28. Juni 2016
von admin
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Nur der Regen stoppte die deutschen Profis in Wimbledon!

Fünf deutschen Siegen standen am ersten Tag von Wimbledon vier Niederlagen gegenüber. Das ist immerhin eine bessere Bilanz als beim letzten Grand Slam in Paris.

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Am zweiten Spieltag ging Dustin Brown (ATP Nr.85) als erster deutscher Repräsentant gegen Dusan Lajovic (ATP Nr. 82) auf den Court im Tennis-Mekka. Der Rastamann aus Celle hatte anfangs Probleme auf dem geliebten Rasen und verlor den 1.Satz gegen den Serben 4:6. Er steigerte sich im 2.Satz, gewann 6:3, musste aber den 3.Satz wieder 3:6 abgeben. Schritt für Schritt gewann er die Oberhand und sorgte mit 6:3 im 4.Satz und mit 6:4 im entscheidenden Durchgang für den ersten deutschen Tagessieg am Dienstag. Gleichzeitig hatte der Deutsch-Jamaikaner den ersten Erfolg des deutschen  Herrenteams im Turnier errungen.

Dustin Brown playing for Germany at Wimbledon 2013

Der 35-jährige Benjamin Becker (ATP Nr.102) sorgte dann für den nächsten Sieg. „Texas-Benni“ fegte den Argentinier Facundo Bagnis (ATP Nr. 96) gnadenlos mit 6:3, 6:3 und 6:1 vom Rasen.

Andrea Petkovic war mit Position 32 die letzte Gesetzte im Damenfeld. Der  Darmstädterin traute man die Fortsetzung der kleinen deutschen Siegesserie am zweiten Spieltag zu. Gegen Nao Hibino (WTA Nr.70) spielte Petko im 1.Satz aber zu kurz und unterlag 3:6. Sie kämpfte sich in dem 2.Satz in das Match, hielt es ausgeglichen und setzte sich mit Willenskraft und Siegeswillen dann 7:5 durch. Im entscheidenden Durchgang ging Andrea schnell 4:0 in Führung. Bei 5:1 und 15:40 wurde das Match wegen  des starken Regens unterbrochen.

rain

Alexander Zverev, der in den letzten Monaten schon auf Rang 28 der Weltrangliste vorgerückt ist,  traf auf  Paul-Henri Matthieu (ATP Nr.59). Unser Hoffnungsträger bei den Herren wirkte zu Beginn etwas phlegmatisch, brachte aber trotzdem den 1.Satz souverän mit 6:3 unter Dach und Fach. Im 2.Satz führte er überlegen 5:1, verlor dann etwas die Konzentration und setzte sich aber doch mit 6:4 durch. Im 3. Satz war Sascha deutlich überlegen. Bei 3:0-Führung wurde die Partie unterbrochen.

zverev

Florian Mayer hatte sensationell das Finale von Halle gegen Dominic Thiem gewonnen. Eine Woche später trat der Bayreuther, der sich in kurzer Zeit jetzt auf Rang 80 des ATP-Rankings hoch katapultiert hat,  in der ersten Runde von Wimbledon wieder gegen den an 7-gesetzten Österreicher an. Die Partie fiel nach zwei Spielen auch dem Regen zum Opfer.

Tatjana Maria (WTA Nr.104)hatte sich erfolgreich durch die Qualifikation gekämpft und trat in der ersten Runde des Hauptfeldes gegen eine andere Qualifikantin, Julia Boserup (WTA Nr.225), an. Das US-Girl führte 4:3, als der Regen ein Weiterspielen unmöglich machte.

Annika Beck konnte aufgrund der späten Ansetzung gar nicht erst zu ihrem Match antreten.

Die Auftritte der deutschen Profis waren vielversprechend am zweiten Spieltag in Wimbledon. Zwei deutsche Siege konnten unter Dach und Fach gebracht werden. Nur der Regen stoppte die anderen auf ihrem guten Weg.

27. Juni 2016
von admin
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Fünf deutsche Siege am ersten Tag in Wimbledon!

Erste gute Nachricht am ersten Tag  des Wimbledonturniers: Es hat nicht geregnet!

Zweite gute Nachricht: Der erste Auftritt eines deutschen Repräsentanten war gleich ein Erfolg: Die ehemalige Wimbledonfinalistin und unser gegenwärtiges Problemkind Sabine Lisicki (WTA Nr.81…) machte in ihrem Auftaktmatch  gegen Shelby Rogers (WTA Nr.62) kurzen Prozess mit dem US-Girl: Nach 59 Minuten Spielzeit und 9 Assen gewann sie 6:1, 6:3. Bum Bum Bin is back home in Wimbledon!

Hong Kong Tennis Open

Carina Witthöft, die auch lange auf der Suche nach Erfolgen war, sorgte für die nächste gute Meldung. Die Hamburgerin, inzwischen auf Rang 109 der Welranglisten zurück gefallen, bezwang überraschend die an Position 25 gesetzte Irina Camelia Begu klar mit 6:1, 6:4. Die Rumänin half bei diesem deutschen Sieg fleißig mit: Ihr unterliefen in etwas mehr als einer Stunde Spielzeit 30 „unforced errors“!

