6. November 2015
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Beeindruckende Generalprobe für die “ATP-Finals” in Paris!

Nach den Tour-Finals in Singapur, die am Ende der Saison von vielen Absagen und Verletzungen geprägt waren, hat die WTA im chinesischen Zhuai, auf dem boomenden asiatiaschen Tennismarkt, ein weiteres Event aus dem Hut gezaubert“: die „WTA Elite Trophy“. Das ist quasi ein Turnier „der zweiten Garde“. Zwölf Damen, die es gerade nicht geschafft hatten, in dem erlesenen Achter-Feld der weltbesten Spielerinnen der laufenden Saison in Singapur zu starten, nehmen an dieser Pflichtveranstaltung des Weltverbandes, die mit 2,15 Millionen Dollar Preisgeld versehen ist, teil. Einige Spielerinnen hatten das „Glück“, Verletzungen vorweisen zu können und konnten ohne Strafen die Veranstaltung absagen.

Andra Petkovic trat in Zhuai an. Sie verlor in der 1.Runde gegen Elina Svitolina aus der Ukraine deutlich in 2 Sätzen. Im nächsten Match kassierte die Darmstädterin eine 0:6, 0:6 Niederlage gegen die Spanierin Carla Suarez-Navarro. Nach Angaben der Turnierorganisatoren litt die deutsche Nummer zwei unter einer Verletzung am linken Knie…

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„Petko“ soll nach dieser Katastrophe hemmungslos geweint haben. Hoffentlich nicht über ihre sportliche Niederlage, sondern über die Sinnlosigkeit ihres Tuns in China. In den Internetmedien wird geklagt, dass dieses Turnier in Zhuai  keinen Stellenwert habe. Wir gehen weiter: Diese Veranstaltung ist charakteristisch für die Verantwortungslosigkeit der WTA gegenüber ihren Spielerinnen und für die rücksichtlose Geldgier und selbstverliebte Prunksucht dieses Verbandes.

Die Spielerinnen sollten sich fragen, ob sie sich in Zukunft nicht besser organisieren sollten, um im eigenen Interesse bei der Gestaltung der Saison mitentscheiden zu können.

Wir werden aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr über diese „Verunstaltung“ berichten.

Die Herren spielen gegenwärtig in Paris die Generalprobe für die ATP-Finals in London. Alle acht Teilnehmer am Saisonabschluss-Highlight hatten bei dem Turnier in der französischen Hauptstadt das Achtelfinale erreicht.

Andy Murray bestrafte in seinem Achtelfinalmatch den belgischen Aufsteiger David Goffin 6:0, 6:1.

Kei Nishikori musste gegen  Richard Gasquet bei 6:7, 1:4 wegen Verletzung aufgeben..

Nole  Djokovic  gab sich bei dem 6:3, 7:5-Sieg über den zweiten Giles Simon wieder einmal keine Blöße.

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Roger Federer schockte seine eidgenössischen Follower bei seiner 6:7, 6:3, 6:7-Pleite gegen den Aufschlagtitanen John Isner aus den USA.

Tomas Berdych gewann überraschend klar 6:3, 6:4 gegen Jo Wilfried Tsonga – nicht zur Freude des einheimischen Publikums.

Rafael Nadal riss das Match, in dem bis Mitte des 3.Satzes um jeden Punkt gerungen wurde, gegen Kevin Anderson mit 4:6, 7:6 und 6:2 noch herum.

Stan Wawrinka zog nicht ohne Mühen gegen den Serben Viktor Troicki mit 6:4, 7:5 in die Runde der letzten Acht beim BNP Paribas Masters in Paris.

David Ferrer kämpfte sich mit einem 6:7, 6:1, 6:4-Erfolg über den Bulgaren  Grigor Dimitrov in das Viertelfinale.

In der Runde der letzten Acht treten am Freitag Djokovic gegen Berdych, Murray gegen Gasquet, Ferrer gegen Isner und Wawrinka gegen Nadal an. Sechs der acht Teilnehmer in London haben sich auch im mit 3.6 Millionen € Preisgeld dotierten „Masters“ in Paris von ihrer besten Seite gezeigt.

3. November 2015
von admin
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Die Qualen einer langen Saison machen sich bemerkbar!

In Paris finden in dieser Woche die BNP Paribas Masters statt. Das klingt wie das Saisonabschlussturnier der Herrentour,  ist aber nur die Generalprobe für die ATP Tour Finals in London. Allerdings sind alle Spieler – Djokovic, Murray, Federer,Wawrinka, Nadal, Berdych,  Nishikori  und Ferrer – in der französischen Hauptstadt dabei, die für das in zwei Wochen beginnende Finale in der O2-Arena fest qualifiziert sind. Vielleicht ist das Feld in Paris sogar besser besetzt, als das in der englischen Metropole: Am Ende einer Strapazen reichen Saison gibt es Nachdenkens werte Parallelen zwischen der ATP- und WTA Tour –  die Profis sind erschöpft und verletzungsanfällig:

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Andy Murray hat sich noch nicht endgültig für einen Start in London entschieden, nachdem er vor einiger Zeit offen über eine konzentrierte Vorbereitung auf das Davis-Cup-Finale nachgedacht hat. Kei Nishikori sagte in der vergangenen Woche in letzter Sekunde  das Turnier in Basel wegen einer Schulterverletzung ab und Rafael Nadal hatte dort ab dem Semifinale wieder mit Problemen am rechten Knie zu kämpfen. Der in Valencia topgesetzte Ferrer trat auch nicht wie vorgesehen in seiner Heimat an,  um sich schonen zu können.

