13. Januar 2016
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Kerber sagte wegen Gesundheitsproblemen ihr Match in Sidney ab!

Die deutschen Damen sind bei den Turnieren auf australischen Boden eine Woche vor dem Grand Slam in Melbourne überwiegend erfolgreich  in ihren Auftaktmatches aufgetreten. Am Dienstag und Mittwoch mussten sie ihre Leistungen bestätigen.

melbourne

In Sidney trat unsere Weltranglistenzehnte Angelique Kerber nicht zu ihrem Achtelfinalspiel gegen Ekaterina Makarova wegen einer Magen-Darm-Infektion an. „Es tut mir sehr leid, aber ich kann heute nicht auf den Platz gehen”, teilte die Kielerin mit. „Ich bin nicht bei hundert Prozent. Ich habe mich schon gestern Nachmittag nicht wohl gefühlt. Mein Magen ist nicht in Ordnung, und ich will vor Melbourne nichts riskieren.”

Vernünftig.

Kielerin

 

Sabine Lisicki schied dann als letzte deutsche Teilnehmerin aus dem Turnier in der Küstenstadt Australiens aus. Nach tapferer Gegenwehr musste sich die Berlinerin der Russin Kusnetsova (WTA Nr.25) mit 3:6, 6:3 und 2:6 geschlagen geben.

In dem etwas geringer dotierten Turnier in Hobart gingen unsere Vertreter Barthel und Beck als Favoriten in ihre Achtelfinalpartien.

Annika Beck kommt auf dem fünften Kontinent noch nicht so richtig auf Touren: Gegen  Kiki Bertens (WTA Nr.103) aus den Niederlanden kassierte sie eine überraschend klare 3:6, 1:6-Niederlage.

Schleswig-Holstein hält auch in dieser Woche die deutsche Fahne hoch. Die Neumünsteranerin Mona Barthel bezwang in Hobart die zweite Japanerin nacheinander: Gegen die  19-jährige Naomi Osaka (WTA Nr.145) setzte sie sich mit 7:6 und 6:3 durch und zog in das Viertelfinale ein.

barthel

Philipp Kohlschreiber und Benjamin Becker waren nach der Erstrunden-Niederlage von Maximilian Marterer in Auckland die einzigen deutschen Hauptfeldspieler auf den Turnieren auf dem fünften Kontinent. In Sidney trafen sie gleich  in der 1.Runde aufeinander. Der Augsburger konnte sich mit 7:6 und 6:3 gegen „BB der II.“ durchsetzen. Im ersten Satz hatte Kohli einige Satzbälle abzuwehren. Im Achtelfinale spielte er dann vor wenigen Stunden   gegen den zweitgesetzten Jo-Wilfried Tsonga. Obwohl er im 1.Satz 5 Breakbälle abwehrte, verlor er gegen den Franzosen den Durchgang mit 3:6. Im 2.Satz kassierte er früh ein weiteres Break. Der Weltranglisten-Zehnte aus Le Mans gab dem Deutschen bei seinen Aufschlagspielen dann kaum eine Siegchance, gewann den zweiten Durchgang 6:4 und zog in das Viertelfinale ein.

Nach dem Ausscheiden Kohlschreibers können sich alle deutschen Grand Slam-Teilnehmer – außer Mona Barthels – jetzt in Ruhe auf die Australian Open vorbereiten.

Die Generalprobe der deutschen Tennisprofis vor dem Grand Slam-Event konnte nicht an die Erfolge der Vorwoche anknüpfen.

Unsere größten Hoffnungen bei den Damen – Kerber, Petkovic und Görges – schonten sich vor dem Beginn des Turniers. Sabine Lisicki spielte verbessert, Mona Barthel hat in Hobart bisher Selbstvertrauen getankt.

Bei den Herren ist Philipp Kohlschreiber der Hoffnungsträger. Alexander Zverev hat sich im Hopman Cup auf Melbourne vorbereitet. Er ist auch in Melbourne für positive Überraschungen gut.

11. Januar 2016
von admin
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Erfolge der deutschen Tennisprofis bei den Generalproben für die Australian Open!

Eine Woche vor Beginn der Australian Open nutzen einige Tennisprofis die Turniere von Sidney, Hobart und Auckland als Generalprobe für den Grand Slam –Event.

Bei dem mit 688 000 Dollar dotierten Turnier in Sidney setzten die beiden deutschen Teilnehmerinnen den Aufschwung im neuen Jahr fort.

In der tropischen Hitze kämpfte sich die Finalistin von Brisbane, Angelique Kerber, in einem harten Auftaktmatch gegen Elina Svtolina (WTA 20) in die zweite Runde. Die Kielerin zeigte wieder unbedingten Siegeswillen und rang die Ukrainerin nach 4:6 im 1.Satz noch deutlich mit 6:0 und 6:3 nieder.

