20. September 2015
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Davis Cup-Team bleibt erstklassig – dank Kohlschreiber!

In dem Relegationspiel des deutschen Davis Cup-Teams gegen die Dominikanische Republik war Deutschland nach dem Doppel 2:1 in Führung gegangen. Am Sonntag konnte schon eine Entscheidung über den Verbleib in der Weltgruppe bei dem ersten Einzel zwischen Kohlschreiber und Estrella-Burgos fallen.

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Philipp hielt im 1.Satz stand gegen die Hitze, das Publikum und das 35-jährige Tennisphänomen aus dem Karibikstaat. Er setzte sich 6:4 durch. Auch im 2.Satz ging der Augsburger nach einem Break früh 2:0 in Führung. Er gab im weiteren Verlauf nur noch ein Spiel ab und gewann diesen Durchgang mit 6:1. Der Abstieg schien in weite Ferne gerückt zu sein. Im 3. Satz verlor „Kohli“ in keinem Moment die Souveränität, gewann den Satz mit 6:2 und  das Match. Er   hatte mit drei insgesamt  gewonnenen Matches entscheidend dafür gesorgt, dass Deutschland auch 2016 in der höchsten internationalen Tennisliga spielt.

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Das zweite Einzel am Sonntag war bedeutungslos geworden. Wenden wir uns zum Schluss noch kurz einem Aspekt zu, der im Internet und an den Tennisstammtischen für mehr Aufregung gesorgt hatte, als alle Ergebnisse des Relegationsmatches in Santo Domingo zusammen:

Deutschlands kämpfte gegen den Abstieg aus der Weltgruppe – und keiner  hatte die Möglichkeit, das zu Hause am TV verfolgen zu können. Nur auf ran.de konnte man mit vielen lästigen Unterbrechungen Bilder von dem Geschehen live verfolgen.

Das deutsches Herrentennis, dass sollte inzwischen bekannt sein, lockt längst keine Massen mehr vor den Fernseher. Die besorgniserregenden TV-Zuschauerquoten können mit klaren Zahlen nachgewiesen werden: Als im März das Heimspiel gegen Frankreich von Sat.1-Gold aus Frankfurt übertrugen wurde, schauten am Freitag anfangs zwar noch knapp über 100.000 Fans zu. Beim zweiten Einzel waren es aber nur noch 80.000 und das Doppel am Samstag verfolgten gerade einmal 20.000 Zuschauer vor ihren Fernsehgeräten. Das entsprach einem Marktanteil von 0,2 Prozent, was selbst für den Mini-Sender Sat.1-Gold eine desolate Quote darstellt. Es ist also nicht sonderlich überraschend, dass ProSiebenSat1 von ihrem Vertragsrecht Gebrauch machte und das Davis Cup-Auswärtsspiel in Santo Domingo nicht im Fernsehen zeigte. Zur Beruhigung der eingefleischten Tennisfans: Ein Heimspiel müsste die Sendergruppe dagegen im Free-TV ausstrahlen. Hoffen wir also, dass das erste Davis Cup-Match im Jahr 2016 ein Spiel auf deutschem Boden sein wird.

19. September 2015
von admin
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Das deutsche Davis Cup-Doppel gewinnt!

Es stand  viel auf dem Spiel in Santo Domingo. Das deutsche Davis Cup-Team kämpft gegen den Abstieg aus der Weltgruppe gegen die Dominikanische Republik. Nach dem ersten beiden Einzeln stand es Unentschieden. Das Doppel am Sonnabend konnte von richtungsweisender Bedeutung werden.

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Teamchef  Kohlmann hatte Philipp Petzschner und den Einzelsieger des Vortages, Philipp Kohlschreiber, nominiert. Die beiden Deutschen traten im Stadion von Santo Domingo gegen Hernandez-Fernandez und Estrella-Burgos zur Vorentscheidung an.  Das Publikum aus dem Karibikstaat feuerte seine Tennisheroen an. Vergeblich im 1.Satz: Die deutsche Kombination setzte sich mit 6:3 durch. Auch im 2.Satz dominierten die beiden „Philipps“. Sie harmonierten sehr gut, munterten sich ständig auf und gewannen den Durchgang überlegen mit 6:2.

