21. März 2016
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Azarenka und Djokovic gewinnen das Turnier in Indian Wells!

Bei den BNP Paribas Open in Indian Wells spielte in dem Finale  – sowohl bei den Damen wie bei den Herren – ein hoher Favorit gegen einen klaren Außenseiter.

Bei den Damen traten die topgesetzte Serena Willams und Victoria Azarenka (WTA Nr.15) im Finale gegeneinander an. (Wir müssen hier den Irrtum eingestehen, dass wir im letzten Post Pliskova und Azarenka vertauscht hatten. Wer uns kennt, weiß, dass wir absolut nicht fehlerlos sind. Sorry.)

Die US-Amerikanerin, die mit einem Finalsieg als erste Spielerin das Turnier zum dritten Mal gewinnen konnte, begann nervös. Ihr unterliefen ungewöhnlich viele leichte Fehler, sie nutze ihre Breakmöglichkeiten zu wenig. Deutlich zeigte sie ihre Wut über die unzulängliche Leistung. Die zweimalige Australian Open-Siegerin Azarenka nutzte die Chance und gewann den 1.Satz 6:4.

victoria-azarenka

Im nächsten Satz lief es für die Weltranglistenerste zu Beginn noch schlechter. Sie war in jeder Hinsicht „voll von der Rolle“. Beim Stand von 0:3 im zweiten Satz zertrümmerte die 21-malige Grand-Slam-Siegerin ihren Schläger, packte ein neues Racket aus der Tasche – und schlug in einem der nächsten Ballwechsel auch dieses entzwei. Da es ihre zweite Verwarnung war, bekam Gegnerin Asarenka den nächsten Punkt zugesprochen. Die US-Amerikanerin wurde noch wütender, startete eine wilde Aufholjagd, musste sich am Ende des zweiten Durchgangs aber doch 4:6 geschlagen geben.

Victoria Azarenka holte sich nach 2012 zum zweiten Mal den Titel von Indian Wells. Sie wird nach dem Turnier wieder unter den Top Ten der WTA-Weltrangliste stehen. Da gehört sie auch hin.

Bei den Herren spielte der topgesetzte Novak Djokovic gegen Milos Raonic (ATP Nr.14). Der Kanadier hatte in Kalifornien großartige Spiele geliefert, aber er musste sich noch einmal gewaltig steigern, um gegen den ihm unbequemen Gegner zu gewinnen. Der Djoker ist in der Lage, die harten Aufschläge von Raonic mit seinen überragenden Return zu entschärfen, er ist schnell und gewandt genug, die druckvollen Vorhandschläge des Kanadiers zu kontern. Dass von den bisherigen fünf Begegnungen alle Matches vom Weltranglistenersten gewonnen wurden, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Raonic gegen einen Angstgegner antrat.

Djokovic begann dann auch stark, breakte seinen Gegner gleich im Auftaktspiel. Mit variantenreicher Matchführung, hervorragenden Returns und hart platzierten Aufschlägen baute er seine Führung schnell auf 4:0 aus. Raonic leistete dann erfolgreicher Widerstand, musste aber den 2:6-Verlust des 1.Satzes hinnehmen.

Novak-Djokovic

Vor Beginn des nächsten Satzes nahm er eine medizinische Pause. Als er zurück auf den Platz kam, änderte sich das Spielgeschehen nicht gravierend. Der Weltranglistenerste spielte weiter souverän auf, ging wieder 4:0 in Führung und schickte seinen Finalgegner gnadenlos mit 6:0 im 2.Satz nach 77 Minuten Spielzeit (inklusive der medizinischen Pause) vom Platz.

Der Kommentator von Sport1+HD sprach davon, dass der Djoker den Kanadier „abgeschlachtet“ hätte. Er hatte recht.

Milos Raonic kann sich damit trösten, dass er insgesamt ein großartiges Turnier gespielt hatte und sich in der Weltrangliste weiter voran gespielt hat.

