11. Februar 2016
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Weitere Erfolge der deutschen Tennisprofis!

Trotz der knappen Niederlage im Fed Cup gegen die Schweiz haben sich die  deutschen Tennisprofis – auch die Herren in der letzten Woche – vielversprechend im neuen Jahr präsentiert. Wir blieben am Ball und haben mit Interesse die weitere Entwicklung verfolgt. Zwischenfazit: Der Aufschwung hält auch in der zweiten Februarwoche an.

Obwohl Kerber, Petkovic und Görges pausierten, haben sich die deutschen Damen bei dem Turnier in St.Petersburg bisher sehr erfolgreich präsentiert: Laura Siegemund und Annika Beck haben sich mit starken Leistungen ins Achtelfinale des mit 750000 Dollar dotierten WTA-Turniers gekämpft. Die 27 Jahre alte Siegemund aus Metzingen überraschte zum Auftakt und schaltete die an Position sieben gesetzte Französin Kristina Mladenovic mit 1:6, 7:5, 6:1 aus.

Die 21-jährige Annika Beck, die am vergangenen Sonntag im Fed Cup gegen Bacsinszky überzeugen konnte, setzte sich mit 4:6, 6:4, 7:5 gegen die Tschechin Lucie Hradecka durch. Auf Beck wartet nun allerdings eine ganz schwere Aufgabe. Im Achtelfinale trifft sie auf die topgesetzte Schweizerin Belinda Bencic.

annika

Auch Carina Witthöft konnte mit einem 6:3, 6:3-Sieg gegen die Österreicherin Tamira Paszek souverän in die zweite Runde des Turniers in der russischen Metropole einziehen.

Bei den Herren hat unsere Nr.1 Philipp Kohlschreiber schon das Viertelfinale in Rotterdam erreicht. Der Augsburger schlug zum Auftakt Lucien Benneteau 6:4, 6:4 und setzte sich dann gegen den Kroten Ivan Dodig souverän 6:4, 6:2 durch. Dodig hatte in der letzten Qualifikationsrunde jan-Lennard Struff ausgeschaltet.

kohli

Alexander Zverev (ATP Nr.70), unsere 19-jähriges Ausnahmetalent aus Hamburg, konnte bei seinem Erstrundenauftritt überzeugen. Er schlug den Kanadier Vasek Pospisil (ATP Nr.41) 7:5, 6:2. Sascha trifft jetzt auf Gilles Simon aus Frankreich.

Benjamin Becker hat es in seine alte Studienheimat USA gezogen. In Memphis gewann er sein Auftaktmatch gegen den jungen US-Boy Tommy Paul, der eine Wildcard erhalten hatte, 6:4, 3:6, 6:3. Sein nächster Gegner wird  der an 7-gesetzte Australier John Millman sein.

Es sieht aktuell so aus, als wenn der sensationelle Grand Slam-Sieg von Angie Kerber unsere anderen nationalen  Profis auch zu größeren Taten motiviert hat.

 

9. Februar 2016
von admin
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Aufschwung bei den Herren!

Aufgrund der großartigen Leistungen standen die Damen in den letzten Wochen  im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. In den vergangenen Tagen haben jetzt auch die deutschen Herren für positive Überraschungen gesorgt.

In Frankreich bei dem mit 500 000 Dollar dotierten Turnier von Montpellier schlugen sich gleich mehrere nationale Spieler hervorragend:

Jan- Lennard Struff bezwang in der ersten Runde den Franzosen Mahut 6:3, 7:5, unterlag dann Ruben Bemelmans (wie zu häufig…) unglücklich 4:6, 7:6, 3:6.

Michael Berrer besiegte in seinem Auftaktmatch das Ausnahmetalent Borna Coric 7:6, 6:2, schalte dann den Niederländer De Schepper 6:3 und 6:4 aus.

