30. Oktober 2015
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Schwarzer Freitag für das deutsche Tennis!

Am Ende der Saison 2015 spielen auch andere Herren außer Philipp Kohlschreiber groß auf und ausgerechnet Angie Kerber sorgt für eine leise Enttäuschung. Die Kielerin hatte beim WTA-Finale in Singapur ihre große Chance vergeben und das zum Greifen nahe Halbfinale verpasst. Die Weltranglistensiebte musste sich nach einer enttäuschenden Leistung 4:6, 3:6 gegen Lucie Safarova geschlagen geben. Ein Satzgewinn hätte ihr bereits zum Einzug in die Runde der letzten Vier beim letzten Saisonhöhepunkt gereicht.

Doch im entscheidenden Moment scheiterte Angie an ihren Nerven. Deutschlands in diesem Jahr eindeutig beste Tennisspielerin wirkte etwas zögerlich und angespannt. Sie gab Safarova durch ihre zu passive Spielweise mit zu kurzen Bällen immer wieder die Chance, mit der Vorhand zu punkten. Die Tschechin erzielte 30 Gewinnschläge –  damit gelangen ihr nach 1Stunde und 23 Minuten Spielzeit mehr als doppelt so viele „Winner“ wie der Norddeutschen.

lucie

Die 27-Jährige hätte die erste deutsche Spielerin seit Steffi Graf 1998 werden können, die das Halbfinale bei den prestigeträchtigen WTA-Finals erreicht.

Durch den Sieg Safarovas hat jetzt Petra Kvitova die Endrunde in Singapur erreicht. Die tschechische Nr.1 unterlag zwar Garbine Muguruza 4:6, 6:4 und 5:7, aber der gewonnene Satz reichte ihr, um als Zweite der „Weißen Gruppe“ hinter der Spanierin in das Semifinale der WTA-Finals 2015 vorzudringen.

In der Vorschlussrunde spielt in Singapur am Samstag Sharapova gegen Kvitova und Muguruza gegen Radwanska.

In Valencia hat der Siegeszug von Daniel Brands jetzt ein Ende gefunden. Nach seinen Erfolgen gegen Kyrgios und Montanes verlor der Deutsche gegen den kanadischen Favoriten Vasek Pospisil im Viertelfinale 3:6 und 3:6.

TENNIS-ATP-FRA

Leider schied auch Mischa Zverev gegen den Spanier Roberto Bautista Agut 3:6, 4:6 in der Runde der letzten Acht aus.

Drei deutsche Niederlagen am schwarzen Freitag – die kurze Euphorie hat schnell einen Dämpfer erhalten.

30. Oktober 2015
von admin
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Beeindruckende Erfolge der deutschen Herren!

Unsere Aufmerksamkeit galt in den letzten Tagen den Tennisdamen, die in Singapur die WTA-Finals ausspielen. Es gibt aber Erfreuliches von den deutschen Herren zu berichten, die in Basel und Valencia an den Turnieren vor den ATP-Finals in London teilnahmen.

Besonders freut uns der Erfolg von Daniel Brands, der nach einer schweren Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber auf die ATP-Tour zurück gekehrt ist. Der 28-jährige aus Deggendorf hat in Valencia die schwierige australische Hoffnung Nick Kyrgios in einer Marathonschlacht 6:4,2:6 und 7:6(3) im Auftaktmatch besiegt. Im Achtelfinale traf  er am Mittwoch auf den Lucky Looser Albert Montanes, der aufgrund der kurzfristigen Absage von David Ferrer noch in das Hauptfeld rückte. Daniel nutzte die Chance und zog mit einem souveränen 6:2, 6:2-Sieg über den Spanier in das Viertelfinale ein. Weiter so, Danny Boy!

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Auch über Mischa Zverev, dem älteren Bruder unserer Nachwuchshoffnung Sascha Zverev, ist Positives zu berichten. In einem Tenniskrimi hat er nach seiner Qualifikation in der südspanischen Stadt den Brasilianer Thomaz Bellucci 7:6, 6:7 und 7:6 besiegt. Im Achtelfinale hatte er es dann mit dem an 4-gesetzten Fabio Fognini zu tun. Mischa gelang die Überraschung: Er verwies den Tennis-Bad Boy und zukünftigen Ehemann der sympathischen Flavia Pennetta mit 6:2 und 7:6 in seine Schranken.

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Hurrah – unsere  „Männer geben am Ende der Saison noch richtig Gas!

Philipp Kohlschreiber hat in Basel auch die 1.Runde überstanden. Er setzte sich gegen den Polen Janowicz 6:4, 3:6, 6:3 durch. In der zweiten Runde kam es dann zur Auseinandersetzung mit dem topgesetzten local hero Roger Federer. Auch in der elften Begegnung mit dem Schweizer konnte Kohli nicht den ersten Sieg erringen. In einem Match auf Augenhöhe unterlag der Augsburger  4:6, 6:4 und 4:6.

Die größte Sensation in Basel war der Erstrundenerfolg von Ivo Karlovic gegen den an 2-gesetzten Stan Wawrinka. Der Kroate eliminierte Stan the man zum Entsetzen der einheimischen Zuschauer in drei Sätzen.

Auch in drei umkämpften Sätzen bezwang Rafael Nadal  den Bulgaren Dimitrov und erreichte das Viertelfinale in Basel. In seinem Auftaktmatch stand er gegen seinen auserkorenen Feind Lukas Rosol kurz vor der Niederlage.

