16. Oktober 2015
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Kerber erreicht Semifinale von Hongkong!

Wir haben dem unten stehenden  Bericht über die  Kämpfe um einen Platz in den WTA- und ATP-Finals jetzt noch ein aktuelles Ergebnis zeitnah folgen lassen – weil es für das deutsche Tennis relevant ist:

Angie Kerber ging in Hongkong entschlossen in ihre Viertelfinal-Partie gegen Caroline Garcia. Am Mittag deutscher Zeit errang sie schnell eine 2:0 und 3:1-Führung. Die Französin kam immer besser in das Match, aber Angie konnte den 1.Satz 7:5 für sich entscheiden.

kerber

Im 2.Satz trumpfte Garcia immer stärker auf, arbeitete sich eine 3:1-Führung heraus. Jeder Ballwechsel war jetzt hart umstritten. Das fünfte Spiel im zweiten Durchgang dauerte fast zehn Minuten – der Kielerin gelang am Ende das Break. Anschließend gewann sie auch die nächsten drei Spiele. Nach 2(!) Stunden Spielzeit verwandelte unsere deutsche Nr.1 ihren vierten Matchball, gewann das Match mit 6:3 im 2. Satz und hat das Semifinale der Hongkong Open erreicht. Ein Sieg der Willensstärke und des Kampfgeistes.

Kielerin

Übrigens: Die WTA hat auf ihrer Homepage jetzt Petra Kvitova zur Teilnahme an den Finals in Singapur gratuliert. Die müssen das ja wissen.

Nach Halep, Sharapova und Muguruza ist die Tschechin die vierte Spielerin, die sich die Teilnahme gesichert hat. Angelique Kerber könnte in den nächsten Tagen endgültig die fünfte Mitwirkende werden.

Anna-Lena Friedsam hat zum dritten Mal in ihrer Karriere das Halbfinale eines WTA-Turniers erreicht. Die 21-Jährige aus Neuwied bezwang in Linz bei den „Generali Ladies“ die Russin Margarita Gasparjan 6:3, 6:4. Im Kampf um das erste Endspiel ihrer Laufbahn wird die Nummer 118 der Welt am Samstag auf Johanna Larsson treffen. Die Schwedin hatte in der ersten Runde Andrea Petkovic bezwungen.

16. Oktober 2015
von admin
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Angie Kerber rückt dem Ziel Singapur näher und näher!

Angelique Kerber hat einen weiteren Schritt in Richtung Teilnahme am WTA-Saisonfinale in Singapur gemacht: Im Achtelfinale von Hongkong machte sie im Duell mit der Japanerin Kurumi Nara kurzen Prozess. Die Weltranglisten-Neunte aus Kiel benötigte für das 6:2, 6:2 gegen Kurumi Nara (WTA Nr.82)  aus Japan nur 75 Minuten und wehrte sämtliche sieben Breakchancen ihrer Gegnerin ab. Im Viertelfinale hat die Kielerin am Freitag gute Chancen für ein Weiterkommen gegen die Französin Caroline Garcia (WTA Nr. 35).

angie

 

Mit dem Turniersieg in Hongkong – wahrscheinlich auch schon mit einem Finaleinzug –  könnte die deutsche Nummer 1 aus eigener Kraft ihr Ticket für Singapur vorzeitig buchen. Sollte dies nicht gelingen, hätte Kerber bei ihrem Start in der kommenden Woche in Moskau noch die Möglichkeit, sich in das elitäre Teilnehmerfeld der mit 7 Millionen Dollar dotierten prestigeträchtigen Saisonabschluss-Veranstaltung, die am 25.Oktober beginnt, zu spielen.

Bei den „Generali Open“ in Linz hat auch Anna-Lena  Friedsam den Sprung in das Viertelfinale geschafft: Sie besiegte die Rumänin Andreea Mitu mit 7:5 und 6:3.

