23. Januar 2016
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Auch Kerber und Beck stehen im Achtelfinale der Australian Open!

Am sechsten Tag der Australian Open traten drei deutsche Damen an, das Achtelfinale des Turniers zu erreichen. Die guten Leistungen und eine kuriose  Auslosung hatten dafür gesorgt, dass nach Anna-Lena Friedsam zumindest eine zweite Deutsche in der vierten Runde des Grand Slams stehen wird: Laura Siegemund und Annika Beck standen sich in einem deutsch-deutschen Duell gegenüber. Große Erfolgschancen gab man auch Angelique Kerber, die später in das Rennen ging. Sollte die Kielerin gewinnen, wäre eine nationale Spielerin  schon sicher im Viertelfinale: Die Siegerin der Partie Siegemund gegen Beck trifft in der nächsten Runde auf den Gewinner des Matches von unserer Spitzenspielerin!

Um 11 Uhr gingen die gut befreundeten Annika Beck und Laura Siegemund auf den Show Court 2, um den ersten deutschen Tagessieg unter Dach und Fach zu bringen. Laura begann übernervös, lag früh 0:3 zurück, musste den 1.Satz nach 20 Minuten ohne Spielgewinn  0:6 abgeben. Die Nervosität legte sie auch im 2.Satz nicht ab: Annika Beck gewann neun Spiele in Folge und ging 3:0 in Führung. Dann nahm Laura eine Behandlungspause und kehrte völlig verwandelt auf den Court zurück. Jetzt entwickelte sich ein hochklassiges und spannendes Match. Die 27-jährige Stuttgarterin holte jetzt zwar Spiel für Spiel auf, aber die 21-jährige Annika Beck setzte sich auch im zweiten Durchgang am Ende durch und gewann den Satz und das Match 6:4.

annika

„Das ist ein Riesenerfolg für mich, der größte meiner Karriere bis jetzt. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Da ist natürlich viel Druck gewesen vor einem deutschen Duell“, kommentierte die Gießenerin ihren Einzug in das Achtelfinale der Australian Open.

Nach dem Sieg  Annika Becks traf Angelique Kerber in der Margaret Court Arena auf das US-Girl Madison Brengle. In den bisherigen drei Aufeinandertreffen hatte die Deutsche alle drei Partien gewonnen. Dementsprechend selbstbewusst startete die Kielerin, ging gleich 2:0 in Führung, gab kurz ein Spiel ab, dominierte im weiteren Verlauf die Ballwechsel mit variantenreicher Matchführung und gewann den 1.Satz klar und deutlich 6:1. Auch im zweiten Durchgang begann Angie überlegen, aber ihr unterliefen einige leichte Flüchtigkeitsfehler. Die Amerikanerin steigerte sich. Bis zum 3:3 war das Match ausgeglichen. Dann zog die an 7-gesetzte deutsche Spitzenspielerin wieder etwas mehr an und konnte mit 6:3 im 2.Satz nach weniger als einer Stunde Spielzeit in das Achtelfinale des Grand Slams einziehen. Das hat Energien für die nächsten Herausforderungen gespart.

angie

Drei deutsche Spielerinnen stehen in der vierten Runde der Australian Open 2016 – eine überzeugende Erfolgsbilanz!

In den anderen Begegnungen der Damenkonkurrenz gab es am Sonnabend wieder die „ganz normalen“  Favoritenstürze: Die an 3-gesetzte Garbine Muguruza schied gegen die Tschechin Strycova (WTA Nr. 48) sang und klanglos 3:6 und 2:6 aus. Die an 9-gesetzte Karolina Pliskova war machtlos gegen die an 21-gesetzte Ekaterina Makarova und verlor unter Wert mit 3:6, 2:6.

Die an 14-gesetzte Weißrussin Azarenka setzte sich hingegen erwartungsgemäß gegen die Japanerin Osaka (WTA Nr. 128) durch und zog überlegen mit 6:1 und 6:1 in das Achtelfinale ein.

„Business as usual“  in der Herrenkonkurrenz: Vor der Night-Session hatte sich bei den Herren die Weltspitze schadlos gehalten. Der an 4-gesetzte Stan Wawrinka schlug Lukas Rosol in drei Sätzen. Der an 7-gesetzte Milos Raonic gab auch keinen Satz gegen Viktor Troicki ab. Der an 10-gesetzte John Isner bezwang Feliciano Lopez in vier Sätzen.

