25. März 2016
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Dramatische und tragische Matches der deutschen Damen in Miami!

Die deutsche Bilanz nach der Auftaktrunde der „Miami Open“ war mit drei Niederlagen am Dienstag und drei Siegen am Mittwoch immerhin ausgeglichen. Am Donnerstag spielten vier deutsche Repräsentanten in der  2.Runde des Turniers.

Von Beginn an war die Partie zwischen der vorgesetzten Andrea Petkovic(WTA Nr.21) und Caroline Garcia (WTA Nr.48) ein Kampf zweier gleichstarker Gegnerinnen. Der 1.Service der Darmstädterin war verbessert, bei 4:3-Führung gelangen ihr zwei Asse in Folge zum beruhigenden 5:3. Die Französin verkürzte auf 4:5. „Petko“ vergab bei eigenem Aufschlag einen Satzball und musste den Ausgleich hinnehmen. Die 22-jährige aus Lyon gewann dann das dritte Spiel in Folge. Jetzt wehrte die Deutsche einen Satzball ab und rettete sich in den Tiebreak. Obwohl Petkovic hier zwei weitere (insgesamt 7 im 1.Satz)Asse schlug, verlor sie ihn mit 5:7.

 

petko

 

Im 2.Satz ließ sich Andrea nicht hängen. Nach kurzer Zeit hatte sie sich eine 3:0-Führung erspielt. Bei Vorsprüngen wurde die Deutsche an diesem Tag nachlässiger, Garcia gewann drei Spiele in Folge, bis Petkovic ihr Aufschlagspiel wieder durchbrachte. Jetzt lief es für Andrea. Sie gewann Punkt auf Punkt und den zweiten Durchgang 6:3. Ein Kampf auf  Biegen und Brechen prägte den dritten Durchgang. “Petko“ erkämpfte sich einen 4:2-Vorsprung, erlebte ein Deja Vu, als ihre Kontrahentin drei Spiele in Folge zum 5:4 gewinnt. Bei eigenem Aufschlag wehrte die Deutsche mit Kämpferherz einen Matchball ab und gleicht aus. Kein Match für depressiv veranlagte Zuschauer. Für die Spielerinnen war  es leichter – sie haben in diesem Thriller kaum Zeit für lang andauernde Gefühle. Oder tauchen doch Gedanken bei Andrea an vergangene Zeiten kurz auf? Sie vergab im nächsten Spiel vier Breakbälle und stand bei 5:6 mit dem Rücken zur Wand. Petkovic behielt die Nerven – glich auf 6:6 aus. Klar, dass der Tiebreak dieses Match auf Augenhöhe entscheiden musste. Auch den entscheidenden Tiebreak gewann die Französin –  diesmal deutlich mit 7:2. Kein Grund zum Grämen für„Petko“ angesichts der 6:7, 6:3, 6:7-Niederlage – der sich im Laufe des Spiels stetig verschlechternde Aufschlag (6 Doppelfehler!) sowie die mangelnde Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit haben den minimalen Unterschied ausgemacht.

Fast zur gleichen Zeit wie „Petko“ ging Julia Görges gegen Samantha Stosur (WTA Nr.27) auf einen der Turnierplätze der Tennisanlage von Miami. Ein Break reichte der Australierin um den 1.Satz mit 6:3 zu gewinnen. Zu Beginn des 2.Satzes bekam Stosur mit dem bis dahin so gefährlichen Service Probleme. Sie servierte 2 Doppelfehler in Folge, kassierte ihr erstes Break und die Bad Oldesloerin ging schnell 3:0 in Führung. Görges behielt die Partie im Griff und gewann den zweiten Durchgang deutlich 6:1. Im entscheidenden Durchgang prügelte Jule weiter auf die Filzkugeln ein, den Sieg vor Augen. Ein Break genügte ihr, um bei 5:4-Führung für das Match zu servieren. Stosur wird kein einziger Punkt mehr gegönnt und Julia Görges warf die gesetzte Australierin mit 3:6, 6:1 und 6:4 aus dem Turnier. Ein toller Sieg der Entschlossenheit und der Kompromisslosigkeit!