Djokovic gewann das Turnier zum dritten Mal in Folge.

Seine Siegesserie auf der ATP-Tour wird langsam beängstigend für alle seine Konkurrenten.

 

20. März 2016
von admin
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Serena und Novak dominieren auch in Indian Wells!

Die BNP Paribas Open in Indian Wells gehören bei den Tennisprofis zu einem der weltweit beliebtesten Turniere. Auch die Besetzung dieses „Masters 1000 Tournament“ ist seit Jahren auf Grand Slam-Niveau.

In der kalifornischen Wüstenstadt  waren alle deutschen Teilnehmer – mit Ausnahme von Alexander Zverev – vor dem Achtelfinale ausgeschieden. Die internationale Weltspitze hingegen hat sich bei den Damen und Herren fast ausnahmslos durchgesetzt.

Im Herrenfeld war von den Favoriten nur der Weltranglistenzweite Andy Murray früh an dem Argentinier Delbonis gescheitert.

Der topgesetzte Novak Djokovic spielte auch in Kalifornien souverän auf. Im Viertelfinale musste er gegen Jo Wilfried Tsonga (ATP Nr.9) beim 7:6, 7:6-Sieg aber schon alle Register ziehen.

novak-djokovic

Im Semifinale traf er auf Rafael Nadal (ATP Nr.5), der im Achtelfinale schon kurz vor der Niederlage gegen Sascha Zverev stand, sich aber im Viertelfinale steigerte und  dem Japaner  Kei Nishikori (ATP Nr.6) mit 6:3 und 6:4 keine Chance ließ. Der Spanier legte im 1.Satz gegen seinen serbischen Erzrivalen noch einmal zu. In der Wüstenhitze (35 Grad!) lieferten sich die beiden Legenden einen atemberaubenden Kampf. Der Mallorquiner knüpfte an seine besten Zeiten an und erspielte sich bei 5:4 unter dem Jubel des Publikums einen Satzball. Der Djoker wehrte ihn ab und verwandelte seinen ersten Satzball bei 6:5-Führung im Tiebreak zum 7:6-Satzgewinn. Im  2.Satz hatte Nadal Mühe seine Aufschlagspiele zu gewinnen, wurde zum 2:4 dann gebreakt. Der Widerstand des Spaniers wirkte gebrochen. Bei 2:5 und 0:40 wehrte er aber drei Matchbälle in Folge und noch einen vierten ab. Der Serbe verwandelte den fünften. Nach 119 Minuten Spielzeit hatte Nole Djokovic mit 7:6,6:2 das Endspiel von Indian Wells erreicht.

In der unteren Tableau-Hälfte präsentierte sich der Belgier David Goffin (ATP Nr.18) sehr starkt.  Er schlug im Achtelfinale den an 3-gesetzten Stan Wawrinka (ATP Nr.4) 6:3, 5:7 und 7:6 und bezwang im Viertelfinale den Kroaten Marin Cilic (ATP Nr.12) 7:6, 6:2.

Im Halbfinale kam es für ihn zum Duell mit Milos Raonic (ATP Nr.14). Der Kanadier schaltete erst Tomas Berdych (ATP Nr.7)  mit 6:4 und 7:6 und im Viertelfinale Gael Monfils (ATP Nr.16)  7:5, 6:3 aus. Auch gegen den Belgier spielte Raonic stark auf und gewann den 1. Satz mit 6:3. Im 2.Satz drehte Goffin den Spieß mit 6:3 um. Im entscheidenden 3.Satz dominierte wieder der Kanadier und zog mit 6:3 in das Finale der BNP Paribas Open gegen Djokovic ein.

milos_raonic

Bei den Damen verloren überraschend die Weltranglistenzweite Angie Kerber und die Weltranglistenvierte Garbine Muguruza in den Auftaktrunden. Die Weltranglistenerste Serena Williams zog ungehindert ihre Bahnen in das Finale. Im Viertelfinale schlug sie Simona Halep (WTA Nr.5) 6:4, 6:3 und hatte nur etwas mehr Mühe beim 6:4, 7:6-Sieg im Semifinale gegen Agniezka Radwanska (WTA Nr.3). Die Polin hatte sich eine Runde zuvor gegen Petra Kvitova (WTA Nr.9) mit 6:2, 7:6(3) durchsetzen können.

