31. Mai 2015
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Tsonga, Wawrinka, Nishikori und Ivanovic überzeugen in Paris!

Bevor Julia Görges ,als letzter deutscher Teilnehmer bei den French Open, am Montag zu ihrer Achtelfinal-Partie gegen  antritt, wird es Zeit, über die nationalen Grenzen hinaus vom Geschehen in Roland Garros zu berichten.

Beginnen wir mit den Herren: Die Deutschen haben seit Tagen keinen Spieler mehr im Turnier, die Franzosen haben fünf Spieler in das Achtelfinale gebracht.

Jo Wilfried Tsonga präsentiert sich in Paris in bester Spiellaune. Als erster Einheimischer zog er mit einem 6:3, 6:2, 6:7 und 6:3-Sieg über Tomaz Berdych  Das druckvolle Angriffsspiel Tsongas zwang den Tschechen zu ungewöhnlich vielen Fehlern.

Von der 1.Runde an hat auch Kei Nishikori vielversprechendes Tennis beim Grand Slam in Paris geboten. Der Japaner gab bis zum Viertelfinale nur einen einzigen Satz ab. Im Achtelfinale geriet er gegen Tymoraz Gabaschvili mit 6:3, 6:4 und 6:2 nie in die Gefahr, zu verlieren.

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Stan Wawrinka gelang es, zur Enttäuschung der Tennisfans der „Grande Nation“, den Franzosen Gilles Simon mit 6:2, 6:4 und 6:2 klar und deutlich in seiner Achtelfinal-Begegnung auszuschalten. Seine Überlegenheit war noch größer, als das Ergebnis es ausdrückt: Der Schweizer vergab mehr als 20 Breakbälle in den 3 Sätzen!

stan

Roger Federer wird seinem Achtelfinalspiel gegen Publikumsliebling Gael Monfils mit gemischten Gefühlen entgegengesehen haben. Der französische Paradiesvogel hatte dem Schweizer bei der letzten Begegnung in Monte Carlo  gerade eine überraschende Niederlage verpasst. In Paris hatte Federer den besseren Start. Ihm gelang sofort ein Break und er sicherte sich den 1.Satz mit 6:3. Im 2.Satz drehte Monfils den Spieß um: er setzte sich mit 6:4 durch. Das Match wurde dann wegen Dunkelheit unterbrochen und wird am Montag fortgesetzt.

Am gleichen Tag werden die restlichen Achtelfinals ausgespielt: Novak Djokovic gegen den Franzosen Gasquet, Rafael Nadal gegen den Amerikaner Jack Sock, Andy Murray gegen den Franzosen Chardy und Marin Cilic gegen David Ferrer.

Bei den Damen haben Ana Ivanovic (gegen die an 9-gesetzte Ekaterina Makarova) mit 7:5, 3:6 und 6:1 und Elina Svitolina (gegen die Französin Alize Cornet) schon das Viertelfinale von Roland Garros erreicht. Am Montag treten Serena Williams gegen Sloane Stephens, Julia Görges gegen Sara Errani, Petra Kvitova gegen die Schweizerin Bacsinsky, Andrea Mitu gegen die Belgierin Van Uytvanck, Flavia Penetta gegen Garbine Muguruza und Maria Sharapova gegen Lucie Safarova zu ihren Achtelfinalbegegnungen an.

 

30. Mai 2015
von admin
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Görges hält die deutsche Fahne in Paris hoch!

Im Vorfeld von Paris hatten sich unsere Spitzenspielerinnen Petkovic und Kerber mit Verletzungsproblemen geplagt, jetzt musste Benjamin Becker, der bisher in Roland Garros mit tollen Kämpfen überzeugt hatte, sein Drittrunden-Match gegen Nishikori mit Schulterproblemen absagen. Damit hat das deutsche Tennis bei den Herren vor dem Achtelfinale keinen Spieler mehr im Grand Slam-Turnier. Am Freitag waren Kerber,  Lisicki und Beck unglücklich ausgeschieden. Julia Görges und Andrea Petkovic mussten jetzt am Samstag die Kohlen aus dem Feuer holen.

Vor ihrer Begegnung mit Sara Errani konnte man bei „Petko“ nicht sicher sein, ob sie in optimalen Fitnesszustand antreten könnte. Errani interessiert das nicht. Sie macht ihr Spiel – und das bedeutet: kaum einen Fehler. Petkovic schickt sie über den Platz, aber ihr gelingt viel zu selten der erfolgreiche Abschluss. Ergebnis: die Italienerin gewinnt den 1.Satz nach 40 Minuten mit 6:3. Im 2.Satz  ändert sich anfangs nichts am Ablauf: der Deutschen unterlaufen immer noch zu viele Fehler in vorteilhaften Situationen, obwohl sie sich in der Zwischenzeit am Oberschenkel behandeln ließ. Ihre Behinderung ist eigentlich nur bei Lobs ihrer Gegnerin deutlich zu erkennen: Die Darmstädterin wagt es nie, voll abzuspringen.  Petkovic liegt nach 30 Minuten 1:4 in Rückstand. Sie kämpft sich auf 3:4 heran. Errani gibt das Heft aber nicht mehr aus der Hand und gewinnt das Match mit 6:3 im zweiten Durchgang.  Bad luck.

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Julia Görges ist seit Monaten verletzungsfrei und hatte sich in Roland Garros bisher von ihrer besten Seite gezeigt. In der Begegnung mit Irina Falconi (WTA Nr.85) hatte sie gute Aussichten, als einziger deutscher Teilnehmer das Achtelfinale des Grand Slams in Paris zu erreichen. Sie setzt von Anfang an ihren Paradeschlag, die Vorhand, erfolgreich als Winner-Schlag ein. Die Bad Oldesloerin sichert sich damit den 1.Satz mit 6:4. Im 2.Satz wirkt Görges noch entschlossener, geht schnell 4:0 in Führung, bevor sie das erste Spiel in diesem Satz verliert. Dieser kleine Rückschlag wird unbekümmert hingenommen. Julia Görges setzt sich erfolgreich mit 6:1 im zweiten Durchgang durch und marschiert fast ungehindert in das Achtelfinale der French Open.

