23. Oktober 2014
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Singapur krönt die Damen-Tour

Während die Herren noch um die letzten Plätze für das Saisonfinale in London streiten, kämpfen die Damen in Singapur bei den BNP Paribas WTA-Finals schon darum, wer am Ende des Jahres die Beste der Besten sein wird.

In zwei Gruppen werden in Singapur die Halbfinalistinnen ausgespielt. In der sogenannten „White Group“ treten Agniezka Radwanska, Caroline Wozniacki, Maria Sharapova und Petra Kvitova gegeneinander an. Serena Williams, Simona Halep, Eugenie Bouchard und Ana Ivanovic versuchen, in der „Red Group“ das Semifinale zu erreichen.

Die ersten Begegnungen am Dienstag und Mittwoch sorgten schon für erste Überraschungen: In der „Weißen Gruppe“ unterlag Maria Sharapova  in ihrem Auftaktspiel der Dänin Caroline Wozniacki in einem „Marathon-Match“ mit 6:7, 7:6 und 2:6.

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Auch die klare 2:6, 3:6-Niederlage der Wimbledonsiegerin Petra Kvitova gegen Agniezka Radwanska entsprach nicht unbedingt der Papierform.

Erwartungsgemäß gewann in der „Roten Gruppe“ dann Serena Williams mit   6:4, 6:4 gegen Ana Ivanovic.

Dass Simona Halep 6:2, 6:3 souverän gegen Eugenie Bouchard gewinnt, war auch keine Überraschung, obwohl viele der jungen Kanadierin größere Gegenwehr zugetraut hätten.

halep

Die Mittwoch-Matches begannen dann gleich wieder mit einer Sensation: Die Weltranglistenerste Serena Williams war chancenlos gegen die  Rumänin Halep und ging mit 0:6, 2:6 sang und klanglos unter. Nach dem Match erklärte die strahlende Siegerin, dass sie das beste Match in ihrer Karriere gespielt hätte.   Halep hat sich damit vorzeitig für das Semifinale der BNP Paribas  qualifiziert. Die jüngere Williams-Schwester sollte jetzt unbedingt in ihrem letzten Spiel der sogenannten „Round Robin“-Runde“ gegen Eugenie Bouchard gewinnen.

Die Kanadierin trat nach der sensationellen Niederlage der Topfavoritin gegen Ana Ivanovic an. Beide Spielerinnen hatten ihre Auftaktmatches in der „Roten Gruppe“ verloren und mussten schon in dieser Begegnung  um das Überleben in Singapur kämpfen.  „Genie“ kommt in Asien offenbar nicht in Form: sie unterlag der Serbin klar und deutlich mit 1:6, 3:6.

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Die nach diesem wichtigen Sieg strahlende Ana gab ihre Erleichterung kund: „Ich habe vorher zwei Mal gegen sie verloren. Heute habe ich versucht, aggressiver zu spielen. Das ist mir gut gelungen und ich bin sehr zufrieden, wie ich gespielt habe.“

Heute kommt die “Weiße Gruppe” wieder zum Einsatz. Wir werden berichten.

 

22. Oktober 2014
von admin
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In dem Zug nach London wird es eng

Zwei Wochen vor dem Beginn der Barclay ATP Finals in London ist das „Race to London“ in seiner heißen Phase. Die nächsten Stationen in dieser Woche – Valencia und  Basel  –  können schon entscheidend sein.

Durch den Titelgewinn in Moskau in der letzten Woche hat sich jetzt auch Marin Cilic, nach Djokovic, Federer, Nadal und Wawrinka, endgültig qualifiziert.

Marin-Cilic

Drei Plätze sind noch frei.

„Wir sind alle im gleichen Zug auf der Fahrt nach London“, beschreibt Tomas Berdych, der gegenwärtig auf dem sechsten Platz in dem „Rennen nach London“ rangiert, die aktuelle Situation. Sein Turniersieg in Stockholm hat die Chance erhöht, zum fünften Mal in Folge die „Final Eight“ zu erreichen.

Kei Nishikori ist in der letzten Woche ausgestiegen und hat sich erst einmal von dem ermüdenden „Race“ erholt. Er wird erst in Paris wieder antreten, um sich die letzten entscheidenden Punkte zu sichern.

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Andy Murray hat sich in den letzten Wochen Platz für Platz auf der Qualifikationsliste für das „ATP Finals“ vorgearbeitet. Sein Endspielsieg in Wien gegen den direkten Konkurrenten Ferrer, hat ihn auf die  achte Position gehoben, die als letzte eine Teilnahmeberechtigung im erlesenen London-Feld gewähren würde.

Im Moment sind „Routinier“ Ferrer und die „Freshmen“ Milos Raonic und Grigor Dimitrov außen vor. Wir sind uns sicher, dass der Spanier bei seinem Heimturnier in Valencia alles tun wird, um doch noch einen Platz für London in der O2-Arena zu ergattern.

19. Oktober 2014
von admin
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“Großes Tennis”

Die Bild-Zeitung hat endlich wieder ihr Herz  für Tennis entdeckt und gerät anlässlich eines Auftritts von Grigor Dimitrov sogar ins Schwärmen:

„Das ist der reinste Tennis-Hammer!

Grigor Dimitrov (23/ Bulgarien)  sind beim Turnier in Stockholm gegen Jack Sock  (22/ USA) zwei absolut irre Kunstschläge gelungen.

Das Beste daran: Zwischen den zwei Trickshots lagen gerade einmal ein paar Sekunden! Mit seinen unglaublichen Volltreffern begeisterte Dimitrov die Fans, entschied das laufende Spiel zu Null für sich.“

Hier die Szenen:

 

Okay, das ist beeindruckende Tennis-Artistik vom Bulgaren. Was uns gefällt, ist aber auch die Reaktion von Sock: Der ist erst einmal „von den Socken“. Auch weil er gerade seinen Return besonders gut geschlagen hatte. Mit dem hochgehaltenen Daumen signalisiert er dann Dimitrov gelassen, dass er  dessen Leistung honoriert. Der anschließende Kunstschlag seines Kontrahenten begeistert ihn spontan. Jetzt hat sein Gegner endgültig sein außerordentliches Reaktionsvermögen und sein Improvisationstalent unter Beweis gestellt. Deshalb rennt Sock auch sofort zum Netz, um Dimitrov seine Anerkennung auszudrücken.

Hier wird deutlich sichtbar Respekt vor der gegnerischen Leistung demonstriert. Trotz der Punktverluste schaut Sock „über seine eigene Nase hinaus“ und empfindet – wie sein offen lachendes Gesicht zeigt –  sogar Freude über eine anerkennenswerte Leistung des Kontrahenten.

Das zeigt Souveränität, Spaß am Spiel und Fairness.

Das zeugt von Professionalität.

Das ist „Großes Tennis.“

Von beiden Spielern.

Unsere Tennistalente sollten sich diese Sportler zum Vorbild nehmen. Es würde auch ihrer zukünftigen Leistung dienen.