10. Oktober 2014
von admin
Keine Kommentare

Favoritensterben bei dem “Race to London”

Die Spannung,  der Druck, wohl auch die Strapazen einer langen Tennissaison machen sich jetzt bei dem „Race to London“ bemerkbar. Bei dem Turnier in Shanghai haben viele Spieler, die kurz vor der Qualifikation zum „Barclay ATP Tour Final“ in der O2-Arena standen,  unerwartete Rückschläge erlitten:

o2-arena

Marin Cilic verliert sein Auftaktmatch gegen Ivo Karlovic (6:7, 3:6).

Kei Nishikori unterliegt in seinem ersten Match dem Amerikaner Jack Sock mit 6:7 und 4:6.

Der Bulgare Grigor Dimitrov scheitert  an Julien Benneteau 5:7 und 3:6.

Milos Raonic gibt beim Stand von 2:5 im ersten Satz gegen Juan Monaco auf.

Stan Wawrinka setzte diese Serie von  frühen Favoritenstürzen mit seiner Niederlage gegen den Franzosen Gilles Simon (7:5, 5:7, 4:6) fort.

Auch der an 2-gesetzte Rafael Nadal verliert in den ersten Runden gegen Landsmann Feliciano Lopez überraschend mit 3:6 und 6:7. Bei Nadal liegen die Gründe seiner instabilen Form wohl eher in den Nachwirkungen seiner Hand-gelenksverletzung, die ihn zu einer längeren Pause zwang.

Roger Federer musste in seinem ersten Auftritt nach einer kurzen Erholungsphase fünf Matchbälle abwehren, bevor er sich gegen den Argentinier Leonardo Mayer mit 7:5, 3:6 und 7:6 durchsetzen konnte. „ Das war wohl die größte Rettung in meiner bisherigen Karriere. Ich habe das Match nicht so gut lesen können, wie vor meinem Urlaub“, kommentierte der Schweizer seinen glücklichen Gewinn. Bei seinem nächsten Auftritt zeigte er wieder, wie schnell er dazu lernt: souverän mit einem 6:4 und 6:2-Sieg über Bautista Agut zog er in das Viertelfinale ein. Wenn der Schweizer sich weiter steigert, wird Julien Benneteau, sein nächster Gegner, ihn kaum am Erreichen des Semifinals hindern können.

David Ferrer kämpfte sich mit einem knappen Sieg gegen den Kroaten Klizan (4:6, 7:6, 5:4) in das Achtelfinale, konnte dort  auch seinen Konkurrenten in dem Kampf um die Teilnahme am Masters, Andy Murray, mit 2:6, 6:1 und 6:2 niederringen.

TOPSHOTSSpain's David Ferrer returns a

Tomas Berdych profitierte von den Niederlagen seiner Konkurrenten mit seinem klaren Achtelfinalsieg über den Kroaten Ivo Karlovic (6:3 und 6:4).

Völlig unbeeinflusst von den Aufregungen im „Race to London“ zieht der Weltranglistenerste Novak Djokovic seine Bahnen: Nach über 20 Siegen in Folge (!), hatte er jetzt im Achtelfinale von Shanghai große Probleme, um Mikhail Kukushkin mit 5:3, 4:5, 5:4 zu bezwingen. In der Runde der letzten Acht kann der „Djoker“ die Aufholjagd von David Ferrer beenden.

In Linz tritt in diesen Tagen – außer Kerber – die erste Garde des deutschen Damentennis an. Sieht man das Turnier als Vorzeichen für das Fed-Cup-Finale, sind die Aussichten nicht rosig. Petkovic (gegen Giorgi),  Lisicki (gegen Knapp) und Beck (gegen Schmiedkova) schieden gleich in der ersten Runde aus. Mona Barthel gewann zwar ihr Auftaktmatch gegen Bertens, verlor dann aber gegen Pliskova in der zweiten Runde.

Freude bereitet uns Anna – Lena  Friedsam: nach Siegen über Cibulkova und Cepelova ist sie in Linz überraschend in das Viertelfinale eingezogen. Die 20-jährige aus Neuwied ist aber wohl nicht für den Kader für das Finale gegen Tschechien vorgesehen.

Auf Teamkapitän Barbara Rittner wartet viel Arbeit…

8. Oktober 2014
von admin
Keine Kommentare

Knisternde Spannung bei dem ATP-Turnier in Shanghai!

Die Saison der ATP-Profis geht dem Ende entgegen und kommt kurz vor Schluss noch einmal „richtig auf Touren“. Noch sind 5 Plätze für das erlesene  8er-Feld bei den „Barclay ATP World Tour Finals“ in London vom 9. bis zum 16.November frei.  Qualifiziert sind aktuell  Djokovic, Nadal und Federer. Dahinter machen sich Wawrinka (4795 Punkte), Nishikori (4255 P.), Cilic (3980 P.), Berdych (3765 P.), Raonic (3740 P.), Murray (3565 P.), Ferrer (3535 P.) und Dimitrov (3405 P.) Hoffnungen auf einen Einzug in das saisonabschließende Finale.

federer

In dieser Woche wird bei den mit 4,2 Millionen Dollar dotierten „Shanghai Rolex Masters“ um wichtige Punkte gestritten. In der darauf folgenden Woche können einige Spieler sich in Basel und Valencia vorzeitig die Berechtigung zur Teilnahme sichern. Die endgültige Entscheidung wird unter Umständen erst ab dem 27. Oktober bei dem Turnier in Paris, das 2,8 Millionen Dollar Preisgeld bietet, fallen.

