26. Oktober 2015
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Angie Kerber besiegt Wimbledonsiegerin!

Vor dem ersten Match von Angelique Kerber bei den WTA Finals in Singapur gegen Petra Kvitova sprachen die Statistiken gegen die Kielerin: Die Tschechin hat eine 8:5-Siegesbilanz bei den Finals und sie gewann das prestigeträchtige Turnier 2011.  Angie hatte nur 1 von 6 Matches gewonnen, wenn sie sich für das Turnier der acht Weltbesten qualifiziert hatte und schied bisher immer in der Gruppenphase aus.

Andererseits machte eine anderer zahlenmäßiger Nachweis Hoffnung: Die Deutsche hat 52 Matches in dieser Saison gewonnen und ist neben der absoluten Nr.1 der WTA, Serena Williams (53 Siege), die einzige Spielerin auf der Tour, die mehr als 5o Spiele erfolgreich bestritt.

Im Duell der Linkshänderinnen versuchte die Tschechin von Beginn an bei jeder Gelegenheit zu punkten, rückt immer wieder an das Netz vor. Die Kielerin war hoch konzentriert, nutzte bei 1:1 ihren ersten Breakball. Kvitova unterliefen noch zu viele Fehler. Kerber kämpfte  in Singapur wie ein Löwe, rannte nach jedem Ball, übernahm aber auch im guten Timing die Initiative und schlug solide auf. Mit einem zweiten Break ging sie 5:2 in Führung. Bei eigenem Service gab sie keinen Punkt ab und sicherte sich den 1.Satz mit 6:2. Auch Coach Torben Beltz  war begeistert von Angies bisheriger Leistung und feuerte nach dem Satzgewinn seinen Schützling zu weiteren Taten an.

BELTZ_01

Im 2.Satz produzierte die Wimbledonsiegerin aus Bilova weniger Fehler, spielte weiter aggressiv und ging nach entschlossen verwandelten Punkten 3:0 in Führung. Kerber holte auf 2:3 auf, verlor aber nach hartem Kampf ihr Aufschlagspiel zum 2:4. Die Tschechin gab dann mit zwei Doppelfehlern ihr Servicegame ab. Nach nervenzehrenden Ballwechseln glich die deutsche Nr.1 auf 4:4 aus. Auch im nächsten Spiel wurde um jeden Punkt gekämpft. Der Siegeswillen der Deutschen führte zum Break. Angie Kerber schlug zum Matchgewinn auf, aber Kvitova gelang ein Rebreak, gewann auch darauf ihr Aufschlagspiel. Die Norddeutsche wehrte zwei Satzbälle nacheinander ab – den ersten mit einem Ass! – und glich zum 6:6 aus. Die entschlossene Angie Kerber setzte sich dann im Tiebreak mit 7:3 durch und gewann ihr erstes Match in Singapur mit 6:2 und 7:6.

angelique-kerber

Vor dieser Partie hatte im ersten Match der „Weißen Gruppe“ die Singapur-Geheimfavoritin Garbine Muguruza gegen Lucie Safarova erwartungsgemäß 6:3 und 7:5 gewonnen.

26. Oktober 2015
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Das letzte Highlight der Saison hat begonnen!

Kurz vor Ende der Saison 2015 hat Mona Barthel sich noch einmal von ihrer besten Seite gezeigt. Bei den Luxemburg Open stand sie am Sonntag im Finale gegen Misak Doi (WTA Nr. 92), die nach dem Turnier in der Weltrangliste mit einem großen Sprung weiter aufsteigen wird. Die Japanerin übernahm sofort die Initiative, verteilte die Bälle über den Court und ging schnell 2:0 in Führung, bevor die Neumünsteranerin dann ihr Aufschlagspiel gewann. Im weiteren Verlauf konnte Mona den Rückstand nicht mehr ausgleichen und verlor den 1.Satz ohne weitere Breakchancen beider Spielerinnen 4:6. Im 2.Satz spielten die Kontrahentinnen auf Augenhöhe und brachten bis 6:5 für die Deutsche wieder ihre Aufschlagspiele sicher durch. Im nächsten Spiel vergab Barthel einen Satzball. Obwohl sie auch im Tiebreak zwei weitere Satzbälle nicht verwandeln konnte, setzte sich die Neumünsteranerin dann doch mit 9:7 durch.

barthel

Im entscheidenden Durchgang erspielte sich aber die Japanerin sofort eine 3:0-Führung. Barthel leistete jetzt kaum noch Widerstand und verlor den 3.Satz und das Finale mit 0:6. Schade.