julia-goerges

Die 21-jährige Carina Wtthöft war zu Beginn des Matches ihrer 30-jährigen Gegnerin Svetlana Kusnetsova (WTA Nr.19) ebenbürtig. Bis zum 3:4 hatte sie aber drei Mal ihr Aufschlagspiel verloren. Mit dem Verlust des vierten(!) Aufschlagspiels verlor sie den 1.Satz 3:6. In den ersten 7 Spielen des zweiten Durchgangs gewannen beide Kontrahentinnen plötzlich ihre Aufschlagspiele ohne Probleme. Dann nutzte die Hamburgerin ihren ersten Breakball, ging  5:3 in Führung – und kassierte sofort ein Rebreak. Unbekümmert nahm sie aber im nächsten Spiel der Russin den Aufschlag wieder ab und gewann den 2.Satz 6:4. Die deutschen Damen nutzten am Donnerstag in Miami die volle Länge ihrer Wettkämpfe! Im entscheidenden dritten Durchgang setzen die Spielerinnen ihr Breakfestival in den ersten drei Spielen fort. Dann gelingt der jungen Deutschen ein „Break der Breaks“ – sie gewinnt ihr Aufschlagspiel und geht 3:1 in Führung. Kusnetsova macht es ihr nach, Carina verschenkt ohne Punktgewinn ihr Aufschlagspiel zum 3:3. Die Russin machte nach acht Punkten in Folge dann das 4:3, gewann kurze Zeit später den 12.(!) Punkt in Folge, nachdem Witthöft den 10.Doppelfehler serviert hatte und baute den Vorsprung auf 5:3 aus. Jetzt hatte die Deutsche wieder Lust am Gewinnen, verkürzte auf 4:5. Sie wehrt einen Matchball ab, aber Kusnetsova macht dann dem kuriosen Spiel ein Ende und zieht mit 6:3, 4:6 und 6:4 in die dritte Runde der Miami Open ein.

Die Betreuer und Verwandten von Carina Witthöft brauchen viel Toleranz und eine Menge Galgenhumor, um dieses aus dem Rahmen fallende Schauspiel ohne Schaden zu überstehen.

Bei Benjamin Becker, dem einzigen Vertreter der deutschen Herren am Donnerstag, ging es dann eher normal zu, obwohl er  in der Night-Session gegen den exzentrischen Marcos Baghdatis (ATP Nr.40) antrat.  Unser 34-jähriger Deutsch-Texaner (ATP 100), der sich tapfer durch die Qualifikation geschlagen hatte, schied in seinem Auftaktmatch im Hauptfeld gegen den Favoriten aus Zypern 3:6, 4:6 aus.

Am Karfreitag greifen  Angelique Kerber und Sabine Lisicki in das Turniergeschehen ein, Sascha Zverev  tritt zu seinem Zweitrundenmatch gegen Steve Johnson an.

24. März 2016
von admin
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Kleine Erfolge und einige Rückschläge der deutschen Tennisprofis!

Der Tenniszirkus wandert weiter – von Kalifornien nach Florida zum nächsten „Masters 1000“. Bei den Miami Open treten im Hauptfeld sieben deutsche Damen an. Bei den Herren hat sich die Gruppe verkleinert. Philipp Kohlschreiber hat sich eine Pause gegönnt und will sich in Ruhe auf die kommenden Sandplatzturniere vorbereiten. Mischa Zverev und Daniel Brands schieden in der Qualifikation aus. Oldtimer Benjamin Becker kämpfte sich erfolgreich durch die „Quali“ und vertritt nur noch mit Alexander Zverev das deutsche Herrentennis in der Hauptrunde.

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Die deutschen Tennisprofis waren mit großen Erfolgen in das Jahr 2016 gestartet. In den letzten Wochen hatte es dann Rückschläge „gehagelt“. Dieser Abschwung schien sich bei den ersten Auftritten deutscher Spielerinnen fortzusetzen. Drei deutsche Damen traten am Dienstag zu ihren Matches an – alle drei verloren!

Annika Beck (WTA Nr.40) schied in der Auftaktrunde des Hauptfeldes gegen die 21-jährige Russin Margarita Gasparyan (WTA Nr.41) 3:6, 5:7 aus.

Anna-Lena Friedsam (WTA Nr.59) war gegen die Tschechin Barbora Strycova (WTA Nr.32) bei dem 2:6, 0:6 chancenlos und schied als nächste in der ersten Maindraw-Runde aus.

Tatjana Maria(WTA Nr.92) scheiterte dann in der letzten Qualifikationsrunde.  Die 24-jährige Polin Magda Linette (WTA Nr.110) schickte die Deutsche mit 7:6, 6:3 gleich zurück in ihr Wohnhaus im nahegelegenen Palm Beach.

Am Mittwoch konnte es nur besser werden. Unsere beiden größten Nachwuchs-Hoffnungen Witthöft und Zverev traten als Favoriten zu ihren Erstrundenmatches an und auch Julia Görges konnte man einen Auftaktsieg zutrauen.

Alexander Zverev (ATP  Nr. 52) hatte die Ehre, den Spieltag mit seiner Partie gegen den 18-jährigen US-Boy Michael Mmoh (ATP Nr. 360), der eine Wildcard vom Veranstalter erhalten hatte, auf dem Center Court zu eröffnen. Sascha knüpfte nicht an seine großartige Leistung vom Nadal-Match in Indian Wells an, aber er bewies Nervenstärke in den entscheidenden Phasen. Mit 7:6(3) und 7:6(4) sorgte er für den ersten deutschen Sieg bei den Miami Open.