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Auch im 3.Satz hatten Burgos und Hernandez keine Chance, den Spieß noch umzudrehen. Unser Doppel siegte mit 6:3 und brachte Deutschland mit 2:1 im Ländervergleich in Führung.  Die kleine Touristengruppe aus der Heimat, die den Weg in das Tennisstadion gefunden hatte, schwenkte ihre mitgebrachten schwarz-rot-goldenen Fahnen.

Das Worst Case Scenario scheint nicht Realität zu werden. Deutschland wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Jahr 2016 in der Weltgruppe spielen.

Schon im 1.Einzel des Sonntags kann die Entscheidung fallen, wenn Kohlschreiber gegen Estrella-Burgos antritt. Die „Dominikaner“ gehen optimistisch davon aus, dass ihr Superstar auch gegen unsere Nr.1 ungeschlagen im Davis Cup vom Platz gehen wird. Nach den Eindrücken der ersten beiden Tage geht der deutsche Spitzenspieler aber wohl doch als Favorit in das Match.

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Sollte sich wirklich der 35-jährige Oldtimer aus Santiago dos Caballeros  durchsetzen, wird der Druck auf den zweiten Einzelspieler des Karibikstaats übermenschlich sein.

Einzige Gefahr: der zweite deutsche Einzelspieler wird den Herausforderungen des Siegen-Müssens und der kräftezehrenden Hitze nicht gewachsen sein.

 

19. September 2015
von admin
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In der Davis Cup-Relegation ist noch alles offen!

Der erste Tag des Davis Cup-Relegationsmatches gegen die Dominikanische Republik begann für das deutsche Team unglücklich: Routinier Benjamin Becker musste am Freitagmorgen wegen einer Magenverstimmung auf seinen Einsatz verzichten. Rastaman Dustin Brown sprang für ihn ein.

Dustin Brown playing for Germany at Wimbledon 2013

In der tropischen Hitze von Santo Domingo konnte dann der Davis Cup-Debütant seinem Team keine Führung erspielen. Er unterlag dem Spitzenspieler der Dominikanischen Republik, Victor Estrella Burgos, mit 4:6, 7:5, 6:7(3) und 6:7(5). Der Nationalheld der Inselrepublik wurde von den 1000 Zuschauern nach dem verwandelten Matchball frenetisch gefeiert.

„Natürlich bin ich traurig. Auf der anderen Seite kann ich nur sagen, dass ich mein Bestes gegeben habe“, sagte Brown nach seinem Match. „Logischerweise ist es immer tough, wenn es passiert, dass der Körper hin und wieder zumacht.“ Der 30-Jährige litt unter Krämpfen in der Hand, später in den Oberschenkeln und Waden.

Im zweiten Einzel schien der Spieler der Dominikanischen Republik überfordert. Die deutsche Nr.1, Philipp Kohlschreiber, gewann in 91 Minuten 6:1, 6:3, 6:1 gegen Außenseiter José Hernandez-Fernandez (ATP Nr. 200). „Kohli“ hat damit  für das deutsche Davis-Cup-Team Schlimmeres verhindert und den 1:1-Zwischenstand beim Relegationsspiel in der Dominikanischen Republik gesichert.

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Richtungsweisend für den Ausgang des Abstiegskampfes wird am Sonnabend das Doppel sein. Ob Teamchef Kohlmann Brown nach dessen Drei-Stunden-Match und Krämpfen wie geplant am Samstag im Doppel an die Seite von Philipp Petzschner stellen wird, ließ der Coach offen. Kohlschreiber verbrauchte gegen den Weltranglisten-200. Hernandez-Fernandez nicht zu viel Kraft und feierte seinen fest eingeplanten 13. Einzel-Sieg im Davis Cup bei 22. Einsätzen. „Ein typisch deutscher Junge nimmt die Dinge ernst“, scherzte Kohlschreiber nach seinem Sieg und freute sich über jede Minute im Schatten: „Das sind Bedingungen und Temperaturen, die schon anstrengend sind.“

Der 31-Jährige könnte am Wochenende zum Schlüsselspieler der DTB-Auswahl werden. Im Einzel trifft Kohlschreiber am Sonntag auf  Estrella-Burgos. Der seit 5 Jahren im Davis Cup ungeschlagene Star der Dominikaner wird angesichts des Spielstandes wohl auch das Doppel mit Hernandez-Fernandez bestreiten.