3. Juni 2015
von admin
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Djokovic nähert sich seinem ersten French-Open Sieg!

Der Sturm über Paris ist am Mittwoch weggezogen. Die Sonne scheint. Die restlichen Viertelfinal-Spiele konnten unter normalen Bedingungen aufgenommen werden.

Auch an diesem Tag mussten die Damen ihre Arbeit zuerst aufnehmen: Im Philippe Chartrier-Stadion fühlte sich Serena Williams wohler als zu Beginn ihres Achtelfinalspiels gegen Sloane Stevens. Unter ihrer guten Verfassung musste Gegnerin Sara Errani leiden: In etwas mehr als einer Stunde hatte die Amerikanerin die Italienerin mit 6:1 und 6:3 vom Platz geschossen. Damit bleibt die Weltranglistenerste auch in der 9.Partie gegen Errani ungeschlagen.

Williams Semifinalgegnerin wurde auf dem Suzanne-Lenglen-Court zwischen Alison Uytvanck(WTA Nr.88!) und Timea Bacsinszky (WTA Nr.23) ausgespielt. Im 1.Satz konnte sich die Schweizerin Bacsinszky mit 6:4 durchsetzen. Der 2. Satz wurde noch stärker umkämpft. Nach mehr als zwei Stunden Gesamtspielzeit entschied  Bacsinszky auch  diesen Durchgang mit 7:5 für sich. Die ehemalige Teenager-Hoffnung hat mit 25 Jahren und dem Einzug in das Semifinale von Rolland Garros den größten Erfolg ihrer strapaziösen Tenniskarriere errungen.

Timea-Bacsinszky

Dann fand der Höhepunkt der Viertelfinalmatches der French Open statt: Der mehrfache Gewinner des Turniers, Rafael Nadal, trat zum Kampf gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic, der Paris noch nie gewinnen konnte und im Vorjahr im Finale an seinem heutigen Gegner gescheitert war, an. Der Serbe versuchte von Anfang an zu verdeutlichen, wer hier und jetzt der „Herr im Haus“ ist. Er geht mit 4:0 in Führung, bevor der Spanier sein erstes Spiel gewinnt. Der Spielgewinn motiviert Rafa: er gewinnt weitere drei Spiele in Folge und gleicht auf 4:4 aus. Der Djoker lässt sich davon nicht beeindrucken, auch nicht von 5(!) Satzbällen, die Nadal abwehrt und beendet den 1.Satz nach 67(!) Minuten erfolgreich mit 7:5. Dieser Durchgang war eine Demonstration absoluten Weltklassentennis auf Sand von beiden Kontrahenten! Diese Ballwechsel sollte man auf Video als Anschauungsmaterial für alle Tennistalente in das Netz stellen! Im 2. Satz setzt sich das Match auf Augenhöhe fort. Djokovic erkämpft sich die 5:3-Führung und gewinnt den Durchgang nach 3 vergebenen Satzbällen mit 6:3. Im 3.Satz hat Nadal nichts mehr entgegenzusetzen: Der Djoker gewinnt 6:1. Damit hat er die Nadals Serie von 39 gewonnenen Matches in Folge(!) beim Pariser Turnier beendet.

bojo

Andy Murray hat sich in den letzten Wochen als neuer Sandplatzspezialist präsentiert. Sein Viertelfinalgegner David Ferrer hat diese Kunst schon länger unter Beweis gestellt. Der Schotte ist vom ersten Punkt an präsent auf dem Platz, breakt den Spanier früh und geht 5:3 in Führung. Ferrer kämpft wie immer, gleicht aus. Im Tiebreak setzt sich wieder der Brite  mit 7:4 durch. Im  2. Satz spielt Murray entschlossener und aggressiver und setzt sich klar mit 6:2 durch. Auch zu Beginn des 3.Satzes dominiert der Weltranglistendritte, vergibt bei 5:4-Führung und Aufschlag des Spaniers seinen ersten Matchball und muss dann den Satz sogar mit 5:7 an den unermüdlichen Ferrer abgeben. Im 4.Satz zeigt der Spanier doch leichte Ermüdungserscheinungen und Andy Murray siegt klar mit 6:1. Damit hat er 15 Matches nacheinander auf Clay Courts gewonnen. Ob er die Serie im Halbfinale von Roland Garros gegen Nole Djokovic fortsetzen kann, ist zumindest ungewiss.

