26. Oktober 2014
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Williams und Halep auf der Spur in Singapur

Mit Spannung erwartete das Publikum in der ausverkauften Arena in Singapur die erste Halbfinalbegegnung des WTA-Finals zwischen Serena Williams und Caroline Wozniacki.

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Die in dieser Saison wieder stark auftrumpfende Dänin hatte im Sommer alle Matches gegen die US-Powerfrau verloren. In einem Kampf auf Augenhöhe schien es diesmal Wozniacki zu gelingen, die Niederlagenserie zu brechen. Im dritten Satz führte sie 4:1 im Tiebreak, als eine Vorhand von Serena an das Netzband knallte, sich über das Netz wickelte und auf Anas Seite tot herunterfiel.  Solche Momente entscheiden bei ausgeglichenen Wettkämpfen  über Sieg und Niederlage.

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Vier Punkte später stand die Serbin zwei Matchbällen ihrer Gegnerin gegenüber. Entschlossen nutzte Williams die Gelegenheit und zog nach mehr als zwei Stunden Spielzeit mit einem 2:6, 6:3 und 7:6 zum dritten Mal in Folge in das Finale der WTA-Finals ein.

Das begeisterte Publikum hatte wieder ein Tennisspektakel auf höchstem Niveau miterleben dürfen. Die attraktiven und spannenden Begegnungen des Turniers in dem asiatischen Insel- und Stadtstaat – mit mehr als 70 Prozent Einwohnern chinesischer Herkunft – wird dem Tennisboom in dieser Region noch weiter förderlich sein. Tennis-Konjunktur in Singapur!

Auch vom zweiten Semifinale zwischen Agniezka Radwanska und Simona Halep konnte man einen Kampf auf „Biegen und Brechen“ erwarten. Die Rumänin trumpft aber in Südasien weiterhin in Bestform auf. Mit fast fehlerfreiem Spiel gab sie der polnischen Konkurrentin nicht den Hauch einer Chance. Der 6:2, 6:2- Sieg führt sie zum ersten Mal in das Finale eines WTA-Saison-Abschlussturnieres.

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Morgen wird sich entscheiden, ob Simona Halep eine großartige Saison mit dem Sieg in Singapur krönt, oder ob Serena Williams die WTA-Finals zum dritten Mal in Folge gewinnen wird.

 

25. Oktober 2014
von admin
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Spannung pur in Singapur

Bei den BNP Paribas WTA-Finals sind in Singapur am Freitag die Entscheidungen für die Teilnahme an  den Halbfinals gefallen.

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Im Eröffnungsmatch musste Maria Sharapova in zwei Sätzen gegen Agniezka Radwanska gewinnen, um überhaupt noch eine Chance für den Semifinaleinzug zu haben. In dem ersten Satz wurde  um jeden Punkt gekämpft, die Russin setzte sich mit 7:5 durch. Im zweiten Durchgang hatte Sharapova den „Straight-Sets-Win“ in der eigenen Hand – sie lag 5:1 in Führung, vergab aber drei Matchballe und verlor noch den Satz gegen die unermüdlich kämpfende Radwanska im Tiebreak. Nach diesem Satzgewinn ließ die Polin überraschend nach und Sharapova setzte sich am Ende mit 7:5, 6:7, 6:2 durch. Trotz des Sieges war Maria bei den WTA-Finals ausgeschieden; Agniezka musste auf die Mithilfe ihrer Freundin Wozniacki hoffen, um das Halbfinalziel erreichen zu können.

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Wenige Stunden später hatte Caroline Wozniacki gegen Petra Kvitova mit 6:2 und 6:3 gewonnen. Die Dänin hatte das Semifinale erreicht und auch dafür gesorgt, dass der unermüdliche Einsatz ihrer polnischen Freundin im zweiten Satz gegen Sharapova  damit belohnt wurde, dass Radwanska jetzt in der Vorschlussrunde des WTA-Finals weiterspielen kann.

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„Ich habe extrem viel trainiert in diesem Jahr – das macht sich jetzt bezahlt. Es fühlt sich großartig an, wieder in der absoluten Weltspitze dabei zu sein“, kommentierte Wozniacki ihren Einzug in das Semifinale der WTA-Finals.

