10. Oktober 2015
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Djokovic und Nadal im Finale der China Open!

Die Streichliste der Kandidaten für das Teilnehmerfeld bei den ATP Finals in London vergrößert sich. Nachdem alle vier Franzosen in dieser Woche ihre Hoffnungen begraben mussten, ist jetzt auch der letzte Amerikaner aus dem Rennen. Im Viertelfinale der „China Open“ verlor Aufschlagriese John Isner gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic mit 2:6 und 2:6.

Im Semifinale traf der Serbe auf David Ferrer. Der Spanier hat wieder fleißig Punkte gesammelt und scheint auf gutem Weg in die O2-Arena. Der Djoker thront gegenwärtig über dem Rest der Welt. Das musste auch der Kämpfer aus Javea erfahren. Die Nr.1 der Weltrangliste ließ nie Zweifel an seiner Dominanz aufkommen und rauschte mit 6:2 und 6:3 in das Finale der China Open.

 djoker

Im zweiten Halbfinale von Peking trat Fabio Fognini gegen Rafael Nadal, der auch auf dem besten Weg ist London zu erreichen, an.  Der Italiener ist alles andere als der beste Freund von Rafa auf der Tour. Die letzten beiden Partien hatte Fognini unter dramatischen Umständen für sich entscheiden können. Der Spanier hat mit London ein klares Ziel vor Augen. In Peking setzte er sich mit einem 7:6, 6:3-Sieg über seinen Erzrivalen durch und erreichte das Endspiel gegen den alten Rivalen Djokovic.

In Tokio spielte der topgesetzte Stan Wawrinka im ersten Semifinale gegen  Gilles Muller, der in Japan zum Franzosenkiller mutiert ist. Der Schweizer beendete die Siegesserie des Luxemburgers und zog mit einem 6:4 und 7:6(5) in das Finale ein.

Im zweiten Halbfinale der Japan Open standen sich der Franzose Benoit Paire und der „local hero“  Kei Nishikori gegenüber. Der Japaner wird mit großer Wahrscheinlichkeit der fünfte Spieler nach Djokovic, Murray, Federer und Wawrinka sein, der sich endgültig für die ATP-Finals qualifizieren wird. Im 1.Satz, den Nishikori mit 6:1 gewann, lief noch alles erwartungsgemäß. Im 2.Satz setzte sich der Franzose mit 6:4 durch und ging im entscheidenden 3.Satz zum Entsetzen des Publikums mit 4:1 in Führung. Paire nutzte kompromisslos seine Chance und besiegte den Titelverteidiger mit 6:3. Kei Nishikori muss noch für einen gesicherten Platz bei den ATP-Finals in den nächsten Wochen kämpfen.

Bei den Damen hat Ana Ivanovic in Peking bisher erfolgreich versucht, das Unmögliche noch wahr zu machen und alles getan, um doch noch die WTA Finals zu erreichen. Im Semifinale der „China Open“ setzte sie sich mit Timea Bacsinszky auseinander. Auch die Schweizerin ist noch nicht ganz abgeschlagen im Rennen nach Singapur. Die Serbin gewann den 1.Satz mit 7:5. Im zweiten Satz behielt Bacsinszky mit 6:1 die Oberhand. Im 3.Satz war der Widerstand von Ivanovic gebrochen, Timea Bacsinszky setzte sich mit 6:1 durch und erreichte erstmalig in ihrer Karriere das Finale eines großen WTA-Turniers.

Timea-Bacsinszky

Der Traum von Singapur ist für Ana Ivanovic wohl erledigt.

Garbine Muguruza hat durch ihre Siege in Peking endgültig die Ziellinie für den abschließenden Höhepunkt der Saison überschritten. Im zweiten Halbfinale spielte sie gegen Agnieszka Radwanska, der eine rasante Aufholjagd beim Race to Singapore in den letzten Tagen und Wochen gelungen war. Trotz 4:2-Führung der Spanierin gelang es der taktisch versierten Polin noch den 1.Satz mit 6:4 für sich zu entscheiden. Im 2.Satz schlug Muguruza, die WTA-Aufsteigerin des Jahres 2015, zurück und entschied den Durchgang mit 6:3 für sich. Auch im 3.Satz dominierte die in Venezuela geborene Spanierin und ging 5:2 in Führung. Noch ist Polen nicht verloren: Radwanska holte auf 4:5 auf. Mit einem Break zum 6:4 beendet Muguruza das Match nach mehr als 2 Stunden Spielzeit. Radwanska muss in den nächsten beiden Wochen noch punkten, um sicher im Feld von Singapur zu stehen.

Trotz der Viertelfinalniederlage gegen Radwanska in Peking haben sich die Aussichten für Angelique Kerber in Hinsicht auf die WTA-Finals nicht unbedingt verschlechtert. Anfang nächster Woche erscheint die aktuelle Liste der „Road to Singapore“.