2. Juni 2015
von admin
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Federer und Nishikori – vom Winde verweht

Am Dienstag tobte ein Sturm über Paris. Der starke Wind sollte auch Auswirkungen auf die Matches in Roland Garros haben.

Ladies first: In der ersten Spielrunde um 14 Uhr standen die ersten Viertelfinalspiele der Damen auf dem Programm. Auf dem Court Philippe Chartrier kam es zum Aufeinandertreffen der an 7-gesetzten Ana Ivanovic und der an 19-gesetzten Elina Svitolina. Ein böiger Wind pfiff durch das Stadion. Die Serbin kam damit besser zurecht und setzte sich im 1.Satz souverän mit 6:3 durch. Auch im 2. Satz brauchte Basti Schweinsteiger in der Players Box nicht um seine Freundin zittern: Ivanovic demonstrierte weiter ihre  Überlegenheit,  gewann deutlich mit 6:2 und freute sich mit ihrem Lebensabschnittspartner Basti über den Einzug in die Vorschlussrunde der French Open.

ana-ivanovic

Auf dem Court Suzanne Lenglen hatte  Garbine Muguruza (WTA Nr. 21) und Lucie Safarova (WTA Nr. 13) die Chance, zum ersten Mal in ihren Karrieren das Semifinale eines Grand Slam-Turniers zu erreichen. Das Match war im ersten Satz der erwartet harte Kampf mit aggressiven Ballwechseln. Bis 6:6 konnte keine der Spielerin die entscheidende Oberhand gewinnen. Im Tiebreak setzte sich dann die Tschechin deutlich durch. Der Satzgewinn hatte Safarova mehr Selbstvertrauen gegeben. Im zweiten Satz spielte sie kontrolliert und aggressiv auf und zog mit 7:6 und 6:3 in das Semifinale in Paris. Dort trifft sie in zwei Tagen auf Ana Ivanovic.

Nach den ersten beiden Viertelfinal-Begegnungen der Damen waren die Spiele der Herren der unteren Hälfte des Tableaus  angesetzt. Die gemeinsamen Davis Cup-Sieger Roger Federer (ATP Nr.2) und Stan Wawrinka (ATP Nr.8)mussten auf dem Court Suzanne Lenglen gegeneinander antreten, um das Semifinale von Roland Garros zu erreichen. Im ersten Satz trotzte „Stan the man“ besser dem Wind und setzte sich mit 6:4 durch. Auch im zweiten Satz punktete Wawrinka mit knallharten Winnerschlägen und nahm seinem Konkurrenten auch diesen Satz mit 6:3 ab. Die Nr. 2 der Schweiz steht im stürmischen Wind wie der Fels in der Brandung. Federer schreit seinen Ärger über den unberechenbaren Wind und die Platzfehler lautstark heraus. Das Publikum  feuert ihn an. Das trägt den „Maestro“ im 3.Satz zumindest in den Tiebreak. Wawrinka beweist auch hier seine überragende Form und gibt auch hier Federer keine Chance. Mit 6:4, 6:3 und 7:6 erreicht Stan das erste Mal in seiner Karriere das Halbfinale von Roland Garros ein.