Julia Görges (WTA Nr.65) ging zur gleichen Zeit wie Sascha auf Court 9, um gegen die 21-jährige Nao Hibino (WTA Nr. 63) den zweiten deutschen Tagessieg zu erzielen. In einer hart umkämpften Partie konnte sich die Bad Oldesloerin 7:6(6) und 6:4 durchsetzen und erreichte wie ihr Hamburger Tennis-Kollege die zweite Runde.

görges

Von Carina Witthöft (WTA Nr.82) konnte man erwarten, dass sie gegen die    22-jährige Qualifikantin Aliaksandra Sassnovich (WTA Nr.100) den dritten deutschen Sieg in Folge erringen würde. Im 1.Satz setzte sie sich auch erwartungsgemäß mit 6:2 durch. Dann verlor sie im 2.Satz den Faden und unterlag 4:6. Im 3.Satz stellte sie die Verhältnisse wieder richtig und zog mit 6:1 im entscheidenden Durchgang in die Runde der letzten 64 in Miami ein. Vor dem nächsten Match gegen die gesetzte Russin Kusnetsova sollte sie ihren Aufschlag noch einmal intensiv trainieren. Ihr gelangen nur 50 Prozent der 1.Aufschläge und sie servierte 8 Doppelfehler.

carina

Kerber, Petkovic und Lisicki sind vorgesetzt und greifen wie der Qualifikant Benjamin Becker erst in den nächsten Tagen in das Hauptfeld-Geschehen von Miami ein.

22. März 2016
von admin
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Trennung von Pocher – Sabine Lisickis neue Chance?

Als „Bum-Bum-Bine“ wurde sie vor Jahren in der Öffentlichkeit bekannt. Als „Bine Summ Summ Summ“ hat ihr Lebensabschnittsgefährte Oliver Pocher sie in diesen Tagen erlebt – die „Bine“ ist ihm erst einmal davongeflogen…

Die tragikomische Affäre der Tennisspielerin Sabine Lisicki mit dem Comedian Oliver Pocher war und ist ein gefundenes Fressen für die „Yellow Press“. Sie bietet aber auch Anschauungsmaterial, wie  der sportliche Erfolg vor dem Abgrund steht, wenn der Glamour zu stark in den Kopf der Hauptdarstellerin steigt. Das noch nicht vollendete Schicksal von Sabine Lisicki kann als „Fallbeispiel“ in des Wortes doppelter Bedeutung gelten.

Deshalb könnte es sich lohnen, die ganze Affäre aus sportlicher Sicht noch einmal aufzurollen.

Sabine Lisicki hatte 2013 mit dem Finaleinzug in Wimbledon weltweites Aufsehen erregt. Die britischen Fans und die Presse waren begeistert von ihrer „Bum-Bum-Bine“. Deutschland glaubte eine Nachfolgerin von Steffi Graf gefunden zu haben und Sabine wurde in den Medien hofiert. Bei einem der zahlreichen Gala-Empfänge lernte sie im Herbst 2013 den Comedian Oliver Pocher kennen. Ein gefundenes Fressen für die bunte Presse, die seitenlang über die Beziehung der Sportlerin mit ihrem neuen Freund aus dem Show-Business berichtete.

pocher

Obwohl Pocher sich stolz in der Öffentlichkeit  mit seiner  Freundin präsentierte, hat er sich in dieser Zeit schon des Öfteren skeptisch bezüglich der Zukunft seiner Beziehung mit Lisicki geäußert. Sie sei sehr wahrscheinlich nicht seine letzte, äußerte sich der Komiker trocken in einem Interview. Seiner Traumfrau sei er noch nicht begegnet, denn die müsse perfekt sein und Perfektion gäbe es nicht. Frauen seien im Allgemeinen sehr schwierig. Eine Heirat mit Lisicki schließe er dennoch nicht aus.

Wahrscheinlich ist diese Art von Egomanie im „Showbizz“ normal. Der Olli ist ein Komiker –   offensichtlich auch im Privatleben.  Ob seine Aussagen allerdings Sabines Leistungsvermögen im Tennis gefördert haben ist mehr als fraglich – für Spitzenleistungen braucht man im Alltagsleben die nötige Ruhe und Ausgeglichenheit. Sabines Vater Richard, der sich vorher zurückgehalten hatte, reagierte jetzt entrüstet – auch in der Öffentlichkeit. Ergebnis: Das Verhältnis Tochter und Vater verschlechterte sich. Der promovierte Sportwissenschaftler Richard  Lisicki hatte die Tochter von den Anfängen an im Tennis betreut und kümmerte sich auch bei den WTA-Turnieren vor Ort um sie. Jetzt begleitete er sie nicht mehr bei den Wettkämpfen. Dafür trug Oliver Pocher jetzt ihr Tennisbag vom Clubhaus zur der Trainingsstätte, von dort zum Turnierplatz und dann zurück in das Clubhaus.

