3. Oktober 2014
von admin
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Alle deutschen Teilnehmer in Peking ausgeschieden!

Die Fans des deutschen Spitzentennis haben im Jahr 2014 bei den Endresultaten meist nicht viel zu lachen: Immer wenn Hoffnungen auf durchschlagende Erfolge aufkeimen, kommt die Keule und begräbt alle Träume mit einem Schlag.

So jetzt auch in Peking bei den China Open: Von Montag bis Mittwoch eitel Sonnenschein – am Donnerstag dann das „worst case scenario“: alle deutschen Stars sind ausgeschieden!

mediencartoon

Angelique Kerber konnte die Chance, gegen die Konkurrentinnen um das WTA-Masters Punkte aufzuholen, nicht nutzen. Sie verlor in der dritten Runde gegen die Russin Kusnetsova 6:2, 4:6 und 3:6.

Sabine Lisicki spielte hervorragend, konnte aber wichtige Punkte nicht verwandeln und musste sich Ana Ivanovic mit 3:6 und 5:7 geschlagen geben. Ihr selbsternannter „Handtuchhalter“ Pocher wird Bine trösten. Trost bekam sie auch von der Serbin, die von einem hochklassigen Match sprach.

ana

Andrea Petkovic stand dicht vor einem Sensationserfolg gegen Simona Halep, am Schluss behielt die Rumänin aber doch mit 7:6, 5:7 und 7:6 die Oberhand.

Minuten nach diesem Thriller gab die Weltranglistenzweite bekannt, dass sie wegen einer Hüftverletzung das Turnier nicht fortsetzen könnte. Diese Entscheidung wird „Petko“ nicht unbedingt mit Begeisterung aufgenommen haben…

Die Serbin Ivanovic ist aufgrund dieser Absage ohne Spiel schon im Halbfinale der China Open und sammelt fleißig Punkte für das „Race to Singapor“. Das wird ihr Händchenhalter „Schweini“ mit Begeisterung aufnehmen.

schweini

Dass dann der tapfere Peter Gojowczyk der Dominanz von Rafael Nadal beim 3:6 und 4:6 weichen musste, konnte man – auch bei größtem Optimismus – wohl erwarten.

Be idem “Race to London” haben die Favoriten Djokovic, Nadal (beide schon qualifiziert), Cilic, Berdych, Dimitrov und Murray sich bisher in Peking keine Blöße gegeben.

In Tokio setzten sich der japanische Volksheld Nishikori und der Kanadier Raonic souverän durch. Sie werden von den frühen Niederlagen Ferrers, Tsongas und Wawrinkas profitieren und vielleicht vorzeitig das Ticket nach London buchen können.

 

1. Oktober 2014
von admin
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“Großes Tennis” deutscher Profis in Peking!

Längst ist Asien bei den ATP und WTA-Funktionären, den Fernsehmachern und den großen internationalen Sponsoren zu einem Faktor geworden, der das Handeln bestimmt. Der asiatische Tennismarkt boomt seit Jahren. Eine Art „Goldgräberstimmung“ ist bei den Verantwortlichen der internationalen Tennisinstitutionen ausgebrochen. China, „das Reich der Mitte“ mit seinen 50 Millionen aktiven Tennisspielern spielt dabei eine herausragende Rolle. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass bei den Turnieren in Wuhan, Shenzhen, oder jetzt in Peking die Entscheidung fällt, wer an dem abschließenden Saisonhöhepunkten, den Masters, teilnehmen kann.

Die Chinesen haben schnell gelernt. Die China Open, die in dieser Woche ausgespielt werden, sind ein Großereignis, das sich an den Grand Slams orientiert. Die Preisgelder sind ähnlich hoch, das Teilnehmerfeld ist hervorragend – die gesamte Weltspitze ist vertreten -  und Damen und Herren treten auf der Anlage des „Olympic Green Tennis Centers“ gleichzeitig an. Dass Rafael Nadal ausgerechnet in Peking nach seiner Handgelenksverletzung wieder auf die Tour zurückkehrt, wertet das Turnier natürlich weiter auf.

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In dem 64er-Damenfeld (mit 5,3 Millionen Dollar Preisgeld versehen!) traten  vier deutsche Teilnehmerinnen an, die geschlossen die erste Runde überstanden. Alle zeigten auch darin Gemeinsamkeit, dass sie für ihre Auftaktmatches jeweils drei Sätze benötigten.

Sabine Lisicki schlug den Lokalmatador Shin Xen 4:6, 6:2 und 6:0. Angelique Kerber setzte sich gegen die Australierin Casey Dellaqua mit 6:1, 3:6 und 6:3 durch. Andrea Petkovic  konnte gegen die Rumänin Nicolescu bei dem 2:6, 7:6 und 6:4 gerade noch eine Niederlage abwenden. Mona Barthel siegte gegen die amerikanische Qualifikantin Mattek-Sand mit 4:6, 6:1 und 6:4.

In der zweiten Runde setzten – bis auf Mona Barthel – unsere Damen ihre Siegesserie fort: „Angie“ gab der Kasachin Zanina Diyas bei dem 6:3 und 6.1 nicht den Hauch einer Chance und „Petko“ setzte sich klar gegen das US-Girl Madison Keys mit 6:2 und 6:3 durch. Die größte Sensation gelang dann Sabine Lisicki: sie fegte die Favoritin Eugenie Bouchard mit 6:2 und 6:4 vom Platz! Da kann sich Angelique bei Bine bedanken: bei dem „Race to Singapor“ kann die Kielerin in Peking jetzt einige Punkte auf die Kanadierin „gut machen“.

