Der 18-Jährige aus Hamburg trifft zum Auftakt auf den schottischen  Weltranglistenzweiten und Davis-Cup-Sieger Andy Murray. Ähnlich schwer wird es vermutlich für die deutschen Spitzenspieler Philipp Kohlschreiber aus Augsburg, der gegen den Weltranglistensiebten  Kei Nishikori aus Japan antritt. Eine etwa leichtere Aufgabe wartet auf Benjamin Becker aus Orscholz, der in seinem Erstrundenmatch gegen den Israeli Dudi Sela spielen wird.

Daniel Brands setzt sich jetzt im Hauptfeld jetzt mit Victor Estrella Burgos aus der Dominikanischen Republik auseinander. Im Davis Cup-Relegationsmatch haben die Deutschen die Leistungsfähigkeit des Oldtimers kennengelernt. Peter Gojowczyk muss dann in der ersten Hauptfeldrunde auch gleich gegen einen Gesetzten antreten: David Ferrer aus Spanien steht ihm für ein Weiterkommen im Weg.

Im Vergleich zu den Herren haben die Damen überwiegend schlagbare Gegnerinnen zugelost bekommen: Im Linkshänderinnen-Duell trifft die an 7-gesetzte Angelique  Kerber zum Auftakt der Australian Open auf die nur 1,59 Meter große Japanerin Misaki Doi (WTA-Nr. 65). Das ist machbar für die Kielerin, die 2015 in Down Under in der ersten Runde gescheitert war.

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Die an 22-gesetzte Andrea Petkovic aus Darmstadt setzt sich mit der Russin  Elisaweta Kulitschkowa auseinander. Die an Position 30 gesetzte Sabine Lisicki  hat gegen die Tschechin Petra Cetkovska gute Erfolgschancen. Das gilt auch für Julia Görges (Bad Oldesloe) gegen Andreea Mitu (Rumänien), für Mona Barthel gegen Vania King aus den USA, für Annika Beck aus Bonn gegen die Australierin  Priscilla Hon und für Carina Witthöft aus Hamburg gegen die Chinesin Saisai Zheng.

Auftaktsiege kann man auch Tatjana Maria aus Bad Saulgau gegen die Weißrussin Olga Gowortsowa,  Anna-Lena Friedsam (Neuwied) gegen die Spanierin  Lourdes Dominguez Lino und Laura Siegemund aus Metzingen gegen die Niederländerin Kiki Bertens zutrauen.

 

 

15. Januar 2016
von admin
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Drei deutsche Profis wahren ihre Chancen!

Die deutschen Tennisprofis, die aktuell versuchen sich in der Qualifikation der Australian Open gegen die internationale Konkurrenz zu behaupten, stehen nicht im Zentrum des Interesses der Öffentlichkeit. Sie kämpfen aktuell in der erbarmungslosen Hitze Südaustraliens und haben keine Kosten und Mühen gescheut, um am ersten Highlight der neuen Saison im Tennis teilnehmen zu können. Deshalb wollen wir ihre Leistungen in diesem Post würdigen.

Acht deutsche Spieler waren in dieser Woche in Melbourne angetreten, um einen Platz im begehrten Hauptfeld zu ergattern. Marterer, Brown und Langer teilten sich das traurige Schicksal, gleich in der 1.Runde alle Hoffnungen aufgeben zu müssen.

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Fünf nationale Profis hatten sich die zweite Runde vorgespielt und konnten am Freitag in die nächste Runde einziehen, die über die Aufnahme in das prestigereiche und finanziell lohnende Hauptfeld entschied.

Mischa Zverev zeigt auch in Melbourne sein Quali-Talent. Souverän erreichte er die 3.Runde mit einem 6:1, 6:2-Erfolg über den Slowaken Norbert Gombos.

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Der alte Haudegen Michael Berrer gab sein Bestes, schied aber gegen den US-Boy Taylor Fritz in der mörderischen Hitze „Down Unders“  mit 3:6, 6:1 und 1:6 aus.

Daniel Brands  wahrte in einem großartigen Kampf  die Chancen, sein Ziel zu realisieren:  Er besiegte den Franzosen Maxime Janvier 6:7, 6:3 und 6:2.

Jan-Lennard Struff  musste sich leider dem  tschechischen Davis Cup-Spieler Radek Stepanek 4:6, 4:6 geschlagen geben.