2013 US Open - Day 14

Überraschend war der Finaleinzug der 23-jährigen Karolina Pliskova (WTA Nr.19). Die Tschechin, deren Aufstieg durch eine Krankheitsphase in der nahen Vergangenheit etwas aufgehalten wurde, setzte sich im zweiten Semifinale nach hartem Kampf gegen Victoria Azarenka (WTA Nr.15) 6:7, 6:1, 6:2 durch. In der dritten Runde hatte Pliskova Schweinsteigers zukünftiger Ehefrau Ana Ivanovic eine 6:0, 6:2-Packung gegeben.

Zweimal hatte Serena Williams bisher das Finale von Indian Wells gewonnen. Im Jahr 1999(!) gegen Steffi Graf und 2001 gegen Kim Clijsters. Nach 16 Jahren kann sie am Sonntag um 11 Uhr Ortszeit erneut den Titel holen.

 

17. März 2016
von admin
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Sascha Zverev kurz vor der Sensation!

Pressekonferenz in Indian Wells mit Alexander Zverev nach seinem Zweitrundensieg: Unser Ausnahmetalent  wurde von den anwesenden Journalisten nach den Internet-Vorwürfen zu seinem angeblichen Einsatz von Meldonium, dem Präparat, das seit Januar 2016 auf der Dopingliste steht und dessen Gebrauch Maria Sharapova in Schwierigkeiten gebracht hatte, befragt. Sascha antwortete, dass er das Präparat nie eingenommen hätte und bis dato auch den Begriff noch nie gehört hatte. Als ein besonders beflissener Journalist hinterfragte, wieso Niki Pilic denn so etwas behauptet hätte, erklärte er, dass der Davic Cup-Berater überhaupt nichts über ihn weiß und dass er nur einige wenige Small Talk-Sätze mit Pilic während des Davis Cups in Hannover gesprochen hätte.

sascha

In der Zwischenzeit hat der ehemals so erfolgreiche Davis Cup-Coach dementiert, derartige Aussagen über Sascha getätigt zu haben.

Business as usual.

Ein gelassenes französisches Sprichwort trifft es vielleicht noch besser: Honi soit, qui mal y pense. Frei übersetzt: Böse ist, wer Böses darüber denkt.

Auf keinen Fall hatte die lästige Pressekonferenz einen negativen Einfluss auf den jungen und kaltschnäuzigen Schlaks:  Im Drittrundenmatch am Dienstag präsentierte er sich in prächtiger Form, schlug den gesetzten Gilles Simon und erreichte das Achtelfinale des Tennis-Masters-Turnier in Kalifornien. Der Hamburger benötigte für den Einzug in die vierte Runde der BNP Paribas Open nur 67 Minuten. Beim überraschend klaren 6:2, 6:2 gegen den Franzosen ließ Zverev dem Weltranglisten-19. keine Chance.

“Ich denke, ich habe heute sehr gut gespielt, war sehr aggressiv, hatte viele gewinnbringende Schläge. Jemanden wie Gilles 6:2, 6:2 zu besiegen gibt mir viel Selbstvertrauen. Ich war bereit für ein langes Dreisatzmatch, bin aber froh, dass es so schnell ging”, sagte Zverev nach dem Match.