Sabine Lisicki griff in dem Turnier an der Südküste Australiens seit langer Zeit wieder in das Turniergeschehen der WTA ein. Mit Erfolg: Sie besiegte die Slowenin Hercog (WTA Nr.73) souverän mit 6:4, 6:3.

lisi

Auch bei dem Turnier in Hobart, bei dem 226 750 Dollar Preisgeld ausgeschüttet werden, präsentierten sich unsere Damen überwiegend erfolgreich.

Mona Barthel (WTA Nr.45) gewann ihr Erstrundenmatch gegen die Japanerin Misaki Doi (WTA Nr.65) 6:4, 6:4.

Anna Beck machte es der Neumünsteranerin im zweiten deutsch-japanischen Duell nach: Sie besiegte Kirumi Nara (WTA Nr.84) 6:4, 6:3.

annika

Leider verlor Carina Witthöft (WTA Nr.63) gleich in der ersten Runde gegen die Belgierin Van Uytvanck (WTA 44) 2:6, 6:7.

Unsere deutschen Herren machen sich rar bei den Turnieren vor dem Grand Slam.

In Sydney erreichte der 20-jährige Maximilian Marterer (ATP Nr.265) durch eine erfolgreiche Qualifikation das Hauptfeld, musste sich aber im Auftaktmatch dem Uruguayer Pablo Cuevas (ATP Nr. 41) 4:6, 4:6 geschlagen geben.

Philipp Kohlschreiber testet seine Form bei dem Turnier in Auckland. In der ersten Runde trifft er am Dienstag  auf seinen Landsmann Benjamin Becker, der sich erfolgreich durch die Qualifikation geschlagen hatte.

10. Januar 2016
von admin
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Federer unterliegt Raonic im Finale von Brisbane!

Aufgrund der großartigen Leistungen der deutschen Damen auf der WTA-Tour im neuen Jahr haben wir den Blick auf die ATP-Tour der Herren etwas vernachlässigt. Das werden wir mit diesem Post korrigieren:

ATP_World_Tour

Im Gegensatz zu der WTA zeigt sich die Weltklasse bei den Herren auch zu Beginn des Jahres viel strukturierter als bei der WTA: In den Finalrunden treten meist die gleichen Protagonisten auf – nur selten scheidet die Weltspitze früh in den ersten Runden aus. Bei den ersten Turnieren des Jahres haben sich aber auch junge Spieler zum Jahresauftakt in den Vordergrund gespielt, die Ende des vergangenen Jahres schon für Aufsehen gesorgt haben. Werfen wir ein Blick auf die Turniere in Katar, Indien und Australien in dieser Woche:

Bei den „Brisbane International“ haben die „üblichen Verdächtigen“ das Finale erreicht. Roger Federer traf dort auf Milos Raonic. Im Semifinale hatten die Favoriten mit zwei aufstrebenden Spielern zu tun, die sich in der laufenden Saison noch in die etablierte absolute Weltspitze hinein kämpfen können: Der Schweizer schlug den Österreicher Dominik Thiem, der Kanadier besiegte Bernard Tomic. Der Australier hatte vorher Kei Nishikori (ATP Nr.6) aus dem Feld geworfen.

Das erste Turnier nach der Trennung von Stefan Edberg endete für Roger Federer nicht optimal: Er unterlag Milos Raonic im Endspiel mit 4:6 und 4:6.

Relativiert Rogers Finalniederlage nicht unsere (anmaßende?) Enttäuschung, dass sich Kerber und Görges in ihren Endspielen nicht durchsetzen konnten?

Bei den „Qatar Open“ kam es im Finale zum „ewigen Duell“ des Weltranglistenführenden Novak Djokovic gegen Rafael Nadal (ATP Nr.5). Das Endspielergebnis entsprach dann auch wieder den Resultaten der letzten Jahre: Der Serbe setzte sich klar mit 6:1 und 6:2 durch.

nole

Bei den „Chennai Open“  in Indien erreichte der Weltranglistenvierte Stan Wawrinka das Finale mit einem Sieg über Benoit Paire. Paire zeigt seit Monaten eine Verbesserung, die darauf hinweist, dass er wahrscheinlich der nächste Franzose sein wird, der in diesem Jahr noch in die Top Ten der Weltrangliste einbrechen kann. In das zweite Semifinale hatten sich zwei Spieler vorgespielt, die schon 2015 mit Überraschungserfolgen Aufsehen erregt hatten: Der 19-jährige Borna Coric (ATP Nr. 44) und der Engländer Aljaz Bedene (ATP Nr.43). Der Kroate konnte sich nach hartem Kampf mit 7:6, 6:7 und 6:3 durchsetzen.

coric

Im Finale von Chennai zeigte Stan the man dem kroatischen Himmelsstürmer die gegenwärtigen Grenzen auf. Er gewann mit 6:3 und 7:5.

Der Weltranglistenzweite Andy Murray fand als einziger Repräsentant der absoluten Weltspitze auf der ATP Tour in unserem Bericht bisher keine Erwähnung. Das hat Gründe: Er hatte sich nach dem furiosen Dais Cup-Sieg für Großbritannien eine Auszeit genommen. Der Schotte wird in naher Zukunft Djokovic, Federer und Konsorten das Leben wieder schwer machen.