18. Oktober 2014
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Supererfolg von Annika Beck!

Im letzten Jahr war der Finaleinzug beim Turnier in Luxemburg der größte Erfolg in Annika Becks Profikarriere. Sie verlor damals gegen Caroline Wozniacki 2:6 und 2:6.

In diesem Jahr hat die 20-jährige aus Bonn das mit 250 000 Dollar dotierte Turnier in Luxemburg gewonnen! In dem Endspiel gegen die Tschechin Barbora Zahlavova-Strycova setzte sich Beck souverän mit 6:2 und 6:1 durch. Dieser erste WTA-Titel ist ein Supererfolg für Annika, aber auch für das deutsche Tennis!

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Während des Turniers in Luxemburg, in dem sie keinen einzigen Satz verlor,   beeindruckte die Bonnerin wieder mit ihrer außergewöhnlichen Sicherheit und ihrer Schnelligkeit.  Während des gesamten Turniers fiel aber auf, dass sie aggressiver und entschlossener als früher auftrat. Im Finale sammelte sie viele  entscheidende Punkte mit der langen und harten Vorhand. Besonders den Longline-Schuss, der vorher in ihrem Repertoire viel zu selten eingesetzt wurde, spielte sie in dieser Turnierwoche –auch im Finale – immer wieder als Winner.

Eine erfreuliche Entwicklung, die viel für die Zukunft verspricht.

In Wien und Stockholm verloren Matthias Bachinger und Philipp Kohlschreiber zwar ihre Semifinal-Matches, zeigten aber beeindruckende Leistungen.

In der österreichischen Hauptstadt brachte Philipp Kohlschreiber den Turnier-Favoriten David Ferrer an den Rand einer Niederlage. Denkbar knapp musste sich Kohli am Ende dem Spanier mit 3:6, 6:2, 6:7 geschlagen geben.

Matthias Bachinger spielte gegen Tomas Berdych in der schwedischen Hauptstadt ein Match auf Augenhöhe. Mit  7:6 (7:9 im Tiebreak) und 6:4 setzte sich der Tscheche denkbar knapp durch und verbesserte damit seine Chancen auf eine Teilnahme bei den ATP-Finals in London.

 

17. Oktober 2014
von admin
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Deutsche Tennisprofis erfolgreich im Kampf um Weltranglistenplätze

Das Rennen um die begehrten Plätze für die „ATP Finals“ in London kommt auf die Zielgerade. In dieser Woche spielten in Moskau, Wien und Stockholm die Kandidaten, die sich  nach Djokovic, Federer, Nadal und Wawrinka noch für das „Masters“ qualifizieren können,  und versuchten wichtige Punkte zu gewinnen.

In Wien sind David Ferrer und Andy Murray topgesetzt. Der Spanier schlug  in seinem Auftaktspiel Tobias Kamke mit 7:5, 6:1 und konnte dann mit seinem 7:6, 6:4-Viertelfinalsieg über Ivo Karlovic fleißig Punkte für London sammeln.

Der Schotte Murray bezwang programmgemäß erst den Kanadier Pospisil 6:4, 6:4 und dann Struff mit 6:2 und 7:5. In seinem Viertelfinalsieg gegen den Deutschen ließ er bei seinen beeindruckenden Aufschlagspielen nur einen einzigen Breakball zu.

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Viele deutsche Spieler nutzten die kurze Reisedistanz und traten sehr erfolgreich   in der österreichischen Hauptstadt auf: Kamke hatte sich vor seiner Niederlage gegen Ferrer gegen den Italiener Bolelli mit 3:6, 6:3 und 6:4 durchgesetzt. Daniel Brandts spielte sich nach seiner langen Verletzungspause durch die Qualifikation in das Hauptfeld, unterlag dann denkbar knapp dem Kanadier Pospisil in einem „Tennisthriller“ mit 3:6, 7:6 und 6:7.

Benjamin Becker rang erst den Rumänen Hanescu nieder (4:6, 6:1, 6:3) und schaltete dann den Niederländer Haase mit 6:3, 6:3 aus. Im Viertelfinale traf  er auf  Landsmann Philipp Kohlschreiber, der vorher den Argentinier Berlocq mit 3:6, 6:1 und 6:4 eliminiert hatte. In dem deutschen Duell gewann „Kohli“ standesgemäß den ersten Satz mit 6:4, weil dem ehemaligen USA-Studenten aus Orscholz in den ersten Aufschlagspielen unnötige Doppelfehler unterliefen. Im zweiten Satz breakte Kohlschreiber seinen Konkurrenten wieder früh, aber „Benni“ kämpfte sich unermüdlich zurück. Mit dem Verlust des Tiebreaks konnte er aber dann nicht verhindern, dass Kohlschreiber in das Semifinale einzog.