Tsonga-2

Kei Nishikori  (ATP Nr.5) kam im zweiten Viertelfinale der Herren anfangs nicht  mit dem Wind zurecht und litt zusätzlich unter einem furiosen Sturmlauf  seines Gegners Jo Wilfried Tsonga (ATP Nr.14). Bei 6:1 und 5:2 für den Franzosen musste die Partie unterbrochen werden: Ein Verkleidungsstück von der Videowand war durch den Sturm  abgerissen worden und krachte auf die oberen Zuschauerränge. Zum Glück wurde keine Person schwer verletzt. Die lange Pause war eher ein Vorteil für den Japaner. Tsonga wurde in seinem  „Lauf“ unterbrochen und konnte den 2.Satz gerade noch mit 6:4 für sich entscheiden. Im 3.Satz hatte sich der Japaner an alle widrigen Bedingungen gewöhnt und setzt sich mit 6:4 durch. Zum Leidwesen des Publikums gibt Tsonga auch den 4.Satz an den immer stärker werdenden Japaner mit 3:6 ab. Das Momentum scheint für Nishikori im 5.Satz zu sprechen. Aber der Hüne aus Le Mans findet zu seiner unglaublichen Form der ersten beiden Sätze wieder zurück. Zum Jubel des Pariser Publikums sichert sich Tsonga den entscheidenden Satz mit 6:3. Im Semifinale wird er auf Stan Wawrinka treffen.

 

1. Juni 2015
von admin
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Julia Görges scheidet aus – aber der HSV bleibt in der Bundesliga!

Das Grand Slam-Turnier in Paris kommt  in seine entscheidende Phase. Am Montag wurden bei den Damen und Herren die restlichen Achtelfinalmatches aufgenommen.

In der ersten Spielrunde um 11 Uhr Ortszeit auf dem Court Philippe Chartrier bewies Maria Sharapova gegen Lucie Safarova ihre herausragende Widerstandskraft. Sie lag 6:7 und 0:3 zurück, gewann 3 Spiele in Folge und glich aus. Die Tschechin spielte unbeirrt weiter, nutzte konsequent jede Gelegenheit zum Angriff, bezwang die Russin mit 6:4 im 2.Satz und erreichte das  Viertelfinale in Paris. In dieser Form ist Safarova sogar eine Anwärterin auf den Titel.

Parallel auf dem Court Suzanne Lenglen spielte Flavia Pennetta gegen Garbine Muguruza.  Die Spanierin  zeigte in einem Match mit langen und harten Grundlinien-Duellen, dass sie immer enger an die absolute Weltspitze heranrückt. Sie erreichte zum zweiten Mal nacheinander die Runde der letzten Acht der French Open mit einem 6:3,6:4-Sieg über die Italienerin. Sie trifft jetzt auf Lucie Safarova.

Dann nahmen Roger Federer und Gael Monfils auf dem Center Court ihr unterbrochenes Vortagsmatch beim Spielstand von 6:3 und 4:6 wieder auf. Der Schweizer beginnt sofort entschlossen, breakt den Franzosen früh und entscheidet den 3.Satz mit 6:4 für sich. Im 4.Satz verliert Paradiesvogel Monfils jegliche Körperspannung und Konzentration. Der Weltranglistenzweite wird an  seinem 6:1 Satz- und Matchgewinn von dem Franzosen kaum gehindert und zieht in das Viertelfinale ein. Dort wird er gegen seinen Eidgenossen Wawrinka antreten.

fed

Marin Cilic hatte gegen einen entschlossenen David Ferrer nicht den Hauch einer Chance: Mit einem 6:4, 6:2 und 6:2-Sieg über den Kroaten stieß der spanische Sandplatzwühler einmal wieder in die fünfte Runde bei den French Open vor.

Julia Görges konnte gegen Sara Errani ihre Kolleginnen Witthöft und Petkovic rächen, die zuvor beide gegen die Italienerin ausgeschieden waren. Auch Julia tritt in Roland Garros nicht im optimalen Fitnesszustand an: Sie leidet unter einer Pollen-Allergie. Gegen ihre „giftige“ und flinke Widersacherin muss sie von Anfang an die Initiative ergreifen, ihre Winnerschläge einsetzen und den schwachen Aufschlag Erranis aggressiv returnieren. Das gelingt ihr zu Beginn des 1.Satzes nur phasenweise – sie unterliegt 2:6. Danach macht die Deutsche eine längere Pause, aber das Spielgeschehen ändert sich im 2.Satz bis zu ihrem 2:4-Rückstand kaum. Zu diesem Zeitpunkt der Partie hat die Bad Oldesloerin 38 „unforced errors“ zu Buche stehen – ihre Kontrahentin 3! Auch die nächsten beiden Spiele gewinnt die Italienerin und beendet das Match erfolgreich mit 6:2 und 6:2.  Jetzt können wir uns auf die Tennisstars der anderen Nationen in Paris konzentrieren – der letzte deutsche Teilnehmer ist ausgeschieden.

