1. März 2016
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Bine Lisicki ist die letzte Hoffnung in Malaysia!

Während unsere besten Herren sich in dieser Woche in Hannover auf die Davis Cup-Begegnung mit Tschechien vorbereiten, treten drei unserer Damen in Asien an, um Weltranglistenpunkte zu erkämpfen. In Kuala Lumpur, bei den mit 250 000 Dollar dotierten „Malaysian Open“ sind zwei unserer Spielerinnen sogar gesetzt.

kuala-lumpur

Am ersten Turniertag konnte die an 3-gesetzte Sabine Lisicki (WTA Nr.31) sich wieder über einen Sieg freuen. Gegen die 24-jährige Polin Magda Linette (WTA Nr. 107) setzte Bine sich mit 6:4 und 7:6 durch. In ihrem Match in der nächsten Runde gegen die Tschechin Barbora Krejcikova (WTA Nr.191) ist  die Berlinerin auch Favoritin.

lisi

Annika Beck (WTA Nr.42) ist bei den „Malaysian Open“  an Position 4 gesetzt. Am Dienstag traf sie auf die Kasachin Zarina Diyas (WTA Nr.95). Die 22-Jährige aus Bonn hat dann die zweite Auftakt-Niederlage in Folge hinnehmen müssen: Sie verlor beim Turnier in Kuala Lumpur mit 5:7, 3:6 gegen die Kasachin.

Die 27-jährige Laura Siegemund (WTA Nr. 79) musste sich am Dienstag in der ersten Runde des Turniers  mit Cagla Buyukacay (WTA Nr.128) auseinandersetzen. Auch sie konnte sich nicht erfolgreich durchsetzen und unterlag der 26-jährigen Türkin 5:7, 1:6.

Damit ist Sabine Lisicki die einzige deutsche Repräsentantin im Hauptfeld der Malaysian Open. Die Berlinerin schwimmt nach eigenen Aussagen privat auf der Glückswelle mit ihrem neuen Surfer-Freund. Vielleicht hilft ihr das auch dabei, im Tennis die Erfolgswelle zu erwischen.

29. Februar 2016
von admin
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Aussichten auf ein Wunder in Hannover!

Das wird eine schwere Aufgabe für das deutsche Herrentennis, das sich in dem noch jungen Jahr 2016 in vielversprechender Weise präsentiert hatte: Die Auslosung hat dem deutschen Davis Cup-Team zum Auftakt Tschechien  beschert. Das Team um Tomas Berdych hat  in den letzten vier Jahren zweimal den Wettbewerb gewonnen! Bei aller Euphorie angesichts des aktuellen Aufschwungs des deutschen Herrentennis, muss man realistisch einschätzen, dass Deutschland nur Außenseiterchancen hat.

Der tschechische Teamchef Jaroslav Navratil hat seine Nominierung für die Erstrundenbegegnung im Davis Cup gegen Deutschland vom 4. bis 6. März in Hannover bekannt gegeben und schickt mit Tomas Berdych (ATP 7), Lukas Rosol (ATP 51), Jiri Vesely (ATP 55) und Radek Stepanek (ATP Doppel 37) seine derzeit stärksten Spieler ins Rennen um den Viertelfinaleinzug in der Weltgruppe.

Tomas

Davis Cup-Legende Niki Pilic, der als Berater im Tam von Michael Kohlmann fungiert, hat in einem Interview die Situation auf den Punkt gebracht: „Jetzt gilt es, über die Woche in Hannover den Teamspirit zu festigen. In Frankfurt war dieser sehr gut. Das hat auch das Publikum gespürt und sehr wohl registriert. Hier habe ich vollstes Vertrauen in die Hannoveraner.“

Niki-Pilic

Teamspirit und Unterstützung des heimischen Publikums sind die Faktoren, die einen sensationellen Sieg über Tschechien ermöglichen können. Hinzu kommt, dass die herausragenden Leistungen der deutschen weiblichen und männlichen Profis eine Atmosphäre geschaffen haben, in der sich die Öffentlichkeit wieder stärker in positiver Erwartungshaltung mit den Tennisakteuren identifiziert und die Spieler selbst mit größerem Selbstvertrauen in die einzelnen Matches gehen können.