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Julia hält die deutsche Fahne in Frankreich hoch.

29. Mai 2015
von admin
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Die Luft wird immer dünner in Paris!

Am sechsten Tag wurden in Roland Garros die ersten Matches, die zur Qualifikation für das Achtelfinale führten, angesetzt. Die Luft wird immer dünner in Paris, denn die absolute Weltspitze – außer Halep und Wozniacki – hat sich bisher schadlos gehalten. Julia Görges und Annika Beck gehören in Paris zu dem exklusiven und kleinen Kreis von Profis, denen es gelungen ist, einen der Favoriten straucheln zu lassen. Von den übrig gebliebenen sechs deutschen Teilnehmern, wurden am Freitag Beck, Lisicki und Kerber in das Rennen geschickt.

Als einzige Deutsche trat Annika Beck, die vorher Radwanska überraschend bezwungen hatte, zu der ersten Vormittags-Spielrunde am Freitag an. Gegen die an 19-gesetzte Elina Svitolina ging die Gießenerin wieder als Außenseiterin auf Court 6.  Die  20-jährige Ukrainerin, die zu den Aufsteigern der Saison gehört,  demonstrierte zu Beginn der Begegnung auch gleich ihre vermeintliche Überlegenheit und ging schnell 4:0 in Führung. Annika Beck stabilisierte sich dann, gewann 3 Spiele in Folge und verkürzte auf 3:4. Einige leichte Fehler von ihr in der jetzt entscheidenden Phase,  brachten die Ukrainerin wieder zurück auf die Siegerstraße: Svitolina gewann den 1.Satz dann mit 6:3.

svitolina

Im 2.Satz hat Annika ihre Chancen erkannt und nutzt sie: Jetzt geht sie 4:0 in Führung, bis ihre Kontrahentin das erste Spiel in diesem Durchgang gewinnt und ihre Aufholjagd startet. Die junge Deutsche gönnt Svitolina nur noch ein einziges Spiel und setzt sich mit 6:2 im 2.Satz durch. Dass sich bei einer derartigen Ausgeglichenheit der Kontrahentinnen im entscheidenden Satz ein Tennis-Thriller entwickelt, war vorauszusehen. Bis 3:3 wogt der Kampf hin und her, dann erkämpft sich Svitolina zwei Spiele in Folge, übernimmt mit 5:3 die Führung. Beck hält dagegen, verkürzt auf 4:5. Svitolina ist entschlossen, breakt die deutsche Spielerin und gewinnt das Match mit 6:4. Annika Beck hat trotz dieses bedauerlichen Ausscheidens ein großartiges Turnier in Paris gespielt.

Die an 20-gesetzte Sabine Lisicki hatte mit Lucie Safarova auch eine Gegnerin, die sich in den letzten Monaten in den Vordergrund gespielt hatte. Die Tschechin (WTA Nr. 13) returnierte die harten Aufschläge von „Bine“ meist mühelos, breakte sie im ersten Spiel und ging 2:0 in Führung. Beide Spielerinnen schlagen gut auf (Sabine hart und direkt,  Safarovas beste Waffe ist der typische geschnittene Linkshänder-Aufschlage von der linken Seite),  gehen kompromisslos aggressiv in ihre Grundschläge. Safarova produziert etwas weniger Fehler und setzt sich im 1. Satz mit 6:3 durch. „Bine“ hatte schon im 1.Satz gutes Tennis gespielt. Anfang des zweiten Durchgangs steigert sie sich um Nuancen, breakt ihre Gegnerin das erste Mal und geht 3:1, dann 5:3 in Führung. Die Tschechin spielt einige glückliche Bälle, gleicht aus. Der Tiebreak muss dann entscheiden. Safarova wirkt etwas selbstbewusster und gewinnt den Tiebreak und das Match mit 6:3, 7:6(3).

Lucie+Safarova

Sabine Lisicki ist die zweite Deutsche, die am heutigen Tag unglücklich ausscheidet.

Alle nationalen Siegeshoffnungen ruhten auf den Schultern von Angelique Kerber. Ihrer Gegnerin Garbine Muguruza (WTA Nr.21) trauen viele Fachleute den Sprung in die absolute Weltspitze zu. Die Kielerin beginnt stark, geht 2:0 in Führung. Die 21-jährige aus Barcelona gleicht zwischenzeitlich auf 3:3 aus, aber Angie entscheidet am Ende den 1.Satz mit 6:4 für sich. Sie hat gewohnt stark gekontert, war aber immer bemüht, die Initiative zu ergreifen und mit eigenen „Winnerschlägen“ zu punkten.

Muguruza, eine typische Hardhitterin der jungen und wilden Generation, gelingen im 2.Satz die Gewinnschläge, auch nach langen Ralleys, besser. Sie geht 4:2 in Führung und lässt sich 6:2-Satzsieg nicht mehr von der Deutschen nehmen.

garbine-muguruza

Im dritten Satz wird die Partie hochklassig – weil die junge Spanierin überragend spielt. Muguruza geht 5:2 ” in Führung. Sie gibt der Deutschen keine Chance mehr und besiegt sie mit 6:2 im entscheidenden Durchgang.

Drei deutsche Niederlagen am schwarzen Freitag – wie gesagt,die Luft wird immer dünner für die deutschen Tennisprofis in Paris.