Es wird Zeit, darüber nachzudenken, in welcher Art und Weise das straffe Turnierprogramm der Weltverbände unter gesundheitlichen Aspekten „entschärft“ wird, damit den Tennisfans auch am Schluss der Saison ehrliche Wettkämpfe gesunder Spieler geboten werden können. Die internationale Spielergewerkschaft sollte langsam konkrete Schritte unternehmen, um in Zukunft zu vermeiden, dass die Turniere im Herbst des Jahres zu einer Farce werden.

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Ein Turniersieger  hat in einer Woche zumindest vier harte Matches, in denen er  über mehr als 2 Stunden den Bällen hinter her jagt – Fußballprofis klagen über die sogenannten englischen Wochen, in denen die Profis zwei Mal 90 Minuten, unterstützt von ihren Mitspielern, den Ball kicken.

Reisestrapazen, Klima- und Zeitumstellungen, einzelne Matches, die länger als 3 Stunden dauern sind weitere Faktoren, die das Leben auf der Tennistour zur Qual werden lassen und Überanstrengungen provozieren.

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Über die hohe psychische Belastung im Tenniswettkampf gibt es keine fundierten wissenschaftlichen Untersuchungen – aber auf jeden Fall trägt auch dieser Aspekt zu den Mühsalen  des Profi-Tennissports bei.

Passend zu diesem Thema war die Absage des einzigen deutschen Spielers im Pariser Teilnehmerfeld. Philipp Kohlschreiber hat in diesen Tagen verkündet, dass er bei dem Masters 1000-Turnier wegen einer Oberschenkelverletzung nicht antreten wird.

Einige interessante Matches wurden am Montag in der französischen Hauptstadt gespielt: Benoit Paire besiegte seinen Landsmann Gael Monfils 2:6, 7:6 und 6:4, der Österreicher Dominic Thiem schlug Adrian Mannarino in seinem Auftaktspiel 6:2, 5:7 und 6:2 und der Australier Bernard Tomic setzte sich klar gegen den Italiener Fabio Fognini 6:3 und 6:2 durch.

Die gesetzten Stars greifen erst in den nächsten beiden Tagen in das Turnier eingreifen.

2. November 2015
von admin
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Radwanska triumphiert bei den WTA Finals!

Die WTA Tour Finals in Singapur endeten mit einer Sensation: Nach ihrem 6:2, 4:6, 6:3- Finalsieg über Petra Kvitova  stand Agnieszka Radwanska im Konfettiregen und konnte ihr Glück kaum fassen: „Ich bin überglücklich. Das ist der schönste Tag meines Lebens. Diese Trophäe bedeutet mir alles“, erklärte die Polin mit Tränen in den Augen.

 TENNIS-AUS-OPEN

Die Weltranglistensechste hatte die ersten beiden Spiele in ihrer Gruppe verloren, konnte sich mit dem ersten Sieg im letzten Gruppenspiel noch hauchdünn in letzter Sekunde für das Semifinale qualifizieren. Im Halbfinale gelang ihr der Coup, die Geheimfavoritin Garbine Muguruza aus Spanien in drei Sätzen zu bezwingen.

Ihre Finalgegnerin Petra Kvitova kam auch mit nur einem Sieg in der Gruppenphase in die Endrunde. Im Semifinale schlug sie dann die bis dahin ungeschlagene Maria Sharapova in drei umkämpften Sätzen.

Das Abschlussturnier in Singapur war charakteristisch für eine turbulente WTA-Saison mit vielen unerwarteten Resultaten.

Bei den Herren hatten sich im Verlaufe der Saison klarere Strukturen abgezeichnet. Das gilt auch für ihr Saisonabschlussturnier. Die ATP Tour Finals finden am 15.November in London statt. Zwei Wochen vor dem abschließenden Saisonhöhepunkt der Herren steht das Teilnehmerfeld in der O2-Arena schon fest. Djokovic, Federer, Murray, Wawrinka, Berdych und Nadal hatten sich vor Wochen schon für das erlesene Feld der acht besten Spieler der Saison qualifiziert. In Paris, bei dem letzten großen Turnier können David Ferrer und Kei Nishikori nicht mehr von den in der Rangliste folgenden Gasquet und Tsonga abgefangen werden.

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Roger Federer hat am Sonntag bewiesen, dass er für die Finals gut gerüstet ist. In einem hochklassigen Finale schlug der Schweizer in Basel den wiedererstarkten Rafael Nadal mit 6:3, 6:7 und 6:3.