Als dritter Deutscher spielte sich dann Peter Gojowczyk in die entscheidende Qualifikationsrunde. Er setzte sich souverän gegen den Amerikaner Frances Tiafoe 6:3, 6:2 durch.

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Während die Weltspitze der ATP sich in dieser Woche in aller Ruhe auf das Grand Slam-Turnier vorbereitet, müssen unsere bisher erfolgreichen Qualifikanten sich am morgigen Samstag zum dritten Mal in vier Tagen den klimatischen Strapazen und den Widerständen ihrer Gegner aussetzen.

Wir ziehen den Hut und hoffen, dass sich die Mühen „bezahlt machen“.

14. Januar 2016
von admin
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Die Australian Open haben schon den Betrieb aufgenommen!

Von den deutschen Tennisprofis kämpfte nur noch Mona Barthel einsam und allein  in dieser Woche  auf den großen ATP- und WTA-Turnieren. In Hobart sagte die Neumünsteranerin ihr Viertelfinalspiel gegen Alize Cornet in der Night Session am Donnerstag wegen einer Rückenverletzung ab. Eine Vorsichtsmaßnahme  in Hinsicht auf das anstehende Grand Slam-Turnier – wie schon bei Angie Kerber.

Nach der Winterpause sind die Augen der Profis, aber auch der Tennisfans,  jetzt auf Melbourne fokusiert:  Am18. Januar beginnen die Australian Open, das erste Highlight der neuen  Tennissaison.

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Die Listen der  Einzel- Hauptfelder bei den Australian Open zeigen auch in diesem Jahr deutlich, dass unsere Damen international längst den Herren den Rang abgelaufen haben: 10 deutsche Damen haben aufgrund ihrer Leistungen in den letzten 12 Monaten Aufnahme in das auserlesene Feld des Grand Slams gefunden: Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Sabine Lisicki, Mona Barthel,  Julia Görges,  Annika Beck, Carina Witthöft, Tatjana Maria,  Anna-Lena Friedsam und Laura Siegemund. 

Bei den Herren haben nur drei Spieler in Melbourne direkt das Hauptfeld erreicht: Philipp Kohlschreiber, Benjamin Becker und Sascha Zverev.

Acht deutsche Tennisprofis traten am Mittwoch in Melbourne an, um in der Qualifikation noch einen begehrten Platz im Hauptfeld zu erreichen:

Nils Langer schied in der ersten Qualifikationsrunde gegen Egor gerasimov aus Weißrussland 6:4,2:6 und 0:6 aus.

Der an 5-gesetzte Jan-Lennard Struff  bleibt weiter im Rennen. Gegen Hans Podlipnik Castillo aus Chile war er in seinem Auftaktmatch mit 7:5 und erfolgreich.

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Maximilian Marterer setzte sich gegen den an 8-gesetzten Go Soeda aus Japan tapfer aber vergeblich  mit 2:6, 6:2 und 4:6 zur Wehr.

Peter Gojowczyk erreichte gegen Brydan Klein aus Großbritannien mit 7:5, 6:2 die 2.Runde der Qualifikation.

Der an 9-gesetzte Routinier Michael Berrer bezwang  Tristan Lamasine aus Frankreich 7:5 und 6:2.

Unser Quali-Ass Mischa Zverev setzte sich souverän 6:2 und 6:2 gegen  Andrea Arnaboldi aus Italien durch.

Der 6:4, 6:4-Sieg des wiedergenesenden  Daniel Brands gegen Laslo Djere aus Serbien machte ihm und uns Freude.

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Unser Paradiesvogel hat uns hingegen wieder einmal höllisch desillusioniert: Der an 15-gesetzte  Dustin Brown ging gegen Dennis Novak  aus Österreich 3:6, 3:6 unter. So what. Der Rastaman ist eben immer für eine Überraschung gut.

In der Damenqualifikation ist keine Deutsche zu finden. Die  nicht im Hauptfeld vertretenen deutschen Mädchen und Frauen haben Kosten und Risiken gescheut, sich den Mühen und Imponderabilien einer Qualifikation auszusetzen.

Das hat es lange nicht gegeben.

Das spricht nicht für eine mutige und selbstbewusste Einstellung der noch nicht etablierten Spielerinnen.

Das spricht aber auch nicht für das finanzielle und sportliche Engagement des DTB!