Bei dem WTA-Abschlussturnier der besten 8 Spielerinnen in dieser Saison in Singapur kann Angelique Kerber einer etwas zähen Jahresbilanz des deutschen Tennis noch Glanz verleihen. Die Kielerin geht optimistisch in ihre Auftaktpartie am Montag gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien bei den WTA-Finals in Singapur. „Ich fühle mich gut und bin bereit. Ich will versuchen, so viele Matches wie möglich zu gewinnen. Mein Rücken ist okay“, sagte Kerber und fügte mit einem Lächeln an: „Ich werde kämpfen und laufen, bis die Knie blutig sind.“

angie

In der „Weißen Gruppe“ mit insgesamt drei Linkshänderinnen trifft die deutsche Spitzenspielerin im Laufe der Woche noch auf Wimbledonfinalistin Garbine Muguruza aus Spanien und die Tschechin Lucie Safarova.

Die bisherige Bilanz in ihren Partien gegen die anderen Spielerinnen der Gruppe ist nicht positiv: Gegen Kvitova und Safarova verlor die Weltranglistensiebte vor fast genau einem Jahr im Fed-Cup-Finale von Prag  ihre Einzel. Im Duell mit Shootingstar Muguruza zog Kerber zuletzt drei Mal in Folge den Kürzeren – unter anderem bei den French Open und in Wimbledon.

Für die Kielerin spricht allerdings, dass Kvitova (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Safarova (bakterielle Infektion) nach wochenlangen Pausen bisher noch nicht ganz zu gewohnter Stärke zurückgefunden haben.

„Wenn Angie das abruft, was sie kann, dann gehört sie beim Finale zum Kreis der Mitfavoritinnen“, machte Bundestrainerin Barbara Rittner den deutschen Fans Mut.

Am Sonntag fanden schon die ersten Matches der „Roten Gruppe“ statt. Titelverteidigerin Simona Halep demonstrierte im Eröffnungsmatch gegen Flavia Pennetta ihre Ambitionen auch für dieses Jahr. Die topgesetzte Rumänin besiegte die US-Open-Siegerin aus Italien souverän mit 6:0, 6:3.

Maria Sharapova hat sich zu Hause in aller Ruhe auf Singapur vorbereitet und scheint  jetzt verletzungsfrei spielen zu können. In ihrem ersten Einsatz in Singapur kämpfte die Russin die Polin Agniezka Radwanska 4:6, 6:3 und 6:4 nieder.

 

 

 

25. Oktober 2015
von admin
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Mona Barthel rockt Luxemburg!

In Singapur kämpft Angelique Kerber in der nächsten Woche für die Ehre des deutschen Tennis beim Finale der acht Weltbesten  der Saison 2015.Das erste Match bestreitet die Kielerin beim mit sieben Millionen Dollar dotierten Turnier in der “weißen Gruppe” am Montag um 12.h30 Uhr mitteleuropäischer Zeit  gegen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova. „Ich fühle mich gut und werde meine letzten Kräfte mobilisieren. Wer zum Ende einer langen Saison noch einmal über seine Grenzen gehen kann, der hat die besten Chancen”, mit diesen Sätzen gab die 27-jährige Linkshänderin ihre besondere Motivation für den letzten Mega-Event der diesjährigen Tennissaison kund.

Kielerin

Im Schatten von Angie haben die anderen nationalen Spitzenspielerinnen – mit Ausnahme der knieverletzten Sabine Lisicki – versucht, sich bei den Luxemburg Open zu profilieren. Mona Barthel hatte es bis in das Semifinale des mit 225 Tausend Dollar dotierten Turniers geschafft.  Die Neumünsteranerin hat am heutigen Samstag jetzt ihr zweites Finale (nach Bastad) auf der WTA-Tour in diesem Jahr erreicht. Die Weltranglisten-55. zog durch einen 6:2, 6:3-Erfolg über Stefanie Vögele in das Endspiel in Luxemburg ein. Der Sieg über die Schweizerin stand nach nur 58 Minuten fest. Am Sonntag spielt Barthel gegen die Japanerin  Misaki Doi, die in der Auftaktrunde Andrea Petkovic in drei Sätzen besiegt hatte.

Mona_Barthel

Philipp Kohlschreiber hatte  am gleichen Tag in Moskau das Finale des mit 770 000 Dollar dotierten Kremlin Cups verpasst. Die deutsche Nummer eins unterlag im Halbfinale dem an 2- gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut 4:6 und 4:6. Die Partie war nach einer Stunde und 20 Minuten entschieden. Kohlschreiber stand in diesem Jahr bei den Turnieren in München und Kitzbühel im Endspiel. In seiner österreichischen Wahlheimat hatte der Augsburger den sechsten ATP-Titel seiner Karriere geholt.