Der an 8-gesetzte David Ferrer führt gegenwärtig  gegen den Amerikaner Johnson mit 6:1 und 6:4.

22. Januar 2016
von admin
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Anna-Lena Friedsam kämpft sich in das Achtelfinale der Australian Open!

„Tennis im Sumpf“? Die Bild-Zeitung irrt sich. Das Grand Slam-Turnier in Melbourne ist auch – oder besonders -  in diesem Jahr ein Sport-Festival. Die Stadien sind gefüllt, die einheimischen Spieler werden begeistert und lautstark unterstützt, die Leistungen der internationalen Profis werden fachmännisch gewürdigt. Die vielen jungen Zuschauer sorgen auch außerhalb der Tenniscourts für frischen Wind in der Hitze des australischen Sommers. Die Presse auf dem fünften Kontinent feiert das Spektakel. Als deutscher Liebhaber des bunten „weißen Sports“ könnte man neidisch werden…

2015 Australian Open - Day 14

Vier deutsche Damen haben den Sprung in die dritte Runde der Australian Open geschafft. Etwas enttäuschend war, dass unsere Gesetzten Lisicki und Petkovic früh ausgeschieden sind. Es ist erfreulich, dass unsere Führungsspielerin, die an 7-gesetzte Angie Kerber, sich in der zweiten Runde vielversprechend steigern konnte und dass unsere bisher „zweite Garde“ für „Petko“ und „Bine“ dann so überzeugend eingesprungen ist.

Am fünften Tag des Turniers ging eine von ihnen, die 21-jährige deutsche Meisterin Anna-Lena Friedsam, in das Rennen. Unser Newcomer spielte ausgerechnet gegen die erfahrene und abgezockte 32-jährige Roberta Vinci, die in der Hauptstadt Australiens an Position 13 gesetzt war. Zum Glück war das Match in der Hisense Arena angesetzt worden. Es regnete in Melbourne – auf den Außencourts war das Spielen für viele Stunden unmöglich.

Der 1.63 Meter große Tennisfloh aus Italien begann fokussiert und fehlerlos. Die Neuwiedenerin agierte anfangs übermotiviert und angespannt. Sie verschlug noch viele leichte Bälle und lag nach 20 Minuten Spielzeit schon 0:5 zurück. Die US Open-Finalistin sicherte sich dann den 1.Satz mit 6:0.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs gelangen der Deutschen einige gute Punkte, sie verwandelte ihren ersten Breakball und ging 1:0 in Führung. Hoffnung keimte auf. Die deutsche Meisterin spielte sich in einen Lauf, baute die Führung auf 4:0 aus. Vinci setzte dagegen, verkürzte auf 3:4. Friedsam gewann ihr Aufschlagspiel und vergab aber bei 5:3 zwei Satzbälle. Entschlossen nutzte sie dann ihren eigenen Aufschlag, gewann den 2.Satz 6:4. Ein beeindruckendes Comeback.

friedsam

Ein Kampf auf Biegen und Brechen kennzeichnete den entscheidenden Durchgang. Anna-Lena geht 3:2 in Führung, muss sich aber wegen Schulterproblemen bei dem Wechsel eine medizinische Auszeit nehmen. Sie verliert ihr Aufschlagspiel, breakt aber die Italienerin zum 4:3, schlug dann bei  5:4 zum Matchgewinn auf. Sie blieb entschlossen, gab keinen Punkt mehr ab und erreichte mit einem 6:4-Sieg im 3.Satz zum ersten Mal in ihrer Karriere das  Achtelfinale eines Grand Slams. Ein bravouröses Match der jungen und vielversprechenden Deutschen.

Die Weltspitze der Damen setzte sich bisher am fünften Tag durch: Die an 4-gesetzte  Maria Sharopova (in drei Sätzen gegen das US-Girl Davis) und die an 12-gesetzte Belinda Bencic ( in drei Sätzen gegen die Ukrainerin Bondarenko) zogen in das Achtelfinale ein.

