6. Juni 2015
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Serena Williams – Queen of Paris!

Am Samstag mussten bei den French Open Djokovic und Murray in die Fortsetzung ihrer unterbrochenen Semifinal-Partie  und das Finale der Damen stand als weiterer Höhepunkt auf dem Programm.

Um 13 Uhr gingen Murray und Djokovic auf den Court Philippe Chartrier. Der Weltranglistenerste und der Weltranglistendritte sind vom ersten Ball an hoch konzentriert und spielen sofort auf höchstem Niveau. In den ersten vier Aufschlagspielen kann der Returnspieler  – hier Djokovic – nur einen einzigen Punkt gewinnen. Bei 5:5 gelingt Murray aus heiterem Himmel ein Break und er geht 6:5 in Führung. Der Schotte, der immer wieder mit phantastischen Stopps punktet, verwandelt den zweiten Satzball und gewinnt den vierten Durchgang mit 7:5. Der Djoker wirkt nicht „amused“ bei der Satzpause. Er übernimmt  dann aber im entscheidenden 5.Satz sofort wieder die Initiative: Ihm gelingt ein Break und er geht 2:0 in Führung. Der Serbe drängt Murray immer mehr in die Defensive und gewinnt den Satz und das Match mit 6:3. 6:3, 5:7. 5:7 und 6:1. Er ist jetzt zum 3.Mal nacheinander im Finale von Roland Garros. Am Sonntag stehen die Zeichen gut, dass er zum ersten Mal den Titel holt.

Novak Djokovic

Serena Williams, die seit Begann des Turniers über leichte Blessuren klagte und beim Warm Up vor dem Finale wegen Schmerzen unterbrechen musste, konnte den 20. Grand Slam-Titel in ihrer Karriere im Finale gegen Lucie Safarova gewinnen. Die Tschechin steht zum ersten Mal im Finale eines Grand Slams. Serena Williams powert im 1.Satz sofort los. Keine Spur von Schwächungen! Mit atemberaubenden Returns breakt sie Safarova früh und geht mit 4:1 in Führung. Das Tempo der Schläge der Amerikanerin ist noch zu hoch für die  Linkshänderin aus Brünn. Sie erhält kaum Chancen einzugreifen, wirkt wie ein passiver Beobachter des Geschehens. Das wird im weiteren Verlauf etwas besser. Auch weil Williams mehr leichte Fehler produziert. Trotzdem lässt die Amerikanerin sich den 1.Satz nicht mehr nehmen und gewinnt deutlich mit 6:3.

serena

Auch im 2.Satz hat sich das Lampenfieber bei der Tschechin noch nicht gelegt.  Bei 4:1-Führung der Weltranglistenersten gelingt ihr das erste Break – unter dem Jubel der Zuschauer, die längere Zeit Tennis für ihr Eintrittsgeld sehen wollen. Safarova hat jetzt ihre Nervosität abgelegt, holt Spiel für Spiel auf, geht sogar 5:4 in Führung. Serena hatte vor dem Match geäußert, dass sie befürchtet, im Verlaufe des Matches wegen Schmerzen nur noch beeinträchtigt agieren zu können. Self  Fullfilling Prophecy? Oder vorbeugende Ausrede? So what. Sie gleicht zum 5:5 aus. Dann breakt sie Safarova, serviert zum Matchgewinn. Die Tschechin breakt zurück. Jetzt sehen die Zuschauer ein richtiges Grand Slam- Finale! Im Tiebreak dominiert die an 13-gesetzte Tschechin und siegt mit 7:2.

lucie

Im 3.satz geht die Geheimfavoritin sofort 2:0 in Führung. Die Topgesetzte schlägt zurück, gewinnt sechs Spiele in Folge und holt sich den Titel der French Open 2015 mit 6:3, 6:7 und 6:2.   Phänomenal!

5. Juni 2015
von admin
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Wawrinka wartet auf seinen Finalgegner

Die French Open kommen in ihre heiße Phase. Das gilt nicht nur für den sportlichen Aspekt. Das Wetter, das in den ersten Tagen von wolkenbedecktem Himmel, Sturm und Regen geprägt war, wird voraussichtlich am Freitag mit viel Sonne und Hitzetemperaturen aufwarten. Das wird für die Spieler, die in Roland Garros zu den Semifinals der Herrenkonkurrenz im Einzel antraten, eine Umstellung erfordern.

Das französische Publikum  erwartete gespannt den Auftritt  des einheimischen Zuschauermagneten Jo Wilfried Tsonga in seiner Partie gegen  Stan Wawrinka.Der Schweizer präsentiert sich in Paris in Topform. Der Viertelfinalsieg über den Freund und Konkurrenten Federer hat ihm weiteres Selbstvertrauen gegeben. Mit einer geschickten Mischung aus geblockten langen Returns und harten Killerschlägen zerstört er das Spiel des Franzosen. Stan the man gewinnt den 1.Satz mit 6:3.