9. Oktober 2015
von admin
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Radwanska bezwingt Kerber!

Am 25.Oktober beginnen in Singapur die WTA Tour Finals. Vor dem Saisonabschlussturnier finden nächste Woche nur noch Turniere in Linz, Tianjin und Hongkong, übernächste Woche in Moskau und Luxemburg statt. Bei den China Open in dieser Woche werden die meisten Punkte verteilt und damit die Weichen gestellt.

peking tennis-centre

Das Feld der Kandidatinnen für die WTA-Finals in Singapur lichtet sich von Tag zu Tag. In Peking ist für die Spanierin Suarez-Navarro die Tür zu den Championships nach der Niederlage gegen die Schweizerin Timea Bacsinszky nur noch einen Spalt offen.

Roberta Vinci steht vor fast verschlossenen Toren nach ihrem Ausscheiden im Achtelfinale der China Open gegen die Qualifikantin Mattek-Sands aus den USA.

Die Chancen der US Open-Siegerin Flavia Pennetta auf eine Teilnahme bei den WTA-Finals haben sich auch verschlechtert: Die Italienerin verlor im Achtelfinale gegen die Russin Pavlyuchenkova in drei Sätzen.

Diese Ergebnisse in Peking haben für Angelique Kerber den Weg nach Singapur von Hindernissen freigeräumt. Erreicht die Kielerin das Finale in China wäre sie endgültig qualifiziert. Mit einem Sieg am Freitag in Viertelfinale gegen Agniezka Radwanska würde Angie der Ziellinie sehr nahe kommen. Die  Polin kann sich nur mit einem Titelgewinn in Peking einen Platz im Feld von  Singapur sichern.

Die deutsche Nr.1 kam nur schwer in das Spiel. Nach 20 Minuten Spielzeit lag sie 1:4 zurück, Radwanska griff kompromisslos auf die schwachen zweiten Aufschläge Kerbers an. Nach 26 Minuten hatte Angie den 1.Satz mit 1:6 verloren.

kerber

Anfang des 2.Satzes übernahm  die Deutsche mehr die Initiative, ging 3:0 in Führung. Die Weltranglistenachte aus Krakau glich mit guten Services und entschlossenen Returns auf 3:3 aus, gewann  anschließend das vierte und fünfte Spiel in Folge. Die Kielerin setzte sich bei ihrem Aufschlagspiel noch einmal durch, aber die Polin gab das Heft bei eigenem Service nicht mehr aus der Hand. Sie gewann den 2.Satz mit 6:4 und zog in das Semifinale von Peking ein.

Radwanska hatte mit adäquater Taktik die noch vorhandenen Schwächen der deutschen Spitzenspielerin aufgedeckt. Wir müssen weiter um die Teilnahme der Kielerin an den WTA-Finals bangen.

Bei den Herren finden die ATP-Finals vom 15. bis zum 22.November in London statt. In der nächsten Woche in Shanghai und 7 Tage vor den Finals in Paris werden die endgültigen Entscheidungen für einen  Platz bei den Finals getroffen. In dieser Woche fallen in Tokio und Peking Vorentscheidungen.

Die Träume des Belgiers David Goffin von einer Teilnahme am Turnier der Weltbesten in London sind endgültig zerronnen: er verlor im Achtelfinale von Peking gegen Fabio Fognini mit 2:6, 6:2 und 2:6.

Rafael Nadal wahrte in Chinas Hauptstadt seine Chancen mit einem 7:6, 7:6-Erfolg gegen den Kanadier Vacek Pospisil im Achtelfinale. Im Viertelfinale setzte er sich nach hartem Kampf gegen Jack Sock aus den USA mit 3:6, 6:4 und 6:3 durch. Rafa ist auf einem guten Weg nach London.

Rafael

In Tokio müsste der Kroate Marin Cilic im Falle einer Niederlage gegen den Titelverteidiger Kei Nishikori im Viertelfinale  der „Japan Open“ alle Hoffnungen für London aufgeben. Er gewann den 1.Satz mit 6:3, aber der Lokalheld konnte sich in dem 2.Satz knapp mit 7:5 durchsetzen und gewann unter dem Jubel des Publikums den 3.Satz und das Match mit 6:3. Nishikori ist auf einem guten Weg zur O2-Arena in der englischen Hauptstadt.

Der Franzose Jeremy Chardy war im Achtelfinale von Tokio an dem Luxemburger Gilles Muller gescheitert und ist damit wohl endgültig aus dem Rennen nach London.

Auch sein Landsmann Gilles Simon liegt jetzt im abgeschlagenen Feld bei dem Race to London: er verlor gegen den Luxemburger in der Runde der letzten Acht mit 3:6 und 4:6.

Asien ist ein schlechtes Pflaster für die aufstrebende Tennisnation Frankreich: Gasquet, Tsonga, Simon und Chardy haben in China und Japan mit ihren frühen Niederlagen den Anschluss im Kampf um eine Teilnahme bei den ATP-Finals verpasst.