Auch Jan-Lennard Struff konnte in Wien überzeugen: Nach seinen Siegen über Garcia-Lopez (6:3, 6: 4) und den Ukrainer Stakhovsky (7:6, 2:6, 7:6) kam erst gegen Murray im Viertelfinale das Aus.

In Moskau führten Raonic und Cilic die Setzliste an. Der Kanadier verlor Boden auf dem „Race to London“, als er im ersten Match dem Litauer Berankis 3:6, 6:4, 3:6 unterlag. Sein Konkurrent Marin Cilic überstand die ersten Runde gegen den Russen Donskoj mühsam mit 6:3, 3:6 und 6:3. Mit seinem klaren 6:3, 6:3-Sieg gegen Tommy Robredo im Viertelfinale konnte er seine Chancen auf eine Teilnahme bei den ATP-Finals wieder verbessern.

In Stockholm wollte sich Berdych die letzten Punkte für London sichern und Dimitrov seine letzten Chancen wahren. Der Tscheche schlug in seinem Auftaktspiel Dustin Brown, der vorher den Schweden Lidell ausgeschaltet hatte,  mit 7:5 und 6:3. Im nächsten Match trifft  er auf  den Rumänen Marius Copil, der überraschend aus der Qualifikation das Viertelfinale erreicht hatte.

Der Bulgare Dimitrov bezwang Gabashvili mit 7:5 und 7:6 und setzt sich in der Runde der letzten Acht mit dem Amerikaner Jack Sock auseinander. Mit seinem 5:7, 6:4, 6:3 Erfolg hält Grigor Dimitrov sich die Tür zum ATP-Final noch offen.

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Auch aus der schwedischen Hauptstadt können wir von deutschen Erfolgen berichten: Matthias Bachinger, der in den letzten Wochen positiv auf sich aufmerksam gemacht hatte, zeigte sich auch in Schweden von seiner besten Seite:  in Dreisatz-Thrillern  schlug er den Holländer Sijsling (2:6, 7:6, 6:4) und auch den Argentinier Leonardo Mayer (7:6, 6:7, 6:3). Im Viertelfinale gegen den Franzosen Mannarino setze der Münchener seine Dreisatz-Serie fort: Er verlor den 1.Satz 4:6, schlug im 2.Satz mit 6:1 zurück und zeigte im entscheidenden Durchgang, dass er nicht gewillt ist, in Stockholm einen dritten Satz zu verlieren. Er gewann den Durchgang  6:4 und hat das Halbfinale erreicht. Ein großartiger Erfolg der Nr.203 der Weltrangliste! Er wird nach diesem Turnier einen riesigen Sprung im ATP-Ranking voran gemacht haben.

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Wir hatten versprochen, von den Ergebnissen unserer beiden Halbfinalistinnen in Luxemburg, Beck und Barthel, zeitnah zu berichten. Beide spielten gegen tschechische Konkurrentinnen. Man könnte also von einem Test  für das Fed Cup-Finale sprechen. Der wird  aber kaum sinnvolle Aufschlüsse ergeben, weil wohl keine der vier Spielerinnen für Prag in Frage kommt.

Die 20-jährige Annika Beck nutzte gegen die ein Jahr ältere Denisa Allertova (Nr. 145 der WTA-Rangliste) im ersten Satz entschlossen ihre Chance und fegte ihre Gegnerin mit 6:0 vom Platz. Zielstrebig setzte sie im zweiten Satz das Match fort und erreicht mit einem 6:1 im zweiten Durchgang das Finale von Luxemburg. Mit diesem beeindruckenden Erfolg wird sich die aktuelle Nr.60 der WTA- Weltrangliste um einige Positionen verbessern.