Der an 3-gesetzte Andy Murray zeigt anfangs gegen den Franzosen Jeremy Chardy, dass er sich auf Sand mittlerweile wohlfühlt. Souverän gewinnt er den 1.Satz mit  6:4. Vor einheimischem Publikum zieht Chardy (ATP Nr.48!)  im 2. Satz alle Register und setzt sich mit 6:3 durch. Im 3.Satz weist der Schotte den Franzosen wieder in seine Schranken und gewinnt 6:3. Das Match lässt Murray sich auch im 4.Satz nicht aus der Hand nehmen. Er gewinnt den Durchgang mit 6:2 und wird im Viertelfinale auf David Ferrer treffen.

Andy Murray in action against Ivan Dodig

Im amerikanischen Duell Serena Williams gegen Sloane Stephens wirkte die Weltranglistenerste im 1.Satz nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte und unterlag 1:6. Im 2.Satz kämpft Serena sich unermüdlich zurück und kann sich knapp mit 7:5 behaupten. Im 3. Satz lässt Williams sich mit 6:3 nicht den Einzug in die Runde der letzten Acht nehmen und wird sich dort mit Sara Errani auseinandersetzen müssen.

Einen absolut souveränen Auftritt lieferte der Weltranglistenerste Novak Djokovic gegen Richard Gasquet ab. Der Franzose konnte in den ersten beiden Sätzen, die Nole 6:1 und 6:2 gewann, nur ungläubig den Kopf schütteln angesichts des Tenniszaubers, den der Serbe entfachte. schütteln.Im 3. Satz gönnte der Djoker dem tapfer kämpfenden Franzosen serienbewusst drei Spiele und siegte mit 6:3.

Auch Rafael Nadal zeigt in Paris bisher beeindruckende Leistungen. Das bekam auch der Amerikaner Jack Sock bei seiner 3:6, 1:6 und  6-Niederlage zu spüren. Im Viertelfinale kommt es jetzt zum Klassiker zwischen den an 6-gesetzten Rafa und seinem ewigen Konkurrenten Nole Djokovic.

Rumänien wird immer stärker im internationalen Damentennis. Nach dem Ausscheiden von Halep und Begu sprang in Roland Garros Andrea Mitu in die Bresche. Die 23-jährige aus Bukarest (WTA Nr. 99) traf im Duell der Außenseiter auf die 21-jährige Alison Van Uytvanck (WTA Nr.88). Die kräftige Belgierin machte mit der letzten Rumänin im Damenfeld von Paris kurzen Prozess und erreichte zum ersten Mal in ihrer Karriere mit einem 6:1 und 6:3-Sieg die Runde der letzten Acht eines Grand Slams.

Die an 4-gestzte Petra Kvitova dominierte Timea Bacsinsky im 1.Satz, dann riss bei ihr der Faden komplett. Mit 38 “unforced errors” in den nächsten beiden Sätzen konnte sie das Ausscheiden gegen die Schweizerin mit 6:2, 0:6 und 3:6 nicht verhindern.

Das Ausscheiden vieler Favoriten am Montag wurde von der Pressestelle der French Open mit dem Begriff “Manic Monday” kommentiert. Für uns  war es ein “Magic Monday – nicht auf dem Court, aber auf dem Pitch: Mit einen einzigen ansehnlichen Spiel hat unser Dino, der HSV, doch wieder die Fußball-Bundesliga gehalten. “Hamburg, unsere Perle!”