In Shanghai könnte es in diesen Tagen zu direkten Auseinandersetzungen der Konkurrenten in dem „Race to London“ kommen: Andy Murray kann schon im Achtelfinale auf David Ferrer treffen, Grigor Dimitrov auf Kei Nishikori.

5

Bei normalem Verlauf wird sich im Viertelfinale Tomas Berdych mit Stan Wawrinka und Milos Raonic mit Rafael Nadal auseinander setzen müssen. Zünglein an der Waage können Djokovic und Federer spielen, die auch in Shanghai antreten werden. Spannung pur bei diesem ATP-Turnier in Asien!

Bei den Damen ist die Entscheidung für die Teilnahme am „BNP Paribas WTA Finals“, die ab dem 20.Oktober in Singapur stattfinden, in der letzten Woche gefallen. Wir hatten im letzten Post davon berichtet.

In Linz, Osaka, Tianjin, Moskau und Luxemburg wird eher die zweite Garde der WTA- Weltspitze um Weltranglistenpunkte und Preisgelder kämpfen.

6. Oktober 2014
von admin
Keine Kommentare

Das Rennen zu den Masters in der heißen Phase!

Der abschließende Höhepunkt der Tennissaison 2014 ist für die Deutschen und Tschechen das Fed Cup-Finale, für die Schweizer und Franzosen das Endspiel im Davis Cup.

Die Blicke der anderen Tennisländer richten sich nach Asien, wo in diesen Tagen und Wochen die Entscheidung darüber fällt, wer an dem Turnier der acht Weltbesten der WTA und ATP teilnehmen wird.

Bei den Damen ist das Feld der erlesenen Teilnehmer für die „BNP Paribas WTA Finals“ in Singapur schon jetzt komplett. Die schlechte Nachricht vorweg: Angelique Kerber hat den Sprung unter die besten Acht der Saison nicht mehr geschafft. Nach Serena Williams, Maria Sharapova, Simona Halep und Petra Kvitova haben sich nach Peking Ana Ivanovic, Agniezka Radwanska, Eugenie Bouchard und Carolin Wozniacki auch endgültig für das WTA-Masters vom 20. bis zum 26.Oktober qualifiziert.

scharapo

Ana Ivanovic reichte der kampflose Einzug in das Semifinale von Peking, um sich ihren Platz in Singapur zu sichern. In ihren Halbfinal- Match unterlag die Serbin dann deutlich  mit 0:6 und 4:6 gegen Maria  Sharapova. Die Russin bezwang dann im Finale der Asian Open auch Petra Kvitova in drei umkämpften Sätzen  (6:4, 2:6, 6:3). Vorher hatte die Tschechin die Australierin Stosur in dem zweiten Semifinale mit 6:3, 5:7 und 6:2 besiegt.

Radwanska, Bouchard, Wozniacki sind von der Kielerin Kerber, die im Achtelfinale von Peking an Kuznetsova gescheitert war, nicht mehr einzuholen.

Bei den Herren haben Kei Nishikori und Milos Raonic in Tokio einen großen Schritt zur Teilnahme an dem ATP- Masters in London voran gemacht. Die beiden erreichten in Japans Hauptstadt das Finale und konnten gegenüber einigen Konkurrenten wie Ferrer, Tsonga (die wie Wawrinka in der ersten Runde von Tokio ausschieden) sich Punktvorteile erspielen. Im Endspiel von Tokio konnte sich der einheimische Superstar gegen den Kanadier mit 7:6, 4:6 und 6:4 durchsetzen.

Einen Lichtblick aus deutscher Sicht können wir auch vermelden: Benjamin Becker hatte in Tokio unerwartet das Semifinale erreicht! Nach Siegen über den Finnen Nieminen, über den Japaner Ito und den US-Boy Socks spielte er auch gegen Nishikori groß auf und unterlag denkbar knapp mit 6:4, 0:6 und 6:7.

Wimbledon Championships 2006 - Day Three

Sieger des Turniers in Peking wurde bei den Herren (zum 5.Mal!) Novak Djokovic. Er gab im Finale dem Tschechen Berdych bei dem 6:0 und 6:2 nicht den Hauch einer Chance.

Der Tscheche besiegte im Semifinale Martin Klizan mit 6:4 und 6:1. Vorher hatte der Kroate im Viertelfinale sensationell Rafael Nadal mit 6:7, 6:4 und 6:3 aus dem Turnier geworfen!

Andy Murray legt in Asien einen beeindruckenden Endspurt hin: In Peking schlug er Januwicz, Cuevas und im Viertelfinale den Wimbledonsieger Cilic.  Im Halbfinale musste er sich dann doch Djokovic mit 3:6 und 4:6 geschlagen geben.

Beim nächsten ATP- Großevent in Shanghai wird wohl endgültig entschieden werden, wer nach Djokovic, Nadal und Federer das Ticket nach London fest buchen kann. Beste Aussichten haben aktuell Wawrinka, Nishikori, Berdych und Raonic.

Murray, Dimitrov, Ferrer haben aber längst noch nicht in dem „Race to London“ aufgegeben. Jo-Wilfried Tsonga hat die schlechtesten Karten.