Auf Mona Barthel wartete mit Barbora Zahlovova-Strycova nicht nur ein unaussprechlicher Name, sondern auch eine vermeintlich schwere Aufgabe. Die sehr variantenreich spielende Tschechin konnte den 1.Satz mit 6:4 für sich entscheiden. Nach diesem Rückschlag ließ sich die Neumünsteranerin etwas „hängen“, geriet schnell im nächsten Durchgang  0:3 in Rückstand und verpasste den Finaleinzug mit einer 2:6-Niederlage im 2.Satz.

 

17. Oktober 2014
von admin
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Barthel und Beck siegen – unsere Fed Cup-Kandidaten verlieren

Wir sind im Herbst der internationalen Tennissaison 2014. Aus deutscher Sicht stellt sich eine der Jahreszeit angemessene melancholische Stimmung ein. Viele Hoffnungen im Verlauf der Saison  -  die Führung des neugeformten Davis Cup-Teams gegen Frankreich, die Renaissance von Sabine Lisicki in Wimbledon, der Aufstieg von Kerber und Petkovic`in der Weltrangliste, das vielversprechende Comeback von Tommy Haas, das Auftreten des jungen Zverev bei den German Open u.a. – sind am Ende von  desillusionierenden Resultaten auf den Boden der ernüchternden Tatsachen gebracht worden.

Die abschließenden Tour-Finals der WTA und ATP finden wohl ohne deutsche Beteiligung statt. Okay, wir haben uns daran gewöhnt, dass die deutschen Herren bei dieser krönenden Abschlussveranstaltung der ATP sich von ihren Turnierstrapazen zu Hause erholen. Aber hatten wir nicht erwartet, dass Kerber oder andere Repräsentanten der deutschen Frauenpower sich für das Turnier der acht weltbesten Spielerinnen qualifizieren?

Andererseits kann das deutsche Fed-Cup-Team bei dem Finale ab dem 8.November in Prag einen großartigen Erfolg erringen und damit zum Abschluss der Saison doch noch für ein außergewöhnliches Highlight sorgen, dass die leisen Enttäuschungen überdeckt.

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Aber auch hier lassen die letzten Entwicklungen keinen großen Optimismus zu.

Gegenwärtig kämpfen viele WTA-Profis in Luxemburg und in Moskau um Weltranglistenpunkte. Von unserem bisher so erfolgreichen Kader hat Angie Kerber eine Auszeit genommen, Andrea Petkovic hat als Topgesetzte in der ersten Runde von Luxemburg gegen Parmentier 4:6, 2:6 verloren. Doppelspezialistin Julia Görges unterlag ebenfalls in der ersten Runde Lepchenko mit 3:6, 7:5 und 2:6.

Sabine Lisicki, die sich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder mit einzelnen hervorragenden Leistungen für den Prag-Kader empfohlen hatte, gewinnt in Luxemburg in der 1.Runde gegen Hantuchova 7:5, 6:0 und scheitert dann in der nächsten Runde  überraschend an der Tschechin Allertova mit 5:7 und 2.6.

Unser Fed Cup-Doppel Groenefeld/Goerges verliert in der ersten Runde gegen Lepchenko/Niculescu unglücklich mit 4:6, 6:4 und 6:7. Die Siegerinnen dieser Begegnung unterliegen dann deutlich den deutschen Talenten Friedsam und Lottner 2:6, 1:6…

Für Team-Captain Babara Rittner wird es immer schwieriger, eine sichere Entscheidung für die Nominierung des Fed Cup Teams in Prag zu treffen.

Dazu trägt auch bei, dass zwei andere deutsche Spielerinnen bei dem Turnier in Luxemburg großartige Erfolge erzielen: Annika Beck schlägt nacheinander das Schweizer Talent Bercsinsky (7:6, 6:3), die italienische Favoritin Vinci (7:5, 6:2) und erreicht das Semifinale mit einem Sieg über die Österreicherin Mayr- Achleitner mit 6:2,6:2.

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Auch Mona Barthel hat das Halbfinale erreicht. Die Neumünsteranerin schlug die Luxemburgerin Minella 6.3, 6:4, schaltete dann die Rumänin Niculescu mit 0:6, 7:5 und 6:3 aus und setzte sich dann auch gegen die Friedsam-Bezwingerin  Bertens aus den Niederlanden mit 6:3 und 6:0 durch.

Im nächsten Post werden wir zeitnah von den Semifinalspielen unserer beiden Damen  und von dem Abschneiden unserer Herren bei den Turnieren in Wien und Stockholm berichten.