Angelique Kerber (WTA Nr.4) startete dann auch souverän in das Grand Slam-Turnier: Sie erlaubte ihrer Gegnerin Laura Robson (WTA Nr.283) aus England keinen einzigen Breakball während der 69 minütigen Spielzeit und erreichte souverän mit 6:2 und 6:2 die zweite Runde des Rasenturniers.

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Für den ersten Rückschlag sorgte dann ausgerechnet der in Wimbledon gesetzte Philipp Kohlschreiber (ATP Nr.22): Der Augsburger unterlag dem Franzosen Pierre Hugues Herbert (ATP Nr.81) 5:7, 3:6, 6:3 und 3:6. Litt er noch unter der Hüftverletzung, die er sich vor einigen Tagen zugezogen hatte?

Auch die ersten deutsche Frau schied dann in der ersten Runde aus: Laura Siegemund (WTA Nr.42) war gegen die an 9-gesetzte Madison Keys chancenlos. Das US-Girl braucht 62 Minuten, um die Stuttgarterin überlegen mit 6:3 und 6:1zu schlagen.

Freude bereitete dann wieder Anna-Lena Friedsam (WTA Nr. 57) den deutschen Tennisfans: Sie kämpfte Zarina Diyas (WTA Nr. 99) im 1.Satz 6:4 nieder und fegte die Kasachin im 2.Satz 6:0 vom Platz.

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Einen Erfolg erwartete man bei dem zweiten deutsch-kasachischen Duell zwischen  Julia Görges (WTA Nr.78) und Yaroslava Shvedova (WTA Nr.96). Aber Wimbledon ist kein gutes Pflaster für die 27-jährige Bad Oldesloerin – wie im Vorjahr schied sie in der ersten Runde aus. Shvedova gewann 7:5, 6:3.

Die nächste deutsche Niederlage konnte dann auch Jan-Lennard Struff (ATP Nr.86) nicht verhindern: Denkbar knapp verlor der 26-jährige Warsteiner gegen den Briten Daniel Evans (ATP Nr.81) in einem gnadenlosen Kampf 3:6, 7:6(6), 6:7(7) und 5:7.

Am späten Abend konnte Mona Barthel (WTA Nr.68) den ersten Spieltag mit dem  fünften deutschen Sieg abschließen: Die Neumünsteranerin konnte sich gegen Danka Kovinic aus Montenegro mit 6:2 und 7:6 behaupten.

 

26. Juni 2016
von admin
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Nur Tatjana Maria kann sich für Wimbledon qualifizieren!

Am Montag starten die All England Championships in Wimbledon. Wir haben über die Auslosung der deutschen Hauptfeldteilnehmer im letzten Post berichtet. Einige deutsche Tennisprofis hatten den Versuch gestartet, noch über die Qualifikation in das Hauptfeld zu gelangen.

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Bei den Herren haben 8 Spieler weder Kosten und Mühen gescheut, um sich durch die Qualifikation zu schlagen.

In der ersten Runde schieden Cedric-Marcel Steebe, Mischa Zverev, Nils Langer und Peter Gojowczyk aus.

Michael Berrer und Julian Reister mussten dann in der zweiten Runde die Segel streichen.

Kurz vor Erreichen des Ziels scheiterten dann leider Daniel Brandts, Thomas Bachinger und Tobias Kamke in der dritten und letzten Runde der „Quali“.

Unsere Frauen sind – mit einer Ausnahme – für die Qualifikation nicht in das Tennis-Mekka Wimbledon gepilgert. Einzig und allein war bei den Damen Tatjana Maria das Wagnis eingegangen, durch die Mühsale der Qualifikation an den inoffiziellen Weltmeisterschaften im Tennis noch teilnehmen zu können. Die 28-jährige aus Bad Saulgau war mit ihrer Weltranglistenposition 109 an Nr.1  gesetzt. Sie gewann ihre  ersten beiden Matches und konnte sich in der letzten Runde gegen die Schwedin Rebecca Peterson mit 6:3 und 6:4 durchsetzen. Damit hatte die junge Mutter als einziger deutscher Tennisprofi noch den Sprung in das Hauptfeld geschafft.

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Zieht man ein Fazit, kann man feststellen, dass es in der Vergangenheit schon weitaus erfolgreichere Qualifikationsergebnisse der deutscher Spieler bei den Grand Slams gegeben hat.

Nimmt man das bisherige Abschneiden als Maßstab für Prognosen über die Erfolge unserer Repräsentanten im Hauptfeld in Wimbledon 2016, sollten wir  keine allzu großen Erwartungen hegen.

Trost: Beim Theater gilt die Regel, dass eine misslungene Generalprobe meist zu  großartigen  Aufführungen geführt hat.

Die ersten deutschen Profis treten am Montag zu ihren Auftaktmatches im Hauptfeld an: Bei den Herren spielt Philipp Kohlschreiber gegen den Franzosen Pierre Hugues Herbert und Jan Lennard Struff gegen den Briten Daniel Evans. Bei den Damen trifft Angelique Kerber auf die Engländerin Laura Robson, Laura Siegemund tritt gegen Madison Keys aus den USA an und Carina Witthöft startet gegen die Rumänin Irina Camelia Begu.

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Wenn es nicht regnet, werden auch Sabine Lisicki gegen das US-Girl Shelby Rogers,  Anna-Lena Friedsam gegen die Kasachin Zarina Diyas und Julia Görges gegen Yaroslava Shvedova aus Kasachstan am Eröffnungstag den heiligen Rasen von Wimbledon betreten.