Auch Sascha Zverev trumpfte in Montpellier auf. Hatte er in der 1.Runde beim 6:7, 6:4 und 7:5 gegen den Italiener Luca Vanni noch einige Mühe, so steigerte er sich im zweiten Match gegen den an 2-gesetzten Marin Cilic erheblich und besiegte den Kroaten sensationell 7:6, 7:6. Im Viertelfinale traf er auf Michael Berrer und konnte sich in einem harten Kampf mit 6:7, 6:2 und 7:5 durchsetzen. Erst im Semifinale schied der 19-jährige Hamburger gegen den Franzosen Paul Henri Matthieu 6:7, 5:7 aus.

zverev

Unser Paradiesvogel Dustin Brown machte in Montpellier auch positiv auf sich aufmerksam. Der Rastaman schlug zuerst den Belgier Darcis 7:5, 7:5, gab den an 3-gesetzten Gilles Simon bei dem 6:4, 6:4-Erfolg kaum eine Siegchance und zog mit einem ungefährdeten 6:3 und 6:3 gegen den Belgier Bemelmans auch in das Semifinale des Turniers ein. Gegen den topgesetzten Richard Gasquet setzte er seinen sensationellen Siegeszug bis zur 6:1, 3:0 Führung fort. Dann riss der Faden im Spiel des Deutsch-Jamaikaners und Gasquet erreichte „so gerade eben noch“ mit 1:6, 6:4 und 6:3 das Finale.

Dustin Brown playing for Germany at Wimbledon 2013

Im Endspiel gewann Richard Gasquet dann den Titel von Montpellier  souverän gegen seinen Landsmann Mathieu.

Unsere Nr.1 Philipp Kohlschreiber trat in der bulgarischen Hauptstadt Sofia an. Der an 5-gesetzte Augsburger bezwang zum Auftakt den Ukrainer Stakhovsky überlegen 6:2, 6:2, hatte dann bei seinen Viertelfinaleinzug über Dzumhur aus Bosnien-Herzegowina bei dem 6:1, 4:6 und 6:3 schon größere Probleme. Gegen den an 3-gesetzten Viktor Troicki war dann Endstation. Der Serbe zog mit 6:3 und 6:4 in das Semifinale und unterlag später im Finale dem topgesetzten Spanier Roberto Bautista Agut in zwei Sätzen.

Die deutschen Herren haben in den Fußspuren der Damen in diesen Tagen einige bemerkenswerte Matches geliefert.

Wir haben nichts dagegen, dass sich dieser Aufschwung in den nächsten Wochen und Monaten fortsetzt.

7. Februar 2016
von admin
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Die Schweiz besiegt Deutschland im Fed Cup!

Nach der Niederlage von Andrea Petkovic und dem Sieg Angelique Kerbers im zweiten Einzel der Fed Cup- Begegnung mit der Schweiz, würdigte Team-Chefin Barbara Rittner den Auftritt unserer Grand Slam-Gewinnerin: „Da ist eine unglaubliche Entwicklung passiert in den zwei Wochen in Australien. Man merkt es bei ihrem ganzen Auftreten. Sie ist jetzt die Nummer eins, die unser Team braucht.”

Am Sonntag ging Angie auf den Platz in der ausverkauften Leipziger Messehalle, um gegen das 18-jährige Schweizer Ausnahmetalent Belinda Bencic die Chancen auf ein Weiterkommen in der Weltgruppe zu wahren. Schon in ihrem ersten Einzel stand die Kielerin nach dem Rückstand und den Reise- und Medienstrapazen unter großem Druck. „When the Going gets tough, the Tough gets going“ -  der ziemlich weise Spruch eines US-Football- Coaches über Spieler, die entscheidende Erfolge garantieren, traf auf unsere „Herzdame“ zu. Im Match gegen die Schweizer Nr.1 am Sonntag war der Druck auf Angie wieder enorm.

angie-kerber

Die Weltranglistenzweite trifft von Anfang an auf entschlossenen Widerstand der Weltranglistenelften. Weil unsere Nr.1 die „Big Points“ für sich entscheidet, geht sie 4:1 in Führung. Der Schweizerin gelingen einige gute Punkte, sie  gleicht auf 4:4 aus und scheint die Oberhand zu gewinnen. Angie kann ihr Aufschlagspiel mit tollen Services durchbringen, Bencic gewinnt ihr Servicegame. Ein Kampf auf Biegen und Brechen. Wieder serviert die Deutsche ausgezeichnet, geht 6:5 in Führung. „Pretty Belinda“ gleicht wieder aus. Im Tiebreak trumpft sie entschlossen auf, geht zum ersten Mal in diesem Satz in Führung und gewinnt den ersten Durchgang mit 7:6 (4).