Die in Troisdorf geborene und in Berlin bei den Eltern wohnende Lisicki rutschte in der Weltrangliste weiter ab. Inzwischen war sie in Oliver Pochers Wohnung in Köln eingezogen. Sie präsentierte sich in der Schickeria strahlend an der Seite ihres Lebensgefährten, weinte bittere Tränen nach zahlreichen Niederlagen auf dem Tennisplatz.

The Championships - Wimbledon 2013: Day Twelve

Ende 2015 kamen Gerüchte über einen vermeintlichen Seitensprung Oliver Pochers mit dem DSDS-Sternchen Sarah Joelle, die sich gerne als Sexbombe ablichten lässt, auf. Der Freund Sabines dementierte sofort:  „Jeder Mensch, der in der Öffentlichkeit steht, muss mit solchen Gerüchten umgehen können. Es ist eben nicht immer alles richtig, was in den bunten Blättern steht. Selbstverständlich bin ich gegen diese Behauptung bereits per Anwalt vorgegangen.“

Die Schlagzeilen über die Affäre rissen nicht ab. Sarah Joelle war im Gespräch und tat alles, um weiterhin im Gespräch zu bleiben. In einem RTL-Interview auf Pochers Reaktion angesprochen, brach sie – vollkommen spontan und authentisch – in Tränen aus, es platzte aus ihr heraus: „Ja, da war was, da ist was gelaufen, wir hatten was miteinander – und Punkt.“

Sie führte dann aber trotzdem gleich weiter aus:  „Wir haben uns ein Jahr lang immer mal wieder getroffen. Er war für mich wie ein Freund mit gewissen Vorzügen … Ich wusste, dass er liiert ist, aber ich hab’ ihn nie nach seiner Freundin gefragt, er hat nie darüber gesprochen. Ich habe nicht darüber nachgedacht, was da eigentlich gerade passiert. Ich habe den Moment genossen. Dass wir uns ein Jahr lang gedatet haben, war nicht geplant. Es war alles total unkompliziert. Er ist ein toller, lieber Mensch, mit dem man viel Spaß haben kann.“

„Spaß haben“…Viel Spaß hatte Sabine auf jeden Fall unter diesen Umständen nicht. Das gewohnte Lächeln erfror ihr auf den Lippen, wenn sie in der Öffentlichkeit auftrat. Ihre sportlichen Erfolge waren auch kein Grund zur Freude.

Über ihr Verhältnis zu Olli erklärte die „Möchtegern-Karrieristin“ Joelle dann bald an anderer Stelle: „Olli und ich mögen uns auf jeden Fall.“ Auf die ziemlich dämliche Frage, ob sie denn eine romantische Beziehung zu ihm habe, sagte sie: „Da müssen sie den Olli fragen. Es gibt viele Bezeichnungen für eine zwischenmenschliche Beziehung zwischen zwei Erwachsenen.“

Zwei „Erwachsene“? Meinte sie das ernst?

Diese „Seitensprung-Affäre“ ist eine einzige Farce.

Auf jeden Fall war Sabine über alle diese nebulösen Aussagen „not amused“. Trotzdem blieb die treue Deutsche mit polnischen Wurzeln an der Seite Oliver Pochers.

Ihre Ergebnisse im Tennis in diesem Zeitraum ließen weiter zu wünschen übrig. Verletzungen jeglicher Art spielten dabei auch eine Rolle…

Im Februar 2016 kochte die Seitensprung-Affäre erneut hoch – nach BILD-Informationen zog die Tennisspielerin die Reißleine. Eine Freundin von Lisicki zu BILD: „Das hat für Sabine endgültig das Fass zum Überlaufen gebracht. Sie hat letzte Woche ihre Sachen gepackt, die sie bei Olli in Köln hatte.“

tennispic

Sabine Lisicki steht aktuell auf Position 37 der Weltrangliste. Sie wird nach ihrer frühen Niederlage bei dem Turnier in Indian Wells im März 2016 eher weiter zurückfallen.

Der „Stern“ sah in der Trennung eine positive Perspektive: „Als Sabine Lisicki im Herbst 2013 mit Oliver Pocher zusammenkam, stand sie auf Rang 15 in der Tennis-Weltrangliste. Seither ging es mit ihrer Karriere bergab. Die Trennung bietet die Chance auf einen Neustart ihrer Karriere.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.