Zur gleichen Zeit fielen im fernen Singapur bei den WTA-Finals  die Entscheidungen in der „Roten Gruppe“. Die Weltranglistenzweite Simona Halep unterlag Agniezka Radwanska überraschend mit 6:7, 1:6.

Maria Sharapova blieb in den Gruppenspielen ungeschlagen. Sie schlug 30 Winner und setzte sich mit 7:5 und 6:1 gegen die Italienerin Flavia Pennetta durch.

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Durch diese Resultate nimmt nach der Russin jetzt auch Agnieszka Radwanska am Semifinale teil. US Open-Siegerin Pennetta, Titelverteidigerin Halep und die Polin hatte alle nach der Gruppenphase nur einen Sieg zu Buche stehen. Radwanska hatte einen Satz mehr gewonnen als ihre Konkurrentinnen.

Am Donnerstag kann Angelique Kerber in der „Weißen Gruppe“ mit einem klaren Erfolg über die bisher sieglose Tschechin Safarova sich einen Platz in der Vorschlussrunde des Saisonabschlussturniers sichern.

28. Oktober 2015
von admin
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Muguruza besiegt Kerber!

Angelique Kerbers Sieg gegen die Wimbledonsiegerin Kvitova bei den WTA Finals in Singapur hatte die Hoffnung genährt, dass ein verlorenes deutsches Tennisjahr im Herbst noch durch den Einsatz der Einzelkämpferin gerettet werden kann, Am Mittwoch trat die Kielerin zu ihrem zweiten Match in Singapur an. Ausgerechnet gegen die Angstgegnerin Garbine Muguruza, die zwei Mal dafür gesorgt hatte, dass unsere Tennis-Angie in dieser Saison verfrüht bei den Grand Slams ausschied. Der WTA-Shooting-Star aus Spanien gilt bei vielen Experten als Favoritin auf den Titelgewinn bei den diesjährigen Finals. Mit einem Sieg über die Spanierin hätte die Deutsche einen Meilenstein setzen können. Es wäre ihr 54.Sieg auf der WTA-Tour in dieser Saison. Damit wäre sie sogar in der diesjährigen Rekordliste an Serena Williams vorbei gezogen.

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Im ersten Spiel machte die Weltranglistendritte aus Spanien sofort Druck auf den Service der deutschen Weltranglistensiebten, breakte sie und baute den Vorsprung auf 2:0 aus. Die Kielerin fightete zurück, lebte von den Fehlern der aggressiven Kontrahentin und glich auf 2:2 aus. Bis 4:4 gewannen beide Spielerinnen ihre Aufschlagspiele. Dann gelang der Spanierin ein Break. Kerber stand kurz vor dem Rebreak, musste aber den 1.Satz nach 50 Minuten mit 4:6 abgeben. Angie versuchte gezwungenermaßen, das eigene Tempo zu erhöhen. Dabei unterliefen ihr am Ende des ersten Durchganges zu viele Fehler.

Das 1.Spiel im 2.Satz war gleich wieder hart umkämpft, dauerte länger als 6 Minuten, aber die Winnerschläge der Deutschen waren jetzt erfolgreicher und sie brachte ihr Aufschlagspiel durch. Muguruza blieb unbeirrt, ging 4:2 in Führung. Der Resilienzstar der WTA aus Kiel fightete sich zurück, holte auf 4:4 auf. Dann verliert Angie ihr Aufschlagspiel unglücklich zum 4:5. Die 23-jährige Spanierin bleibt entschlossen und zielbewusst, gewinnt den 2.Satz und das Match nach einer Stunde und vierzig Minuten Spielzeit 6:4. Eine hochklassige Partie. Angelique Kerber muss jetzt gegen Safarova gewinnen, um die Endrunde der WTA-Finals zu erreichen.

Garbine Muguruza hat die Schläge und den Kopf, um die dominierende Serena Williams in Zukunft an der Weltspitze der WTA abzulösen. Etwas mehr Schnelligkeit und Gewandtheit wäre dafür von Nöten. Das kann man trainieren.

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Bisher wird den „BNP Paribas WTA Tour Finals“ in Singapur von den acht besten Spielerinnen der Saison (mit Ausnahme der gesundheitsbedingt nicht antretenden Serena Williams)  großes Tennis geboten. Es ist bedauerlich, dass im deutschen Fernsehen keine Bilder von diesen sportlichen Spitzenleistungen zu sehen sind.

Maria Sharapova hat nach dem Kampfsieg gegen Radwanska im ersten Spiel  am Dienstag auch die topgesetzte Simona Halep bezwungen. Mit 6:4 und 6:4 setzte sich die Russin überraschend klar gegen die Rumänin durch. Seit Wimbledon hatte die Tennisdiva kein Match mehr auf der WTA-Tour beendet – die Ruhepause vor Singapur scheint ihr gut getan zu haben.

Im zweiten Match der „Roten Gruppe“ besiegte Flavia Pennetta, die nach den Finals ihre WTA-Karriere beendet,  Agniezka Radwanska 7:6(5), 6:4 und wahrte durch diesen Erfolg die Chance auf ein Erreichen des Semifinales. Vor der letzten Runde ist in der Gruppe noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Im Duell der tschechischen  Linkshänderinnen, die als Nachbarn in Monte Carlo wohnen, setzte  sich Petra Kvitova  gegen Lucie Safarova  im zweiten Match der „Weißen Gruppe“ 7:5, 7:5 durch. Kvitova feierte damit den achten Sieg in acht Partien gegen ihre tschechische Konkurrentin.