13. Oktober 2015
von admin
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Federer verliert – viele deutsche Damen machen es ihm nach!

Weil wir morgen in unserem Blog mit einem kritischen Text für Diskussionen in der Tennisöffentlichkeit sorgen wollen, brechen wir unsere Gewohnheiten auf  und berichten innerhalb von 24 Stunden zwei Mal von dem internationalen Turniergeschehen.

Der Grund für dieses Vorgehen ist einleuchtend:  In den letzten Stunden hatte es  einige interessante Ergebnisse gegeben, die Berichtens wert sind.

Fangen wir mit der größten Sensation an: Roger Federer hat sich in der Schweiz sorgfältig auf die kommende Turnierserie bis zu den ATP-Finals vorbereitet und bekommt bei seinem ersten Auftritt in Asien die „Klatsche“ von einem Qualifikanten: bei dem Megaevent in Shanghai verliert der Schweizer sein Auftaktmatch gegen den Spanier Ramos-Vinolas (ATP Nr.70) mit 6:7, 6:2 und 3:6! Wenn das die meisten Tennisfans auf der Welt eher trauern lässt, gibt es sicherlich andere, denen diese Niederlage Freude macht.

 bojo

In Linz wandelte unsere deutsche Hoffnung Carina Witthöft auf den Spuren Roger Federers: die Hamburgerin verlor ihr Erstrundenmatch gegen die Russin Gasparyan (WTA Nr. 73) mit 3:6, 6:2 und 3:6.

Auch Julia Görges zeigte sich solidarisch: Sie unterlag in der ersten Runde der Italienerin Camila Giorgi (WTA Nr. 33) 3:6, 4:6.

Als Annika Beck in Linz dann sang- und klanglos gegen die Qualifikantin Johanna Konta aus England mit 1:6, 2:6 ausschied, war die Grenze unseres Galgenhumors erreicht.

männergesellschaft

Anna-Lena Friedsams 6:3, 6:3 Sieg am Montag bei den Generali Open in Linz gegen die Slowakin Rybarikova konnte nur geringfügig die heutigen Enttäuschungen lindern.

Zur gleichen Zeit, als in Österreich drei Deutsche in Folge in der ersten Runde gerade verloren hatten, sorgte im fernen Hongkong Angelique Kerber für den nächsten Wehrmutstropfen: die Kielerin verlor in ihrem Auftaktmatch den 1.Satz 6:7 gegen Francesca Schiavone und lag im zweiten Durchgang gleich 0:2 zurück. Dass die deutsche Fußballnationalmannschaft bei großen Turnieren mit Vorliebe gegen die Italiener ausscheidet, ist zur Gewohnheit geworden. Angie sorgte dann dafür, dass es jetzt nicht auch im Tennis zum Normalfall wird: Sie gewann den 2.Satz  6:2 und setzte sich im 3.Satz mit 6:3 durch. Damit hat sie vielleicht einen entscheidenden kleinen Schritt auf der Road to Singapore voran getan.

schritte

Lucie Safarova, eine der Konkurrentinnen  der Kielerin im Rennen zu den Finals in Singapur, ist nach einer Viruserkrankung wieder auf die WTA-Tour zurück gekehrt. Vor Wochen war die Tschechin noch an Position 4 in der Wertung für Singapur  platziert. Aktuell ist sie auf Platz 7 – zwei Plätze hinter Kerber – zurückgefallen. In ihrem ersten Auftritt nach der Genesung verlor die Topgesetzte in Linz gegen Andrea Mitu aus Rumänien (WTA Nr. 95) 3:6 und 4:6.

Eine weitere Mitbewerberin  unserer Angie für die WTA- Finals, die US Open-Siegerin Flavia Pennetta, patzte in Tianjin: Die topgesetzte Italienerin verlor sensationell gegen die Ukrainerin  Ludmyla Kichenok (WTA Nr. 414!…) mit 3:6 und 5:7 in der 1.Runde des Turniers in China. Flavia ist offensichtlich nur noch auf die Heirat mit Landsmann Fabio Fognini fokussiert.

Mona Barthel wehrte in Linz im 1.Satz gegen Kiki Bertens (WTA Nr.97) 8 von 9 Breakbällen ab, servierte 5 Doppelfehler und konnte sich trotzdem im 1.Satz knapp mit 7:5 behaupten. Den 2.Satz schenkte sie mit 3:6 her, um mit 6:2 im 3.Satz den ersten deutschen Tagessieg in Linz zu sichern und in das Achtelfinale einzuziehen.

Am späten Abend gewann Andrea Petkovic gegen Johanna Larsson (WTA Nr.59) bei den „Generali Ladies“ den 1.Satz souverän mit 6:3. Im zweiten Durchgang lag sie mit zwei Doppelfehlern in ihrem Aufschlagspiel schnell 0:2 zurück. Die Darmstädterin holte zwar noch auf 2:2 auf, musste aber den 2.Satz 3:6 abgeben. Im 3.Satz ging „Petko“ 4:2 in Führung, verliert dann aber 4 Spiele in Folge, den Satz und das Match.

Es hat schon bessere Tage in der Geschichte des deutschen Tennis gegeben.