Zverevs deutscher Kollege Philipp Kohlschreiber hatte in seinem Drittrunden-Match weniger Grund zur Freude. Er hielt gegen den topgesetzten Djokovic gut mit, bestimmte die langen Ballwechsel mitunter sogar, unterlag aber 3:6, 5:7. Beim Stand von 3:5 und Aufschlag Djokovic im 2.Satz wehrte der Augsburger vier Matchbälle ab, schaffte ein Break und anschließend den 5:5-Ausgleich. Doch eine in das Netz geschlagene leichte Rückhand  beendete nach 1:39 Stunden seine winzig kleine Hoffnung auf einen Sensationssieg.

„Wir hatten einige gute Ballwechsel, es war ein guter Kampf. Aber insgesamt war er zu beständig“, resümierte Kohlschreiber. Der 32-Jährige haderte damit, ständig einem Rückstand hinterhergelaufen zu sein. „Ich denke, gegen diese Jungs musst du in der Lage sein, vorne zu liegen“, referierte Kohlschreiber. Das ist richtig, aber gar nicht so einfach, wie es klingt.

nole

Im Achtelfinale spielte Sascha Zverev am Mittwoch dann gegen Rafael Nadal. „Rafa ist einer der Größten in unserem Sport. Es ist eine große Ehre, gegen jemanden wie ihn zu spielen”, sagte  unser „German Wunderkind“ vor diesem Match.

Auf dem Platz hielt sein Respekt vor dem Spanier sich in Grenzen. Er breakte den Mallorquiner früh und ging 4:2 in Führung. Bei 4:3 wehrte er einen Breakball ab, gewann sein Aufschlagspiel dann zum 5:3. Nadal verkürzte auf 4:5. Der 18-jährige servierte zum Satzgewinn, kassierte dann aber sein erstes Break zum 5:5. Nach Abwehr von Breakbällen gelang dem Weltranglistenfünften aus Manacor das 6:5. Unser Ausnahmetalent glich unbeeindruckt aus. Auch im Tiebreak wurde um jeden Punkt unerbittlich gekämpft. Am Ende setzte sich der kaltschnäuzige Hamburger Junge mit 10:8 durch und gewann den 1.Satz nach 70 Minuten Spielzeit mit 7:6.

zverev

Nadal ist ein Vorbild für Resilienz.  Das bekam der junge Deutsche im 2.Satz zu spüren. Der Spanier erkämpft sich mit 2 Breaks gleich einen 3:0 Vorsprung. Nach weniger als 25 Minuten Spielzeit gewann Rafa den zweiten Durchgang dann 6:0.

rafael-nadal

Zu Beginn des entscheidenden 3.Satzes war Zverev sofort wieder präsent, ging 2:0 in Führung. Nadal schlug zurück, ihm gelang ein Rebreak. Sascha kämpfe um die Oberhand. Ihm gelang sofort wieder ein Break, er baute den Vorsprung anschließend sogar auf 4:1 aus, vergab dann einen Breakball bei Aufschlag Nadals. Der junge Deutsche behielt die Nerven, gewann sein Aufschlagspiel trotz eines Breakballes, ging 5:2 in Führung und stand kurz vor dem sensationellen Sieg. Das Stehaufmännchen von den Balearen stemmte sich gegen die drohende Niederlage, verkürzte auf 3:5. Er wehrte dann einen Matchball bei Aufschlag  Zverevs ab, kam auf 4:5 heran, glich gegen den kurz mit sich hadernden Youngster aus. Die Resignation wuchs bei Sascha, er gab seinen Service ohne Punktgewinn ab. Der zigfache Grand Slam-Sieger Nadal gewann auch die nächsten vier Punkte in Folge und erreichte das Viertelfinale nach insgesamt 2 Stunden und 34 Minuten Spielzeit mit 6:7, 6:0 und 7:5.

Alexander Zverev sollte sich in Zukunft die Widerstandskraft eines Nadals zum Vorbild nehmen. Dann haben wir bald wieder eine Top Ten-Spieler in der Weltrangliste.