In dem letzten Match der Round-Robin-Runde der Roten Gruppe, musste Ana Ivanovic in zwei Sätzen gegen Simona Halep gewinnen, um Serena Williams Einzug in die „Runde der letzten Vier“ zu verhindern. Die Serbin war auf dem besten Weg: Sie gewann nach hartem Kampf den 1.Satz mit 9:7 im Tiebreak und ging auch mit 4:3 im zweiten Satz in Führung. Dann verlor sie die Nerven, die Kontrolle über ihren Aufschlag, das Spiel, den Satz und damit auch die Fortsetzung ihrer weiteren Teilnahme in den „WTA-Finals“. Es ist ihr hoch anzurechnen, dass sie nach Verlust dieses Satzes weiter konzentriert im Match blieb und am Ende sogar mit 7:6, 4:6, 6:3 gewann.

Am Samstag trifft  in den Semifinal-Paarungen Serena Williams auf Caroline Wozniacki und Simona Halep auf Agniezka Radwanska.

Nach den spannenden und kuriosen Matches der Round Robin-Runden sollte man kluger Weise auf Prognosen verzichten. Es ist alles offen in China – auf jeden Fall bei diesem WTA-Event.

24. Oktober 2014
von admin
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Serenas Seelenkur in Singapur

Nach dem hartumkämpften Sieg über Sharapova im ersten Spiel der Round Robin-Runde bei den WTA-Finals in Singapur, hat Caroline Wozniacki auch bei ihrem zweiten Auftritt gezeigt, dass sie auf dem besten Weg ist, an die Zeiten, als sie an der Spitze der Weltrangliste stand, anzuknüpfen. Die 26-Jährige Dänin schlug die Kvitova-Bezwingerin Agniezka Radwanska 7:5 und 6:3. Damit hat sie als bisher einzige Spielerin der „Weißen Gruppe“ zwei Siege aufzuweisen.  .

Petra Kvitova stand in ihrem Auftaktspiel gegen Radwanska, nach eigenen Aussagen, „total neben sich“. Im Match  gegen Maria Sharapova spielte sie nach anfänglicher Unsicherheit  wie verwandelt auf und deklassierte die Russin mit 6:3 und 6:2. Damit hat die Tschechin sich die Chance bewahrt, das Halbfinale zu erreichen. Im ihrem nächsten Vergleich mit der Polin Radwanska und in dem Match Sharapova gegen Wozniacki entscheidet sich erst, wer in dieser Gruppe das Halbfinale erreichen wird.

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Bei ihrem letzten Auftritt der „Round Robin“ der „Roten Gruppe“ hatte sich Serena Williams gegen Eugenie Bouchard von ihrer Niederlage gegen die Rumänin Halep erholt. Erbarmungslos schoss sie die junge Kanadierin mit 6:1 und 6:1 vom Platz. Serena hat mit 2 Siegen wieder beste Aussichten in dem Turnier der Weltbesten, muss aber hoffen, dass die Rumänin Halep in dem letzten Match der „Roten Gruppe“  morgen die Serbin Ivanovic schlägt.

„Genie“ fährt mit drei Niederlagen zurück in den Norden Amerikas.

Novak Djokovic hat in diesem Jahr spontan nach einer Niederlage die legendäre Tennisweisheit  verkündet, dass man Selbstvertrauen sehr lange erarbeiten muss, dass es aber besonders schnell verloren gehen kann. Serena konnte in Shanghai nach dem Sieg über Bouchard ein Lied von diesem Phänomen singen:

„Ich weiß, das klingt komisch, aber obwohl ich schon so viele Titel gewonnen habe, erfahre ich immer noch, dass mich ein Gefühl plagt, wie – Oh Gosh -vielleicht bin ich beim nächsten Match nicht in der Lage, dieses oder jenes richtig ausführen zu können. Das passiert immer wieder nach einer Niederlage. Das war besonders nach der Niederlage gegen Simona Halep der Fall. Ohne die lange Aussprachen mit meinem Coach nach dem Desaster gegen Simona und vor dem Match gegen Genie hätte ich heute nicht so erfolgreich auftreten können.“

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Tennis stellt enorme Anforderungen an die sensible Psyche. Das gilt für Wettkampfneulinge, das gilt offensichtlich auch für die Weltklasseprofis.