 

7. Oktober 2015
von admin
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Angelique Kerber kämpft sich weiter voran!

Während  bei den Herren das Teilnehmerfeld für die ATP Finals in London relativ klar umrissen ist, streiten noch 19 Damen um einen begehrten Platz bei den WTA Finals in Singapur.

Die China Open in Peking in dieser Woche entscheiden darüber, wer sich bei dem abschließenden Saisonhöhepunkt präsentieren darf.

Wenn Andrea Petkovic (WTA Nr.21) den Titel in Peking gewinnen würde, hätte auch sie noch eine theoretische Chance, die Tür zu den Finals zu öffnen. Im Achtelfinale traf die Darmstädterin auf die Italienerin Sara Errani (WTA Nr.20). Petko war dieses Mal vom ersten Ballwechsel an im Spiel, erkämpfte sich früh eine Dominanz, servierte 4 Asse und gewann den 1.Satz souverän mit 6:3. Die zähe Italienerin widersetzte sich im 2.Satz der Überlegenheit der Deutschen und ging 3:2 in Führung. Verbissen wurde um jeden Punkt gekämpft. Andrea  geriet unter Druck, servierte jetzt auch Doppelfehler und verlor den zweiten Durchgang mit 3:6. Der 3. Satz wurde anfangs weiter auf Augenhöhe gespielt, das italienische Energiebündel konnte sich dann aber die Oberhand sichern und gewann den entscheidenden Satz mit 6:2.

Angelique Kerber hat sehr gute Aussichten in Singapur dabei zu sein. Ein Sieg gegen Caroline Wozniacki in ihrem Achtelfinalmatch in Peking würde die Teilnahme fast sichern. Die Kielerin startete vielversprechend in die bedeutungsvolle Partie: ihr gelang zum Auftakt gleich ein Break und sie brachte ohne Punktverlust das eigene Aufschlagspiel durch. Das dritte Spiel des 1.Satzes dauerte dann über 10 Minuten, wurde aber auch von Angelique gewonnen. Damit waren die Weichen für ihren 6:2-Sieg im 1.Satz gestellt – auch weil sie sehr sicher aufschlug. Ein Zeichen dafür, wie  umkämpft jeder Punkt in diesem ersten Durchgang gewesen ist, war die 42-minütige Spielzeit.

Die ersten Spiele des 2.Satzes stehen wieder auf des Messers Schneide. Die Deutsche macht die entscheidenden Punkte, geht 3:0 in Führung und baut den Vorsprung auf 5:0 aus. Die Dänin weiß, dass eine Niederlage die Tür nach Singapur zuschlägt. Sie gewinnt die nächsten beiden Spiele, wehrt bei 2:5 einen Matchball ab und verkürzt auf 3:5. Die Norddeutsche bleibt nervenstark, sie breakt ihre Kontrahentin im nächsten Spiel, gewinnt den zweiten Durchgang und das Match mit 6:3. Angie hat das Viertelfinale in Peking erreicht, sich wertvolle Punkte für die Finals in Singapur gesichert und eine Konkurrentin aus dem Weg geschlagen. Chapeau, Angelique!

Drei Konkurrentinnen der deutschen Spitzenspielerin im Kampf um Singapur haben sich bei den China Open erfolgreich durchgesetzt: Garbine Muguruza schlug erwartungsgemäß Irina Falconi in zwei glatten Sätzen, erreichte das Viertelfinale und hatte sich damit endgültig für die WTA-Finals qualifiziert.

Auch Agnieszka Radwanska erreichte die Runde der letzten Acht in Chinas Hauptstadt, weil ihre Gegnerin Madison Keys aus den USA nach verlorenem 1.Satz verletzt aufgab.

Basti Schweinsteiger kann jubeln: Ana Ivanovic hat sich mit ihrem 7:6,6:2-Sieg in einem „Blockbuster-Achtelfinalmatch“ gegen Venus Williams ihre Chancen für die WTA-Finals-Teilnahme gewahrt. Venus kann jetzt zusammen mit ihrer Schwester die Wunden nach der Strapazen reichen Saison zu Hause pflegen.

Bei den Herren sicherte sich in Peking  David Ferrer mit einem 7:6, 6:2-Sieg über Rosol wichtige Punkte für die ATP Finals. Die 4:6,4:6-Erstrundenniederlage von Tomas Berdych gegen Pablo Cuevas lässt den Tschechen noch um eine Teilnahme in der O2-Arena in Englands Hauptstadt bangen.

In Tokio hat der London-Aspirant Kei Nishikori seine Chancen mit einem 7:6,6:3-Sieg gegen Querrey fundamentiert. Gilles Simon kann sich mit seinem 6:4,6:2-Erfolg gegen Vesely noch an den letzten Zipfel Hoffnung klammern.

Das Saisonende der Tennis-Profitour ist von Spannung geprägt. Schade, dass mit Angie Kerber nur noch ein deutscher Profi mitmischt.