16. Januar 2015
von admin
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Harte Brocken für einige deutsche Tennisstars in Melbourne!

Es ist soweit: die „Australian Open“ beginnen am Montag kommender Woche. Seit zwei Wochen beobachten wir das Auftreten der deutschen und internationalen Tennisstars bei den großen Turnieren des neuen Jahres. Die aktuellen Leistungen unserer  nationalen Repräsentanten geben eher Grund zur Sorge, als für Optimismus zu sorgen. Dabei wäre es in Hinsicht auf die Darstellung des bunten weißen Sports in der Öffentlichkeit so wichtig, dass bei dem ersten Grand Slam-Turnier des Jahres das deutsche Tennis mit Schwung und guten Ergebnissen das Jahr 2015 beginnt. Wir hinken den Fußballweltmeistern, den Skifliegern, den Biathleten doch arg hinterher, was die internationalen Erfolge betrifft.

Wer weiß überhaupt noch, welcher deutsche Spieler zuletzt das Finale in Melbourne erreicht hat?… Es war Rainer Schüttler im Jahr 2003.

schütt

Welcher Spielerin, welchem Spieler trauen wir einen solchen aufsehen-erregenden Erfolg in diesen Tagen zu? Angie Kerber spielt solide, aber der letzte Funken Überzeugung fehlte bisher. Jan-Lennard Struff hat sich verbessert und einige Erfolge – hauptsächlich gegen deutsche Gegner – zu verzeichnen, aber der Sprung in die absolute Weltspitze ist in der nahen Zukunft nicht zu erwarten. Das gleiche gilt für Annika Beck. Wir trauen Dustin Brown aufsehenerregende Siege zu, wissen aber, dass für ein Vordringen in die Finalrunden eines Grand Slams noch die Luft fehlt.

Die Auslosung für die Australian Open ist jetzt erfolgt. Nur vier deutsche Akteure sind in den Setzlisten zu finden. Die an 9-gesetzte Angelique Kerber trifft in der ersten Runde auf die Rumänin Irina Begu. Das sollte zu schaffen sein.

Andrea Petkovic ist an Position 13 gesetzt und hat mit Madison Brengle einen harten Brocken zugelost bekommen. Das US-Girl steht aktuell im Halbfinale des Turniers in Hobart und hat im neuen Jahr schon für positives Aufsehen gesorgt.

Philipp Kohlschreiber, auf Rang 22 gesetzt, sollte sich gegen seinen Auftaktgegner, den Franzosen Paul-Henri Mathieu, durchsetzen können..

Die an Position 28 gesetzte Sabine Lisicki spielt ihr erstes Match gegen die Französin Kristina Mladenovic – eine machbare Aufgabe.

Die anderen fünf Damen, die im Hauptfeld vertreten sind, haben unterschiedliche Herausforderungen: Annika Beck ist ein Sieg gegen Silva Soler-Espinosa aus Spanien zuzutrauen. Auch Mona Barthel sollte sich gegen die Kroatin Donna Vekic durchsetzen können. Julia Görges trifft auf die gesetzte Schweizerin (32) Belinda Bencic – das Match hat sie noch nicht verloren.

görges

Anna-Lena Friedsam trifft es hart: Eugenie Bouchard, an Nr.7 gesetzt, ist ihre Gegnerin. Schwer wird es auch für Jungstar Carina Witthöft, die gegen die an 17-gesetzte Spanierin Carla Suarez-Navarro anzutreten hat.

Bei den Herren ist Jan- Lennard Struff wohl Favorit gegen Dudi Sela, dem Paradiesvogel aus Israel. Benjamin Becker ist gegen den an 25-gesetzten Franzosen Julien Benneteau wohl eher Außenseiter. Peter Gojowczyk kann sich auf einen harten Kampf gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez einstellen. Noch schwerer wird es für Tobias Kamke: er trifft auf den Lokalmatador Bernard Tomic, der in den letzten Wochen wieder überzeugen konnte.

Noch härter hat es Dustin Brown getroffen. Er muss in seinem ersten Match gleich gegen den an 10-gesetzten Bulgaren Grigor Dimitrov auf den Platz.   Aber „Dust in the wind“ kann man – wie gesagt – alles zutrauen…

15. Januar 2015
von admin
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Jetzt auch Endstation für Kerber!

In der ersten Turnierwoche im neuen Jahr hatte vom deutschen Spieler-Tross nur Angelique  Kerber ein Viertelfinale erreicht. Auf den Turnieren wenige Tage vor den Australian Open war es wiederum Kerber, die mit ihrem Einzug in das Halbfinale von Sydney die deutsche Fahne hoch hielt.

Jetzt war auch für die Kielerin Endstation. In ihrem Semifinalmatch gegen die Tschechin Karolina Pliskova unterlag sie chancenlos mit 6:2 und 6:3.

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Zur Erklärung der doch überraschend klaren Niederlage kann in diesem Fall die Statistik helfen:

Die Nr.22 der WTA-Weltrangliste aus Tschechien  schlug 7 Asse in dem Match. Der Nr.9 der WTA aus Deutschland gelangen 2 Aces.

Pliskova gab im gesamten Verlauf des Matches ihrer Gegnerin nicht eine Chance für einen Breakball!