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Mona Barthel musste sich leider einer überlegenen Lucie Safarova mit 3:6 und 3:6 in der zweiten Runde beugen.

Im 32er-Feld der Herren (2,5 Millionen Dollar Preisgeld) spielen Djokovic, Nadal, Dimitrov, Cilic, Berdych und Murray um wichtige Punkte für das Rennen zu den ATP Tour World Finals in London.

Als einziger Deutscher trat Peter Gojowczyik, der erfolgreich die Qualifikation überstand, in Peking an. Ihm gelang dann gegen den Kroaten Ivo Karlovic die Sensation: er siegte mit 6:4, 2:6 und 7:5!

Andere Spieler hatten sich entschieden, im parallel stattfindenden Turnier in Tokio anzutreten, um wichtige Punkte für das „Race to London“ zu sammeln. Einige werden das bedauern: schon in der ersten Runde sind drei der vier topgesetzten Profis aus dem Turnier geflogen:

Stan Wawrinka unterlag in seinem Auftaktmatch dem Japaner Tatsuma Ito mit 6:7 und 2:6, Jo-Wilfried Tsonga wurde von Michal Przysiezny geschlagen (6:4, 5:7,6:7) und David Ferrer verlor gegen seinen Landsmann Granollers mit 6:4, 4:6 und 4:6.

Der Lokalmatador Kei Nishikori „wird sich in das Fäustchen lachen“: Seine größten Konkurrenten im Turnier –  auch für die Qualifikation zum Masters – haben frühzeitig ihre Koffer gepackt. Sie müssen aber auch keinen rohen Fisch mehr essen…

 

29. September 2014
von admin
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Nishikori, Kvitova und die deutsche U14 feiern große Erfolge

Tennis boomt in Asien. Auf dem asiatischen Kontinent entscheidet sich auch aktuell, wer zum Saisonabschluss an den Masters in Singapur (WTA) und London (ATP) teilnehmen darf.

Nach Williams, Halep, Sharapova hat jetzt auch Petra Kvitova sich in dieses erlesene Feld gespielt. Die Tschechin bezwang im Finale von Wuhan Eugenie Bouchard mit 6:3 und 6:4.

 

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Hätte die Kanadierin gewonnen, wäre sie qualifiziert gewesen. Schneidet „Genie“ jetzt in Peking gut ab, ist sie die nächste, die in Singapur antreten kann. Auch die Semifinalistin Caroline Wozniacki hat in Wuhan ihre Chancen auf eine Teilnahme beim Masters weiter verbessert.

Im mit über 3.5 Millionen Dollar dotierten WTA-Turnier in der chinesischen Hauptstadt in der kommenden Woche können auch Radwanska, Ivanovic und hoffentlich auch Angie Kerber viel Boden im „Race to Singapor“ gutmachen.

Bei den Herren hat Andy Murray sich  im „Race to London“  wieder bessere Aussichten verschafft. Er gewann nach seinem Wimbledonsieg 2013 im chinesischen Shenzhen endlich wieder ein hoch dotiertes ATP-Turnier. Der Schotte wehrte bei dem 6:7, 7:6 und 6:1-Sieg gegen Tommy Robredo im zweiten Satz – bei 2:6 im Tiebreak – vier Matchbälle des Spaniers in Folge ab.

Kei Nishikori kommt seinem Ziel, als erster Asiate an dem Masters teilzunehmen, immer näher: In Kuala Lumpur siegte er im Finale gegen den Franzosen Julien Benneteau 7:6 und 6:3.

Bei dem mit über 5 Millionen Dollar notierten Turnier der Herren in Peking kann sich der 24-jährige Japaner schon vorzeitig für London qualifizieren. Das Großereignis in der chinesischen Metropole bietet noch ein weiteres Highlight: Rafael Nadal tritt nach langer Verletzungspause in Peking an!

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Nach diesem Blick auf die internationale Szene der Topprofis, haben wir auch positive Nachrichten aus dem deutschen Tennis zu vermelden: Bei den Mannschaftsweltmeisterschaften im tschechischen Prostejov haben sich die DTB-Junioren unter 14 Jahren den Titel gesichert.  Die jugendlichen Tennisspieler haben es unserer Fußballnationalelf erfolgreich nachgemacht. In einem ausgeglichenen und spannenden Finale besiegten Nicola Kuhn (BASF TC Ludwigshafen), Rudolf Molleker (LTTC Rot-Weiß Berlin) und Fabian Penzkofer (TC TP Herrsching) das Team aus Kanada mit 2:1 und holten die Trophäe zum ersten Mal seit 2001 wieder nach Deutschland.

„So eine WM stellt besondere Anforderungen an alle Beteiligten. Harte Arbeit und die individuelle Klasse der deutschen Talente waren für diesen Erfolg ausschlaggebend. Die Jungs waren in der Lage, gegen starke Gegner zu bestehen und auch nach schwierigen Situationen immer wieder zurückzukommen. Jetzt wünsche ich ihnen für die nächsten Jahre das Stehvermögen, das notwendig ist, um ihr vorhandenes Potenzial voll zu entwickeln“, bilanzierte Bundestrainer Hans-Peter Born.

Vor Jahrzehnten waren die Deutschen (mit den Schweden und Franzosen) dominierend im internationalen Jugendtennis. Dann folgte eine lange Phase der Stagnation. Dieser Weltmeistertitel gibt Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft des deutschen Tennis.