 

stan

Im zweiten Satz kommt der Franzose unter dem Jubel der Zuschauer besser in das Match – auch weil Stan jetzt viele Chancen verstreichen lässt und Probleme mit dem Aufschlag bekommt. Der Court Philippe Chartrier explodiert, als Tsonga den 2.Satz im Tiebreak klar für sich entscheidet. Im 3.Satz wirken beide Kontrahenten schon gezeichnet von der Hitze und der Härte des Matches. Trotzdem wird das Niveau der partie immer besser. Tsonga vergibt 6 Breakbälle. Der Tiebreak muss entscheiden. Hier setzt sich jetzt  Wawrinka deutlich durch. Den Einzug in das Finale der French Open lässt sich der Schweizer im 4.Satz nicht mehr nehmen: Er gewinnt nach fast 4 Stunden Gesamtspielzeit mit 6:4.

Das zweite Semifinale zwischen Novak Djokovic und  Andy Murray galt bei vielen Fachleuten als das vorweggenommene Finale: Auf der einen Seite der Serbe, der seit Monaten bei seinen Turnierteilnahmen beeindruckend unter Beweis gestellt hat, dass er zu Recht die Nr.1 der Weltrangliste ist. Seit 27 Matches in Folge ist es keinem seiner Konkurrenten  gelungen, ihn zu bezwingen.

novak

 Auf der anderen Seite der Schotte, der in der Saison 2015 auf Sand noch kein Match verloren und eine Serie von 15 Siegen und zwei Turniertiteln hingelegt hat.

murray

In den ersten beiden Sätzen ist der Djoker um Nuancen überlegen und gewinnt die Durchgänge mit 6:3 und 6:3.Auch weil Murray mehrere Male die einfachsten Chancen „in die Tonne drückt“.  Nur Briefe gibt der Schotte auf. Er schlägt im 3.Satz mit dem Gewinn des Tiebreaks zurück. Im 4. Satz wogt das Momentum hin und her. Beim Spielstand von 3:3 wird das Match wegen Dunkelheit abgebrochen.

Die Fortsetzung der Partie wird wohl am Samstag vor dem Finale der Damen angesetzt werden.

4. Juni 2015
von admin
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Die Geheimfavoritin und “das Phänomen” stehen im Damen-Finale der French Open!

Am Donnerstag standen die Semifinalspiele der Damen auf dem Programm der French Open. Die Herren hatten ein Tag Pause in Roland Garros.

Im ersten Semifinale der Damen trat die an 5-gesetzte Ana Ivanovic gegen Lucie Safarova (WTA Nr.13)an. Eine hochinteressante Partie: Die Serbin spielt in Roland Garros großartig auf, seitdem Basti Schweinsteiger ihr zur Seite steht. Die Tschechin hat sich in eine Form gespielt, dass einige Insider sie schon als Geheimfavoritin bezeichnen. Ivanovic ist vom ersten Punkt an entschlossen, setzt taktisch klug immer wieder ihren hohen Rückhand-Topspin ein. Sie geht 3:0 in Führung, bevor Safarova ihr erstes Spiel gewinnt. Die Tschechin kommt immer besser in das Spiel, aber Ana ist bei 5:2 dicht vor dem Satzgewinn. Die sensible Serbin wirkt dann nervlich angespannt.  Die Linkshänderin aus Brünn gewinnt vier Spiele in Folge zum 6:5. Die willensstarke Tschechin ist unbeirrbar und setzt sich mit 7:5 durch.

safa

Im 2.Satz wirkt die Serbin resigniert, kämpft aber weiter. Die Tschechin geht in Führung, vergibt bei 5:4 in einem hart umkämpften Spiel einen Matchball. Ivanovic gleicht aus. Lucie Safarova steckt  diesen Rückschlag weg, gewinnt die nächsten beiden Spiele und das Match mit 7:5 und 7:5. Die Geheimfavoritin hat das Finale der French Open erreicht!

Im zweiten Semifinale der Damen traf die topgesetzte Serena Williams auf die Außenseiterin Timea Bacsinszky. Die Schweizerin hatte vor dem Turnier in Paris noch nie ein Viertelfinale eines Grand Slam-Turniers erreicht. Sie präsentierte dann großartiges Tennis, brachte immer wieder unerreichbar erscheinende Bälle zurück ins Feld, schlug selbst hart platzierte Aufschläge und eine hohe Anzahl an Winner- Grundschlägen.  Serena musste den 1.Satz  mit 4:6 abgeben. Im  2.Satz breakte Bacsinszky nach einem Marathon-Spiel die Amerikanerin und ging 3:2 in Führung. Als alles auf einen sensationellen Sieg der Schweizerin hinauslief, schlug die Weltranglistenerste in einzigartiger Art und Weise zurück. Sie gewann 10 Spiele in Folge und zog mit einem 4:6, 6:3 und 6:0-Sieg in das Endspiel der French Open.

2013 US Open - Day 14

Serena Williams ist ein Phänomen! Mit diesem Erfolg hat sie sich die Möglichkeit geöffnet, im Finale gegen Lucie Safarova zum 20. Mal ein Grand Slam-Turnier in ihrer bewunderungswürdigen Karriere zu gewinnen.