Im 2.Satz zeigt das  Schweizer Wunderkind, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann sie an die absolute Weltspitze gelangt. Kerber hält bravourös dagegen. Großes Tennis in Leipzig! Bis 4:3 für die Schweizerin gewinnen beide ihre Aufschlagspiele. Dann wird die Kielerin gebreakt. Sie greift sich häufiger an die Muskulatur – die harten Matches der letzten Wochen fordern ihren Tribut. Belinda Bencic lässt sich den Sieg nicht mehr nehmen. Sie gewinnt den zweiten Durchgang mit 6:3 und bringt die Schweiz 2:1 in Führung.

belinda-bencic

Nach dem Spiel berichtet unsere Nr.1, dass am Ende der Akku leer gewesen sei.

Team-Chefin Barbara Rittner war das Wagnis eingegangen, den Fed Cup-Neuling Annika Beck für das vorentscheidende vierte Einzel einzusetzen. Ein mitentscheidender Grund für diese mutige Nominierung war der Sieg der 21-jährigen Deutschen gegen ihre heutige Gegnerin Timea Bacsinszky bei den Australian Open vor wenigen Wochen.

Die 21-jährige gebürtige Gießenerin startet nervös, wird im ersten Spiel gleich gebreakt, findet aber bald ihren Rhythmus und gestaltet das Match auf ebenbürtigem Niveau. Lange, harte Ballwechsel prägen das Geschehen. Nach 45 Minuten Spielzeit steht es 3:3. Annika geht sogar 5:3 in Führung, aber Bacsinszky schlägt zurück und gleicht aus. Die junge Deutsche bleibt unbeirrt, gewinnt 2 Spiele in Folge und den 1. Satz mit 7:5. Die Halle in Leipzig tobt.

Im zweiten Durchgang ist wieder jeder Ballwechsel umkämpft, keine Spielerin kann bis 4:4 einen entscheidenden Vorsprung erkämpfen. Annika Beck geht 5:4 in Führung, verliert nicht die Nerven und setzt sich mit 6:4 im 2.Satz durch. Die Deutsche sinkt erleichtert auf den Boden der Leipziger Halle. Eine tolle Vorstellung der 21-Jährigen!

Annika

Deutschland gleicht dank Annika Beck auf 2:2 aus.

Das Doppel wird die Partie entscheiden. Im Vorfeld ging man davon aus, dass das der sicherste Punkt für die Schweiz sein müsste.

Barbara Rittner nominiert Andrea Petkovic an der Seite der Doppelspezialistin Anna-Lena Groenefeld, Die Kämpferin aus Darmstadt ist „heiß“. In den ersten Spielen tritt Petko überragend auf. Das deutsche Duo geht 2:0 und 3:1gegen Martina Hingis und Belinda Bencic in Führung. Kann sich der Teamgeist der Deutschen gegen die Qualität der Schweizer durchsetzen? Martina Hingis, die beste Doppelspielerin der Welt, übernimmt jetzt noch mehr Verantwortung, dominiert  das Geschehen und die Schweiz gewinnt fünf Spiele in Folge zum 6:3- Gewinn des 1.Satzes.

Beim Seitenwechsel feiern die beiden Schweizerinnen mit Coach Günthardt den Satzerfolg fröhlich lachend und selbstsicher.

Deutschland steht mit dem Rücken zur Wand. Hingis und Bencic behalten souverän die Oberhand und gewinnen den 2.Satz überlegen und vollkommen relaxed 6:2. Das Schweizer Team feiert überglücklich den 3:2-Gesamtsieg und den Einzug in die zweite Runde der Weltgruppe.

Deutschland muss in die Relegation.

Die Niederlage ist zu verschmerzen. In Leipzig wurde über zwei Tage absolutes Weltklassetennis geboten.