In der Herrenkonkurrenz  erreichten der an 7-gesetzte  Kei Nishikori (gegen Garcia-Lopez in vier Sätzen) und der an 10-gesetzte Jo Wilfried Tsonga (gegen landsmann Herbert in drei Sätzen) ohne Probleme das Achtelfinale der Australian Open.

Tsonga-2

 

In der Night-Session setzten sich der an 3-gesetzte Roger Federer ( gegen den Bulgaren Dimitrov in vier Sätzen) und der topgesetzte Nole Djokovic (gegen den Italiener Seppi) souverän durch.

Bei den Damen prügelte Serena William die Russin Kasatkina 6:1 und 6:1 vom Platz und Agniezka Radwanska machte bei ihrem 6:0, 6:4-Sieg über Puig auch wenig Federlesens.

21. Januar 2016
von admin
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Die deutschen Damen schlagen sich überwiegend gut bei den Australian Open!

Am vierten Tag der Australian Open warteten auf die ungesetzten vier deutschen Erstrunden-Siegerinnen schwere Aufgaben. Sie traten ausnahmslos gegen Gesetzte an. Der an 7-gesetzten Angelique Kerber und der an 25-gesetzten Sabine Lisicki standen vermeintlich machbare Herausforderungen bevor.

Als erste Deutsche ging Sabine Lisicki gegen Denisa Allertova (WTA Nr. 66) in Melbourne auf den Platz.  Sie wurde als klare Favoritin gegen die 32-jährige Tschechin gehandelt. Der Aufschlag-Weltrekordlerin unterliefen zu Beginn viele leichte Fehler. Auch einige Doppelfehler führten zu einem 3:6-Verlust des 1.Satzes. Die Berlinerin kämpfte sich in das Spiel zurück und gewann standesgemäß den 2.Satz 6:4. Im entscheidenden 3.Satz verkrampfte „Bine“ bei entscheidenden Momenten und schied mit 4:6 aus.

Der Tag hatte für das deutsche Aufgebot mit einer herben Enttäuschung begonnen.

Beherzt ging Laura Siegemund in die Begegnung mit der an 19-gesetzten Jelena Jankovic, die schon an einmal an der Spitze der Weltrangliste gestanden hatte. Im 1.Satz musste sie sich noch 3:6 geschlagen geben. Vollkommen unbekümmert trat sie im 2.Satz auf, erhöhte das Risiko und konnte sich sogar im Tiebreak durchsetzen.

Tennis 2015 - Wimbledon Qualifying Tournament - Day 4

Im entscheidenden Durchgang behielt die 27- jährige Deutsche ihre aggressive Spielweise bei und ein dramatisches Match entwickelte sich. Bei 4:4 und eigenen Aufschlag konnte sie ein Break nur mühsam verhindern, ging 5:4 in Führung. Die Serbin spürte Druck, Laura nutzte die Chance und zog mit 6:4 im dritten Satz nach zweieinhalb Stunden Spielzeit in die dritte Runde des Grand Slams ein. Ausgelassen feierte die Stuttgarterin den bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere auf dem Platz. Die insgesamt 32 erfolgreichen Netzangriffe der Weltranglisten-97, die als variantenreiche und taktisch klug agierende Spielerin gilt, sprechen von ihrem Mut in diesem bedeutungsvollen Match in der Hisense-Arena. Ein toller Auftritt der Deutschen, der auch international sofort Anerkennung fand.

Tatjana Maria musste lange warten, um gegen die an 21-gesetzte Ekaterina Makarova auf den Platz gehen zu können. Das auf ihrem Court angesetzte Match zwischen dem Spanier Lopez und dem Argentinier Pella dauerte fünfeinhalb Stunden. Die anstrengende Wartezeit wirkte sich nicht negativ aus. Die US-Deutsche spielte gegen die Russin auf Augenhöhe, verlor aber den 1.Satz knapp mit 4:6. Im 2.Satz war sie machtlos gegen Makarova, unterlag mit 2:6 und schied erwartungsgemäß aus.