13. Oktober 2015
von admin
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Crunch Time im Profi-Circuit!

In dieser Woche sammeln die besten Spielerinnen der Welt in Hongkong (mit Angie Kerber), Tianjin und Linz (mit Petkovic, Görges, Witthöft, Barthel und Friedsam) Punkte für die Weltrangliste. Einige Auserwählte hoffen noch, in letzter Minute Aufnahme in dem Feld der WTA Finals zu finden.

Der Weg nach Singapur ist bei den WTA-Profis bis zur letzten Sekunde offen. Das liegt auch an der komplizierten Regelung. Eigentlich müssten die acht besten Spielerinnen an den Finals teilnehmen. Die WTA hat sich aber vorbehalten, eine Wildcard zu vergeben. Bis diese benannt wird (es wird kolportiert, dass sie Flavia Pennetta erhalten wird), tappen einige Kandidaten bis zum Ende noch im Dunkeln.

singapore

Wir haben im Blog nicht den Raum, die verwirrenden Regeln im Detail darzustellen – eine aktuelle Liste soll wenigstens einen Über- und Einblick verschaffen:

„Road to Singapore“

Bereits qualifiziert:1.Simona Halep (Rum)                            5790 Punkte
2. Garbine Muguruza (Sp)                       4511
3. Maria Scharapowa (Russ)                    4322
„In the run“:4. Petra Kvitova (Tsch)                           3491
5. Angelique Kerber (De)                        3330
6. Agnieszka Radwanska (Pol)                 3245
7. Lucie Safarova (Tsch)                         3221
8. Flavia Pennetta (It)                             3153
9. Timea Bacsinszky (Sz)                        3133
10. Carla Suarez Navarro (Sp)                3030
11. Venus Williams (USA)                        2982
12. Karolina Pliskova (Tsch)                     2950

 atp finals

 

Bei der ATP ist die Situation in dem Race to London weniger kompliziert, was die Regeln, was aber auch die Möglichkeiten der Teilnahme betrifft. Djokovic, Murray, Federer und Wawrinka sind schon vier Wochen vor Beginn der ATP Finals sicher im Teilnehmerfeld. Beste Aussichten haben Berdych (4100 Punkte), Nadal (3970 P.), Nishikori (3855 P.), und Ferrer (3435 P.).

Gasquet (2355 P.), Isner (2226 P.), Anderson (2205 P.), Cilic (2100 P.) und Raonic (2080 P.) liegen im abgeschlagenen Feld und müssen auf ein Wunder hoffen, um in der O2-Arena die Schläger schwingen zu dürfen.

In Shanghai ist in dieser Woche die gesamte Weltelite – auch Murray und Federer – versammelt. Tommy Haas hatte eine Wildcard von der Turnierleitung erhalten. Umsonst: er  verlor in der Auftaktrunde gegen Kevin Anderson in zwei Sätzen.

In der nächsten Woche kann man in Stockholm, Wien und Moskau Punkte gutmachen. Dazu geben auch in zwei Wochen Basel und Valencia Gelegenheit. Endgültig wird dann in Paris entschieden werden, wer zu den privilegierten besten Acht der ATP-Saison 2015 zählen wird.

 

 

11. Oktober 2015
von admin
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Djokovic gewinnt und gewinnt und gewinnt…!

Am Sonntag fanden die Finalspiele in Tokio und Peking statt. Die Ergebnisse hatten keinen großen Einfluss auf das Rennen nach London oder Singapur zu den World Tour-Finals.

Novak Djokovic überzeugt seit Wochen und Monaten mit einem beeindruckenden Selbstvertrauen. Rafael Nadal hat sein Selbstvertrauen in den letzten Wochen wieder Schritt für Schritt gestärkt. Im Finale der China Open trafen die alten Rivalen aufeinander. Der Djoker ließ dem Mallorquiner nicht den Hauch einer Chance. Mit 6:2 und 6:2 holte sich der Serbe zum 6. Mal den Titel in Peking. Man hat den Eindruck, dass Nole nur dann noch Fehler produziert, wenn er sich seines Punkt-, Satz-  oder Matchgewinns zu sicher ist…

bojo

 

Stan Wawrinka überzeugte im Finale des ATP-Turniers in Tokio mit  beeindruckender Effizienz: gegen Benoit Paire verwertete er alle 4 Breakmöglichkeiten, 3 davon alleine im 1. Satz. Den Vorteil des ersten Breaks zum 3:1 im 1. Satz schenkte Stan the Man noch wieder her, mit zwei weiteren Breaks zum 4:2 und 6:2 sicherte er sich aber den Durchgang ohne Probleme. Im 2.Satz sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Der Franzose verpasste einen Umschwung im 3. Game, als er 2 Breakchancen nicht nutzen konnte. Wawrinka gelang die Entscheidung im richtigen Moment mit dem Break zum 6:4 – dank eines Doppelfehlers von Paire.

Wimbledon-Finalistin Garbine Muguruza hat das WTA-Turnier in Peking gewonnen. Die an Nummer fünf gesetzte Spanierin bezwang im Endspiel in der chinesischen Hauptstadt Timea Bacsinszky (WTA Nr. 12) 7:5, 6:4. Für die 22-jährige Muguruza war es der erste Titelgewinn in diesem Jahr und der zweite in ihrer Karriere. Mit diesem Erfolg rückt sie auf Platz 4 der Weltrangliste vor.

mugu

Timea Bacsinsky hat sich durch den Finaleinzug die Chancen für eine Teilnahme an den WTA-Finals gewahrt.