Mona Barthel hingegen ist in Österreich im Achtelfinale ausgeschieden. Die Weltranglisten-49. aus Neumünster vergab gegen die Serbin Aleksandra Krunic (WTA Nr.99) im Tiebreak des ersten Durchgangs zwei Satzbälle und verlor nach eineinhalb Stunden Spielzeit 6:7 (6), 3:6.

Friedsam ist damit die einzige von fünf deutschen Starterinnen, die sich  in Linz noch im Feld befindet.

Anna-Lena-Friedsam

Bei den Herren fallen in dieser Woche in Shanghai bei der Road to London zu den ATP-Finals Vorentscheidungen – ohne deutsche Teilnehmer.

David Ferrer, der mit einem großen Vorsprung als Achter der Kandidatenliste in die Shanghai Open ging, hat seinen sicher geglaubten Platz wieder auf das Spiel gesetzt: Der Spanier verlor in der ersten Runde gegen Bernard Tomic mit 4:6, 2:6.

Der Australier schlug dann im Achtelfinale auch Richard Gasquet 6:3, 6:7, 6:4 und nahm damit dem Franzosen die letzte Hoffnung, noch in London teilnehmen zu können.

Von der überraschenden Niederlage Ferrers hätte unter anderen John Isner profitieren können. Der Lulatsch aus den USA gewann auch gegen David Goffin in zwei Sätzen, schied dann aber gegen Andy Murray im Achtelfinale mit 7:6, 4:6 und 4:6 aus.

Rafael Nadal sichert sich mehr und mehr einen Platz in London: Im Achtelfinale minimierte er die Hoffnungen von Milos Raonic auf eine Teilnahme in London: Der Spanier besiegte den Kanadier mit 6:3 und 7:6.

Kei Nishikori hätte sich in Shanghai schon endgültig für die ATP Finals in der O2-Arena qualifizieren können. Er war auf dem besten Weg: Der Japaner räumte bad boy Kyrgios in drei Sätzen aus dem Weg. In einem Thriller schied er dann im Achtelfinale überraschend gegen Kevin Anderson mit 6:7 (10!) und 6:7(4) aus. Der Südafrikaner hielt sich mit diesem Sieg noch Minimalchancen für London offen.

Tomas Berdych ist seit Jahren fester Bestandteil der ATP Finals. Sein 6:3,7:6- Achtelfinalsieg gegen Gilles Simon fundamentierte seine Ansprüche, auch in diesem Jahr dabei zu sein.

Tomas Berdych

Marin Cilic kann nach seiner 5:7, 7:6(7),4:6-Niederlage gegen Stan Wawrinka London wohl vergessen.

Novak Djokoviv führt in der ATP-Weltrangliste und auch im „Race to London“ mit riesengroßem Vorsprung. Bis in das Viertelfinale hat er in Shanghai noch keinen Satz abgegeben. Das wird sich wohl auch nicht gegen Bernard Tomic, seinem Gegner in der Runde der letzten Acht, ändern.

14. Oktober 2015
von admin
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Die Chance für das deutsche Tennis!

Es gibt zu viele Flüchtlinge, sagen einige Menschen.

Es gibt zu wenig Menschen, sagen die Flüchtlinge.

 

Spätestens seitdem unsere Bundeskanzlerin deutliche Worte gesprochen hatte, beherrscht die Flüchtlingsproblematik die Medien und die Öffentlichkeit in Deutschland.

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Hier ist nicht der Ort weitere zu kurz greifende Meinungen zu dem Thema zu äußern. Die Integration der Migranten ist aber eine Aufgabe, bei der gerade der Sport  wertvolle Beiträge leisten kann.

Auch – oder sogar besonders – der Tennissport.

In unserer Region ist ein Projekt entstanden, das mit Sport- und Kulturevents zu einem besseren Verständnis zwischen deutschen Kindern und Jugendlichen und ihren von der Flucht betroffenen Altersgenossen beitragen wollte.