Noch deutlicher wird der Erfolg der 22-Jährigen Tschechin durch ein anderes Parameter: Bei den Ballwechseln, die auf den 1.Aufschlag ihrer Gegnerin folgten, konnte Kerber nur einen einzigen Punkt von 31 Möglichkeiten gewinnen!

Angie war an diesem Tag machtlos gegen das druckvolle Spiel ihrer Widersacherin. Aller Einsatzwillen und auch ihr vorbildlicher Kampfgeist waren vergeblich.

Seit Jahr und Tag haben Fachleute darauf hingewiesen, dass unsere Nr.1 ihren Aufschlag, verbessern muss, um nachhaltig in die absolute Weltspitze vorzudringen.

Ob das zu dem Grand Slam Turnier, das in der kommenden Woche beginnt, noch gelingen wird, ist fraglich.

14. Januar 2015
von admin
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“Drunter und drüber” down under – aber Kerber siegt

Bei den Vorbereitungsturnieren zu den „Australien Open“ auf dem fünften Kontinent befanden sich am Donnerstag noch drei deutsche Teilnehmer in den Hauptfeldern.

Das erste Match eines deutschen Tennisprofis am frühen Nachmittag  weckte unangenehme Erinnerungen an den „Manic Thursday“ der letzten Woche: Jan Lennard Struff unterlag in Auckland dem an 3-gesetzten Südafrikaner Kevin Anderson  – nach harter Gegenwehr im 1.Satz -  mit 6:7, 1:6.

In der Herrenkonkurrenz von Sydney war Philipp Kohlschreiber die nächste  deutsche Hoffnung, die einem weiteren „Manic Thursday“ down under noch verhindern konnte. Sein Gegner, der Australier  Bernard Tomic, schlug im Match 8 Asse und hatte dann  bei 6:3, 5:4-Führung  bei eigenem Aufschlag zwei Matchbälle in Folge. Den ersten vergab er galant mit einem Doppelfehler. Den dritten Matchball verwandelte dann der junge Aussie und sorgte dafür, dass der zweite von drei deutschen Verbliebenen auf der Strecke blieb.

angelique-kerber

Im Viertelfinale des Damen-Turniers in Sydney traute man Angelique Kerber zu, im  Viertelfinal-Duell die große spanische Hoffnung Garbine Muguruza besiegen zu können. Zu Beginn des Matches serviert Angie ohne Druck. Obwohl sie mehr als 70% der ersten Aufschläge in das Feld spielt, verliert sie ihre ersten drei Servicegames und gerät schnell 0:5 in Rückstand. Die 24-Jährige aus Barcelona kennt kein Pardon und fertigt Kerber mit 6:0 im ersten Satz ab. Hoffnung keimt auf, als die Kielerin im ersten Spiel des zweiten Durchgangs ihr Aufschlagspiel durchbringt und 1:0 in Führung geht. Sie baut die Führung mit einem anschließenden Break aus, verliert aber unglücklich wieder ihr eigenes Aufschlagspiel. Ein spannender Kampf auf Augenhöhe hat sich entwickelt. Auf Angies unermüdlichen Widerstandswillen kann man sich verlassen. Sie gewinnt jetzt die entscheidenden Punkte und den 2.Satz mit 6:1. Nach einer kurzen Satzpause geht die erbarmungslose Schlacht weiter. Die Kielerin scheint bei den längeren Ballwechseln leicht die Oberhand zu gewinnen, dann kommt wieder ein Ass oder ein Vorhandwinner der aggressiven Spanierin. In der Hitze des Gefechts ist aber Angie Kerber in ihrem Element. Sie ringt ihrer Widersacherin eine 5:3-Führung im entscheidenden Durchgang ab. Muguruza setzt dagegen, verkürzt auf 4:5. Angie ist entschlossen, sie erspielt sich drei Matchbälle in Folge. Vergibt den ersten, verwandelt den zweiten Siegpunkt und gewinnt den heißen Kampf mit 6:4 im dritten Satz.

Der Fluch ist besiegt – dank Angelique. Im Halbfinale von Sidney trifft sie jetzt auf die Tschechin Karolina Pliskova.

In der Hauptstadt des Bundestaates New South Wales feierten zwei bekannte Spieler ihre Rückkehr in den Profizirkus: Viktor Toicki und Juan Martin del Potro. Dem Kroaten und dem Argentinier gelang ein bravouröses Comeback. Troicki schlug in der ersten Runde den Slowaken Klizan und setzte sich dann auch gegen den Spanier Andujar durch. Del Potro besiegte den Ukrainer Stakhovsky in seinem Auftaktmatch und sorgte dann für eine Sensation, als er den an 1-gesetzten Fabio Fognini mit 4:6, 6:2 und 6:2 zu einem frühen Ausscheiden zwang.

potro

Auch der an 2-gesetzte Belgier David Goffin scheiterte vorzeitig  mit einer 3:6, 3:6-Niederlage gegen den Italiener Sandro Bolelli.

Es geht „drunter und drüber“ in down under am Anfang der Tennissaison 2015.Wir können mit einem überraschungsreichen Grand Slam in Melbourne rechnen.