Die Begegnung Annika Becks  mit der  an 11-gesetzten Timea Bacsinsky , die auch auf Court 6 im Anschluss an das Match von Tatjana Maria angesetzt worden war, musste aufgrund der langen Verzögerung auf  Court 7 verschoben werden. Die Gießenerin war zu Beginn der Partie der Schweizer Favoritin,  die vor dem Grand Slam allerdings einige Erstrundenniederlagen erlitten hatte, zumindest ebenbürtig. Sie ging sogar 5:2 in Führung, blieb entschlossen und gewann den 1.Satz 6:2. Die quicklebendige Deutsche setzte im zweiten Durchgang ihr entschlossenes Spiel fort, ging 3:0 in Führung. Die zähe Bacsinsky stemmte sich gegen die Niederlage, holte auf 3:4 auf. Die 21-jährige Deutsch blieb unbeirrt, gewann den 2.Satz 6:3 und erreichte die dritte Runde der Australian Open. Annika sorgte für den zweiten deutschen Tageserfolg, für die zweite positive Überraschung.

In der Margaret Court-Arena trat in der Night-Session Angie Kerber gegen Alexandra Dulgheru (ATP Nr.61) vom ersten Schlag an sehr fokussiert und aggressiv auf. Schnell ging die Kielerin mit 4:1in Führung. Nach 23 Minuten Spielzeit hatte sie den 1.Satz 6:2 unter Dach und Fach gebracht. Im zweiten Durchgang wurde der Widerstand der Rumänin stärker. Lange Grundlinienduelle prägten das Geschehen. Unsere Nr.1 errang dann wieder die Oberhand, setzte sich am Ende mit 6:4 durch und zog in die dritte Runde ein. Es war offensichtlich, dass sie daran arbeitete, mehr Druck und Offensivkraft in ihrem Spiel zu entwickeln. Auch der Aufschlag war verbessert. Angie selbst war mit ihrem Auftritt zufrieden – das bewies auch die geballte Faust, die sie ihrem Coach Torben Beltz immer wieder nach gelungenen Schlägen entgegen reckte. Unsere größte deutsche Hoffnung ist auf einem guten Weg in Melbourne.

angie-kerber

 

Julia Görges schloss in der Rod Laver-Arena den Spieltag gegen die an 9-gesetzte Karolina Pliskova, die in Melbourne ihre Doppelpartnerin ist, ab. Die Bad Oldesloerin startete mit eindrucksvollen Gewinnschlägen in das Match und ging 2:0 in Führung. Dann häuften sich in ihrem Spiel die Fehler und die Tschechin glich aus. Das Duell der “Hardhitterinnen” ging im 1. Satz in den Tiebreak. Hier setzte sich Pliskova mit 7:5 durch. Die Nuance die bisher über Sieg und Niederlage entschied, war das eindrucksvolle Service der “lang aufgeschossenen” Tschechin – sie schlug 9 Asse! “Jule” hatte Probleme mit ihrem 2.Aufschlag. Sie verlor symptomatisch den letzten Punkt des Satzes mit ihrem 6.Doppelfehler. Im 2.Satz zog der “Rising Star der WTA” aus Tschechien gleich der Deutschen mit 4:1 davon.  Görges konnte bei allem Bemühen nicht mehr den Spieß umdrehen und musste mit 1:6 im zweiten Satz aus dem Turnier ausscheiden.

Bei den Herren setzten sich die Topgesetzten Murray, Wawrinka, Raonic und Isner, ohne einen einzigen Satz abzugeben, durch.

Auch der an 8-gesetzte David Ferrer bezwang Lleyton Hewitt, der seinen Rücktritt nach den Australian Open angekündigt hatte, im Duell der “legendären Stehaufmännchen” mit 6:2,6:4 und 6:4. Das Publikum feierte mit nicht endenden Standing Ovations den Australier nach dem Match. Höhepunkt war die tränenreiche Rede des siegreichen Spaniers. Ihm fehlten öfters die Worte, als er sein Vorbild  in der Rod Laver Arena verabschiedete – ein bewegender Augenblick. So lieben wir den Sport – und die Sportler.

Überraschung bei den Damen: Es gab keine weiteren überraschenden  Niederlagen bei den Matches der Weltspitze! Am vierten Tag erreichten die „großen Namen“ Muguruza,  Azarenka und Ivanovic ohne Mühen und Satzverlust die dritte Runde.