Als erster Schritt des Konzepts war der gemeinsame Besuch eines Fußball-Bundesligaspiels geplant. Der Gastgeber HSV hatte großzügig Eintrittskarten zur Verfügung gestellt, der Vorsitzende des Vereins die Migranten freundlich empfangen, ihnen einen Schal als Begrüßungsgeschenk überreicht. Dass die 20-köpfige Gruppe sogar zum Essen eingeladen wurde, war ein weiteres Geschenk, das die positive Willkommenskultur des Fußballvereins kennzeichnete.

Bei der zweiten Veranstaltung wurde anderen Flüchtlingskindern die Möglichkeit geboten. erste Erfahrungen beim Tennis zu sammeln. Die Initiatoren hatten nach dem Bundesligabesuch, der deutlich artikulierte Freude und Dankbarkeit bei den Kindern hervorgerufen hatte, keine sehr hohen Erwartungen mit dieser Aktion verbunden: Tennis ist eine technisch anspruchsvolle Sportart. Es bedarf der Zeit, um die Bälle erfolgreich über das Netz zu schlagen. Erfolg macht bekanntlich Spaß – besonders bei Kindern. Konnte man mit den ersten – noch unzureichenden oder sogar misslungenen – Tennisschlägen nicht auch den Kindern früh die Freude an diesem Sport nehmen?

Diese Befürchtung traf nicht ein – im Gegenteil: Die Kinder nahmen mit Begeisterung teil. Verschlagene Bälle, die weit über den Zaun flogen und auf Nimmerwiedersehen im nahe gelegenen Hain verschwanden, sorgten für ausgelassene Heiterkeit. Erfolgreiche Schläge wurden gefeiert, als wenn der Spieler gerade Wimbledon gewonnen hätte.

Wir wollen hier keine weiteren Argumente für das Gelingen dieses Tennis-Projekts aufzählen. Das Ergebnis spricht für sich: Die Schule, mit der man eng kooperiert hatte, bat die Veranstalter nach diesem „Tennistreff“ darum, in Zukunft den „bunten weißen Sport“ fest in den Sportunterricht für Deutsche und Migranten zu integrieren.

Die Initiatoren haben spontan zugesagt. Auch weil diese Bitte als Würdigung unserer Sportart zu verstehen ist.

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In Zeiten, in denen die Berichterstattung über Tennis eher in die Randnotizen der Printmedien oder in die Spartenkanäle der TV-Medien gerutscht ist, kann man diese Aufforderung als Chance begreifen, den Wert des Tennis wieder der deutschen Öffentlichkeit näher zu bringen.

Zählen wir kurz die positiven Aspekte auf, die Tennis als ideal für derartige soziale Vorhaben erscheinen lässt:

Tennis ist als Breitensport eine friedliche und harmonische Partnersportart, in der die Spieler miteinander kooperieren lernen, um den Ball im Spiel zu halten.

Die schwere Technik fordert Geduld, Disziplin und Frustrationstoleranz heraus.

Gerade weil eine erfolgreiche Aktion relativ schwer ist, ist die Freude über einen gelungenen Schlag umso größer.

Da keine direkten körperlichen Zweikämpfe gefordert werden, ist die Verletzungsgefahr gegenüber anderen Sportarten stark reduziert.

Tennis hat eine ästhetische Komponente, die früher von bekannten internationalen Schriftstellern und Filmregisseuren begeistert dargestellt wurde.

Nutzen wir die Chance!

Lasst uns Tennisaktionen starten, die unsere Flüchtlinge und ihre deutschen Helfer gemeinsam auf den Platz bringen.

Lasst die Öffentlichkeit an der Faszination des Tennis wieder verstärkt teilnehmen!

Mit derartigen Aktionen kann das deutsche Tennis in der Öffentlichkeit ein wertvolles soziales Profil gewinnen.

Der DTB ist gefragt.

tennis ist toll

Beschließen wir diesen Post mit einer Utopie: Vielleicht sorgen unsere Aktionen dafür, dass einige Migranten-Talente ihre Liebe zum Tennis entdecken und wie beim Fußball sich zu internationalen Spitzensportlern entwickeln, die ihr (neues) Land würdig und erfolgreich präsentieren!