Der ehemals so erfolgreiche Davis Cup-Coach Pilic hat die Möglichkeiten der deutschen Spieler genauer unter die Lupe genommen:

„Philipp Kohlschreiber hat in Rotterdam das Halbfinale erreicht. Von ihm bin ich ganz begeistert, er hat sich im letzten Jahr zum Führungsspieler entwickelt. In Frankfurt gegen Frankreich war er angeschlagen und hat sich trotzdem gut geschlagen. Mein Eindruck: Er ist ein sehr guter Junge, der gerne für Deutschland spielt.

kohli

Nun zu unserem Rookie, Alexander Zverev. In Montpellier stand er im Halbfinale, in Rotterdam im Viertelfinale und in Marseille hat er gegen Tomas Berdych richtig stark gespielt. Er ist für die deutsche Mannschaft die Zukunft und hat durchaus die Chance, in ein paar Jahren unter den ersten Zehn der Welt zu stehen. Dustin Brown hat mehr Potenzial, als es sein aktuelles Ranking ausdrückt. Wer Rafael Nadal und Gilles Simon schlägt, der kann noch mehr! Philipp Petzschner ist auch richtig gut in Form, war in Doha und Rotterdam im Doppelfinale. Mit Brown oder Kohlschreiber an seiner Seite kann er dem starken tschechischen Doppel Paroli bieten.“

Wenn der Altmeister die Chancen der Deutschen so gut beurteilt, können wir mit Zuversicht der Begegnung entgegensehen.

Hoffentlich verletzt sich kein Spieler oder sagt kurzfristig ab.

 

26. Februar 2016
von admin
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Petko musste verletzt aufgeben!

Nach einem großartigen Sieg über die Weltranglistenfünfte Garbine Muguruza  steht Andrea Petkovic erstmals seit knapp elf Monaten wieder in einem Halbfinale eines WTA-Turniers. „Das ist ein ganz spezieller Sieg für mich. Ich sehe, dass ich auf dem richtigen Weg bin”, äußerte „Petko“ nach dem Viertelfinalspiel bei den „Qatar Total Open“ ihre Freude.

 

petko

In ihrem ersten Semifinale seit Charleston/USA im April 2015 traf die 28-jährige Petkovic, die seit Beginn des Jahres 2016 mit dem neuen Coach Jan de Witt zusammenarbeitet, am Freitag auf die ebenfalls ungesetzte Jelena Ostapenko (WTA-Nr. 88). Der Teenager aus Lettland hatte sich mit 6:4, 6:3 gegen Kerber-Bezwingerin Saisai Zheng (China) durchgesetzt.

Der Sieg über Muguruza war Andreas erster Triumph über eine Top-5-Spielerin seit September 2013. Nach ihrer psychischen Krise Ende des vergangenen Jahres musste die Siegesserie im arabischen Wüstenstaat der Darmstädterin genug Selbstvertrauen gegeben haben, um in Doha den Schritt in das Endspiel des mit 2,8 Millionen Dollar dotierten Megaevents realisieren zu können.

Die Deutsche schlägt zu Beginn sehr gut auf, hat bei 2:1-Führung drei Breakbälle in Folge, verwandelt den dritten und baut den Vorsprung auf 3: 1, über 4:1 auf 5:1 aus. Dann riss der Faden. Die 28-Jährige war sichtbar gehandicapt, konnte nicht mehr richtig zu den Bällen laufen und nahm nach dem Verlust von fünf Spielen in Folge eine Behandlungspause.

“Ich habe eine Schmerztablette bekommen. Andererseits hatte ich schon auch Angst, denn in Sachen Verletzungen bin ich ja ein gebranntes Kind”, schilderte Petko die Situation.

Mit einer Bandage kehrte sie zunächst zurück auf den Court, musste den Satz aber wenig später gegen die 18-jährige Lettin abgeben. Petkovic versuchte es zwar noch einmal, trottete aber beim Stand von 0:1 im zweiten Durchgang mit hängendem Kopf Richtung Netz.

andrea

Ein schwerer und tragischer Gang, denn in Doha hatte sie sich in starker Verfassung präsentiert. Vor der Verletzung schien in dem Match gegen Ostapenko ihr Einzug in das Finale der „Qatar Total Open“ schon ziemlich sicher.

So what. Die deutsche Nr.2 hat sich in Katar in hervorragender Form präsentiert. In der Weltrangliste wird sie sich Anfang nächster Woche wieder hochgearbeitet haben.

Ostapenkos Finalgegnerin wird die Spanierin Carla Suarez-Navarro sein, die  Agnieszka Radwanska (WTA Nr.3) klar und trocken mit 6:2, 6:0 in die Wüste schickte.

Da wird Angie Kerber nicht traurig sein. Wenn die Polin das Turnier gewonnen hätte, wäre sie an der Kielerin vorbeigezogen und hätte die Position 2 in der Weltrangliste eingenommen.